| Eines meiner Hobbys ist das Wühlen in LP- und CD-Grabbelkisten,
wobei es dabei schon das eine oder andere Juwel zu entdecken gab - und
meistens war es auch noch schön billig! Von The
Association bin ich dermaßen begeistert, dass ich die CD hier
unbedingt präsentieren muss - allerdinx passt die Platte weder richtig
zur Kategorie "frisch ausgepackt",
noch kann man von einem endlich auf CD wieder veröffentlichten Vinylschätzchen
("lost and found") sprechen. (04.04.2005) |
| "Sweet Thursday" (Tetragram, 1968 * Line, 1973) | |
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Dabei war auch dieses titellose Album der kurzlebigen Band Sweet Thursday mit Klavierlegende Nicky Hopkins, der davor und danach mit jedem von Rang und Namen gespielt hat, den beiden Akustikgitarristen Jon Mark (der anschliessend bei John Mayall spielte und danach das erfolgreiche Duo Mark Allmond gründete) und Alun Davies (danach wichtigster Begleiter von Cat Stevens) und einer Rhythmusgruppe, bestehend aus den eher unbekannten Musikern Brian Odgers und Harvey Burns. Das Album wurde 1968 aufgenommen und 1969 von einem obskurem amerikanischen Label herausgebracht, allerdings ohne vernünftige Promotion. Ohne jemals als Band ein Konzert gespielt zu haben gingen die beteiligten Musiker deshalb bald wieder ihrer eigenen Wege und die Platte geriet schnell in Vergessenheit. Was aber Line Records bereits wenige Jahre später zur Wiederveröffentlichung motiviert haben, das entzieht sich meiner Kenntnis. Auch 1973 wird das Album sicherlich wenig Käufer gefunden haben. Ich hab die Platte damals kaum gehört und schnell im Plattenregal
verschwinden lassen. Weil ich aber gerade die Nicky Hopkins-Biographie
von Julian Dawson lese, habe ich sie jetzt wieder herausgekramt
- und weiß sie schließlich doch noch angemessen zu würdigen,
denn es handelt sich um wunderschöne Singer/Songwriter-Musik,
vielleicht etwas unspektakulär, aber eigentlich genau das was
ich im Moment besonders gerne höre. Gute Songs, gutes Ensemblespiel,
sogar ein Ohrenschmaus für die Freunde von Nickys Klavierspiel.
Insgesamt also doch gut investierte 2 Mark 90! |
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| Steve Wynn: "Crossing Dragon Bridge" (Blue Rose, April 2008) | |
Steve Wynn ist einer der Künstler, die ich früher
sehr gerne gehört habe. Auch war ich immer schnell dabei, mir
die neuen Platten zu kaufen. Aber irgendwie ist mein Intersse ...
einfach eingeschlafen. Meine letzte Anschaffung für viele Jahre
war dann auch "Static Transmission" von 2003, an die ich
mich ehrlich gesagt kaum noch erinnern kann. Jetzt gab's das aktuelle
(?) Album "Crossing Dragon Bridge" in edler Aufmachung bereits
für den Preis für etwa drei Glas Bier bei 2001. Alte Verbundenheit zum Ex-Sänger von Dream Syndicate, die schicke Aufmachung der CD und nicht zuletzt das Wissen um die Beteiligung von Chris Eckman (Walkabouts, Dirtmusic) als Produzent haben mich jetzt in engem Zusammenhang mit dem Schleuderpreis zugreifen lassen. Und wie ist das Album nun? Es ist ein wenig experimentell, rockt kaum, der Einfluss von Chris Eckman war da sicherlich nicht unerheblich. Keine Bandplatte (wie sonst immer bei Wynn!), sondern ein Mann und seine Lieder im Studio: also ganz schlicht & einfach "Singer/Songwriter-Musik". Vielleicht kein (bislang verpasstes) Lieblinxalbum, aber doch ein sehr schönes! Ein kleines Kompliment vielleicht noch: Chris Eckman schafft es, den Drumcomputer so klingen zu lassen, dass ich es mag (God Doesn't Like It"). Und bei "Believe In Yourself" leiert das Mellotron ganz wunderbar. (18.05.2010) |
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| The B'shops: "Grass" (Day-Glo, 1990) | |
Die B'shops stammten aus Franken (Nürnberg? Bamberg?) und waren damals
eine der wenigen deutschen Rockbands, die ich gut fand. Ich erinnere
mich noch gut an einen tollen Auftritt 1991 im Spektakulum
in Düsseldorf-Benrath, zu dem mich mein Freund Peter (R.I.P.)
damals mitgeschleppt hatte. Das Besondere an der Band war sicherlich, dass sie eine Cellistin als festes Bandmitglied dabei hatten, aber eigentlich war es "nur" eine ganz normale "independent"-Gitarrenband, so wie man das damals nannte, wenn auch eine besonders gute! "Grass" war das Debütalbum, welches ich bisher nur als Kassettenkopie hatte, wie mir gerade bewußt wird. Die Platte ist inzwischen lange vergriffen und hat mich beim Räumungsverkauf im Garageland nur schlappe 1 Oiro und 20 Cents gekostet. Das hat sich also wirklich gelohnt! Wenn ich mir die Platte nach so vielen Jahren erstmals wieder anhöre (mein Kassettendeck ist schon lange eingemottet!) und im Internet den Konzertbericht aus Benrath lese, dann wird mir ganz nostalgisch zu Mute. Die B'shops als Band sind nicht mehr da - und leider auch mein Freund Peter. (14.03.2010) |
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| "Hazy Malaze" (Fargo, 2003) | |
Ich fühle mich fast wie ein Leichenfledderer! Nach Normal
in Köln gibt jetzt auch noch der Garageland-Plattenladen
in Duisburg auf! Auch hier ist zur Räumung alles günstiger:
zwar kein halber Preis, aber immerhin 30% Rabatt haben mich überzeugt,
mir die Vinylausgabe des Debütalbums des US-Gitarrentrios Hazy
Malaze um den auf diesen Seiten als Solist
und Begleiter von Ryan Adams
des öfteren gelobten Sänger und Gitarristen Neal Casal
zuzulegen. Heavy-Bluesrock mit Funkanleihen, tief verwurzelt in den
70ern, wird auf höchstem Niveau und mit großer Spielfreude
geboten. Das Cover der Vinylausgabe täuscht sogar durch Pseudoabnutzungsstellen
vor, dass es sich tasächlich um eine angegrabbelte Platte aus
den guten alten Tagen der Rockmusik handelt. Diesen Witz haben Blue
Mouintain bei ihrem Comebackalbum "Midnight
In Mississippi" von 2008 dann ja auch aufgegriffen. Niedlich.(07.03.2010) |
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| Flora Purim: "Open Your Eyes, You Can Fly" (Milestone, 1976) | |
Als ich das Album letzte Woche als sehr gut erhaltene Originalpressung
im tollen Klappcover beim Normal-Räumungsverkauf in den
Händen hielt war ich noch überzeugt, dass ich das Album
als CD oder Kassettenkopie bereits zu Hause hätte und habe wegen
des guten Preises trotzdem zugegriffen. Zu hause stellte ich fest,
das ich das Album verwechselt hatte und kann nun dieses Werk völlig
neu geniessen. Die brasilianische Sängerin hat sich auf diesem
Album mit einer absoluten Spitzenband umgeben: Gatte Airto Moreira,
Landsmann Roberto Silva und "Ndugu" Chancler
an Schlagzeug und Perkussion, Hermeto
Pascoal an Flöte und Piano, George Duke an den Keyboards,
Gitarrist David Amaro und Bassist Alphonso Johnson.
Ausserdem sind bei einigen Titeln auch noch Ron Carter und
Egberto Gismonti dabei. Diese Musik vereint das beste aus Brasilien und den USA, immer mit guten Lieder aus der Feder von Purim und Pascoal, aber auch dreimal von Chic Corea, auf dessen Album Return To Forever Purim und Moreira ja auch schon auf der Originalversion von "Sometime Ago" zu hören sind. (28.02.2010) |
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| Tom Rush: "Ladies Love Outlaws" (Columbia, 1974) | |
Das letzte Studioalbum des Sängers mit der wunderbaren Stimme
vor eine sehr, sehr langen Pause (Zumindest im Studio war er erst
35 Jahre später für "What
I Know"), habe ich letzte Woche als altes, aber sehr gut
erhaltenes Vinylschätzchen beim Räumungsverkauf im Normal-Laden
in Köln entdeckt. In den 60ern
hatte Tom Rush durch seine Coverversionen unter anderem die Karrieren
von bis dahin unbekannten Singer/Songwritern wie Joni Mitchell,
James Taylor und Jackson Browne angeschoben. Auf diesem
70er-Album sind es Lieder von Lee Clayton (der Titelsong und
das nach meinem Kenntnisstand von Clayton selber nie aufgenommene
"Claim On Me"), die erste Version des danach oft gecoverten
"Desperados Waiting For The Train" von Guy
Clark (gibt's auch von Rita Coolidge, David Allan Coe,
Mallard, den Highwaymen
und Nanci Griffith!), "One
Day I Walk" von Bruce Cockburn, sowie Lieder von Wayne
Berry, Michael Smith und Richard Dean. Die letzten
drei Songschmiede haben dann aber anscheinend nicht selber die große
Karriere geschafft.Die Begleitband ist mit Studiocracks hochkarätig besetzt: Jeff Baxter und Elliot Randall kennt man zum Beispiel von Steely Dan-Alben, Bassist Bob Babbitt von zahllosen Motown-Platten. Damals war es auch üblich, bekannte Kollegen als Gesangspartner in's Studio zu holen: das pflegte zum einen die Freundschaft und war sicherlich auch als ein Kaufanreiz gedacht. Hier sind Kollege James Taylor und Carly Simon, damals noch ein glückliches Paar. Bei einem Lied singen "Tim Schmit and friends" im Chor, was den Kritiker vom AllMusicGuide zur Spekulation über die Beteiligung der Eagles verleitet, aber zu diesem Zeitpunkt war Schmitt noch bei Poco. (28.02.2010) |
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| The Doors: "Other Voices" (Elektra, Dez. 1971) | |
Wahrscheinlich wissen nicht viele, dass es ein Velvet Underground-Album
ohne Lou Reed namens "Squeeze"
von 1973 gibt, denn es wird in VU-Diskografien fast immer ignoriert
- totgeschwiegen trifft es noch besser. Aber eigentlich ist es, wenn
man mal die enge VU-Brille absetzt, gar nicht so schlecht.
