So ... alle Bilder sind endlich eingeskännt und eingebunden, fast alle Texte aktualisiert und viele der CDs
seit Jahren zum ersten Mal wieder gehört worden. Viel Schönes habe ich
dabei wieder entdeckt und nur wenig Nerviges gefunden.
(04.06.2009)
Das ist mir vorher gar nicht so aufgefallen, aber die RTS-Reihe ist sehr
"San Francisco-lastig": mindestens 10 der CDs stammen
von Bands oder Solisten, die
dort zu Hause sind oder waren, bzw. dort aufgenommen haben: Chris Cacavas,
Penelope
Houston, Hannah Marcus, Bedlam Rovers,
Sonya Hunter, Thinking Fellers Union Local 282, U. S. Saucer,
X-tal, Swell,
Mushroom und Barbara Manning.
(29.05.2009)
Den Versandhandel "Normal Mail Order" aus Bonn, der mich in den 90ern mit einigen
schönen Schätzen versorgt hat, gibt es wohl nicht mehr. Das Plattenlabel
Normal scheint sich heutzutage nur noch mit indischen Soundtracks zu beschäftigen,
was ganz sicher nicht mein Ding ist. In der RTS-Reihe, inzwischen über
Glitterhouse vertrieben, wartet die Welt seit fast
vier Jahren auf die Folge 48. Keine Ahnung, ob da noch mal was kommen wird. Aber
zwischen den Folgen 29 von 1998 und 30
von 2001 gab's ja auch schon mal eine etwas größere "Denkpause".
Ach ja - die Bild- und Textlücken werden nach und nach gefüllt. Ich will auch
zukünftig was zu tun haben ...
(15.05.2009)
Das Label Return To Sender aus dem Hause Normal ist der einzige Fall, wo man mir ernsthaft unterstellen könnte, ich wäre ein "Sammler", denn bis auf eine besitze ich tatsächlich alle der bisher erschienenen 47 limitierten CDs. Und die meisten sind auch wirklich so gut, dass ich sie mir gerne anhöre. Manche finde ich sogar richtig toll (z.B. Penelope Houstons "Silk Purse"), andere weniger (z.B. nerven U. S. Saucer doch ein wenig!). Nur bei der Solo-CD eines der Pere Ubu Gitarristen Tom Herman habe ich aufgrund der Beschreibung (experimentelle Gitarrensounds ohne Gesang und ohne Songstrukturen) so lange gezögert, bis die CD vergriffen war. "Echte Sammler", denen ich manchmal in Plattenläden begegne, würde das wahrscheinlich verrückt machen, aber ich bin ja anscheinend wohl doch kein "echter Sammler", sondern nur "verrückter Musikliebhaber".
Lieblinge des Labels und deshalb auch "Wiederholungstäter" mit je
drei Veröffentlichungen in der Serie sind Ex-"Neo-Folk-Queen"
Penelope Houston (RTS2,
RTS12 und RTS34),
Ex-Green On Red-Keyboarder Chris Cacavas
(RTS1, RTS 14 und RTS34),
der australische Pianist Louis Tillett (RTS5,
RTS18 und RTS38),
Silos-Chef Walter Salas-Humara (RTS9,
RTS23 und RTS33) und
Ex-Dream Syndicate-Sänger Steve Wynn
(RTS13, RTS17 und RTS28).
(13.05.2009)
"Return To Sender aus dem Hause NORMAL genießt nach mittlerweile fast 50 Veröffentlichungen einen legendären Ruf. Und das zu Recht. Zum einen präsentiert RTS Aufnahmen, die auf keiner regulären Veröffentlichung zu finden sind, darunter Konzerte, Studiosessions und akustische Raritäten von Künstlern und Bands unterschiedlichster Coleur. Zum anderen ist die Cover-Gestaltung der Digipak-CD einmalig, der Seriencharakter immer sofort erkennbar - und das nicht nur wegen der Briefmarke. Die Auflage ist streng limitiert und die CDs sind nur bei Konzerten der entsprechenden Künstler und über die Mailorder von Normal und Glitterhouse erhältlich." (www.normal-records.com)
| Chris Cacavas: "Six String Soapbox" (RTS 1, Jan. 1993) |
Drei
Solonummer am Piano oder an der Akustikgitarre vom Februar '92 und ein
paar schöne Livenummern vom 10.07.92 aus einem Club in San Francisco mit
den Gästen Jimmy Sweetwater an der Bluesharp, Eric Reedy
am Kontrabass und Singer/Songwriter-Kollege John Wesley Harding
an der zweiten Gitarre. Es gibt (natürlich) keine essentiellen Neuversionen
von schon mehr oder weniger bekannten eigenen Songs, aber trotzdem ist das Ganze
schön zu hören. Außerdem natürlich die Numero Uno der RTS-Reihe.
Schöne Elvis Frisur.(14.05.2009) |
| Penelope Houston: "Silk Purse (From a Sows Ear)" (RTS 2, Aug. 1993) |
Diese
leckere Mischung aus Singles, Outtakes, Liveaufnahmen und anderen Resten
ist eine der ersten CDs von Penelope Houston, dich ich damals gehört
habe. Wegen der verschiedenen Quellen natürlich etwas uneinheitlich (der
Ami würde wohl sagen: "uneven"), aber trotzdem schön. Besonders schön:
das auch auf 7"-Vinyl erschienene "Take Care" aus der Feder von Alex
Chilton (Big Star).(20.05.2009) |
| Cordelia's Dad: "The Joy Fun Garden" (RTS 3, Aug. 1993) |
Cordelia's Dad waren eigentlich ein elektrisches Gitarre/Bass/Drums-Trio aus Neuengland,
das alte Folksongs auf eine punkige Art gespielt hat. Auf diesem dritten Album
verzichtete Sänger Tim Eriksen auf seinen Bass, Gitarrist Tom King
nahm die Akustische zur Hand, Trommler Peter Irvine reicht eine Bodran aus.
