Zurück Zehn Zoll Vinyl Unten

Ein schöner Zufall: ich konnte fast gleichzeitig 10"-Neuerscheinungen von drei charmanten jungen Damen bestellen: Agnes Obel aus Dänemark und Caitlin Rose aus Nashville wissen jeweils zu gefallen und haben auch noch geschmackvolle Coversongs auf den B-Seiten. Jetzt warte ich nur noch auf die Isländerin Soley, aber die Lieferung verzögert sich weiterhin ...
(09.07.2010)

In meiner Begeisterung für diesen Vinylbastard aus Single und LP passiert es gelegentlich, dass ich mir Platten kaufe, die ich im Laden stehen lassen würde, wenn sie nicht genau 10 Zoll groß wären. Das gilt sicherlich für die obskuren Psychedelic-EPs von Analogy und The Mike Gunn.
(20.06.2010)

Gestern kammen aus dem Glitterhaus mit der Post gleich vier schöne 10-Zoll-Schätze: mit "Hey Jane" eine weitere Motorpsycho-EP, die mir noch in der Sammlung fehlte, die fast neue EP vom schwedischen Singer/Songwriter Kristofer Aström und als Höhepunkt ein brandneues Doppelalbum der kanadischen Avantgarderockband Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra!
(28.02.2010)

Hier ein kurzes Zitat von einer Webseite von Freunden der Zehn-Zoll-Platte:
" Back in 1910, when records were still made out shellac, 10-inch discs spun at 78 revolutions per minute (RPM). In 1948, when the 33 1/3 RPM vinyl LP was introduced, the 10-inch disc was still the industry standard. Twelve-inch records were also pressed, but they were saved for classical music.
As it turned out, everyone wanted those extra grooves—by the mid-1950s, 10-inch records had been largely phased out, which is what makes them so collectible today. Some of the most prized, vintage 10-inch records from 1948 to 1956 are those cut by jazz artists on labels like Clef, Savoy, Prestige, and Blue Note...
(10 Inch Vinyl Records)
(27.02.2010)

Gestern habe ich in einem Essener 2nd-Hand-Laden gleich 4 schöne Zehn-Zoll-Schätzchen aus der Grabbelkiste gezogen, von denen ich Euch zumindest drei vorstellen möchte: eine EP der leider längst vergessenen Band Crime & The City Solution, die mir bisher unbekannten Geraldine Fibbers aus Chicago und 3 Shades Of Blues, ein obskures Seitenprojekt der Acher-Brüder (The Notwist)  aus München ...
(08.02.2009)

Ich bin wohl ein wenig auf den Geschmack gekommen und habe mir noch zwei weitere Mototpsycho-EPs in diesem putzigen Format besorgt...
(29.01.2009)

Gestern habe ich mir an meinem ersten Resturlaubstag des Jahres mal den Spaß gegönnt, mit der Wuppertaler Schwebebahn zu fahren. Vorher gab's aber einen kleinen Zwischenstopp in Essen-Steele im gut sortierten Plattenladen "Rockstore", wo ich die neue Cat Power-Platte auf gutem, alten Vinyl im 1o-Zoll Format erstanden habe - was ich gelegentlich schon mal tue, vorausgesetzt, die Musik ist auch nach meinem Geschmack. Mit der Bummelbahn dann weiter unterwegs nach Wuppertal, quer durch das Bergische Land, kam mir die Idee, daraus mal wieder eine hübsche kleine Themenseite zu machen.
(19.12.2008)

Zum Kauf der Good Life-EP schrieb ich vor etwa drei Jahren sinngemäß:
Vor den MP3-Playern gab's mal CDs, davor Schallplatten aus VINYL in groß als Langspielplatten (12 Zoll) und in klein als Singles (7 Zoll). Und noch viel früher waren Schallplatten noch aus Schellack, 10 Zoll im Durchmesser und drehten sich 78 mal in der Minute. Manchmal können sich die Künstler oder Marktstrategen dann nicht entscheiden - 7 Lieder mit insgesamt 20 Minuten sind eben zu kurz für LPs und zu lang für Singles: eben EP -Extended Play- , Maxisingle oder Minialbum genannt. Je nach Geschmack. Und so etwas gibt es dann gelegentlich auch heutzutage noch im 10-Zoll-Format für Vinylfreaks zu kaufen. Und so was finde ich eben irgendwie niedlich. Und man entdeckt dabei manchmal sehr interessante Musik.

Frisch ausgepackt

Caitlin Rose: "Dead Flowers" (Names, Feb. 2010 * Theory 8, Feb. 2008)
Die Debüt-EP der jungen und smarten Countrysängerin aus Nashville, Tennessee, erscheint mit zwei Jahren Verzögerung als 10" in England beim Label Names, dem wir auch entsprechende Schätze von Alela Diane zu verdanken haben. Mein Kaufanreiz war natürlich das schicke, kleine Vinylformat, aber beim Hören bin ich jetzt sehr von der Musik angetan, ganz im Unterschied etwa zu den Funden, die ich kürzlich von den Virgin Prunes gemacht habe.
"Dead Flowers" bringt es in knapp 18 Minuten zwar nur auf 7 Lieder , aber die gefallen mir durchweg gut: Zweimal begleitet sie sich dabei ganz ohne Melodieinstrumente nur mit einem Tambourine ohne dabei zu langweilen (besonders schön bei "Gorilla Man", dem Loblied an meine extrem männlichen Geschlchtsgenossen). Zwei Coversongs zeigen Mut ("Three Cigarettes In A Ashtray" aus dem Repertoire von Paty Cline) und Geschmack (natürlich der Titelsong - bester "Country Song aus der Feder von Jagger/Richards neben "Wild Horses", beide vom vorzüglichen Album "Sticky Fingers").
(09.07.2010)
Agnes Obel: "Riverside" (Play It Again Sam, Mai 2010)
mehr über "Riverside" Agnes Obel ist eine in Berlin lebende dänische Sängerin, Pianistin und Songschreiberin, die mit dieser wunderschönen 10"-Maxi beim belgischen Kultlabel PIAS auf ihr nächstes Album aufmerksam macht, das im kommenden Herbst erscheinen wird. Bislang hatte ich noch nie von ihr gehört, aber es gilt zum Glück: WYSIWYG. Es wird schöner, leicht spröder, vom Klavier getragener Folkpop geboten, den man/frau zwar nicht hören muß, aber doch geniessen kann. Auf der B-Seite gibt es auch mit "Close Watch" von John Cale eine schöne Coverversion.
(24.06.2010)