Nicht gut, aber eben nicht so schlecht,
wie es gemacht wird, wenn es denn überhaupt mal
erwähnt wird. Eben ein nettes kleines Soloalbum von Doug Yule.Warum ich das hier erzähle? Weil es den Doors ohne ihren verstorbenen Sänger ähnlich erging - na gut, ganz so viel Hass ist ihnen bei "Other Voices" oder dem noch folgenden 72er Album "Full Circle" vielleicht nicht entgegen geschlagen, aber beide Alben werden meistens vollständig ignoriert, wenn es um die Doors geht - und in keinem der mir bekannten Boxsets sind die beiden Alben vertreten. Nun kenne ich von "Full Circle" zwar nur die etwas bizarre Single "Mosquito", aber vor wenigen Tagen habe ich mir aus einer Laune heraus "Other Voices" als alte WEA-Schallplatte in gut erhaltenem Zustand gekauft - und bin angenehm überrascht, wie gut das Album ist! Vielleicht nicht wirklich begeistert, denn es ist natürlich kein zweites "L.A. Woman", aber musikalisch doch gelungen. Zwar singen Ray Manzarek und vor allem Robbie Krieger mit ihren "Other Voices" nicht annähernd so gut wie der gut alte und leider tote Jim Morrison, aber sie schlagen sich durchaus achtbar. Und mit "Ship with Sails" gibt es sogar ein richtig tolles Lied, irgendwie eine Mischung aus "Riders On Rhe Storm" (das E-Piano! Die Gitarre!) und "L.A. Woman" (die Groove!), das mir zeigt, dass an den Doors eben nicht nur Jim Morrison gut war, sondern Manzarek, Krieger und John Densmore unverzichtbare Teile einer tollen Band waren! (07.01.2010) |
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| Loretta & The Chipmunks: "Paradise Avenue" (Day-Glo, 1990) | |
Das
Debüt meiner Lieblinxschwaben, das immer noch auf seine Wiederveröffentlichung
auf CD wartet. Also auch auf Vinyl ein echter Glücksgriff aus
der Grabbelkiste. Zwar klingen die Gitarren und das Schlagzeug manchmal
noch wie aus den späten 80ern (wie sollten sie zu Beginn der
90er auch anders klingen?) - und es fehlt vielleicht die "Reife"
der Band aus unseren Tagen, aber es ist insgesamt ein schönes
Album - das Frühwerk des Songschmieds Andreas Sauer vor
seiner Meisterreife.(02.01.2010) |
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| The Hoops McCann Band: "Plays The Music Of Steely Dan" (MCA, 1988) | |
Zwar
habe ich diese nun auch schon ältere Schallplatte erst kürzlich
in einem 2nd-Hand-Laden entdeckt, aber eigentlich ist das Konzept
der Band sehr naheliegend für eine Zeit, in der unser aller liebste
jazzophile "Rock"-Band aufgelöst war: Jazzer interpretieren
Werke von Walter Becker und Donald Fagen im Big Band-Arrangement!
Durchaus angemessen arrangiert und interpretiert gegenüber den
ja bereits hochkomplexen Originalversionen von fünf Bläsern
(darunter die bereits bei Steely Dan im Studio eingesetzen Chuck
Findley an der Trompete, Dick "Slyde" Hyde an
der Posaune, Jerome Richardson, Tenorsax, und Bill Perkins,
Baritonsax) und vier Cracks in der Rhythmusgruppe (u.a. Paul Humphreys
am Schlagzeug, ebenfalls mit Steely Dan-Erfahrung). Donald
und Walter sollen die Band mögen. Auch ich lausche gerne den
alternativen Versionen von "Black Cow" und "Babylon
Sister". Hier noch eine Info für Steely Dan-Laien: Hoops
McCann ist einer der Charaktere aus dem Lied "Glamour Profession"
und spielt natürlich nicht selber in der Band mit.(27.12.2009) |
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| Hannah Marcus: "Black Hole Heaven" (Normal, Mai 2000) | |
Ungefähr das vierte Album dieser leider immer noch unbekannten
Sängerin und Pianistin aus den USA, dessen Kauf ich mir damals
bei Neuerscheinung wegen der Hinweise auf elektronische Spielereien
noch verkniffen hatte. Neulich gab es aber die Vinylausgabe für
ganz wenig Kleingeld und ich habe schließlich doch noch zugegriffen
- was sich sehr gelohnt hat! Zwar ist die Musik voll von elektronischen
Spielereien, sogar mit Soundkollagen und Sprachfetzen, aber trotzdem
ist es eine schöne, spannende und gleichzeitig homogene Platte.
Vielleicht sogar eine ihrer besten.(21. Dez. 2009) |
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| John McLaughlin: "Extrapolation" (Polydor, 1969) | |
Das relativ unbekannte Debüt als Bandleader des englischen Meistergitarristen,
nach seiner Zeit bei Tony Williams Lifetime und vor seiner
Zeit bei Miles Davis und
im Mahavishnu Orchestra, ist
ein relativ straightes Jazzalbum, da mir überraschend gut gefällt.
Zum Einen, weil Mr. McLaughlin hier noch etwas dezenter zur Sache
geht und weniger auf Geschwindigkeit setzt als später - zum Anderen
aber auch, weil sein kongenialer Mitstreiter John Surman heißt,
der sein markantes Baritonsaxofon erklingen lässt. Das Quattett
wird vervollständigt von den mir kaum bzw. gar nicht bekannten
Brian Odges am Bass und Tony Oxley am Schlagzeug. Die CD gibt's im Moment für den Preis von ungefähr zwei Glas Bier oder einer Schachtel Zigaretten bei Zweitausendeins. (01.12.2009) |
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| Eberhard Weber: "Yellow Fields" (ECM, 1976) | |
Ich habe den Bassisten Eberhard Weber eigentlich immer gerne
gehört, vornehmlich auf den Alben anderen Kollegen beim Hauslabel
ECM, z.B. auf "Watercolors"
von Pat Metheny, "Passengers"
von Gary Burton oder "Solstice"
von Ralph Towner. "Yellow Fields" ist sein zweites
eigenes ECM-Album, drei Jahre nach dem überraschend erfolgreichen
"Colours Of Chloë". Da
es zur Zeit ziemlich viele ECM-Titel für kleines Geld gibt, fiel
mir auch diese CD in die Hand, an die ich mich von früher eigentlich
nicht erinnern konnte. Mit dabei Rainer Brüninghaus an
den Tasten (viel Rhodes-Piano!), der leider dieses Jahr verstorbene
Charlie Mariano, sowie der wunderbare Jon Christensen
aus Norwegen am Schlagzeug. Ohne besonders große Erwartungen
- außer an die immer hohe musikalische Qualitäten dessen,
was diese Leite immer abliefern - habe ich zugegriffen - und bin extrem
positiv überrascht: das Album ist nicht nur GUT, sondern SEHR
GUT! Vor allem kenne ich es anscheinend doch von früher, denn
mir kamen alle vier Lieder ziemlich bekannt vor. Irgend einer meiner
Kollegen muss die Platte also früher schon gehabt haben ...(23.11.2009) |
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| Shilf: "Me" (Ulftone, 2002/2003) | |
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Beim Hören google ich gerade, was denn aus der Truppe geworden
ist: Nach Anfangserfolgen vor allem in Deutschland und Frankreich
und einem zweiten Album, war leider Schluss mit lustig. Schade d'rum!
Frau Leonti hat inzwischen eine Solokarriere gestartet, deren Erfolg
über Schweizer Grenzen hinaus wohl eher bescheiden ist. Schöne
Klangbeispiele sind aber bei Myspace zu hören. Witzigerweise
stelle ich auch beim Studium des Bookletts fest, dass sie auch als
Gastsängerin auf der neuen Platte von Chris
Cacavas dabei ist, die ich mir am selben Tag gekauft habe: netter
Zufall! Oder mehr? |
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| Brainticket: "Psychonaut" (Bellaphon, 1972) | |
Noch so ein Kiffermusik-Schmankerl aus meiner Jugend! Ich kann mich
zwar nicht mehr erinnern, bei wem ich die Platte damals gehört
habe, aber ich denke, dass sie in allen gutsortierten Hippiehaushalten
stand. "Psychonaut" ist das zweite und einzige wirklich rockende Album dieser Band und auch da einzige, das ich bislang gehört habe. Sehr viel zu erfahren ist nicht über diese Truppe, vor allem scheinen auf den diversen Webseiten viele Gerüchte verbreitet zu werden. Klar erscheint mir nur Folgendes: Bandchef war der belgische Ex-Jazzer, Pianist und Flötist Joël Vandroogenbroeck (ein guter Kiffername!), der auf jedem Brainticket-Album mit andern Musikern die unterschiedlichsten Stil gepflegt hat. Beheimatet war die Band anscheinend in Süddeutschland, der Schweiz und/oder Italien (wo auch "Psychonaut" aufgenommen wurde!), die anderen Musiker stammen wohl auch aus diesen Ländern: somit also eine echte internationale Band und somit eigentlich keine echten "Krautrocker". Und was ist das nun für Musik? Orgel- und Flötenlastiger, psychodelischer Rock, mit den üblichen Zutate der Zeit (rockende Gitarre, Sitar, Tablas, mystische Texte, etc.). (09.11.2009) |
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| Soul Sounds: "Soul Survival" (EMI/Columbia, 1967) | |
Eine
große Studioband mit Bläsersatz spielt Instrumentalversionen
der aktuellen Tanzhits - wer bei so etwas zuerst einmal an James
Last denkt, der liegt natürlich gar nicht einmal so falsch,
aber die Band Soul Sounds stammt aus England, bzw. es spielen
dort acht britische Musker unter der Federführung des Produzenten
und Arrangeurs Derek Lawrence. Ob es sich auch wirklich um
eine echte live auftretende Band oder doch nur um ein einmaliges Studioprojekt
handelt, war von mir leider nicht heraus zubekommen. Die bekanntesten
unter den Beteiligten sind Nicky Hopkins an der Orgel, eigentlich
nicht sein Hauptinstrument, Chas Hodges am Bass (später
in gleicher Funktion bei Head
Hands & Feet und danach als Pianist im Duo Chas & Dave)
und Trommler Carlo Little, von dem man sich erzählt, dass
er mal das Angebot von ein paar jungen Bluesfans namens Jagger
und Richards abgelehnt hatte, die ihn in ihrer neuen Band haben
wollten, und sich daraufhin dann für einen gewissen Charlie
Watts entschieden.Dem Preisaufkleber auf der Platte ist ansonsten zu entnehmen, daß ich sie im Jahre 1986 für 2 Mark 90 aus der Grabbelkiste von Harry Bohlen in Wesel am Bahnhof gezogen habe! Harry verkauft dort natürlich schon lange keine Platten mehr. Wo ich gerade darüber nachdenke - in Wesel kann man im Jahre 2009 nirgendwo mehr Schallplatten kaufen! (07.11.2009) |
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| Klaus Paul Quintet: "Beautiful Ground" (Naïv, März 2003) | |
Am Coverdesign für den Fachmann leicht zu erkennen: Klaus
Paul hat was mit Loretta zu tun! Alle Platten
vom Stuttgarter Label Naïv zeichnen sich durch diesen
einheitlichen Stil aus. Auf jeden Fall spielt Klaus Paul bei Loretta
Gitarre und ist nach meinem Kenntnisstand auch der Kopf hinter dem
Plattenlabel. Die Musik hat trotz des "ironischen" (?) Quintetts
im Namen wenig bis gar nichts mit Jazz zu tun: es handelt sich wie
bei Pauls Stammkapelle um Popmusik - vielleicht mit einem etwas größerem
Gewicht auf der Gitarre als dort. Auf jeden Fall komponiert und singt
Klaus Paul anders als sein Loretta-Kollege
Andreas Sauer, der hier aber als Gast mitwirkt. Dazu kommen
sogar internationale Kollegen wie Barbara Manning und Dave
Kusworth.Ich selber habe das Album schon seit längerem im Plattenschrank, konnte aber vor wenigen Tagen ein weiteres Exemplar für sage und schreibe NEUNUNDVIERZIG CENT in Essen aus der Grabbelkiste ziehen und damit einen guten Freund glücklich machen. Auf YouTube gibt es ein paar interessante Videos von Klaus Paul zu bestaunen: zum einen Bach auf der klassischen Gitarre, zum anderen vielversprechende neue Songs, die nach über 6 Jahren auf ein ebenso gelungenes Nachfolgealbum hoffen lassen. (01.11.2009) |
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| Robin Trower: "Bridge Of Sighs" (Chrysalis, April 1974) | |
Kürzlich als tatsächlich alte Schallplatte für ein
Kleingeld entdeckt: die beste Arbeit des ehemaligen Procol Harum-Gitarristen
im Trio mit Jim Dewar (Bass & Gesang) und Reg Isadore
(Schlagzeug). Der Mann galt damals als einziger ernstzunehmender Nachfolger
von Jimi Hendrix - das mag vielleicht etwas sehr hoch gegriffen
sein, aber "Bridge Of Sighs" es ist auf jeden Fall ein gutes
und interessantes Album, sogar für mich, der mit virtuosen Heavy-Blues-Trios
im Stile von Cream und Rory Gallagher ansonsten wenig
anfangen kann - außer natürlich mit Jimi Hendrix.(31.10.2009)
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| Michaela Meise & Sergej Jensen: "Songs Of Nico" (NEU Acoustics, 2006) | |
Eine mir bisher völlige unbekannte Hommage an die großartige
Nico vom mir bislang auch völlig unbekannten Duo Michaela
Meise und Sergej Jensen. Letzterer ist Däne, kein
Russe, beide arbeiten als Künstler in Berlin, aber anscheinend
nicht in erster Linie als Musiker. Wie auch immer. Auf dieser äusserst günstigen CD (für schlappe 1 Oiro 99 estanden!) gibt es 11 Kompositionen von Nico in interessanten Coverversionen zu hören, dazu mit "Reich der Träume" ein Lied, das sie in den 80ern mit ihrem damaligen Freund Lutz Ulbrich (Künstlername Lüül), ehemaliger Musiker von Agitation Free und Ash Ra Tempel aufgenommen hat, dazu Nicos bekannteste Coverversion: natürlich "The End" von den Doors. Leider keiner der Velvet Underground-Songs, die Nico damals gesungen hat und auch nichts vom wunderschönen Debüt "Chelsea Girl", aber trotzdem gefällt mir das doch sehr. Bei einem Lied ist sogar der Sänger von Tocotronic dabei, falls das jemanden interessiert. (13.10.2009) |
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| Tangerine Dream: "Rubycon" (Ariola/Virgin, März 1975) | |
Etwa das Album Numero 5 der deutschen Elektronik-Pioniere und der
Nachfolger zum Album "Phaedra" von 1974, mit dem sich die
Herren Froese, Baumann und Franke ihren Platz
in der internationalen Szene, außerhalb des Krautrock-Ghettoes,
erobert haben. "Rubicon" ist zwar nicht so bekannt oder
erfolgreich wie der Vorgänger, aber genau das erste Album, das
ich damals von der Band bewusst als erstes wahrgenommen habe. Wenn
ich mich recht erinnere, hatte sich damals unser Pakgao-Rog-Keyboarder
Peter Rüffert (A.K.A. "Beefy") die Platte gekauft.