Einige Lieder sind sogar á Capella. Gelegentliche Unterstützung kam von Geigerin
Becky Miller. Am Schluß gibt es mit "Idumea" vom zweiten Album
"How Can I Sleep?" noch eine elektrische Nummer, live aus dem berühmten
New Yorker Punkclub CBGB.(14.05.2009) |
| Fellow Travellers: "Love Shines Brighter" (RTS 4, Okt. 1993) |
Ein wunderschöne Aufnahme von Jeb Loy Nichols und Lorraine
Morley, dem Gesangsdoppel der Fellow Travellers. Die
Coverversionen sind mehr oder weniger obskur: zwei alte
Reggae-Songs ("Reach Out" von Phil Pratt und "Money In My Pocket" von Dennis Brown), dazu
Soulklassiker, an denen man sich noch nicht leid gehört hat (u. a.
"Where Is Our Love", ein Hit für Roberta Flack &
Donny Hathaway 1972, und "Future Shock" von Curtis Mayfield),
passen aber vorzüglich zur Folkbehandlung durch die Fellow Travellers. |
| Louis Tillett & Charlie Owen: "The Ugly Truth" (RTS 5, Okt. 1993) |
Der
australische Pianist und Sänger Louis Tillett im Duo mit
Charlie Owen, Gitarrist bei den
New Christs, aufgenommen zur Wintersonnenwende am 21. Juni. Das ist
auf der Südhalbkugel der längste Tag, wenn ich da jetzt nicht was total
durcheinander bringe.Es gibt je zwei "abgespeckte" Versionen von den "Hits" der ersten beiden Tillett-Soloalben (u. a. "Swimming in The Mirror" und "Trip To Kalu-Ki-Bar" vom '87er-Meisterwerk "Ego Tripping At The Gates Of Hell", sowie anscheinend extra für diese CD neu geschriebene oder improvisierte Lieder der beiden, getrennt und als Autorenteam, dazu einen alten Blues von Blind Lemon Jefferson ("One Kind Favour"). "MTV-Unplugged" aus einer besseren Welt. (17.05.2009) |
| Dave Schramm: "Folk Und Die Folgen" (RTS 6, Jan. 1994) |
Dave
Schramm ist natürlich Sänger, Gitarrist & Songschreiber der
Schramms.
Dies ist sein erstes Soloalbum und enthält Folksongs, Coversongs (z.B. "Sister
Rose" vom wunderbaren David Blue), Instrumentalstücke und Rohfassungen
zukünftiger Lieder für seine Hauptband, hier nur spärlich instrumentiert
mit Gesang, Gitarre, Lap Steel, Orgel und Perkussion im
Mehrspurverfahren. Eine der schönsten CDs aus der RTS-Reihe.(19.05.2009) |
| Giant Sand: "Stromausfall" (RTS 7, März 1994) |
Eine akustische Aufnahmesession vom Sommer '93 in der "klassischen"
Besetzung Howe Gelb (v,g), Joey Burns (b) und John Convertino
(dr), bevor die Rhythmusgruppe als Calexico ohne ihren Chef zum
Höhenflug ansetzte. Vielleicht war das "Akustische" ja nicht Konzept, sondern eine Folge des Stromausfalls? Aber woher kam der Strom zum Aufnehmen? Ansonsten ist mein Eindruck, wie fast immer bei Howe Gelb, zwiespältig: manchmal klingt's genial, dann wieder total zerfahren und unkonzentriert. (20.05.2009) |
| FSK: "The German-American Octett" (RTS 8, April 1994) |
Der Titel weist ganz banal darauf hin, dass das Stammquintett der
"Freiwilligen Selbstkontrolle" - Justin Hoffmann (Gitarre, Orgel,
Akkordeon), Thomas Meinecke (Lapsteel, Kornett, Gitarre), Carl
Oesterhelt (Schlagzeug, Perkussion), Wilfried Petzi
(Mandoline, Gitarre, Posaune) und Michaela Melian (Bass) - für
diese Aufnahmen um die drei US-Amerikaner Rainer Ptacek (Slidegitarre),
Carson Huggins (Gitarre, Schlagzeug) und Paul Watson
(Trompete, Mandoline, Bass) erweitert wurde, wobei der inzwischen leider
verstorbene Rainer Ptacek eigentlich deutsche bzw. tschechische
Wurzeln hat.Aufgenommen wurde auf einer Probe des Oktetts in München an einem sonnigen Morgen kurz nach dem Oktoberfest '92 - was auch immer das für Rückschlüsse zulassen soll. Der Sound ist eigentlich nicht wirklich schlecht, bloß sehr unausgewogen: das Schlagzeug ist viel zu laut und der Gesang kaum zu Hören. Dazu kommt, dass fast jede Nummer im Polka-Rhythmus ist - das nervt auf die Dauer dann doch ein ganz klein wenig. Dagegen finde ich die leicht schrägen Bläsersätze (keiner der Beteiligten scheint ein gelernter und geübter Bläser zu sein!) ziemlich witzig. Insgesamt ist die ganze Sache für mich kein besonders großes Hörvernügen, auch wenn den Beteiligten der großen Spaß anzuhören ist. (22.05.2009) |
| Walter Salas-Humara: "Lean" (RTS 9, Mai 1994) |
Ein Konzertmitschnitt des Sängers der Silos vom
23.04.1993 aus dem Cactus Café in Tuscon, Arizona. Begleitet wird
er von lokalen Musikgrößen: Rich Brotherton (Gitarre, Mandoline),
Manuel Verzosa (Perkussion), Scott Garber (Bass) und
Kris McCay (Gesang). Außerdem ist sein Sohn (?) Ignacio
Salas-Humara mit den Marracas dabei. Geboten werden akustische
Versionen von Lieder aus den Repertoire der Silos.(19.05.2009) |
| Hannah Marcus: "Weeds And Lilies" (RTS 10, Juni 1994) |
"Weeds
And Lilies" war die erste Veröffentlichung der ursprünglich aus New York