das Archiv

Arctic Monkeys: "My Propeller" (Domino, März 2010)
Die dritte 10-Zoll-Auskopplung vom immer noch aktuellen Album "Humbug" nach "Cornerstone" vom vergangenen November und "Cry Lightning" vom vergangenen August. Und dieses mal gibt es wieder drei Lieder, die nicht auf "Humbug" zu finden sind. Und natürlich wieder einen Coupon für den gratis MP3-Download. Sehr schön.
(31.03.2010)
Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra: "Kollaps Tradixionales" (Constellation, Feb. 2010)
mehr über "Kollaps%20Tradixionales" Auf diese Platte bin ich über das Format - ein 10-Zoll-Doppelalbum mit beiliegender CD - aufmerksam geworden, ohne die Band aus Kanada wirklich zu kennen. Zwar war sie nicht gerade billig (über 20€!), aber bei diesem niedlichen Format reagiere ich nicht immer vernünftig. Auf jeden Fall machten das Cover und der Waschzettel vom Glitterhaus neugierig und ich habe bestellt. Gestern kam das Paket und ich lausche einer gewaltigen, beeindruckenden Musik, die ich erst einmal verdauen muss, um etwas wirklich geistreiches darüber sagen zu können.
Bei der Band handelt es sich übrigenz um einen Ableger bzw. ein Nebenprojekt der kanadischen Avantgardband Godspeed Black Emperor und dies ist bereits das sechste Album seit 2000, allerdings wechselt der Name immer ein wenig: zuerst hiessen sie "A Silver Mt. Zion", zwischendurch "The Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & The Tra-La-La Band With Choir" und jetzt eben "Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra". Immer dabei waren Gitarrist Efrim Menuck, Kontrabassist Thierry Amar und Geigerinnen Sophie Trudeau und Jessica Moss. Zur aktuellen Besetzung gehört ausserdem Trommler Dave Payant. Von den Livequalitäten des Quintetts kann man sich sehr gut bei Youtube überzeugen. Auf jeden Fall rocken "Silver Mt. Zion", wie ich sie mal verkürzend nennen möchte, trotz des Übergewichts an "klassischen Instrumenten" (Kontrabass und zwei Geigen gegenüber E-Gitarre und Schlagzeug!) gewaltig.
(28.02.2010)
Kristofer Aström: "When Her Eyes Turn Blue" (Startracks, Dez. 2009)
Diesen schwedischen Singer/Songwriter kannte ich bisher nur dem Namen nach. Die 22 Minuten im opulenten Klappcover zum Preis einer Maxi beinhalten ein Lied vom Vollalbum "Sinkadus" und fünf bislang unveröffentlichte . Da war die Anschaffung also kein Risiko ...
(28.02.2010)
Arctic Monkeys: "Cornerstone" (Domino, Nov. 2009)
Die zweite 10-Zoll-Auskopplung vom aktuellen Album gefällt mir sogar noch besser als "Cry Lightning" vom vergangenen August. Und dieses mal gibt es sogar drei Lieder, die nicht auf "Humbug" zu finden sind. Außerdem wieder mit Coupon für den gratis MP3-Download.
(28.11.2009)
Alela Diane & Alina Hardin: "Alela & Alina" (Fargo, Okt. 2009)
mehr über "Alela%20%26%20Alina" Dem eleganten Cover der neuen 10-Zoll-EP (inklusive CD!) von Alela Diane Menig aus Nevada City kann man nicht ansehen, dass es sichbei der Musik um sehr puristischen Folk handelt: 2 Mädelz, 2 Gitarren - sonst nix. Zwei neue Lieder von Alela, eins von ihrer langjährigen Gesangspartnerin Alina Hardin, zwei Folksongs (u.a. das von Sandy Denny und Fairport Convention bekannte "Matty Groves") und das wunderbare "Rake" von Townes van Zandt. An Alelas neue und für Folkies eher untypische Kurzhaarfrisur konnte ich mich schon beim Gig im Duisburger Steinbruch im vergangenen September gewöhnen. Auf jeden Fall meine 10-Inch des Jahres.
(05.12.2009)
Arctic Monkeys: "Cry Lightning" (Domino, Aug. 2009)

Bislang habe ich mich für diese Band nicht sonderlich interessiert. Vom Debütalbum "Whatever People Say I Am, That's What I'm Not" von 2006 hatte mir ein Freund zwar eine "Sicherheitskopie" zur Verfügung gestellt, aber irgendwie war ich nicht überzeugt. Ich kann mich im Nachhinein auch nur noch daran erinnern, daß mir die Musik viel zu hektisch war.
Trotzdem habe ich mir die EP zum neuen - und bereits dritten - Album "Humbug" jetzt besorgt, vordergründig natürlich, weil es sich um eine 10-Zoll-Schallplatte handelt. Inzwischen gefällt mir die Band auch viel besser - vielleicht weil sich der Sound ein wenig geändert hat? Oder mein Musikgeschmack? Wahrscheinlich beides. Jetzt entdecke ich außerdem noch, daß sich auf der B-Seite als "Non-Album-Track" mit "Red Right Hand" ein Nick Cave-Cover befindet! Schöne Sache also.
(23.09. 2009)

... und gerade habe ich in der Plattenhülle auch noch einen Coupon für den Gratisdownload der drei Lieder gefunden. Davon stand garnix auf dem Cover. Schöne Überraschung ...
(24.09. 2009)