Gestern fand ich ein sehr gut erhaltenes Exemplar für wenig Geld
im Second-Hand-Laden und habe zugegriffen (schon ungefähr die
10 Vinyl-Platte in den letzten Wochen!). Zu hören gibt es zwei
seitenlange Lieder, an deren Melodieführung und Klänge ich
mich sogar nach über 30 Jahren noch bruchstückhaft erinnern
konnte.(10.10.2009) |
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| Gary Farr: "Strange Fruit" (Columbia, 1971) | |
Ein britischer Sänger, der schon zu Beatzeiten aktiv war: die
Band hiess Gary Farr & The T-Bones und hatte angeblich
auch mal Keith Emerson in ihren Reihen. Auf diesem Soloalbum
wird er von der Band Mighty Baby
begleitet (Ian Whiteman am Piano, Roger Powell am Schlagzeug
und Mick Evans am Bass), dazu der wunderbare Richard
Thompson an der Leadgitarre. Der Titelsong ist eine schöne
Version vom Bessie Smith-Klassiker.(12.08.2009) |
|
| Raul de Souza: "Sweet Lucy" (Capitol, Okt. 1977) | |
Hinter dieser Platte war ich wirklich lange her! Weit und breit keine
CD-Wiederveröffentlichung in Sicht, aber vor ein paar Tagen habe
ich eine gut erhaltende alte Vinylausgabe gefunden. Raul der Souza
ist ein brasilianischer Posaunist, der hier sein von George Duke
produziertes US-Debüt vorlegt. Der von George Duke komponierte
Titelsong ist einer meiner allerliebsten Tanznummern und würde
mich vielleicht auch noch in diesen Tagen auf die Tanzfläche
locken. Aber wir haben leider nicht mehr 1978 und wir hängen
auch nicht mehr im OLD DADDY ab!(12.08.2009) |
|
| Roxy Music: "Country Life" (Island/EG, Nov. 1974) | |
Das vierte Roxy-Album hatte ich bislang ignoriert - vielleicht weil
ich den Humor des Covers nicht verstanden habe? Auf jeden Fall gab
es jetzt für 4 Oiro und 44 Cent eines der - wie ich feststellen
muss - besten Alben der Band zu kaufen!(19.07.2009) |
|
| Dinosaur Jr: "Green Mind" (Blanco Y Negro, Feb. 1991) | |
Das erste Dinosaur-Album bei großer Plattenfirma (Blanco
Y Negro ist bzw. war das Sublabel von Warner für die
etwas schrägeren Töne, z.B. The
Jesus And Mary Chain), das damals schlecht wegkam und auch von
mir nicht wirklich gehört wurde. Jetzt habe ich es bei diesem
nervigen Hai-Vieh-Disskaunter für schlappe 4,44€ gefunden
und finde es eigentlich doch gar nicht so schlecht. Damals ohne festen
Bassisten und dem "indisponenten" Trommler Murph
nur auf drei Liedern, ist das mehr oder weniger ein J Mascis-Soloalbum,
der im Übrigen einen ausgezeichneten Trommler abgibt! Zweimal
gibt es sogar putzige Flötentöne vom Mellotron. Passt eigentlich
nicht, ist aber trotzdem schön.(19.07.2009) |
|
| Ringo Starr: "Ringo" (Apple, Nov. 1973) | |
Das ist schon ein klein wenig kurios, wie ich auf dieses Album gestoßen
bin, den ich bin eher ein mittelprächtiger Beatles-Fan und habe
mich wenig für das Solowerk der Fab Four interessiert, besonders
wenig für das ihres lustigen Trommlers.Neulich kam nachts bei Bayern3 das komplette Bangla Desh-Konzert, das George Harrison damals organisierte und in dem auch Ringo seinen Solospot mit "It Don't Come Easy" hat. Ich hatte plötzlich Lust, die Nummer auf der Gitarre zu spielen und habe im Internet recherchiert: heraus kam, dass es sich um eine eigentlich albumlose Single von 1971 handelt, immerhin Platz 4 in den Charts, die aber später als Bonusdreck auf der CD-Version seines dritten Albums von 1973 landete. Das Album, an das ich mich noch wegen der Singles "You're Sixteen" und "Photograph" erinnerte aber nie als Ganzes gehört habe, hatte erstaunlich gute Kritiken und stellt wohl den kommerziellen und künstlerischen Höhepunkt von Ringo in der Nach-Beatles-Ära dar. Alle anderen Ex-Beatles mischten als Musiker und Autoren mit, sogar meine Helden von The Band waren vollständig dabei, ebenso die "üblichen Verdächtigen" (Billy Preston, Jim Keltner, Klaus Voorman, Nicky Hopkins, etc.). Nur Leon Russell muss verhindert gewesen sein. Gerade höre ich das Album zum ersten Mal als solches - und mag es sehr! "You're sixteen, you're beautiful, and you're mine!" (07.07.2009) |
|
| The Savage Rose: "Travelin'" (Polydor, 1969) | |
Vor
wenigen Tagen habe ich das dritte Album dieser dänischen Band
als altes Originalvinyl für wenig Geld erstanden. Eine schöne
Platte, die mich sogar inspiriert hat ein neues Lied zu schreiben:
"Perfect Day".
Einziger Kritikpunkt vielleicht: die Kleiderwahl der Band für das Coverfoto ist zwar ziemlich bunt, aber nicht sehr glücklich. Im besten Fall kann man sagen: uneinheitlich. Sängerin Annisette im aparten Minikleid, Spinettspielerin Maria im geschmackvollen mittellangen Kleid, während gleich drei der Junx eher nach Winter aussehen ... (06.07.2009) |
|
| America: "Hat Trick" (Warner, 1973) | |
Das
Debütalbum hatte einen Hit mit "A Horse With No Name".
Das zweite, "Homecoming", mit "Ventura Highway"
einen weiteren und mit John Martyns
"Head & Heart" eine sehr schöne Coverversion eines
bis dahin noch wenig bekannten Songschreibers. "Hat Trick",
Album #3, ist selbstproduziert wie "Homecoming", aber ohne
Hits und wird von der Kritik auch weitestgehend ignoriert oder sogar
abgelehnt. Auch ich kannte es bislang nicht und habe jetzt mal in
der 2001er-Grabbelkiste zugegriffen. Eigentlich nur, weil mit
"Muskrat Candlelight" einen Song von Willis
Alan Ramsey dabei hat. Meine erste Einschätzung: das Album
ist nicht schlechter als die anderen, sondern bloß weniger kommerziell.
Aber so was stört mich ja nicht wirklich. Ach ja - ab dem nächsten
Album übernahm Sir George Martin das Steuerruder und brachte
die Truppe wieder auf Hitkurs ...(03.05.2009) |
|
| Gregg Allman: "Laid Back" (Capricorn, Nov. 1973) | |
Machen
wir uns da nichts vor: das Cover ist ziemlich hässlich - Hippie-Bauernmalerei.
Außerdem muss man Gregg Allman noch lange nicht mögen,
nur weil man die Allman Brothers Band gut findet. Früher
habe auch ich immer einen Bogen um sein Schaffen außerhalb der
Band gemacht, aber kürzlich hatte ich diese Platte in Duisburg
im 33 1/3-Laden in der Hand und habe doch mal ein bisschen im Booklet
geschmökert: Produziert 1973 - also eigentlich ein guter Jahrgang.
Die letzten Ausläufer der Hippiezeit. In der Begleitband seine
Bandkumpanen Chuck Leavell (Chucks Wurlitzer zusammen mit Greggs
B3: unschlagbar) und Jaimoe. Dann entdeckte ich, dass Greg
hier neben zwei Neuaufnahmen eigener Stücke vom ABB-Debütalbum
"Idlewind South"
("Midnight Rider" und "Please Come Home") auch
"These Days" von Jackson Browne covert. Ich wurde
neugierig, hab mir die Platte angehört - und war sofort von seiner
Version angetan. Da die Platte nur 6€ kosten sollte, obwohl es sich
um eine gut erhaltene Erstpressung handelt, habe ich zugeschlagen.