stammenden, aber zu jener Zeit in San
Francisco lebenden Sängerin mit Aufnahmen aus verschiedenen Sessions von 1990 bis 1993,
vermutlich Demoaufnahmen, an denen u. a. Musiker aus dem Umfeld vom
American Music Club (Tom Mallon) und den
Red House Painters (Mark
Kozelek) beteiligt waren. Erst 1995 erschien bei Normal das reguläre
Debütalbum "River Of Darkness", das einige der Songs von "Weeds & Lilies"
dann in ihren endgültigen Fassungen brachte, zum Beispiel das
beeindruckende "Invisible Bird" oder "Demerol". Der Stil von Hannah
Marcus lässt sich schon als klassischen Singer/Songwriter-Pop
bezeichnen, ihr Hauptinstrument ist dabei das Piano, das gegenüber der
Gitarre stärker im Mittelpunkt steht. Ich kann da durchaus Ähnlichkeiten
- besser gesagt: Gemeinsamkeiten - mit Carole King,
Rickie Lee
Jones und Judee Sill ausmachen, auch wenn sie deren Klassen vielleicht
nicht ganz erreicht. Aber das sind ja auch ein paar wirklich große
Kaliber!(21.05.2009) |
| Hugo Race: "Stations Of The Cross" (RTS 11, Okt. 1994) |
Der australische Sänger und Gitarrist, live & alleine mit seinen
Gitarren & Effektgeräten am 11.01.1994 in Modena,
Italien. Klingt leider ein wenig muffig und leise.(28.05.2009) |
| Penelope Houston & Pat Johnson: "Crazy Baby" (RTS 12, Okt. 1994) |
Eine
interessante Teamarbeit: Gesang
& Covermodell: Penelope Houston. Songwriting (bis auf ein paar
Ausnahmen) und Instrumente (bis auf ein paar Ausnahmen): Pat Johnson.(20.05.2009) |
| Wynn, Steve: "Take Your Flunky And Dangle" (RTS 13, Okt. 1994) |
Aufnahmen
von 1987 bis 1993. Vermutlich die übliche Resteverwertung der RTS-Reihe.
Aber sehr schön. Bei manch anderem bliebe so was nicht als Rest übrig.(26.05.2009) |
| Chris Cacavas & Junkyard Love: "Dwarf Star" (RTS 14, Nov. 1994) |
"We really didn't plan to record this whole record in one day, but that's what happened on September 9th, 1994. How did we do it? We forgot to overdub a bunch of vocals, guitars, etc, we forgot we were supposed to spend a week mixing, we forgot all of the protocol. The music just slithered onto tape via the shortest route possible. Not quite a "live" recording, but pretty close in that it all happened in the course of a day and a night. We hope you like it!"
(14.05.2009) |
| Keith Secola: "For Our Ancestors" (RTS 15, Jan. 1995) |
Ich muss zugeben, dass ich mir das Album damals nur gekauft habe, weil es aus der
RTS-Reihe stammt, denn so ganz liegt die Musik von Keith Secola & The
Wild Band Of Indians nicht auf meiner Wellenlänge: Keith mischt die
Folklore seiner nordamerikanischen Urahnen, inklusive indianischer Trommeln,
Flöten und Gesang, mit der "Folklore" und den Protestsongs im
Stile eines Woody Guthrie und modernen Instrumenten, wie dem
bundlosen E-Bass. Ich will das jetzt nicht schlecht machen und politisch
inkorrekt sein, aber diese Kombination aus "This Land Is Your Land",
Stammestrommeln, Flöten und Jaco Pastorius-Bass trifft leider nicht
meinen Geschmack, auch wenn das Ganze toll gemacht und sicherlich einzigartig
ist. Vielleicht einfach nur zu fremd für meine Ohren? Im Grunde komme ich wohl
nur mit diesem textlosen indianischen Gesang von Keith Bandkollegen Moontie
Singuah ("Heja ...") klar, denn manche der langen improvisierten
Instrumentalpassagen sind gar nicht so schlecht. Gerade läuft das Lied #5,
"1993", live aus dem "Knust", Hamburg, vom 20.04.1994:
mit seiner leicht schrägen Stimme erinnert mich Keith dabei an Alex Chilton
von Big Star, der es auch immer wieder
schaffte, mich mit einem Gesangvortrag weit weg von technischer Perfektion zu
begeistern! Vielleicht krieg ich ja doch noch die Kurve hin zur Musik von
Keith Secola? Doch bei Lied #7, "Rasp (A Southwestern Adventure)",
legt Moontie dann wieder los und Keith packt seine Flöte aus und
ich schrecke wieder zurück ...(22.05.2009) |
| Bedlam Rovers: "Squeeze Your Inner Child" (RTS 16, Jan. 1995) |
Die
Bedlam Rovers um die Sängerin Caroleen Beatty, den
Gitarristen Marko P. Soapbox und den Bassisten Greg Snyder waren eine Folkrockband aus San Francisco, die mit
einer sympathischen Punkhaltung ihre Lieder unter die Leute brachten und
über die wunderbare Kompilation "Hit Me With A Flower - The New Sounds Of
San Francisco" von 1993 für eine kurze Zeit auch die
Aufmerksamkeit des europäischen Publikums hatten. Kern von "Squeeze Me
..." bildet eine gut aufgenommen und mit großem Enthusiasmus
eingespielte schlagzeuglose Studiosession des Kerntrios von 1994
zusammen mit Geigerin Morgan Fichter, dazu gibt es Demos und Liveaufnahmen die
bis 1987 zurückreichen, aber klanglich teilweise stark abfallen (z.B.