Cat Power: "Dark End Of The Street" (Matador, Dez. 2008)
mehr über "Dark%20End%20Of%20The%20Street" Ein Nachschlag zum Fest! Im Januar hatte uns Chan Marshall bereits mit der Doppel-CD "Jukebox" voll wunderbarer Coversongs erfreut. Jetzt gibt es als 10"-Doppel-Vinyl sechs weitere Lieder aus der gleichen Aufnahmesession, neben dem recht bekannten und oft gecoverten Titelsong auch eine recht merkwürdige Version des CCR-Klassikers "Fortunate Son" sowie eine nicht besonders "werktreue" Version des Sandy Denny-Songs "Who Knows Where The Time Goes". Neben dem hübschen Doppelalbum gibt es nur noch den Digital-Download, aber keine CD. Eine ziemlich exzentrische, aber nicht unsympathische Veröffentlichungspolitik!
(19.12.2008)
The Magic Numbers: "Undecided" (EMI/Heavenly Recordings, Sept. 2007)
Ein EP mit 6 Liedern und sehr schönem Cover. Der wunderbare Titelsong, gesungen von der wunderbaren Angela Gannon, stammt vom 2006er Album "Those The Brokes". "Let Somebody In", gab's dort zwar auch schon, liegt hier aber in neuer Version mit einem schönen Streicherarrangement von Richard Kirby (ja genau der von "Five Leaves Left"!) vor. Die anderen Lieder sind ganz neu.
(24.12.2008)
Fionn Regan: "The End Of History" (Lost Highway, Juli 2007)
mehr über "The%20End%20Of%20History" Fionn Regan ist ein junger irischer Singer/Songwriter und Akustikgitarrist, dessen wunderbares Debütalbum ich bei der Erstveröffentlichung im Sommer 2006 in England auf dem Bella Union Label genauso verpasst habe, wie die Zweitveröffentlichung vom Sommer 2007 in den USA bei Lost Highway. Allerdinx  gibt es vom US-Label ein 10"-Vinyl-Doppelalbum,  das ich kürzlich im Kölner Normal-Plattenladen entdeckt habe. Der Sticker auf der Hülle zitierte u. a. die Times ("this is similar to Dylans early albums, but with the flow of a Nick Drake - a stunning combination") und den NME ("Ireland's answer to Bright Eyes"), was natürlich erst einmal ziemlich marktschreierisch daherkommt. Da ich aber in guter Stimmung war, vor allem weil ich beim Stöbern endlich Nick Drakes "Five Leaves Left" als neuwertiges Vinyl zu einem erschwinglichen Preis gefunden hatte, habe ich auch hier ohne langes Überlegen zugegriffen.
Der Kauf hat sich gelohnt! Ich höre zwar keinen Dylan heraus, vielleicht ein wenig Conor Oberst bei der Gesangsstimme. Dafür sind aber die Lieder durchweg gut, extrem sparsam instrumentiert, aber man vermisst nichts: es gibt kein Bedürfnis nach größeren Arrangements (so wie auch schon auf "Pink Moon" oder von mir aus auch beim frühen Dylan). Vor allem aber hat der Bursche (im Unterschied zu Dylan!) eine sehr gute und interessante Fingerstyle-Technik auf der Gitarre, die sich nicht vor der von Nick Drake zu verstecken braucht! Noch ein Tipp: guckt Euch das Video zum Opener "Be Good Or Be Gone" auf Youtube an!
(21.11.2008)
Alela Diane: "Songs Whistled Through White Teeth" (Names, Dez. 2006)
Leider ist diese englische Vinylscheibe schon längst vergriffen, sodass ich mit einer Digitalkopie vorlieb nehmen muss ...
(27.05. 2009)
Stereolab: "Fab Four Suture" (Too Pure, März 2006)
mehr über "Fab%20Four%20Suture" Diese Kompilation fasst alle Tracks von 4 limitierten Singles von 2005/06 zu einem Doppelalbum im kleineren Format zusammen.
(24.12.2008)
Elvis Costello & The Imposters: "The Clarksdale Sessions" (Lost Highway, Feb. 2005)
In Clarksdale, Missisppi, steht ein Bluesmuseum, das einem Schauspieler gehört, dessen Name mir als Kino-Ignoranten gerade leider nicht einfällt. Elvis fühlt sich am Nabel der Blues-Welt offensichtlich sehr wohl und hat mit seinen Imposters dort live in einem Radio-Studio aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts gespielt. 7 Aufnahmen der Session werden hier im "Delta-Verite"-Stil (Elvis’ Ausdruck für einen "losgelösten" Aufnahmestil frei nach "Cinema Verite"- was immer das auch sein mag) gebracht. Neben 5 Alternativ-Versionen zu Liedern von "Delivery Man" wurden noch der Soulklassiker "Dark End Of The Street" und mit "In Another Room" ein bisher ungehörtes Costello-Original eingespielt. Man kann das Ganze jetzt als wunderschöne 10"-Schallplatte oder "nur" als Bonus zur CD-Neuauflage von "Delivery Man" erstehen. Blöd für Elvis-Fans, die die CD vom letzten Herbst schon besitzen, aber keinen Plattenspieler!
(11.02.2005)
Kings Of Leon: "Aha Shake Heartbreak" (BMG/Handmedown, Nov. 2004)
Beim Cover bitte nicht wundern. Wie schon beim letztjährigen Debüt der Burschen ist auch die neue CD zusätzlich als 10"-Doppelalbum, sogar mit Klappcover und aus durchsichtigem Vinyl, erschienen - und hat eben im Unterschied zur CD eine weiße Orchidee vor schwarzem Hintergrund vorne drauf. Und ist wie die W4L-CDs durchnummeriert: mein Exemplar hat die Nummer 6928 (da werden wir mit Louischen wohl kaum hinkommen!). Jetzt muss ich mich für diese Autofahrmusik doch wieder um eine "CD-Sicherheitskopie" bemühen... Oder einen Plattenspieler für's Auto?
(31.12.2004)
The Good Life: "Lovers Need Lawyers" (Saddle Creek, März 2004)
Von der Band weiß ich nicht viel: sie stammt wie Bright Eyes aus Oklahoma und veröffentlicht ihre Platten auf dem gleichen Label. Gekauft habe ich diese 7-Track-EP der mir zu dem Zeitpunkt noch völlig unbekannten Band eigentlich nur deshalb, weil es sich um eine eine 10-Zoll-SCHALLPLATTE handelt.
Ach ja, The Good Life, das Vehikel von Sänger/Songschreiber Tim Kasher, spielen etwas, das man früher mal schlicht und einfach "Rockmusik" nannte. Kein Punk, kein Metall, kein Schrammelpop, kein Folk: ROCKMUSIK.
Wahrscheinlich hätte diese Schallplatte ohne das Hype um Oklahoma-Bands nicht den Weg nach Europa und sogar in den Mediamarkt von Duisburg-Müxlü gefunden. Aber wahrscheinlich stand die Platte da schon seit letztem Jahr herum.
(04.12.2005)
Ryan Adams: "Love Is Hell  pts. 1 & 2" (Lost Highway, Dez. 2003)
Was für eine bescheuerte Veröffentlichungspolitik war das! Am 03.11.2003 erschien die EP "Love Is Hell - pt. 1" auf CD mit 10 Liedern, davon zwei "Bonustracks". Am 08.12.2003 folgten dann gleichzeitig "Rock'n'Roll" und "Love Is Hell - pt. 2", letztere wiederum eine CD, dieses mal aber nur mit 7 Liedern. Außerdem gab es dann noch  "Love Is Hell - pts. 1 & 2" als 10"-Vinyl-Doppelalbum - natürlich ohne die beiden Bonustracks vom ersten Teil. Wenn die Musik nicht so gut wäre, nach "Gold" war Ryan Adams für mich für eine Zeit einer der Allergrößten, dann hätte ich jetzt natürlich nicht drei Versionen von "Love Is Hell" im Plattenregal stehen ...
(24.12.2008)
Kate Rogers: "Welcome E.P." (Grand Central, Okt. 2003)
Vor Jahren hatte ich mir von der Kanadierin schon mal ein Album mit Coversongs gekauft ("Seconds" von 2005). Da konnte ich diesem Vinylschätzchen, so wie ich es sehe, ihr Debütwerk mit eigenem Material, nicht widerstehen.
(08.03.2009)
Motorpsycho: "Serpentine EP" (Stickman, Sept. 2003)
Der Titelsong vom Album "It's A Love Cult".
(24.12.2008)
Kings Of Leon: "Youth And Young Manhood" (RCA, Aug. 2003)
mehr über "Youth%20And%20Young%20Manhood" Es hat ein bisschen gedauert, bis der Groschen bei mir fiel: Kollege Frankie von den Craving Hands hatte mir eine "digitale Sicherheitskopie" der Platte zur Verfügung gestellt, aber ich blieb beim Hören ziemlich unbeeindruckt. Hatte vielleicht was mit dem "Hype" um die Junx zu tun. Neulich hatte ich im Plattenladen die Vinylausgabe in der Hand: eine Doppel-10-Inch! - und ich habe als alter Querkopf sofort zugeschlagen. Zu hause habe ich dann aber doch nicht den Plattenspieler angeschmissen, sondern noch mal die Sicherheitskopie in's PC-Laufwerk geschoben, während ich die schöne Platte in Händen hielt. Schließlich hat es doch noch "Klick" gemacht: schöne Rockmusik, altmodisch und trotzdem jung & frisch. Und beim Blättern im Booklet stelle ich fest, dass den Junx bei einigen Liedern ein gewisser "Angelo" geholfen hat. Das interessiert jetzt wahrscheinlich kein Schwein, aber der Mann ist einer der angesagtesten Nashville-Country-Songschreiber und mir schon gelegentlich bei Kim Richey (Co-Autor von "I'm Alright", das zu den von Waiting For Louise gecoverten "10 Songs" gehört!) und anderen aufgefallen. Und somit in "Alternativ"-Kreisen sicherlich als völlig "uncool" einzuschätzen. Ich glaube, ich schweife etwas ab. Gute Platte. Wie gesagt.
(irgendwann in 2004)
The Blow: "Bonus Album" (K Records, Okt. 2002)
mehr über "Bonus%20Album" Eine günstige Zehn-Zoll-EP vom K-Label (Calvin Johnson/Beat Happening) - das war Grund genug für mich, diese Platte gestern in einem Kölner Second-Hand-Laden einzupacken. Gerade lese ich beim AllMusic-Guide über "The Blow", dass es sich dabei nicht um eine Band, sondern um ein Projekt der Avantgarde-Künstlerin Khaela Maricich handelt. Ich warte wohl noch ein bisschen mit dem Hören und berichte später, ob das ein Fehlkauf war ...
(08.12.2009)
3 Shades Of Blues: "Dark Star" (Dhyena, 2002)
Auf "Dark Star" sind vier Instrumentaltracks zu hören, die von diesem losen Musikerensemble  im April 2002 live im Münchener Club 2 mitgeschnitten wurden. Mit dabei u. a. die Brüder Micha Archer am Schlagzeug und Markus Archer am Bass von der Band The Notwist, Perkussionist Carl Oesterhoelt (FSK, Merricks) und Gitarrist Ivica Vukelic. Musikalisch irgendwo zwischen Blues, Jazz und Filmmusik.
(08.02.2009)
The Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & Tra-La-La Band: "Born Into Trouble As The Sparks Fly Upwards" (Constellation, Okt. 2001)