Übrigenz ist die ganze Platte gut. Sogar die Chöre
und die Streicher finde ich gelungen. "Laid Back" ist ein
also angemessener Titel für das Ganze.(24.02.2009) |
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| "Stackridge" (MCA, 1971 * BGO, 198?) | |
Dies ist das Debütalbum einer der merkwürdigsten und gleichzeitig
sympathischsten Bands Englands aus den frühen 70ern, das ich
mal Mitte/Ende der 80er für 90 Pfennige in Duisburg aus
der Grabbelkiste in einem Plattenladen gezogen habe, den es natürlich
schon lange nicht mehr gibt. Außerdem ist es bereits eine Vinyl-Wiederveröffentlichung
noch vor dem CD-Zeitalter, also wohl kein Sammlerstück.
Wie gesagt, Stackridge spielten in der Besetzung Andy Davis (Gesang, Gitarre, Piano), James Warren (Gesang, Bass & Gitarre), "Mutter" Slater (Flöte & Harmonika), Michael Evans (Geige) und Billy Bent (Schlagzeug) dieses Album mit einer völlig eigenständigen, aber auch sehr englischen Musik ein, die vielleicht etwas Ähnlichkeit mit der Bonzo Dog Band hat (falls die überhaupt noch jemand kennt!). Außerdem soll die Band die Musik von Queen vorweg genommen haben (was ich als bekennender Queen-Hasser strikt bestreite!). Es folgten noch ein paar weitere, mäßig erfolgreiche Alben, eines sogar von Sir George Martin produziert. Mit Beginn des Punkrock war es mit Stackridge - wie bei vielen Bands damals - zu Ende, aber Andy Davis und James Warren, die Hauptsongschreiber der Band, hatten dann in den 80ern doch noch ihren verdienten Chartserfolg, dann allerdings unter dem Namen The Korgis (na? Klingelt's? "Everybody's got to learn sometime ..."). Seit einigen Jahren gibt es Stackridge jetzt wieder und spielt in Fast-Urbesetzung (Davis, Warren, Slater und Urbassist Crun Walter) tolle Konzerte (musst Du gucken auf YouTube!) und bringt auch neue Platten heraus. Da bin ich natürlich auch wieder dran ... (12.01.2009))
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| Black Eyed Susans: "All Souls Alive" (Frontier, 1994) | |
Ende der 70er, noch vor den Triffids, spielten die Schulfreunde
David McComb und Bassist/Gitarrist Phil Kakulas zusammen
in ihrer ersten Band. Noch vor den ersten Plattenaufnahmen unter dem
neuen Bandnamen "The Triffids" war Phil zwar nicht mehr
dabei, tauchte allerdings 1988/89 als Co-Autor und Gastmusiker bei
"The Black Swan",
dem letzten Triffids-Album, wieder auf, wo unter anderem das
Lied "Black Eyed Susie" entstand. Anfang der 90er bildeten
beide dann den Kern einer Art "Australischer Indie-Allstarband",
zusammen mit Sänger Rob Snarski (bei den Susans hielt
sich McComb gesanglich zurück und spielte vor allem Keyboards),
Ex-Triffid-Steeler "Evil" Grham Lee und zwei Musikern,
die später als 2/3 Teil der Dirty Three und als Mitglieder
von Nick Caves & The Bad Seeds bekannt wurden: Schlagzeuger
Jim White und Multiinstrumentalist Warren Ellis. Dieses
längst vergriffene Album, das mir damals völlig entgangen
ist, hat Heino Walter aus einer Grabbelkiste gezogen und dann
netterweise an mich gedacht.Die Musik? Durchaus ähnlich den Triffids, vielleicht mit einem etwas größeren Countryanteil - wegen des anderen Leadsängers Rob Snarski klingt es natürlich sowieso ein wenig anders. Insgesamt ist das eine sehr schöne Ergänzung für meine Triffids-Sammlung. Nach "All Souls Alive" haben Phil Kakulas und Rob Snarski aus diesem "Session-Projekt" mit anderen Musikern eine richtige Band gemacht, die im kleinen Rahmen durchaus erfolgreich war. (28.12.2008)
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| Pete Brown & Piblokto!: "Things May Come and Things May Go But the Art School Dance Goes on Forever" (EMI/Harvest Mai 1970 * Repertoire 1994) | |
Die Ladenhüter vom Reissue-Label Repertoire gibt es seit
einiger Zeit recht günstig bei Zweitausendeins. Weil in
der Band von Pete Brown, den die meisten höchstens als
Songschreibepartner von Jack Bruce kennen (von ihm stammen
u.a. die Texte von "Sunshine Of Your Love" und "White
Room") für eine kurze Zeit auch mal die Ex-Man-Musiker
Phil Ryan und John Weathers mitgespielt haben, habe
ich mal zugegriffen. Auch, wenn mich Cream
nie wirklich interessiert haben und der Hinweis auf dem Begleitblatt
("an album that to this day is regarded as
one of the finest of the Progressive era") mich normalerweise
eher abschrecken würde. Aber das Cover ist witzig, der lange
Titel ebenso und meine Laune war gut. Also wurde zugegriffen und dadurch
ein hübsches kleines Album im Spannungsbereich von Folkrock und
Jazzrock im Sound der für mich schon immer sehr interessanten
Spät60er/Früh70er entdeckt! Ach ja: Phil Ryan und John Weathers
sind leider nur auf den beiden Bonustracks, einer Single von Ende
1970, zu hören.
(11.12.2008)
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| Cher: "3614 Jackson Highway" (Atlantic/Atco, 1969) | |
Es gab mal eine Zeit, da war Cher eine junge, hübsche und talentierte
Sängerin und nicht dieses Kunstwesen mit Vocodersound. Dies ist,
ich schwöre es, das einzige Album von ihr in meinem Besitz. Und
drauf gestoßen bin ich, weil es in den Muscle-Shoals-Studios
aufgenommen wurde, ein paar schöne Coversongs drauf hat (sogar
3x Bob Dylan, 2x Dan Penn und 1x Dr. John) und
ziemlich günstig war.Außerdem handelt es sich bei der Ladyin schwarz rechts auf dem Foto um die Chorsängerin Donna Thatcher bei einem ihrer ersten Studiojobs. Wenig später heiratete sie den Klavierspieler Keith Godchaux, zog an die Westküste und landete bei den Grateful Dead. (02.12.2008)
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| Jess Roden: "The Player Not The Game" (Island, 1977) | |
Das zweite Soloalbum und gleichzeitig die letzten Aufnahmen für
eine lange Zeit vom ehemaligen Sänger von The Alan Bown!
(Nachfolger dort von Robert Palmer!),
Bronco (fantastischer, aber erfolgloser
englischer Countryrock!), der erfolglosen Butts Band (von
Robbie Krieger und John Densmore - somit quasi der Nachfolger
von Jim Morrison!) und der eigenen wunderbaren (und natürlich
ebenfalls erfolglosen) Jess Roden
Band. Jess Roden konnte nie an die Erfolge seiner ungleich bekannteren,
aber nicht unbedingt besseren Sangeskollegen anknüpfen und macht
hier das, was ihm scheinbar am besten gefällt: Soulrock mit starkem
Jazzeinschlag. Neben eigenen Songs und Liedern seiner Ex-Musiker aus
der Jess Roden Band, von denen
aber merkwürdigerweise keiner hier mitspielt, gibt es mit "Misty
Roses" von Tim Hardin und "Lonely Avenue" (geschrieben
von Doc Pomus für Elvis Presley) zwei schöne Coversongs.Die Platte habe ich übrigenz als neuwertiges Cutaway-Vinyl in Essen für schlappe 1,5o€ erstanden. Keine Ahnung, ob es überhaupt eine CD-Wiederveröffentlichung gibt! (06.08.2008)
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| "Jaco Pastorius" (Epic, 1977) | |
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Ich sage weiter oben extra JAZZ und nicht JAZZROCK oder FUSION,
denn hier wird eine ganze Bandbreite von Jazzspielarten präsentiert,
alles zusammengehalten von Jacos Kompositionen - und natürlich
auch von seinem begnadeten Bassspiel. Die musikalischen Begleiter
sind vom feinsten: Herbie Hancock und Perkussionist Don
Alias auf fast allen Titeln, dazu kommen u.a. Trommler Lenny
White, Wayne Shorter und die Brecker Brüder.
Besonders schön ist das Flötensolo von Hubert Laws
auf "Used To Be A Cha-Cha". |
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| Terry Callier: "Occasional Rain" (Cadet, 1973 * Verve, 2008) | |
Zwar kannte ich zwei der Lieder, "Ordinary Joe" und den
Titelsong, schon von einer Best-Of-Zusammenstellung,
aber jetzt gab's das Album als taufrisches und äußerst
günstiges Reissue bei Zweitausendeins, für die man
inzwischen leider bis in's blöde Düsseldorf fahren muss.Ich sag mal ganz salopp: ein MEISTERWERK an der Schnittstelle Folk/Jazz, das bisher (fast ganz) an mir vorbei gegangen ist! Es soll sich auch um ein Konzeptalbum handeln, aber das macht nichts. Besonders gut gelungen ist der Gesang: natürlich Terry Callier selber in voller Pracht, aber mir gefallen vor allem die wunderschönen Chorsätze von Kitty Haywood, Minnie Ripperton (die Lady sollte ich eigentlich irgendwoher kennen ...) und Shirley Wahls. (11.07.2008) |
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| Jerry Berkers: "Unterwegs" (Pilz, 1972 * ZYX, 1999) | |
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Wie gesagt - Jerry Berkers ist Holländer und war bis zum Zeitpunkt der Aufnahme seines Soloalbums noch Sänger und Bassist der Mönchengladbacher Deutschrock-Band Wallenstein, deren zweites Album "Mother Universe" ich immer sehr gemocht habe. Rolf-Ulrich Kaiser, Chef diverser Krautrocklabels, muss dann aus irgendwelchen Gründen beschlossen haben (oder wurde er dazu überredet?), dass ein Soloalbum von Jerry Berkers eine gute Idee sei. Im Sommer 1972 brachte er dann Jerrys Bandkollegen Jürgen Dollase und Bill Barone, den Kölner Trommler Tommy Engel (ja, genau der von den Bläck Föös!!!), Bernd Witthüser und Walter Westrupp im Kölner Studio von Dieter Dierks zusammen, um nicht nur "Unterwegs", sondern auch das Album "Bauer Plath" von Witthüser & Westrupp aufzunehmen. Der Mann war also offensichtlich nicht nur ein kosmischer Spinner ('tschuldigung: ein KOSMISCHER KURIER), sondern wohl auch ein praktisch veranlagter Mensch! Zurück zur Musik: es handelt sich natürlich schon um "Krautrock", aber mit viel Folk, etwas Country und schönen rockigen Einlagen, klasse Mellotronsounds von Dollase und schönen Gitarrensoli von Barone. Einmal klingt's fast wie bei Neil Young ("Down By The River": etwas ungewöhnlich im "kosmisch-progressiven Umfeld"!). Vor allem aber sind es die interessante Stimme von Jerry Berkers, mit charmantem holländischem Akzent, wie auch Nanny de Ruig auf dem ersten Hölderlin-Album, und seine verschrobenen Texte, irgendwo zwischen Persönlichem und Politischem, die mich ansprechen. Einen bitteren Nachgeschmack hat das Ganze, wenn man weiß,
was nach dieser Plattenveröffentlichung mit Jerry passierte:
im Herbst 1972 war er bei Wallenstein ausgestiegen und versuchte
sich zunächst als Solokünstler. Nachdem er sich für
die Songtexte auch mit seinen traumatischen Erfahrungen als sehr
junger Musiker in einer Showband, die in Vietnam während des
Krieges zur Truppenunterstützung tourte, beschäftigt hatte,
geriet er anscheinend psychisch immer mehr in Schieflage. Irgendwann
ließen ihn seine Eltern dann wohl in die Psychiatrie einweisen
und er war für Jahre von der Bildfläche verschwunden.