Neil Youngs "Southern Man" live vom Februar 1993), für mich oft das
größte Problem, wenn ich mir Compilations anhöre: es passt halt nicht
alles zusammen. Am Schluss entschädigt aber die schöne Liveversion von
Sinatras "New York, New
York".(22.05.2009) |
| Gutterball: "Turnyor Hedinkov" (RTS 17, April 1995) |
Gutterball
waren die "Hobbyband" der Sänger/Gitarristen Steve
Wynn (Dream Syndicate),
Bryan Harvey (House Of Freaks) und Stephen McCarthy (Long Ryders),
sowie Trommler Johnny Hott (House Of Freaks) und Bassist Bob Rupe (Silos).
Die CD enthält Demo- und Liveaufnahmen von 1992-1995. 1995 wurde Rupe
durch Armistead Wellford am Bass abgelöst. Eigentlich nur als Privatvergnügen für gelegentliche Auftritte geplant, war die Band so erfolgreich, dass mehrere Tourneen gespielt wurden und neben dieser Mailorder-CD noch zwei reguläre Alben erschienen. (26.05.2009)) |
| Louis Tillett & Charlie Owen: "Midnight Rain" (RTS 18, Mai 1995) |
"Midnight
Rain" ist nach "The Ugly Truth" von 1993 bereits das zweite
Duo-Album der beiden und insgesamt Tilletts dritte
Veröffentlichung
in der Reihe. Man kann es durchaus als Schnellschuss bezeichnen: im März
aufgenommen und im Mai bereits über Mailorder käuflich zu erwerben.(17.05.2009) |
| Sonya Hunter: "Finders, Keepers" (RTS 19, Juni 1995) |
Eine
"Live-Im-Studio-Session", bei der die Sängerin und Songschreiberin aus
San Francisco zusammen mit Freunden (u. a. Pat Thomas und Eric
Pearson) eigene und fremde Lieder (z.B. "GTO" von den
Jeb Loy Nichols, Bob Dylans "I'll Be Your
Baby Tonight" und "4+20" von Stephen Stills) präsentiert.
Besonders schön finde ich den zusammen mit den mir völlig unbekannten
Heidi Hegwer und Anna Hronopoulos gesungenen
Country-Klassiker "Tumbling Tumbleweed" und den
Fellow Travellers-Song "GTO".(20.05.2009) |
| Epic Soundtracks: "Debris" (RTS 20, Okt. 1995) |
Der
Ex-Schlagzeuger der Swell Maps (zusammen mit Bruder Nikki
Sudden) und von Crime & The City
Solution mit Aufnahmen aus diversen Quellen (Film, Radio,
Studio-Outtakes, Single-B-Seiten) aus den Jahren '80-94. Bis auf einen
Coversong von Free ("Sunny Day") nur eigenes, durchweg
interessantes Songmaterial. Viel Klavier, wenig Schlagzeug. Und
eigentlich ein besserer Sänger als sein bekannterer Bruder.(02.06.2009) |
| Thinking Fellers Union Local 282: "Porcelain Entertainment" (RTS 21, Nov. 1995) |
Auch aus San Francisco. Ähnlich, aber nicht ganz so schräg wie
U.S. Saucer, was vielleicht daran liegen könnte,
dass zwar Gitarrist Brian Hageman in beiden Bands mitmischt, aber
David Tholfsen hier nicht singt. Ich höre ein wenig Sonic Youth,
The Fall oder vielleicht sogar Captain Beefheart heraus,
aber leider ist das nicht so gut wie beim Käp'tn.(29.05.2009) |
| U.S. Saucer: "United States Saucer" (RTS 22, Feb. 1996) |
Eine weitere Band aus San Francisco in der RTS-Reihe! U.S. Saucer sind
David Tholfsen (Gesang, Bass), Margaret Murray (Gesang,
Gitarre) und Brian Hageman (Gitarre, Viola) und spielen einen
schräge Mischung aus Country und Krach, wobei besonders der Gesang von
Tholfsen echt gewöhnungsbedürftig ist. Ziemlich gewöhnungsbedürftig.(29.05.2009) |
| The Setters: "Dark Ballad Trash" (RTS 23, Okt. 1996) |
"Dark Ballad Trash" ist ein Konzertmitschnitt von den Berlin Independence Days vom
24.10.1991. Es war auch gleichzeitig der erste Auftritt dieses "Independent-Allstar"-Trios:
Walter Salas-Humara von den Silos mit Gitarre und einem zum Schlagzeug
umfunktionierten Pappkarton (Cajons gab es damals noch nicht!), Alejandro Escovedo
von den True Believers an der Gitarre und Michael Hall (Ex-Wild Swans)
an Gitarre und Piano. Als Kassette bereits unter dem Titel "The First Gig - B.I.D. '91"
beim kurzlebigen Berliner Label Blue Million Miles (frei nach Captain Beefheart!)