mehr über "Born%20Into%20Trouble%20As%20The%20Sparks%20Fly%20Upwards" Die kanadische Avantgardeband "Silver Mt. Zion" kenne ich über ihr neues Werk "Kollaps Tradixionales" ja erst seit wenigen Tagen. Da mich die Musik sehr beeindruckt hat, habe ich ein wenig weitergeforscht und herausgefunden, dass es mit "Born Into Trouble As The Sparks Fly Upwards" ein weiteres 10-Zoll-Doppelalbum der Band aus dem Jahr 2001 gibt. Der Bandname und Titel waren damals länger und trotz des "Tra-La-La" wird hier weniger gesungen. Zu Band gehörten zusätzlich noch die Cellistin Beckie Foon und ein weiterer Musiker namens Ian, dessen Nachnamen und Instrument ich noch nicht recherchieren konnte (das ansonsten wunderschöne Cover verrät uns über die beteiligten Personen nur den jeweiligen Vornamen), aber kein fester Schlagzeuger. Erwähnt werden als Gäste ein Schlagzeuger namens Eric ("drove his drums upstairs"), ein Bläser namens Jonah ("wrote & played 8 trumpets and 2 trombones"), eine rezitierende Mischa ("read the words") und ein singendes Kind ("Sara sang a song"). Eine zwar anstrengende, aber sehr schöne Platte, die mich noch stärker als "Kollaps ..." an die obskure englische Third Ear Band erinnert.
(07.03.2010)