Vor einigen Jahren soll er schließlich an einer Überdosis
Kokain verstorben sein. Nachlesen
kann man das so zumindest auf der Webseite des ehemaligen Wallenstein-Trommlers
Harald Großkopf. |
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| Mink DeVille: "Coup De Grace" (Atlantic, Okt. 1981) | |
Letztes
Album von Willy DeVille aus der klassischen Mink DeVille-Phase,
das er damals auch in der Rockpalastnacht präsentiert hatte und
wo ich ihn ziemlich doof fand. Bisher hatte ich auch nur eine uralte
Kopie noch auf C90-Cassette, doch jetzt gab's - warum auch immer -
das Album bei einem Hai-Vieh-Diskaunter für schlappe 4 Euro und
99 Cent und ich habe zugegriffen: Ich hatte völlig vergessen,
dass es sich hier um ein ganz exquisites Rock&Soul-Album voller
Hits handelt ...(15.06.2008) |
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| "Dave Mason & Cass Elliot" (Blue Thumb, 1971) | |
Lange hab' ich es nicht mehr gehört und auch kein wirkliches
Lieblinxalbum von mir. Auch bin ich kein echter Fan oder Kenner der
Musik von Ex-Traffic-Gitarrist
Dave Mason oder den Mamas & Papas, aber nichtsdestotrotz
ist das hier ein sehr schönes Album, angeblich sogar eines der
besten Mason-Album, das ich da vor vielen, vielen Jahren mal vom Wühltisch
mitgebracht habe. Gute Songs, schöne Stimmen von Mason
und Mama Cass, sowie schlanke Arrangements (neben Masons immer
songdienlicher, nie nervender Gitarre gibt es nur die L.A.-Sessioncracks
Paul Harris an den Tasten, Bryan Garofalo am Bass und
Russ Kunkel am Schlagzeug zu hören). Einziger Kritikpunkt
vielleicht: warum ist Cass Elliot nur auf der Rückseite
des Covers zu sehen? Weil sie dick ist? Sehr unhöflich das Ganze!(21.04.2008) |
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| Kate McGarry: "Mercy Streets" (Palmetto, April 2005) | |
Eine
Zufallsentdeckung beim Stöbern im 2nd-Hand-laden! Zwei Coverversionen
haben mich dazu ermutigt, mir im Laden diese CD der mir bislang völlig
unbekannten Jazzsängerin anzuhören: "Chelsea Morning"
von Joni Mitchell und "Mercy Street" von Peter
Gabriel - und beides sehr gelungen interpretiert, wobei Kate McGarry
näher an der Iain Matthews- als an der Peter Gabriel-Version
ist! Dazu kommen noch ein paar nicht ganz so bekannte Jazz-Standards
und auch ein paar Eigenkomposition, alles eingespielt in kleiner Besetzung
aus E-Gitarre (Steve Cardenas), A-Gitarre (Keith Ganz),
Kontrabass (Sean Smith) und Schlagzeug (Kenny Wollesen),
wobei mir nur der Name des Trommlers etwas sagt: ich hab ihn mal vor
einiger Zeit in Duisburg zusammen mit Bill Frisell und Suzanne
Vega gesehen, was absolut überzeugend war! Besetzung und
Stückauswahl lassen natürlich gleich an einige andere Jazzsängerinnen
mit Folkambitionen denken (Cassandra Wilson, Lizz Wright,
vielleicht auch Norah Jones), aber Mrs. McGarry ist absolut
eigenständig und darüber hinaus eine begnadete Sängerin,
die durchaus auch mal im klassischen Stil einer "echten"
Jazzsängerin Skat-Gesang bietet, ohne dass das nach platter Technikdemonstration
klingt und nervt. Gute Platte. Gute Stimme. Guter Sound. Gutes Songmaterial.
Was will man mehr?(16.09.2007) |
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| Railroad Earth: "The Good Life" (Sugar Hill, Nov. 2004) | |
Ich war gestern nach längerer Zeit mal wieder im Kölner
Saturn - und es war schrecklich! Früher bin ich da immer ehrfurchtsvoll
die Regale entlang gewandert. Inzwischen ist der Laden genau aber
so doof wie diese Klone, die in allen großen und kleinen Städten
unter gleichem Namen zu finden sind. Alles viel zu teuer dort. Und
alles von meiner klitzekleinen geistigen Liste war nicht zu finden:
weder das Donny Hathaway-Album, dessen Name mir gerade nicht
einfällt. noch die neue David Murray-CD mit Cassandra
Wilson. Das einzige positive Erlebnis war dann, diese CD in der
Grabbelkiste schlappe 4 Oiro 98 zu finden. Bislang kannte ich nur
das Album "Bird In A House"
von 2002, also ist dieses Nachfolgealbum offensichtlich vor knapp
drei Jahren unter meinem Radar vorbeigesegelt.Hier noch mal was zu der wunderbaren Musik, denn bei uns scheint ja kein Schwein diese 6köpfige Band aus New Jersey zu kennen, die im Grunde genau das ist, was meine kleine, aber feine Kapelle Waiting For Louise mangels personeller Ressourcen leider nie werden konnte: eine "rockige" Bluesgrass-Band (Gitarre, Banjo, Mandoline, Fiedel und Bass) mit einem Schlagzeuger. Meist akustisch, mit starkem Hang zur Singer/Songwriter-Abteilung. Besonders gut gefällt mir Sänger und Gitarrist Todd Sheaffer, der vor allem mit seiner unverwechselbaren Stimme überzeugt und richtig gute Songs schreibt. Ausserdem beherrschen die drei Herren an Mandoline, Banjo und Fiedel nebenher noch eine stattliche Anzahl weiterer Instrumente (Bouzouki, Dobro, Klaivier, Orgel, Akkordeon, Harmonika, Saxofon, Flöte, E-Gitarre und Marxophone - was immer das auch sein mag). In den USA soll die Band in der Jamband-Szene außerdem sehr beliebt sein. Auch hier endet die Parallele zur W4L, wie unser misslungener Ausflug nach Plauen ja belegt hat. (14.09.2007) |
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| Gil Scott-Heron: "Pieces Of A Man" (Flying Dutchman 1971 * RCA 2001) | |
Gil
Scott-Heron kannte ich bislang eigentlich nur von seinem Beitrag zum
"No Nukes" Konzertfilm
von 1979. Aus einer Laune heraus und nach Blick auf Label und Besetzungsliste
(Flying Dutchman ist das Label, das Produzent Bob Thiele
nach seiner Zeit bei Impulse gegründet hatte; mit dabei
sind hochkarätige Jazzer wie Hubert Laws, Ron Carter
und Bernard Purdie) habe ich mir dieses Album dann im Second-Hand-Laden
angehört und war sehr angetan von der Musik (besonders der Flöte
und dem Saxofon von Hubert Laws und dem E-Piano von Langzeitpartner
Brian Jackson), aber auch von Gesang und Texten von Scott-Heron,
der ja als einer der großen Jazz-Poeten gilt. Die dem einen
oder anderen vielleicht bekannte Eröffnungsnummer "The Revolution
Will Not be Televised" macht sogar deutlich, warum er als einer
der Urväter der Rap-Musik gilt.(August 2007) |
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| Julie London: "Around Midnight" (Liberty 1960 * EMI/Capitol 2006) | |
Ich war mal wieder im Nürnberger Zweitausendeins-Laden und habe
auch in der Jazz-Grabbelkiste gewühlt. Jetzt bitte nicht so verdutzt
dreinschauen! Natürlich war Julie London vor allem eine Hollywood-Schauspielerin,
aber eben auch eine richtige gute Jazzsängerin. Mit einer Swing-Big-Band
und richtig gutem Klang (aufgenommen immerhin schon August 1960!)
werden hier ein paar absolute Klassiker gebracht. Natürlich "'Round
Midnight" von Thelonius Monk, an dem ich mich gerade selber
verzweifelt versuche, aber auch "Misty" von Errol Garner,
"Lush Life" und "Black Coffee". Und außerdem
mit einem sehr schönen Cover: vor allem natürlich sexy,
aber auch augenzwinkernd hintersinnig.(26.05.2007) |
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| Loretta & The Chipmunks: "Cakeland" (EFA/Garbitowski, 1992) | |
Ein
echter Wühltisch-Schatz! Es handelt sich hierbei um das zweite
Album meiner aktuellen Lieblinxband aus deutschen Land, das vor immerhin
15 Jahren entstand und in Ansätzen schon alles das bringt, was
das neue Werk "Science Fiction"
vor kurzem so grandios umgesetzt hat. Produziert wurde in Köln
(!) von niemand geringerem als Mayo Thompson, dem Mastermind
von The Red Krayola. Anscheinend hatte Andreas Sauer
wohl damals schon ziemlich tolle Freunde - und wollte damals wohl
noch Popstar werden. Ansonsten scheint das wohl inzwischen ein ziemlich
rares Album zu sein: ich musste sogar das Cover selber einscannen,
weil es nirgendwo im Weltweitwepp einen vernünftigen Schnappschuss
gab! Meine Drei Euro Neunundneunzig habe ich da wohl gut angelegt.(07.07.2007) |
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| "Peter Bursch und die Bröselmaschine" (Intercord/Xenophon 1976) | |
Peter
Bursch zu hören ist sicherlich nicht besonders "cool",
aber auch ich muss zugeben, dass ich meine ersten Versuche an der
Gitarre nach seinem berühmten Gitarrenbuch gemacht habe. Mitte
der 70er war der Duisburger Gitarrenlehrer eine kleine Berühmtheit
bei uns am Niederrhein und hatte seine alte Band gerade mit Willi
Kissmer und dem Jazzsaxofonisten Klaus Dapper reformiert.