erschienen, liegt hiermit die erste CD-Veröffentlichung vor. Jeder der drei singt - schön
demokratisch - vier seiner Songs, am Schluß wird als Zugabe "I Wanna Be Your Dog"
von den Stooges abgefeiert. Das muss ein tolles Konzert gewesen sein: von der Livequalität
dieser "Band" konnte ich mich Februar 1994 in der Essener Zeche Carl (oder war es
die Zeche Bochum?) überzeugen, bei der der abwesende Alejandro Escovedo von
Tom Freund vertreten wurde, ohne dass mir das damals
aufgefallen war. Auf dem Gig hatte ich mir übrigenz auch die Musikkassette gekauft,
aber die CD klingt natürlich doch deutlich besser!1993 erschien bei Blue Million Miles dann noch eine sehr gute Studio-CD der Setters, aber das war es dann auch schon wieder: jeder der drei ging seiner eigenen Wege. (22.05.2009) "They were never supposed to be a band. Michael Hall had attended
the Berlin independent Days Festival in 1990. He wanted to return the
following year, but the festival had a rule against performers playing
two years in a row. Around the same time, both Alejandro Escovedo and
Walter Salas-Humara asked about attending the upcoming BID. The idea
seemed natural, calls were placed to Berlin, insisting the three were a
band with a great show, when in fact, they'd never all been in the same
room at the same time. It worked, though the BID authorities insisted on
a band name, immediately. With some hesitation, and to the chagrin of
the other two, Michael came up with the Setters." |
| Townes van Zandt: "Abnormal" (RTS 24, Okt. 1996) |
Nur
spärliche Informationen auf dem Cover: "Recorded live throughout
Europe ..."(02.06.2009) |
| X-tal: "Biting The Ugly Bisquit" (RTS 25, Okt. 1996) |
X-tal, gesprochen wohl "Crystal", waren eine weitere Band aus San
Francisco im Spannungsfeld von Folk und Punkrock, von der man bei uns
erstmals durch den "Hit Me With A Flower"-Sampler gehört hat. Diese CDs
bringt die in der RTS-Reihe typische Mischung aus Live- und
Demoaufnahmen. Restessen kann lecker sein.(26.05.2009) |
| Swell: "EP" (RTS 26, März 1997) |
Restverwertung von 1989 bis 1997, Single-B-Seiten, Samplerbeiträge und
Outtakes, gibt es im Kurzformat von der Band Swell aus San
Francisco um den Sänger und Gitarristen David Freel und den
Trommler Sean Kirkpatrick.(20.05.2009) |
| Tom Liwa: "Voeding" (RTS 27, Juni 1997) |
Solaufnahmen
der Flowerpornoes-Sängers ohne genaue Details zu wo & wann. Trotzdem
sehr schön. |
| Steve Wynn: "The Suitcase Sessions" (RTS 28, Jan. 1998) |
Eine
Gutterball-Aufnahme von 1992, ansonsten dieses mal
Lieder aus den Jahren 1995 und '96. Die ersten sechs Aufnahmen stammen
vom Juli '95 aus Chicago mit sehr interessanter Begleitband: an der
Gitarre Rick Rizzo (Eleventh
Dream Day), am Schlagzeug Janet Bean (Eleventh
Dream Day und Freakwater) und
am Bass David Gay (Freakwater).
Besonders gut gelungen ist die gemeinsam mit Rizzo geschriebene
und gesungene Nummer "The Difference Between Right And Wrong", die an
die besten Momente von Neil Young & Crazy Horse erinnert. Mit
dabei auch drei Coversongs von einer der legendären "2 Meter Sessies"
aus Hilversum/Holland, u. a. "Venus" von Shocking Blue: da bin
ich mir nicht sicher, ob man das ironiefrei bringen kann, denn es klingt
wie von einer mittelmäßigen Oldieband nachgespielt, wobei die Stimme des
Sängers nicht zum Original passen will. Aber
vielleicht wissen die Holländer so was ja zu schätzen. Am Ende der CD
entschädigt eine fast 17minütige Liveaufnahme aus Norwegen vom März '96: "John Coltrane
Stereo Blues", im Original auf dem Album "Medicine
Show". Die erste Nummer die ich damals vom Dream Syndicate im Radio
gehört hatte und sofort begeistert war.(27.05.2009) |
| Willard Grant Conspiracy: "Weevils In The Captain's Bisquit" (RTS 29, Juli 1998) |
Ein
Radiokonzert vom Februar '98 in der Besetzung Robert Fisher (Gesang),
James Apt (Gitarre), Paul Austin ( Gitarre, Mandoline), David Michael Curry (Viola), Matt
Griffin (Bass), Erich Goat (Mandoline) und Sean O'Brian
(Gitarre). Kein Schlagzeug, VIEL GITARRE und im Mittelpunkt immer
Fishers dunkle Stimme. Die Burschen haben sicherlich auch viel Velvet
Underground gehört, wie beim 8 1/2-minütigen "The Visitor" nicht zu
überhören ist.(02.06.2009) |
| Tom Liwa: "Stäfa/CH" (RTS 30, Jan. 2001) |
Ein Konzertmitschnitt vom Oktober 1999 (?) aus der Schweiz. Drei schöne
Coversongs: Nick Drakes "Northern
Sky", rarer Dylan ("New Pony" vom Album "Street
Legal") und rarer Neil Young ("Little Wing" von "Hawks
& Doves").(04.06.2009) |
| Louis Tillett: "Live @ The Basement" (RTS 31, Feb. 2001) |
Ein Konzertmitschnitt aus dem Club "The Basement" in Sydney vom 14.06.99
in voller Besetzung (Charlie Owen und Penny Ikinger an den Gitarren,
Nick Fisher am Schlagzeug und Jim Dickson am Bass) mit Bläsern und
zusätzlichem Orgelspieler (Don Walker von Cold Chisel), der zwar auf
meine Lieblingssongs verzichtet (vor allem "Swimming In The Mirror"!),
aber trotzdem sehr hörenswert ist.(18.05.2009) |
| Townes van Zandt: "Live At McCabe's" (RTS 32, 2001) |
Ein Livemitschnitt aus dem berühmten Gitarrenladen in Santa Monica vom
10.02.1995, bei einigen Titeln unterstützt vom Slidegitarristen Kelly
Joe Phelps.(02.06.2009) |
| Walter Salas-Humara: "Barclona" (RTS 33, 2001) |
Ein Konzertmitschnitt aus Barcelona vom 10.04.00, bei dem Walter von
seiner aktuellen Silos-Rhythmusgruppe, Konrad Meissner
(Schlagzeug) und Andrew Glackin (Bass & Lap Steel), unterstützt
wird. Eigentlich also eine Silos-CD.(19.05.2009) |
| Penelope Houston: "Loners, Stoners and Prison Brides" (RTS 34, Mai 2001) |
Wie wunderbar! Ein Lebenszeichen einer meiner liebsten (Folk-)Sängerinnen,
wenn auch nur mit einer Mailorder-Kompilation. Mein liebstes Album von ihr
bleibt aber natürlich "The
Whole World" von 1993, das mir damals Mut gemacht hat, selber
mit akustischen Instrumenten "Popmusik" zu machen.