Ian spielt Gitarre und Orgel, aber den Nachnamen kenne ich immer noch nicht...
(17.03.2010)

Continental Drifters: "Listen, Listen" (Blue Rose, Okt. 2001)
“Continental Drifters play favorites by Sandy Denny and Richard Thompson” lautet der Untertitel dieses 28 Minuten-Schmankerls, welches zum Großteil im HO*T FM Studio eingespielt wurde. Mit akustischen Instrumenten und großer Hingabe widmen sie sich 7 Songs aus dem Fairport-Umfeld: "You're Going To Need Somebody", "The Poor Ditching Boy", "I Want To See The Bright Lights Tonight", "Meet On The Ledge", "I'm A Dreamer" und "Mattie Groves” wurden ausgewählt und zelebriert. Kaum eine Band scheint prädestinierter zu sein, um diesen großartigen Songs endlich ein Denkmal zu setzen.
Kommt im schönen, der Fairport Convention-LP “Liege & Lief” nachempfundenen Cover. Auf Vinyl übrigens im 10"-Format erhältlich: ich konnte mich nicht beherrschen und habe mir CD und Platte gekauft (so was tue ich sonst eigentlich nicht).
Radiohead: "Amnesiac" (EMI/Parlophone, Juni 2001)
Ich bin zwar kein besonders gr0ßer Fan der Band, habe sie aber seit ihrem Hit "Creep" immer gerne gehört. Allerdinx ist mir diese Musik oft zu kompliziert, um sie wirklich genießen zu können. Und hätte da nicht dieses 10"-Doppelalbum beim Hai-Vieh-Diskaunter herumgestanden, so hätte ich höchstwahrscheinlich auch nicht zugegriffen.
(24.12.2008)
Dakota Suite: "Morning Lake Forever " (Houston Party, Jan. 2001)

mehr über "Morning%20Lake%20Forever" Diese EP von Chris Hooson und seiner Band kam beim spanischen Label Houston Party als schicke 10-Zoll heraus, während Stammlabel Glitterhouse für die CD-Ausgabe zuständig war.
Eigentlich wollte ich mir ja nichts von Dakota Suite kaufen, weil wir mal mit W4L im Weseler JZ Karo das Vorprogramm gespielt haben und sich dieser Typ als ziemlich ungesunde Mischung aus künstlerischer Arroganz und musikhandwerklicher Inkompetenz herausgestellt hat, aber es gab die Platte gerade im Garageland im Rahmen der Aktion "Summer Sale 20% auf Alles" für schlappe 5 Oiro Sechsig zu erwerben, sodass ich leichten Herzens vergeben und vergessen konnte. Zur Musik sage ich dann beim nächsten mal was.
(09.08. 2009)

Eine typische Mischung für eine "EP" ist das: sechs Lieder, knapp über 30 Minuten, drei "normale" Songs und ein Klavier-Instrumentalstück von Sänger/Gitarrist Hooson, von denen mir der 8mimütige Opener am besten gefällt. Dazu je ein frickeliges Instrumentalstück von Bassist David Buxton und Gitarrist/Produzent Richard Formby. Kann und muß man nicht odt hören, ist aber eigentlich ganz interessant.
(18.08. 2009)

Motorpsycho: "Walking With J EP" (Stickman, März 2000)
Auch diese zweite Motorpsycho-Maxi zum Album "Let Them Eat Cake" ist gelungen. Sowohl optisch, als auch musikalisch.
(29.01.2009)
Motorpsycho: "The Other Fool EP" (Stickman, Jan. 2000)
Eine weitere Motorpsycho EP mit schönem Cover (und natürlich schöner Musik). Den Titelsong findet man ungekürzt auf dem Album "Let Them Eat Cake". Der Rest ist - wie immer bei den Norwegern - bislang unveröffentlicht.
(08.03.2009)
Analogy: "The Suite" (Akarma, 2000)

Analogy war eine bei uns recht unbekannte Rockband in den frühen 70ern, hauptsächlich aus in Italien lebenden deutschen Musiker bestehend. Also sinngemäß eine "italienische" Band, genau so wie ja auch Nektar ein "deutsche" Band war. Einen gewissen Kultstatus erreichten sie über ihr titeloses Debütalbum, auf dem die Musiker nackt abgelichtet waren. In den späten 70ern verschlug es Sängerin Jutta Nienhaus und Gitarrist Martin Thurn von Italien nach London, wo sie die mir leider unbekannte New Wave-Band Earthbound gründeten. Im Sommer 1980 haben die beiden dann mit Ex-Kollegen von Earthbound ein altes, bislang nicht vollendetes Analogy-Projekt wieder aufgegriffen, das aber erst 1993 beim Münchener Ohrwaschl-Label als CD und im Jahr 2000 beim italienischen Akarma-Label als schicke 1o-Zoll in weißem Vinyl veröffentlicht wurde.
(12.06.2010)