Zunächst wohl nur als Projekt ("Dapper, Bursch & Kissmer"),
ab 1975 dann wieder als Bröselmaschine. Auf dem 76er-Konzert
in der Walsumer Stadthalle hatte ich mir diese Platte dann auch gekauft,
in den Jahren danach aber kaum noch gehört - nicht zuletzt deshalb,
weil Peter Bursch aus diesem Folk-Jazz-Projekt anschließend
eine ziemlich öde Rockband gemacht hatte (ohne Dapper und Kissmer,
aber mit Peter in bunter Latzhose an der E-Gitarre!!!).Auf jeden Fall fand ich jetzt nach 30 Jahren im Zweitausendeins-Lädchen von Nürnberg diese CD-Wiederveröffentlichung in der Grabbelkiste und habe nach längerem Zögern (es geht ja schließlich um Peter Bursch!) dann doch zugegriffen und stelle nun beim Hören fest: das ist und war immer schon eine schöne Platte, irgendwo zwischen Gitarrenfolk amerikanischer Prägung (Burschs Akustikgitarre), Bluesrock (Kissmers Telecaster) und Jazz (Dappers Saxofon und vor allem seine schönen Flötentöne). Dazu gelegentliche Unterstützung befreundeter Musiker von Guru Guru (Mani Neumeier und Roland Schaeffer) und Kraan (Jan Fride). Und sogar ein indischer Tablaspieler aus Düsseldorf (!) ist dabei. Einziger Schwachpunkt der ansonsten ausgezeichnet klingenden Platte (Conny Planck!) ist der Gesang von Peter Bursch, besser gesagt, seine schlechte englische Aussprache, soweit ich das überhaupt beurteilen kann. Es wird aber sowieso nur zweimal gesungen, der Rest ist instrumental. Also insgesamt eine überraschend schöne Platte! Noch'n kleines Anekdötchen, was mir wieder einfällt, welches eigentlich mein Wohlwollen den Herren gegenüber schon längst gesichert hätte haben müssen (was für ein Sprachwurm!): auf dem Plakat von "Dapper, Bursch & Kissmer" stand damals unten klein drauf: "Bringt alle euer Turnzeug mit". Was haben wir gelacht. Und unsere Lehrer, vor allem unsere Sportlehrer, natürlich nix verstanden. (17.12.2006) |
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| Canned Heat: "Live At Topanga Carrol" (Wand 1970 * Repertoire 2001) | |
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| Bert Jansch: "When The Circus Comes To Town" (Cooking Vinyl, 1995) | |
Für einen schlappen Oiro beim Geiz geil findenden HiFi-Händler
unlängst aus der Grabbelkiste gezogen - und fast wieder vergessen.
Im Moment ist der Ex-Pentangle
Gitarrist mal wieder "schwer angesagt" (d.h.: zur neuen
Platte gibt es doch tatsächlich einen Artikel im Rolling Stone!).
Die neue Platte habe ich mir auch schon bestellt und beim Stöbern
im eigenen Plattenregal jetzt dieses Schätzchen wiederentdeckt,
zu dem vor 10 Jahren wohl keine Rolling-Stone-Geschichte, wenn überhaupt
eine Plattenrezension erschienen ist. Dabei ist das eine sehr schöne
Folkrock-Platte mit toller Akustikgitarre vom Meister, ausgezeichneter
Rhythmusgruppe bei vielen Liedern (Liam Genockey und Colin
Gibson vom Trio Buick 6 und vielen anderen britischen Blues-
Folk- und Rockproduktionen), sowie gelegentlichen Gästen (u.a.
Christine Collister im Chor, Geiger Mike Piggott und
Sopransaxofonist Mark Ramsden). Sehr schöne Platte!(27.09.2006) |
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| Terry Callier: "Essential, The Very Best Of ..." (Universal/MCA, Mai 1998) | |
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| Dave Graney & The Coral Snakes: "The Soft 'n' Sexy Sound" (1995) | |
Cover? Geschmackssache! Musik? Toll! Der ehemalige Sänger der
Moodist war damals in so einer
Art "Lounge-Jazz" (oder vielleicht sogar Cocktailbar-Rock?)
-Phase und hatte - wie immer - eine tolle Platte abgeliefert. Sie
soll sogar in der australischen Heimat in den Charts gewesen sein.
Wie auch immer ...(18.08.2006) |
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| Malo (Warner, April 1972 * Line, 1990) | |
Das ist sozusagen -und gehässig gesprochen- das "Farmteam"
bzw. die "zweite Mannschaft" von Santana: der Leadgitarrist
heisst Jorge Santana, ist tatsächlich der kleine Bruder
von Carlos, der Organist Richard Kermode spielt im nächsten
Jahr (auf "Welcome")
in der ersten Mannschaft, Bassist Pablo Tellez landet irgendwann
in den späten 70ern auch dort. Zwar nicht zu hören, aber
bereits auf dem Cover mit abgebildet ist Congaspieler Raul Rekow,
der auch irgendwann mal in der "richtigen" Santana-Band
zu hören sein wird. Warum habe ich mir die Platte trotzdem gekauft
habe, obwohl sogar zu lesen ist, dass die Band gleich ZWEI TROMPETER
in den eigenen Reihen hat und ich von den meist spanischen Texten
nichts verstehe? Zum eine wegen des wunderschönen Covers, zum
anderen wegen der mitreißenden Musik, irgendwie eine Mischung
aus Santana und Chicago. Und wenn ich "Santana"
sagen, dann meine ich den jazzigen Santana-Sound der Caravanserai-Zeit,
den ich besonders gerne mag.Im Übrigen scheint es, dass die CD schon 15 Jahre bei Lothar Koch im Plattenladen rumgestanden hat! (12.05.2006) |
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| Eddie Hinton: "Very Blue Highway" (Rounder/Bullseye, 1993) | |
Soll man sich da freuen? Schlappe 2 DM habe ich vor ein paar Jahren
(wann war noch mal die EURO-Einführung?) für dieses schöne,
aber eben hoffnungslos unmoderne Southern-Soul-Album bezahlt. Aber
was hatte Eddie davon? Was? Ihr kennt Eddie nicht? Zimmerkumpel von
Duane Allman (fast wäre er der Sänger der Allman
Brosthers geworden!), Komponist ("Breakfast In Bed" hat
er für Dusty Springfield geschrieben!),
begnadeter Studiogitarrist (auf vielen Atlantic-Platten der 60er,
die in den Muscle-Shoals-Studios aufgenommen wurden, u.a. bei Aretha
Franklin, zu hören) und schwärzester der weißen
Bluessänger, um da mal ein unsägliches Cliché zu
benutzen. Leider hat es nie zu einererfolgreichen Solokarriere gereicht.
1995 verstarb er mit 51 Jahren nach einem Herzinfarkt. |
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| The Temptations: "All Directions" (Motown, Juli 1972) | |
Eigentlich habe ich von den Motown-Gesangsgruppen ja keine Ahnung
und höre so was auch eher selten, aber auf diesem Album befindet
sich der Oberhammer: "Papa Was A Rolling Stone". FAST ZWÖLF
MINUTEN Psychodelic-Shit der Extraklasse. Zwar steht das Album seit
einem Zug durch die Grabbelkisten schon seit längerem in meinem
Plattenregal, aber erst zwei Filme haben mich mal wieder zum Hinhören
animiert: zum einen eine gestern und vorgestern auf SUPER-RTL gelaufene
2teilige Spielfilm-Dokumentation (ich schwöre: ich bin nur aus
Versehen beim Zappen an diesen Sender geraten!!!), zum anderen habe
ich beim Blättern im Booklet jetzt entdeckt, dass die kompletten
Funk Brothers mit dabei waren!!!(18.04.2006) |
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Die
schwedische Band, die sich nach einem Johnny Cash Album benannt
hat, macht - wie viele Schweden - sehr amerikanische Musik. Ich wusste
rein gar nichts über die Band, als ich die CD mit dem hübschen
Cover vor fast genau einem Jahr für schlappe 3 Oiro bei Karstadt
in Essen entdeckte. Und erst jetzt, nachdem Christian Kjellvander,
einer der beiden singenden & komponierenden Brüder, etwas
bekannter wurde, habe ich das Album mal wieder herausgekramt und bin
sehr angetan von dieser schönen Musik, auch wenn ich im Moment
etwas übersättigt bin von melancholischen Skandinaviern
und mir die meisten Norweger von Glitterhouse am A**** vorbeigehen.(13.04.2006) |
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| The Flaming Lips: "The Soft Bulletin" (Warner, Mai 1999) | |
Zwar
kenne und schätze ich die Band schon seit ihrem 2. (oder 3.?)
Album "In A Priest Driven Ambulance" von 1990, noch aus
den "Independent-Zeiten", aber ich war eigentlich kein wirklicher
Fan und habe die Alben danach nur noch gelegentlich und mit Verspätung
aus Grabbelkisten gekauft. So fand z.B. "The Soft Bulletin"
erst im Jahre 2002 für schlappe 9 Euro den Weg in mein CD-Regal,
wo es nach ein-/zweimaligen Hören auch schnell Staub ansetzte.
Im Moment ist die Band gerade groß in der Presse und ich habe
die alte CD mal wieder herausgekramt und freue mich, da quasi etwa
"Neues" zu entdecken, für das ich jetzt überhaupt
nicht in den Plattenladen rennen muss! Wahrscheinlich kaufe ich mir
sogar die neue neue CD ohne große Zeitverzögerung und hör
mir im Plattenladen auch noch dieses eine neuere Album mit dem komischen
japanischen Namen an. Nur von der 4fach-CD, für die man zum Hören
auch 4 CD-Player braucht, die gleichzeitig zu starten sind, lass ich
wohl auch weiterhin die Finger ...(07.04.2006) |
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| Embryo: "Apo-Calypso" (Schneeball/April 1978 * Disconforme, 1999) | |
Diese
Platte habe ich ewig nicht mehr gehört - mindestens 25 Jahre,
weil ich damals nur eine Kopie auf Tonband hatte - aber jetzt wieder
entdeckt im 2nd-Hand-Laden. Es ist eines der "zugänglichsten"
Embryoalben, es wird sogar mehrmals gesungen. Eigentlich sind Ethnosound,
Jazzrock oder Krautrock nicht (bzw. nicht mehr) mein Ding, aber an
dieses Album habe ich intensive Erinnerung - und es hat einfach ein
paar schöne Songs (z.B. die zweite Nummer "Endless Feeling")
und besteht eben nicht nur aus endlosen Jazzimprovisationen oder Weltmusik-Fusionen,
für die Embryo und ihr vor allem ihren erfolgreicheren Ableger,
die Dissidenten, später noch bekannter werden. Neben dem
Gesang von Gitarrist Roman Bunka ist besonders das Vibraphon-
und Marimbaspiel von Bandleader Christian Burchard zu erwähnen,
der das Schlagzeugspiel auf dieser Platte Butze Fischer (vormals
Missus Beastly) überlässt. Bei einer Nummer ist der
indische Tablaspieler Trilok Gurtu dabei, den damals in Europa
noch keiner kannte, bei einem Lied spielt Ex-Mitglied Edgar Hofmann
eine wunderschöne Querflöte. Insgesamt muss man sagen: ausgezeichnete
Kiffermusik, aber auch für "Naturstoned-Typen" wie
Dich und mich bestens geeignet.(18.03.2006) |
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| Donny Hathaway: "Live" (Atlantic/Atco, 1972) | |
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| Eddie Hinton: "Very Extremely Dangerous" (Capricorn, März 1978) | |
Extrem
gefährliche Musik? Das wohl nicht - zumindest aus heutiger Sicht.