|
| Mushroom: "Oh, But They're Weird & They're Wonderful" (RTS 35, Nov. 2001) |
"Bitches Brew ick hör Dir trapsen ..." würde der Berliner vielleicht sagen,
wenn er die Band Mushroom aus San Francisco zum ersten mal hören würde. Oder
wir nennen das mal "Krautrock aus San Francisco", quasi der Pendant zu
Tortoise mit ihrem "Krautrock aus Chicago".
Oder "Californian Can", wo wir schon mal beim Ausdenken dämlicher
Etiketten sind. Zur Band gehören Eric Pearson (Gitarre, Saxofon und Flöte, sonst auch musikalischer Begleiter von Sonya Hunter), bei Patrick O'Hearn handelt es sich allerdings nicht um den Ex-Zappa-Bassisten, sondern um Pat Thomas, der hier Schlagzeug spielt und produziert hat, Dave Milhaly (Vibraphon), Carroll Asby (Posaune), Brian Felix (keyboards) und Ned Doherty (Bass). Einschlägig bekannte Gäste sind etwa Alec Palao (Bass) und Jon Birdsong (Kornett). Manchmal nervt mich das elektronische Verfremden der Musik durch Rick Wilsonn, aber das ist natürlich Geschmackssache und für Remixfreunde wohl eher ein Genuss. Eine Nummer heißt sinnigerweise "Wolfgang Dauner", eine andere "4 Men With Beards" (es gibt ein Vinyl-Reissue-Label mit diesem Namen!), was alles und nichts erklärt. Eigentlich haben alle Stücke ziemlich gute Namen, hier noch zwei Highlights: "If This Was Released on Thrill Jockey or Kranky Would You Like It More?" und "Unless the People of the Present Day Correctly Understand the musical convulsion of the 1970's, they will stumble into fatal errors of judgement about their own times and own lives". Cool!! (22.05.2009) |
| Fink: "Letzten September" (RTS 36, Feb. 2002) |
Aufnahmen aus verschiedenen Städten von September bis November 2001
einer der besten deutschen Bands mit deutscher Zunge. Die Band (Nils
Koppruch, Gesang & Gitarrre, Dinesh Ketelsen, Gitarre,
Andreas Voß, Bass, und Henning Wandhoff, Schlagzeug) hatte
sich für die Tour um Geiger Ecki Heins, Trompeter Markus Wenk
(Calexico) und "Reverend Ch. D." an der Orgel verstärkt.(28.05.2009) |
| Migala: "Restos De Un Incendio/Die Verkohlten Reste Eines Brandes" (RTS 37, Feb. 2002) |
|
| Chris Cacavas: "Kneel" (RTS 38, März 2002) |
Was für einige merkwürdige Veröffentlichungspolitik? Kurz
nach "Bumbling Home From The Stars"
erschien auf Normals Speziallabel "Return To Sender" bereits
die nächste Platte von Chris, dieses mal als limitierte Mailorder-Only-CD.
Der Mann scheint in seiner kreativen Pause zumindest mit dem Songschreiben
nicht aufgehört zu haben. (14.05.2009) |
| Missouri/Green Apple Sea: "By The Time I Get To Phoenix" (RTS 39, Juni 2002) |
Missouri stammen aus Nürnberg und spielen als schlagzeug- und bassloses Trio
mit Gitarren und alten Analogkeyboards ihre Version amerikanischer Country(?)-
bzw. Pop(?)-Musik, am ehesten noch mit den gleichfalls schlagzeuglosen
Souled American aus Chicago vergleichbar.
Green Apple Sea sind ebenfalls ein
Trio, aber in Köln bzw. Münster beheimatet. Auch ihr Sound ist
sehr amerikanisch (Gitarre/Bass/Schlagzeug). Soweit ich weiß, haben sich
beide Kapellen auf der Deutschlandtournee von Willard
Grant Conspiracy als Supportacts kennen- und schätzen gelernt.