Ich hatte jetzt endlich Zeit, mir die Platte anzuhören und bin leider von der Musik selber nicht so beieindruckt wie von Cover und Veröffentlichungsformat: es handelt sich stilistisch um etwas, das man vielleicht als "Folk-Prog-Rock" bezeichnen könnte: eine Frauenstimme, die leider nicht an Inga Rumpf oder Sandy Denny, sondern eher an Annie Haslam von Renaissance oder Minne Graw von Ougenweide in deren schlechteren Momenten erinnert (Ihr wisst schon: dieser leicht nervige, klassische Einschlag - obwohl ich Annie und Minne meistens mag). Dazu viele, aneinandergereihte Parts (es handelt sich ja schliesslich um eine "Suite"!), die kompliziert, aber nicht wirklich virtuos wirken, inklusive unorganischer Tempo- und Taktwechsel und zweistimmiger Wishbone-Ash-Gitarren. Also könnte man auch sagen: "Krautrock", wenn man das eher als Schimpfwort meint und sich auf so pathetische Bands wie Eloy und Jane bezieht und nicht auf tolle experimentelle Musik, etwa von Can, Guru Guru und Amon Düül II (obwohl deren Sängerin mich auch oft nervt).
Na ja- eigentlich will ich ja nur über Platten schreiben, die mir auch wirklich gefallen. Weil ich aber "The Suite" hier vor ein paar Tagen ungehört und vielleicht voreilig platziert habe (neudeutsch: "gepostet"), bleibt mir nur die Möglichkeit, den Eintrag zu löschen oder doch mal was Negatives zu schreiben. Auf jeden Fall werde ich der Platte noch eine zweite Chance geben und dann bei Bedarf meine momentane Meinung wieder über den Haufen werfen.
(20.06.2010)

Motorpsycho: "Hey Jane" (Stickman, Okt. 1998)
Dies die zweite Auskopplung aus dem Album "Trust Us" und wohl die letzte Motorpsycho-10-Zoll, die mir noch fehlte ...
(28.02.2010)
Motorpsycho: "Ozone" (Stickman, Mai 1998)
Dies ist sicherlich die Motorpsycho-EP mit dem schönsten Cover. Der Titelsong stammt vom Album "Trust Us".
(29.01.2009)
Motorpsycho: "Starmelt EP" (Stickman, Juni 1997)
Der Titeltrack "Starmelt / Lovelight" stammt vom Album "Angels And Daemons At Play", der fantastische Rest natürlich nicht.
(24.12.2008)
The Mike Gunn: "A Dream About Jim" (September Gurls, 1997)

Das von 1987 bis 1994 existierende Rocktrio aus Houston/Texas veröffentlichte diese auf 550 Exemplare limitierte EP posthum auf dem Nürnberger Label September Gurls, bei denen auch Fit & Limo ihre Platten herausbringen. Weil die Platte laut Label-Homepage bereits vergriffen ist habe ich heute im Second-Hand-Plattenladen sofort und ungehört zugegriffen als ich das Exemplar mit der Nummer 180 entdecke! Rein von der Coverästhetik her hätte ich mir diese Platte wohl nie gekauft.
(12.06.2010)

Bei Jim könnte es sich um Jimi Hendrix oder Jimmy Page handeln. Geboten wird hier schliesslich sowas wie "Psychodelischer Bluesrock", aber eben qualitativ weit von den Vorbildern entfernt. Einmal wird sogar "Kashmir" unter dem Namen "Starmir" gecovert, obwohl man auch sagen kann: geklaut. Oder besser: verhunzt. Mit einem guten Sänger und besserem Sound könnte mir das Album vielleicht sogar gefallen.
Für richtig guten "psychedelischen" Hardrock gibt es auf dieser Seite übrigenz ganz viele Beispiele. Sie stammen alle von einem Trio aus Norwegen, das natürlich Motorpsycho heisst!
(20.06.2010)

Motorpsycho: "Manmower EP" (Stickman, Juli 1996)
Die Junx von Motorpsycho sind extrem produktiv! Bei den Aufnahmen zum "Blissard"-Album blieb auch noch Material für die B-Seite dieser EP übrig
(24.12.2008)
Motorpsycho: "The Nerve Tattoo EP" (Stickman, März 1996)
Der Titeltrack stammt vom "Blissard"-Album, der Rest ist, wie immer bei Motorpsycho, hier auf EP exklusiv zu Hören.
(24.12.2008)
Plastic Venus: "Steady" (Swim, Juni 1995)
Viel weiß ich nicht über diese Band: sie stammt wohl aus Israel und/oder Mazedonien, arbeitete aber von London aus und hat diese EP mit vier Liedern auf dem Label von Colin Newman (Ex-Wire) und Malka Spigel (Ex-Minimal Compact) herausgebracht, die dort auch selber als Duo unter dem Namen Oracle ein Album veröffentlicht haben.
Die Musik baut auf der klassischen Rockbesetzung Gitarre/Bass/Schlagzeug auf, die Gitarren erinnern mit ihrem verhallten und verzerrten Klang an die 80er, an Bands wie The Cure, My Bloody Valentine und eben auch Wire. Dazu wechselnder Leadgesang von Männlein und Weiblein. Eigentlich ist das so garnicht meine Baustelle, aber es klingt doch interessant - zumindest für die Länge einer EP. In größerer Dosis wäre mir die Musik aber höchstwahrscheinlich zu düster, sodass ich wohl nicht nach "Helven Park", dem einzigen (?) und kompletten Album der Band Ausschau halten werde.
(07.03.2009)
Motorpsycho: "Wearing Yr Smell EP" (Stickman, Dez. 1994)
Der Titeltrack stammt vom Album "Timothy's Monster", einem der wenigen, das noch nicht in menem Plattenschrank steht. Der Rest ist exklusiv, u.a. "President Block", ein Lied einer befreundeten Band aus Trondheim, gesungen von Lars Lien, besser bekannt als MP-Produzent Deathprod. Ausserdem anscheinend die erste Veröffentlichung der Band auf dem Stickman-Label mit der Bestellnummer PSYCHOBABBLE 001.
(29.12.2009)
Lambchop: "Hank" (City Slang/Merge, 1996)
Ein sog. "Mini-Album" mit sieben Liedern aus der Frühphase dieser wunderbaren Band. Gut wie alles, was Kurt Wagner zu der Zeit geschaffen hat. Und wie immer hat der Titel keinen Bezug zur Musik.
(24.12.2008)
Tindersticks: "The Bloomsbury Theatre 12.3.95" (Quicksilver, Nov. 1995)
mehr über "The%20Bloomsbury%20Theatre%2012.3.95" Im Frühjahr hatte sich die Band für die Live-Präsentation des zweiten Albums sogar 3 Bläser und ungefähr 15 Streicher geleistet und das Ganze dann auf einem limitierten 10-Zoll Vinyl-Doppelalbum festgehalten, dessen stolzer Besitzer ich bin. Natürlich habe ich mir inzwischen eine CDR-Sicherheitskopie gebastelt, damit ich dieser wunderbaren Musik auch lauschen kann, während ich hier am PC sitze...
(16.04.2005)
The Geraldine Fibbers: "Get The Gone" (Sympathy For The Record Industry, 1994)
Tja ... wenn Ex-Punkrocker auf den Countrygeschmack kommen, dann kommt so etwas dabei heraus. Die Sängerin Carla Bozoulich kannte ich bisher nur als Backgroundstimme bei Mike Watt (Minutemen, fIREHOSE) und Simon Bonney (Crime & The City Solution). Dessen geigende Gattin Bronwyn Adams spielt hier sogar mit. Schönes Cover, 7 schöne Songs, darunter eine ungewöhnliche Coverversionen von Dolly Partons "Jolene" und ein Lied von und mit Beck. Carla scheint viele Leute zu kennen.
(08.03.2009)
Crime & The City Solution: "The Dolphins And The Sharks" (Mute, 1991)
Der Titelsong stammt vom letzten Studioalbum "Paradise Discotheque". Dazu gibt es Instrumentalversionen der bekannten Stücke "On Every Train (Grain Wil Bear Grain)" von 1987 und "The Bride Ship"  von 1988.
(08.02.2009)
Green On Red: "Live At Town And Country Club" (China, Nov. 1989)
Wenn ich mich richtig erinnere, so gab es diese Live-EP vom 07. April 1989 aus dem Londoner Club damals als Bonus zum Album "This Time Around".