Eher extrem bodenständiger Südstaaten-Blues/Soul/Country/Rock,
wie er seit einigen Jahren wieder ein klein wenig populärer geworden
ist, spätestens nach der Kompilation "Country Got Soul"
(oder so ähnlich). Eddie Hinton ist ein Sänger, Gitarrist
und Songschreiber aus der Liga von Tony Joe White und legte
hiermit sein Debütalbum vor, nachdem er schon einige Jahre seine
Songs und Gitarrenkünste in den Dienst anderer Kollegen gestellt
hatte (u.a. Aretha Franklin). Hier wird er von einer der besten
Rhythmsections, nämlich der aus den Muscle Shoals-Studios
begleitet: Keyboarder Barry Beckett, Gitarrist Jimmy Johnson,
Drummer Roger Hawkins und Bassist David Hood. Capricorn
ging übrigenz kurz nach der Veröffentlichung dieses Albums
pleite, obwohl sie mit den Allman Brothers doch eigentlich
viel Geld verdient haben müssten, und aus der Solokarriere von
Hinton wurde leider nichts ...(29.01.2006) |
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| Kevin Coyne: "Marjory Razor Blade" (Virgin, Sept. 1973) | |
Mein
Grabbelkisten-Highlight! Dieses Doppelalbum habe ich mir mal vor langen
Jahren neuwertig für sage und schreibe 99 Pfennig gekauft - und
jetzt noch mal als CD für ungeheure 9 Oiro. Virgin war damals
übrigenz sowas wie ein "Independent-Label" und begann
erst allmählich, dank Mike Oldfield und seinen "Tubular
Bells", Geld zu verdienen. Da konnte man es sich offenbar leisten,
so unkommerzielle Künstler wie Captain Beefheart und den
englischen Poeten Kevin Coyne im Stall zu haben. Der bringt
es nach diesem Solodebüt sogar noch auf weitere 7 Alben bei Virgin
bis 1980. Neben "Matching Head
And Feet" von 1975 (damals mit Andy Summers in der
Begleitband!), das meine erste Coyne-Erwerbung war, ist mir dieses
Doppelalbum aber immer am liebsten geblieben.(28.01.2006) |
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| Muddy Waters: "His Best 1947 - 1955" (MCA/Chess, 1997) | |
Weiß der Teufel, warum hier in letzter Zeit so viele Bluesplatten
auftauchen! Auf jeden Fall ist diese zugegebenermaßen ziemlich
hässliche Kompilation viel besser als ihr erster äußerer
Eindruck: sie klingt gut, vor allem, wenn man das Alter der Aufnahmen
berücksichtigt, zu jedem Lied stehen im recht ausführlichen
Begleittext Besetzung, Original-Chess-Bestellnummer und Aufnahmedatum:
eine absolute Ausnahme unter der Vielzahl der Billigsampler aus dem
Bluesbereich. Eigentlich wollte ich mir die CD ja gar nicht kaufen,
aber der Preis von etwa 5 Euro und eben diese detaillierten Infos
zu den Liedern haben mich dann geködert. Nachdem ich jetzt auch
noch den völlig überraschend guten Sound mitbekomme, bin
ich restlos überzeugt. Ich behaupte mal, dass das die einzige
Muddy Waters-CD ist, die ein Normalsterblicher- natürlich außerhalb
der Spezialistenkreise - wirklich braucht!!! Nur "Got My Mojo
Working" fehlt. Ist ja vielleicht neuer als 1955 oder älter
als 1947!(13.01.2006) |
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| Little Walter: "Confessin' The Blues" (MCA/Chess, 1974) | |
Ich hatte mir schon seit längerem keine Bluesplatte gekauft,
als ich neulich über diese CD gestolpert bin: aber "Little"
Walter Jacobs (es gibt noch einen "Big" Walter Horton),
den Meister der Bluesharp, kann ich eigentlich immer hören. Diese
Kompilation, welche auf Vinyl "probably July/ August 1974"
veröffentlicht wurde, wie der Covertext vermutet, enthält
Aufnahmen von 1953 bis 1963, also bis kurz vor seinem gewaltsamen
Tod im Jahr 1964. Da war er gerade mal 37 Jahre alt. Seine größten
Hits ("Juke", "My Babe" und "Last Night")
fehlen zwar, aber auch das vorhandene Liedmaterial ist durch die Bank
erstklassig mit ausgezeichnetem Klang auf der CD.(Okt. 2005) |
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| Nada Surf: "Let Go" (Virgin/Labels, Okt. 2002) | |
Eine Entdeckung vom Halderner Open Air! Vor drei Jahren ging
dieses (dritte?) Album des New Yorker Gitarrentrios noch gänzlich
an mir vorbei - aber besser jetzt als gar nicht. Wunderschöner
Gitarrenpop mit ein paar netten Haken und Ösen. Und vor allem
klasse Melodien! Und das schönste Lied heißt auch noch
"Blonde On Blonde", klingt aber nicht nach "His Bobness".(14.10.2005) |
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| Willard Grant Conspiracy: "Regard The End" (Glitterhouse, Mai 2003) | |
Ich kannte das lose Kollektiv um den schwergewichtigen Singer/Songwriter
Robert Fisher zwar bereits durch die eine oder andere CD, die
an mich "herangetragen" wurde - und fand die Musik auch
ganz schön. Allerdinx hat es nicht ausgereicht, um auf dieses
bislang neueste Werk bei der Veröffentlichung vor nunmehr 2 Jahren
neugierig zu werden. Jetzt aber habe ich bei Zweitausendeins
in der Grabbelkiste zugegriffen und kann Euch auch dieses Album nur
wärmstens weiterempfehlen! Im Vergleich zu älteren CDs muss
man jetzt sogar neben dem schon immer stimmigen Songwriting auch eine
vorzügliche, zumeist akustisch gehaltene Instrumentierung bescheinigen.
Das gefällt mir sogar deutlich besser, als bei so manch anderem
angeblichen "Glitterhouse-Highligh"t, das ich mir frisch
gekauft habe und dann doch irgendwie enttäuscht war: Zuletzt
galt das für "Luxury Of Sin" von Leslie Woods
und sogar für das letzte "Meisterwerk" von Savoy
Grand. Beide stehen in meinem Plattenregal - und sind auch nicht
wirklich schlecht - nur begeistern sie mich leider nicht und haben
deshalb auch nicht den Weg auf meine Seite
für aktuelle Plattentipps gefunden. Da trifft Robert Fisher
doch etwas eher meinen Geschmack, obwohl er sich auf ähnlichem
Terrain bewegt, aber eben nicht so düster wie Leslie Woods und
nicht gaaaaaaanz soooooooo laaaaaaaangsaaaaaaam wie Savoy Grand.Ach ja: aufgenommen wurde in Slowenien bei und mit Chris Eckman von den Walkabouts und mitgespielt haben mehrere Musiker, die auch auf dem wunderschönen neuen Album von Danny George Wilson zu hören sind, erwähnenswert vor allem Gitarrist Simon Alpin, der auch beide CDs (mit-)produziert hat. (25.08.2005) |
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| Dr. John: "The Sun, Moon & Herbs" (Atco, Sept. 1971) | |
Ich bin jetzt kein Kenner, aber das ist ungefähr das viert/fünfte
offizielle Album des genial/verrücktern Pianospielers aus New
Orleans. Angeblich nicht so gut wie das geniale Debüt "Gris-Gris"
von 1968, was wohl stimmt, aber doch gut in diesen Zusammenhang passend.
Und irgendwo auf der Platte sollen sogar Eric Clapton und Mick
Jagger zu hören sein, allerdinx schweigt sich mein CD-Heft
dazu aus. Stattdessen werden die recht wirren und zum Teil wohl erst
im Studio improvisierten Texte komplett abgedruckt, was recht witzig
zu lesen ist, besonders das geflüsterte Gespräch zwischen
Dr. John und einer seiner Sängerinnen bei "Zu Zu Mamou".Auf den folgenden Alben wurde der "Voodoo-Anteil" deutlich zurückgeschraubt und wieder "normalere" Musik gespielt. Aber auch dabei entstanden tolle Sachen: ich mag besonders "In The Right Place" von 1972/73. (20.08.2005) |
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| Rick Nelson & The Stone Canyon Band: "Windfall" (MCA, Febr. 1974) | |
Soweit ich weiß ist Windfall eine der letzten Album des
Ex-Teeniestars Ricky Nelson, der Mitte der 80er bei einem Flugzeugabsturz
um's Leben kam. Anfang der 50er trat er als kleiner Bub bereits mit
seinen Eltern in einer Fernsehshow auf und wurde mit 16 erfolgreicher
Rockabillysänger mit Hits wie "Hello Mary Lou". Zwar
wurde er als "Schönling" nie ganz für voll genommen,
hatte aber musikalisch durchaus Einiges zu bieten: Während Elvis
Presley dabei zunächst auf den Gitarristen Scotty Moore
setzte, fand Ricky Nelson Unterstützung in James Burton.
Anfang der 60er war er der größte Konkurrent von Elvis,
aber als "Erwachsener" (jetzt ohne das "Y" im
Vornamen) und mit Beginn der "British Invasion" durch Beatles
und Rolling Stones blieben die Hits aus. Stattdessen spielte
er eine ganze Reihe ausgezeichneter Countryalben ein. Er wird sogar
gelegentlich als einer der Urväter des Countryrocks - noch vor
Gram Parsons- bezeichnet. Das kann
ich leider nicht überprüfen, denn Windfall stammt aus der
Mitte der 70er, als Rick Nelson wohl völlig "unhipp"
war (und James Burton inzwischen sein Geld bei Elvis Presley und Gram
Parsons verdiente!).Ach ja die Musik: wunderschöner, vielleicht ein ganz klein wenig zu glatter Countryrock mit einer ausgezeichneten Begleitband (besonders hervorzuheben ist Pedalsteeler Tom Brumley). Musikalisch keinesfalls schlechter als die Eagles. Vom Songmaterial (meist eigenes Material von Nelson und Bassist J. DeWitt White und Gitarrist Dennis Larden) her zwar nicht in der Gram-Parsons-Liga, aber das macht eigentlich nix, denn das geht ja vielen so. (25.07.2005) |
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| Robert Palmer: "Sneakin' Sally Thru The Alley" (Island, Sept. 1974) | |
Dieser Tipp ist jetzt vielleicht nicht besonders hip - und ich war
auch nie ein Fan von dem Mann, der ja scheinbar in allen Stilen von
Populärmusik zu Hause ist. Aber vergangene Woche war ich zu Besuch
bei meinem guten Freund und "musikalischem Bruder im Geiste"
Wulf in Freiburg. Natürlich sind wir wieder losgezogen, um in
Plattenläden zu stöbern. Irgendwie kam die Rede dabei auf
Mr. Palmer und ich zog dieses - zumindest oberflächlich - wohlbekannte
Album aus dem Ständer für gebrauchte CDs. In der Titelliste
fielen mir dann "Sailin' Shoes" von Little Feat und
sogar eine Zusammenarbeit von Palmer und Lowell George auf.
Beim Anhören wurde klar, dass die Slidegitarre auf dem Titelsong
natürlich ebenfalls nur von Lowell George persönlich stammen
musste. Das Booklet sagt zwar nichts aus zu den Begleitmusikern, aber
es handelt sich um die Meters aus New Orleans. Je öfter
ich das Album im Moment höre, desto begeisterter bin ich von
diesem relaxten Funkrock, irgendwo zwischen - welch Wunder - den oben
genannten Bands angesiedelt. Es ist doch schön, dass es manchmal
Perlen in scheinbar leer gefischten Gewässern zu finden gibt!(24.07.2005) |
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| The Strokes: "Is This It" (Rough Trade/RCA, August 2001) | |
Tja ... viel kann ich dazu immer noch nicht sagen. Als die Platte
neu und der (oder das) "Hype" noch voll im Gange war, hatte
ich sie mir im Plattenladen (natürlich) angehört und war
etwas ratlos: keine Songs, die mir direkt in's Ohr sprangen und -
vor allem - ein SCHEISS SOUND unter dem Kopfhörer! Und auf keinen
Fall so gut wie ihre New Yorker Vorbilder von Velvet
Underground und Television.