Zusammen ging man dann mit dem Pedalsteel-Spieler Mano
Nelson in's Studio, um für die Mailorder-CD-Serie Return
To Sender ein paar eigene Songs und ein paar schöne Coversongs
(Nick Drake, Lou Reed) einzuspielen. Obwohl die Veröffentlichungen
in dieser Serie (bisher 40 CDs) immer eine hohe Qualität haben,
war ich dieses mal doch sehr überrascht: eine richtig, richtig gute
Platte, die mich und vielleicht auch euch auf das sonstige Werk beider
Bands neugierig macht!(14.07.2002) |
| Barbara Manning & The Go-Luckys!: "Transatlantic Trips" (RTS 40, Juni 2002) |
Barbara
Manning aus San Francisco wurde ebenso wie Penelope
Houston,
Sonya Hunter und Hannah Marcus über den Neo Folk-Hype bei
uns ein klein wenig bekannt. Hier ist sie zusammen mit ihren deutschen
Begleitband, den Zwillingsbrüdern Flavio Steinbach (dr) und
Fabricio Steinbach (bg), zu hören. Studio- und Liveaufnahmen,
sowie Radiosessions, wie gehabt bei RTS. Obskure bis geschmackvolle
Coverversionen von Amon Düül, Peter Blegvad, Paul
McCartney & The Wings ("Don't Let It Bring You Down"), The Clean, Townes
van Zandt ("No Place To Fall") und anderen.(26.05.2009) |
| Transmissionary Six: "Go Fast For Cheap" (RTS 41, Feb. 2003) |
Transmissionary
Six sind Terri Moeller (Gesang & Perkussion), vormals
Schlagzeugerin der Walkabouts, und
der Gitarrist Paul Austin, Ex-Willard
Grant Conspiracy. Das sind natürlich allerbeste Referenzen. Bei
diesem Radiokonzert vom Juli 2002 wurden sie von Kevin Suggs
(Pedal Steel, Bariton-Gitarre,
elektronische Spielereien) und Geigerin Anna Marie Ruljankich
unterstützt. Sehr schöne, sehr atmosphärische Musik.(25.05.2009) |
| Chris Brokaw: "Wandering As Water" (RTS 42, Juni 2003) |
Chris
Brokaw war mal Schlagzeuger der (Slow-Metal?)-Band Codeine,
danach Gitarrist bei Come und zuletzt
mit Chris Eckman und Hugo Race im Projekt
Dirt Music zu hören. "Wandering
As Water" ist sein Debüt als Solist, eingespielt am 24.02.2003 nur mit
einer Akustikgitarre, gelegentlich verzerrt, ab und zu von einem
Tamburine unterstützt. Es gibt viele Instrumentalstücke, gesanglich hält
sich Chris eher zurück, obwohl er keine schlechte Stimme hat. Der Stil
lässt sich nur schwer definieren: kein Rock, kein Folk: einfach sehr
eigenwillig. Rhythmisch ist das manchmal sehr vertrackt - da kommt wohl
immer noch der Ex-Schlagzeuger durch (Hallo Mathias!). Vielleicht hilft
der Hinweis auf die beiden Coversongs: "Ba-De-Da" von
Fred Neil und "Embryonic Journey"
von Jorma Kaukonen (Jefferson
Airplane).(29.05.2009) |
| The Minus 5: "I Don't Know Who I Am" (RTS 43, Juli 2003) |
Die "Hobbyband" von Scott McCaughey und Peter Buck.
Während hier Scott als Sänger und Hauptsongschreiber federführend ist,
sind die Prioriäten bei R.E.M. natürlich umgekehrt: Peter als Bandmitglied,
Scott "nur" als Zusatzmusiker an Bass, Gitarre oder Keyboard.(04.06.2009) |
| Tom Herman: "Wait For It" (RTS 44, 2004) |
Das
einzige Album der Serie, das nicht bei mir im Plattenschrank steht,
stammt vom Ex-Pere Ubu-Gitarristen Tom Herman. Die Musik
soll ziemlich schräg sein ("experimentelle Chuck-Berry-Riffs"), auch das
Cover wirkt irgendwie nicht so richtig einladend. Vielleicht tue ich der
(inzwischen vergriffenen) CD ja unrecht, aber man muss wohl auch mal
"Nein" sagen können. (18.05.2009) |
| Thalia Zedek: "Hell Is In Hello" (RTS 45, Aug. 2004) |
Thalia Zedek war in den 80ern Sängerin und Gitarristin bei
Live Skull und spiele in
den 90ern zusammen mit Chris Brokaw bei Come.
Auf "Hell Is In Hello", der Titel stammt angeblich als Zitat von einer
William Shatner-Platte, versammelt sie diverse Studio- und Liveaufnahmen
aus den Jahren '00 bis '04.(04.06.2009) |
| Sir Vincent Lone: "Songs For Lonely Americans" (RTS 46, Okt. 2004) |
Bei dem "Sir" handelt es sich natürlich um Jackie Leven, der hier
stärker seine krachige Seite auslebt.(04.06.2009) |
| Tom Liwa: "Glauberg/California" (RTS 47, Okt. 2005) |
Zwar "nur" eine Mailorder-Only-Veröffentlichung - außerhalb
der Reihe -, aber doch eine sehr schöne! Tom Liwa, der einzige relevante
Popmusikkünstler aus Duisburg (wer faselt da was von Peter Bursch
und Kim Merz?) und ehemalige (?) Kopf der Flowerpornoes,
liefert uns hier in 70 Minuten über 20 Lieder, wovon ungefähr
die Hälfte von Randy California stammt, dem leider viel zu
früh verstorbenen Sänger und Gitarristen der Band Spirit.(17.12.2005) |
Drei
Solonummer am Piano oder an der Akustikgitarre vom Februar '92 und ein
paar schöne Livenummern vom 10.07.92 aus einem Club in San Francisco mit
den Gästen Jimmy Sweetwater an der Bluesharp, Eric Reedy
am Kontrabass und Singer/Songwriter-Kollege John Wesley Harding
an der zweiten Gitarre. Es gibt (natürlich) keine essentiellen Neuversionen
von schon mehr oder weniger bekannten eigenen Songs, aber trotzdem ist das Ganze
schön zu hören. Außerdem natürlich die Numero Uno der RTS-Reihe.
Schöne Elvis Frisur.
Diese
leckere Mischung aus Singles, Outtakes, Liveaufnahmen und anderen Resten
ist eine der ersten CDs von Penelope Houston, dich ich damals gehört
habe. Wegen der verschiedenen Quellen natürlich etwas uneinheitlich (der
Ami würde wohl sagen: "uneven"), aber trotzdem schön. Besonders schön:
das auch auf 7"-Vinyl erschienene "Take Care" aus der Feder von Alex
Chilton (
Cordelia's Dad waren eigentlich ein elektrisches Gitarre/Bass/Drums-Trio aus Neuengland,
das alte Folksongs auf eine punkige Art gespielt hat. Auf diesem dritten Album
verzichtete Sänger Tim Eriksen auf seinen Bass, Gitarrist Tom King
nahm die Akustische zur Hand, Trommler Peter Irvine reicht eine Bodran aus.