"This LP was recorded at the end of a European Tour that was beset with disasters from start to finish. There were problems with Exploding Vans, Storms in the Channel, Lawyers, Liquidators, Independent Record Companies, Domestic Dramas, Riots in Italy, Traffic Jams in Germany, The Police in Greece, The Mafia in Sardinia, Stolen Equipment and Out Of Tune Guitars.... and then The Drummer Left."
(24.12.2008)

"Every Day Is A Holly Day" (New Rose, 1989)
mehr über "Every%20Day%20Is%20A%20Holly%20Day" In den 80ern und 90ern war das französische New Rose Label von Patrick Mathé, benannt nach der ersten Single der englischen Punkband The Damned, vor allem in Garagenrock-Kreisen sehr angesagt. Dort erschienen viele wunderbare Platten von Elliott Murphy, den deutsch/französischen Lolitas, Chris Spedding, Tav Falco, Paul Roland, Chris Bailey und seinen Saints, sowie vielen anderen mehr oder weniger obskuren Künstlern und Bands. Zum Beispiel auch das erste Album von Jeffrey Lee Pierce und seinem Gun Club. Viele davon finden sich auch mit einem Beitrag auf diesem 10"-Doppelalbum wieder, einem Tribut an Buddy Holly. Ich kann jetzt nicht behaupten, ein Fan von Buddy Holly zu sein oder Ahnung von seiner Musik zu haben, aber ich finde, dass alle Beteiligten wunderbar Arbeit abgeliefert haben, durchweg nicht einfach nur nachspielt, sondern die jeweilige mehr oder weniger bekannte Rock&Roll-Nummer in ihren eigenen Stil überführt haben. Trotzdem hätte ich die Platte wahrscheinlich nicht eingepackt, wenn es sich nicht um diese schicke Format handeln würde.
(25.12.2008)
Virgin Prunes: "Heresie" (?, 1982 * Baby, 1988)

Virgin Prunes waren in den 80ern eine Punk(?)-Band mit starken Verbindungen zu U2 (die Gitarristen sind Brüder), die ich zwar nie bewußt gehört hatte, die mir höchstwahrscheinlich damals aber auch nicht gefallen hätten. Eine der beiden Sänger war Gavin Friday, dessen zwei Soloalben aus den späten 80ern bei Island mir ganz gut gefallen haben, aber musikalisch wenig mit den Prunes zu tun haben sollen. "Heresie" ist ein 10"-Doppelalbum von 1982, das mir hier in einer französischen Neuauflage von 1988 vorliegt. Warten wir mal ab, bis ich reingehört habe ...
(24.06.2010)

Gestern habe ich den Hörversuch gewagt - und möchte es jetzt mal diplomatisch sagen: das istleider nichts für mich. Da bin ich doch zu sehr dem "Mainstream" verhaftet, um so etwas Schräges gut zu finden. Vor allem den Gesang von Gavin und Guggi finde ich unhörbar - etwa so wie den von John Lydon bei Public Image Ltd. Positiv formuliert klingen die Virgin Prunes für mich wie eine Mischung aus Captain Beefheart (den ich eigentlich mag, aber auch nicht immer hören kann) und den Pogues (die mir relativ egal sind). Anschliessend habe ich nochmal in Fridays Soloalbum "Each Man Kills The Things He Loves" reingehört - und finde es immer noch ziemlich gut, vor allem auch weil Gesang und Songwriting gut sind. Zu meiner Beruhigung kann ich mir ausserdem einreden, dass es zwar "viel kommerzieller" ist, als es die Musik der Virgin Prunes je war, aber für "richtige Mainstream-Hörer" doch immer noch viel zu schräg. Und da stehe ich wohl mit meinem Musikgeschmack: zu schräg für die Masse und zu normal für so manch schräges Zeug!
(30.06.2010)