Getreu meiner Devise, dass man eine Platte nicht hören und auch
mögen muss, nur weil sie gerade angesagt ist und weil es einfach
zu viele gute andere Musik gibt, habe ich das Album erstmal wieder
weggestellt. Auch ohne tiefere Einblicke in ein "epochales Meisterwerk",
für das es viele Leute halten, habe ich die letzten vier Jahre
ganz gut überstanden. Und jetzt wurde also auch dieses Meisterwerk auf Rudi's Resterampe angeboten - und ich habe in einem schwachen (und wegen des geringen Preises schmerzlosen) Moment zugegriffen. Fazit: die Platte ist "gar nicht so schlecht" und hat ein paar wirklich schöne Lieder. Und der "Scheissound" (man sagt ja auch "Garagensound") hat durchaus seine guten Seiten. Aber ein Meisterwerk? Ich weiß nicht.... Da haben mir die Libertines besser gefallen. Noch was zum Cover: links die gelungene englisch Version, rechts die entschärfte US-Version. Weitere Kommentare sind ja wohl überflüssig. (11.07.2005) |
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| Nico: "The End" (Island, Okt. 1974) | |
Komisch - irgendwie war diese Platte von Nico auf meinem Radar noch
nie aufgetaucht. Und als ich die CD jetzt vor wenigen Tagen auf meinen
immer größer werdenden Stapel von Billig-CDs packte die
ich unter großer körperlicher (Bücken!) und geistiger
(was für Schrott es alles gibt! Warum landen Fairport Convention-Reissue-CDs
und auch die neue Loretta Lynn jetzt schon im Ausschuss?) Qualen aus
der großen Kiste gezogen hatte, war schnell klar, dass das Album
nicht wieder "zurück in den Teich" geworfen würde!Kurz was zur Musik? Nico singt und spielt auf ihrem berühmten Harmonium und macht das gar nicht mal so schlecht. Für das musikalische Umfeld ist John Cale (zusammen mit Nico bei Velvet Underground) als Produzent und Musiker verantwortlich, der bis auf E-Gitarre (Phil Manzanera von Roxy Music!), Synthesizer (Eno!!!) und Schlagzeug (gibt's hier gar nicht!) alle restlichen Instrumente bedient. Fast durchweg eigenes Material von Frau Päffgen, das durchaus gelungen ist, sowie zwei "Coverversionen": "The End" von den Doors hatte sie ja schon mal im Sommer 1974 auf der Live-Platte "June 1, 1974" (zusammen mit Cale, Eno und Kevin Ayers) präsentiert. Diese Studioversion eines eigentlich "nichtnachspielbaren" Liedes muss eindeutig als gelungen bezeichnet werden. Am Ende folgt dann die komplette deutsche Nationalhymne mit allen vier Strophen. Unironisch. Unpatriotisch. Verwirrend. Befremdend. Beklemmend. Ein Fazit? "Chelsea Girl" bleibt meine Lieblingsplatte von Nico, aber "The End " gefällt mir doch viel besser als ihre experimentellen Sachen davor und danach! (11.07.2005) |
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| Cream: "Disraeli Gears" (Polydor, Nov. 1967) | |
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Gute Platte. Irgendwie richtig und wichtig, sie endlich mal gehört
zu haben. Aber weiterhin keine echte Lieblinxplatte... |
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| Julie Driscoll, Brian Auger & Trinity: "Streetnoise" (Polydor, 1969) | |
Ich bin nicht direkt ein Kenner des Werks der Sängerin und des
Organisten, aber dies scheint ihr bestes Werk zu sein. Enthält
ein paar richtig gute Coverversionen, z.B. "Light my Fire"
von den Doors, "Indian Rope Man" von Richie Havens
und "Save The Country" von Laura
Nyro, wobei mir besonders gut "Flesh Failures" aus dem
damals aktuellen Musical Hair gefällt. Ihr wisst schon:
"Let The Sunshine...". Das mag Euch jetzt vielleicht ein
bisschen überraschen, denn ich habe mit Musicals ansonsten nix
am Hut, aber diese Nummer groovt wie Hölle und Mrs. Driscoll
singt einfach göttlich. Außerdem ist das hier ein Doppelalbum
auf einer einzigen Nice-Price-CD, somit also im besonders günstigen
Preis-Leistungs-Verhältnis!(15.05.2005) |
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| Streetwalkers: "Red Card" (Vertigo, Mai 1976) | |
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| Amon Düül II: "Carnival In Babylon" (United Artists, 1972) | |
Ich
bin damals eigentlich kein großer Fan der Band gewesen, wobei
man sagen muss, dass ich zu den Glanzzeiten von Deutschlands Krautrockpionieren
ja auch erst zehn Jahre alt war. Und in meiner (Gott sei dank recht
kurzen) Krautrockphase als Teenie hatte es dann weder bei Can,
den Düüls oder ähnlichen Truppen bei mir "geklingelt".
Erst in späteren Jahren stieß ich dann doch noch auf ihre
Klassiker wie "Yeti" und
"Phallus Dei" und komme damit inzwischen ganz gut klar,
wenn ich auch nicht zum echten "Fan" geworden bin. Auch
der Dämpfer mit dem schlappen Weihnachtsauftritt 2004 im Rockpalast
mit einer gesanglich indisponierten Renate Knaup-Krötenschwanz
und einer schlappen Band hat mich nicht davon abgehalten, mir jetzt
dieses unbekanntere Album aus der Grabbelkiste zu ziehen, auf dem
die Düüls nicht nur mit schrägen Ideen daher kommen
(für die sie die harten Fans lieben!), sondern auch noch musikalisch
gut beieinander sind (was die Hardcore-Fans scheinbar gar nicht so
gerne haben!). Immerhin stammt es aus dem Jahr 1972, von dem einige
von euch ja inzwischen wissen, dass ich es als eine recht gutes Jahr
der Rockmusik halte, in dem auch viele ansonsten schwächere Bands
gute Alben zustande gebracht haben. Ausschlaggebend für mich,
um die Platte hier jetzt zu präsentieren, ist aber letztendlich
ein einzelnes Lied: auf "All The Years 'Round" singt die
oft (und zu recht) gescholtene Renate K.-K. ganz wunderbar!(24.04.2005) |
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| The Association: "Waterbeds In Trinidad!" (Columbia, 1972) | |
Von dieser Truppe hatte ich bislang noch nie was gehört - dabei
hatten die Burschen in den 60ern eine ganze Latte von Hitsingles -
aber irgendwie gelten sie eher als Pop-Leichtgewichte, vielleicht
ähnlich wie die Hollies. Und zeitgleich mit den Hollies
fängt man dann in den frühen 70ern an etwas "erwachsener"
zu musizieren. Bei den Hollies entstand 1971 "Distant
Light", das einzige Album , dass ich von ihnen besitze. Weitere
Gemeinsamkeiten? Hitsingles blieben aus (na ja- die Hollies hatten
"Long Cool Woman"). Beide Bands haben ihre Stärke im
Gesang - bei der Association hat mich beim ersten Durchhören
vor allem dieser wunderschöne und warme Satzgesang überzeugt.
Beide Bands haben auch Ähnlichkeiten in den Arrangements und
der Instrumentierung: viel Akustikgitarren, Dobro, Piano und Orgel.
Balsam für meine Ohren. Beim All Music Guide habe ich mich auch erstmal schlau gemacht über die Band und muss dabei (nicht wirklich überraschend) feststellen, dass das Album dort schwächer als seine wohl kommerzielleren Vorgänger eingeschätzt wird. Den Hollies ging's genauso. Auch "Holland", mein Lieblingsalbum der Beach Boys, stammt aus jener Zeit (Januar 1973) und schneidet in Polls meistens nicht so gut ab. Und hatte ebenfalls keine Hitsingle. So What! (04.04.2005) |
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| Charlie Musselwhite: "Tennessee Woman" (Vanguard, 1969) | |
Gerade frisch für € 2,95 bei Zweitausendeins aus der Grabbelkiste
geholt! Ich bin zwar nicht mehr so sehr in dem "Bluesding"
wie noch vor einigen Jahren, muss aber trotzdem feststellen: ein wirklich
großartiges Album! Songs, Zusammenspiel, Klangqualität,
Musselwhite's Stimme und Harmonika - alles große Klasse! Und
dann dieses coole Coverfoto! Musselwhite ist definitiv einer der besten weißen Bluesharpspieler! Wobei dieser "rassistische Ansatz" eigentlich total bescheuert ist, denn er meint ja unterschwellig: zwar gut für einen "Weißen", aber wohl doch nicht so gut wie ein "Schwarzer". Übrigenz wusste ich früher überhaupt nicht, dass Musselwhite ein "Weißer" ist - große Überraschung als ich ihn dann mal auf Fotos sah! (03.10.2003) |
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| Michels: "Full Moon California Sunset" (Pastels, 1977) | |
An dieses Album habe ich lange mehr gedacht und es auch lange nicht
mehr gehört: 1976 geht ein mehr oder weniger bekannter Hamburger
Sänger/Songschreiber Wolfgang Michels
nach dem Ende seiner ebenfalls mehr oder weniger bekannten Band Percewood's
Onagram und mitten im ersten Punkrock-Trubel nach San Francisco
und nimmt dort einen Klassiker des Westcoast-Singer/Songwriter-Folkrocks
auf!Das Album habe ich mir mal irgendwann Ende der 70er für DM 2,95 (das Preisschild klebt immer noch drauf!) aus einer Grabbelkiste gezogen, angehört, aber wohl schnell im Regal verschwinden lassen. Zu der Zeit war das dann wohl nicht so ganz mein Geschmack. Heute morgen beim Frühstück habe ich die Platte nach langer Zeit mal wieder aufgelegt und muss sagen: wunderschön! (Asche auf mein Haupt für die bisherige Ignoranz!). Zwar halte ich Wolfgang Michels nicht für den allerbesten Sänger, aber alle Songs sind mit Herzblut gesungen, haben wunderbare Melodien, Texte und Arrangements. Von den (zumindest mir) unbekannten amerikanischen Begleitmusikern fallen besonders der Mundharmonikaspieler David Lewis Berger und der Mann am Fender-Rhodes-Piano auf. (25.09.2003) |
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| Loretta: "Swimming Pool" (Naïv, Okt. 2001) | |
Americana aus Stuttgart! Eine tolle Band, von der man kaum was mitbekommt
und die schon mehrere Alben veröffentlich haben soll, die aber
scheinbar alle schnell in den Grabbelkisten landen!(2002) |
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| Loretta: "Goodbye" (Naïv, Juli 2000) | |
Americana aus Stuttgart! Eine tolle Band, von der man kaum was mitbekommt
und die schon mehrere Alben veröffentlich haben soll, die aber
scheinbar alle schnell in den Grabbelkisten landen!(2002) |









































