Einige Lieder sind sogar á Capella. Gelegentliche Unterstützung kam von Geigerin
Becky Miller. Am Schluß gibt es mit "Idumea" vom zweiten Album
"How Can I Sleep?" noch eine elektrische Nummer, live aus dem berühmten
New Yorker Punkclub CBGB.
"This was a limited edition thing we did, just Lorraine and I singing live. Real stripped down and intimate. A couple old songs, a couple new ones, some of our favorite covers, and an out-take from Just A Visitor"
(
Der
australische Pianist und Sänger Louis Tillett im Duo mit
Charlie Owen, Gitarrist bei den
Dave
Schramm ist natürlich Sänger, Gitarrist & Songschreiber der
Eine akustische Aufnahmesession vom Sommer '93 in der "klassischen"
Besetzung Howe Gelb (v,g), Joey Burns (b) und John Convertino
(dr), bevor die Rhythmusgruppe als Calexico ohne ihren Chef zum
Höhenflug ansetzte.
Der Titel weist ganz banal darauf hin, dass das Stammquintett der
"Freiwilligen Selbstkontrolle" - Justin Hoffmann (Gitarre, Orgel,
Akkordeon), Thomas Meinecke (Lapsteel, Kornett, Gitarre), Carl
Oesterhelt (Schlagzeug, Perkussion), Wilfried Petzi
(Mandoline, Gitarre, Posaune) und Michaela Melian (Bass) - für
diese Aufnahmen um die drei US-Amerikaner Rainer Ptacek (Slidegitarre),
Carson Huggins (Gitarre, Schlagzeug) und Paul Watson
(Trompete, Mandoline, Bass) erweitert wurde, wobei der inzwischen leider
verstorbene Rainer Ptacek eigentlich deutsche bzw. tschechische
Wurzeln hat.

"Weeds
And Lilies" war die erste Veröffentlichung der ursprünglich aus New York
stammenden, aber zu jener Zeit in San
Francisco lebenden Sängerin mit Aufnahmen aus verschiedenen Sessions von 1990 bis 1993,
vermutlich Demoaufnahmen, an denen u. a. Musiker aus dem Umfeld vom
Eine
interessante Teamarbeit: Gesang
& Covermodell: Penelope Houston. Songwriting (bis auf ein paar
Ausnahmen) und Instrumente (bis auf ein paar Ausnahmen): Pat Johnson.
Die
Bedlam Rovers um die Sängerin Caroleen Beatty, den
Gitarristen Marko P. Soapbox und den Bassisten Greg Snyder waren eine Folkrockband aus San Francisco, die mit
einer sympathischen Punkhaltung ihre Lieder unter die Leute brachten und
über die wunderbare Kompilation "
Gutterball
waren die "Hobbyband" der Sänger/Gitarristen
"Midnight
Rain" ist nach "
Eine
"Live-Im-Studio-Session", bei der die Sängerin und Songschreiberin aus
San Francisco zusammen mit Freunden (u. a. Pat Thomas und Eric
Pearson) eigene und fremde Lieder (z.B. "GTO" von den
Jeb Loy Nichols, Bob Dylans "I'll Be Your
Baby Tonight" und "4+20" von Stephen Stills) präsentiert.
Besonders schön finde ich den zusammen mit den mir völlig unbekannten
Heidi Hegwer und Anna Hronopoulos gesungenen
Country-Klassiker "Tumbling Tumbleweed" und den
Der
Ex-Schlagzeuger der Swell Maps (zusammen mit Bruder Nikki
Sudden) und von
Nur
spärliche Informationen auf dem Cover:
Solaufnahmen
der Flowerpornoes-Sängers ohne genaue Details zu wo & wann. Trotzdem
sehr schön.
Eine
Ein
Radiokonzert vom Februar '98 in der Besetzung Robert Fisher (Gesang),
James Apt (Gitarre), Paul Austin ( Gitarre, Mandoline), David Michael Curry (Viola), Matt
Griffin (Bass), Erich Goat (Mandoline) und Sean O'Brian
(Gitarre). Kein Schlagzeug, VIEL GITARRE und im Mittelpunkt immer
Fishers dunkle Stimme. Die Burschen haben sicherlich auch viel Velvet
Underground gehört, wie beim 8 1/2-minütigen "The Visitor" nicht zu
überhören ist.
Ein Livemitschnitt aus dem berühmten Gitarrenladen in Santa Monica vom
10.02.1995, bei einigen Titeln unterstützt vom Slidegitarristen Kelly
Joe Phelps.
Missouri stammen aus Nürnberg und spielen als schlagzeug- und bassloses Trio
mit Gitarren und alten Analogkeyboards ihre Version amerikanischer Country(?)-
bzw. Pop(?)-Musik, am ehesten noch mit den gleichfalls schlagzeuglosen
Souled American aus Chicago vergleichbar.
Green Apple Sea sind ebenfalls ein
Trio, aber in Köln bzw. Münster beheimatet. Auch ihr Sound ist
sehr amerikanisch (Gitarre/Bass/Schlagzeug). Soweit ich weiß, haben sich
beide Kapellen auf der Deutschlandtournee von
Barbara
Manning aus San Francisco wurde ebenso wie
Transmissionary
Six sind Terri Moeller (Gesang & Perkussion), vormals
Schlagzeugerin der
Chris
Brokaw war mal Schlagzeuger der (Slow-Metal?)-Band Codeine,
danach Gitarrist bei
Das
einzige Album der Serie, das nicht bei mir im Plattenschrank steht,
stammt vom Ex-Pere Ubu-Gitarristen Tom Herman. Die Musik
soll ziemlich schräg sein ("experimentelle Chuck-Berry-Riffs"), auch das
Cover wirkt irgendwie nicht so richtig einladend. Vielleicht tue ich der
(inzwischen vergriffenen) CD ja unrecht, aber man muss wohl auch mal
"Nein" sagen können.
Thalia Zedek war in den 80ern Sängerin und Gitarristin bei