Flowerpornoes: "Make Up" (Scratch'n'Sniff, 1987)
Die Debüt-EP von Duisburgs bester Band um den Sänger und Songschreiber Tom Liwa. Damals noch in Englisch. Damals noch im Trio. Auf dem Cover ist seine Schwester abgebildet, die auf diesem Wege - so gehen die Gerüchte - überzeugt werden sollte, in die Band als Keyboarderin einzusteigen.
(24.12.2008)
Rickie Lee Jones: "Girl At Her Volcano" (Warner, 1983)
mehr über "Girl%20At%20Her%20Volcano" Eine frühe EP mit 7 Songs, aufgenommen zwischen 1978 und 1983. Überwiegend Liveaufnahmen, überwiegend  Coverversionen (u. a. die Jazzstandards "Lush Life" und "My Funny Valentine", sowie "Walk Away Rene" von The Left Banke) . Eine meiner ersten 10"-Platten und die erste, die ich mir vor allem wegen des Formats gekauft habe.
(20.12.2008)
Captain Beefheart: "Music In Sea Minor" (PRT, 1983)
mehr über "Alela%20%26%20Alina" Vorgestern war ich mal wieder in Köln zum Bummeln durch die Plattenläden. Einzige Anlaufstelle an dem Tag war der Normal-Laden am Eigelstein, denn zufälligerweise war es auch die letzte Woche des entnervten Inhabers vor der Schließung und alles musste raus zum halben Preis. Eigentlich ein trauriger Anlass, aber natürlich günstig für mich, weil ich dort deshalb natürlich mehr Platten eingekauft habe, als eigentlich beabsichtigt und kein Geld mehr in der Tasche für mehr. Unter anderem fand ich diesen englischen Beefheart-Sampler aus den 80ern mit sechs Liedern vom '67er-Debüt "Safe As Milk" , sowie je einen vom Zweitling"Strictly Personal" undvom Livealbum "Mirror Man", die ich natürlich alle bereits im Plattenschrank stehen habe. Aber bei so einer niedlichen 10-Zoll-Platte und einem höchstwahrscheinlich günstigen Kurs (ich habe keine Ahnung, ob das hier sowas wie ein "Sammlerstück" ist!) konnte ich natürlich nicht nein sagen ...
(21.02.2010)
Virgin Prunes: "A New Form Of Beauty 2" (Rough Trade, Nov. 1981)

Aus der gleichen Grabbelkiste wie "Heresie" stammt auch die 10"-Maxi der Virgin Prunes von 1981. Soweit ich weiß handelt es sich dabei um die zweite Folge aus einem Gesamtkunstwerk (jawohl, die Virgin Prunes waren so was wie "Artpunks"!), dessen erster Teil eine 7"-Single, der dritte eine 12"-Maxi und der vierte und letzte eine Cassette waren. Aber so etwas sammele ich ja nicht. Auch hier gilt: demnächst wird mal reingehört ...
(24.06.2010)

Nachdem das 10"-Doppelalbum "Heresie" nicht wirklich nach meinem Geschmack war habe ich mit dem Hineinhören in diese EP noch etwas länger gewartet, aber auch hier öffnen sich muir keine neuen Horizonte. Als gilt: wegsortieren und vielleicht später 8viel später) mal wieder anhören!
(08.07.2010)

Jo Jo Zep & The Falcons: "Dexterity" (Mushroom, 1981)
Eine rare EP aus dem Spätwerk der australischen Band um den Sänger & Saxofonisten Joe Camilleri, auf der sie sich bereits recht weit von ihren Rhythm'n'Blues-Wurzeln entfernt hatten. Habe ich irgendwann mal irgendwo aus der Grabbelkiste gezogen. Sicherlich nicht wegen des hässlichen Covers, sondern in alten Verbundenheit mit der Band. Trozdem eher ein Schwachpunkt einer ansonsten guten Kapelle. Hört Euch lieber das Debütalbum "Don't Waste It" von '76 oder das starke Livealbum an!
(24.12.2008)
Geile Tiere Berlin (Geile Tiere Records, 1980)
Das ist ja eigentlich überhaupt nicht meine Baustelle - und ich finde die Musik auch nicht besonders gut -  aber ich habe diese schräge (Punk?)-Band ca. 1980 live in Berlin im Kant-Kino gesehen: zwei tuntige Typen mit Strapsen, Stöckelschuhen und Lederjacken "sangen", begleitet von einer wüsten Punktruppe, wildes Zeug. Ein paar Jahre später fand ich dann diese 10"-EP mit bedruckter Plastiktüte und weißer Innenhülle in einer Grabbelkiste und konnte aus nostalgischen Gründen nicht widerstehen ...
(24.12.2008)
"Guillotine" (Virgin, Feb. 1978)
Ein Sampler mit acht Künstlern vom damals noch wie ein Indie agierten Virgin-Label. Am bekanntesten dabei die Motors, XTC und der legendäre Roky Erickson. Diel Zielgruppe? Punk? New Wave? Habe ich vor langen Jahren mal für 4 Mark 99 aus einer Grabbelkiste gezogen und könnte vielleicht heute ein wenig wertvoller sein. Wie auch immer.
(24.12.2008)
"Wreckless Eric" (Stiff, 1978)
Eric Goulden ist in schräger Vogel aus England, der mal für kurze Zeit in der selben Liga wie Elvis Costello und Ian Dury spielte. Dies ist sein charmant-dilletantisches, von den Labelkollegen Larry Wallis und Nick Lowe produziertes Debütalbum, das es in den Größen 10 und 12 Zoll gab.
(29.07.2008)
"Christmas At The Patti" (United Artists, März 1973)

mehr über "Christmas%20At%20The%20Patti" Soweit ich mich erinnern kann: mein erstes 1o-Zoll-Vinyl. Das muss eine tolle Weihnachtfete gewesen sein, vor exakt 36 Jahren am 19.12.1972 in Cardiff/Wales, als sich Man, Dave Edmunds und andere Bands aus deren Dunstkreis versammelt hatten. Mit dabei waren noch: Help Yourself, Ducks Deluxe und die damals von Man abtrünnigen Deke Leonard und Martin Ace.
(19.12.2008)