(mehr oder weniger) essentielle Wiederveröffentlichungen
... manchmal muss man sich mit MP3-Versionen von verschollenen Alben
zufrieden geben, von denen kaum noch eine Wiederveröffentlichung
zu erwarten ist. So wie bei der extrem obskuren Band Taggett
aus den Tiefen der 70er ...
(01.01.2010)
Inzwischen gibt es hier auch Vinyl-Reissues zu bewundern - die Langspielplatte
ist zurück! Robin Scotts
verschollenes Debütalbum galt es neulich als Schallplatte zu entdecken!
(18.08.2009)
Bei der skurrilen englischen Band Stackridge konnte ich gerade
ein paar Lücken im Plattenregal stopfen. Beim zweiten Album "Friendliness"
von 1972 und dem von Sir George Martin produzierten "The
Man With The Bowler Hat" von 1973 handelt es sich tatsächlich
um die besten Werke der Band, wie ich jetzt als langjähriger Besitzer
der Alben Nr. 1 und Nr.
4 feststellen muss.
(03.04.2009)
The Greatest Show On Earth - wahrlich
kein bescheidener Bandname, aber leider auch kein Garant für kommerziellen
Erfolg. Da man sich bei Harvest, der "progressiven"
Abteilung von EMI, damals wohl mehr von der Truppe versprochen
hatte, war bereits nach einem Jahr schon wieder Schluss mit lustig.
Was aber bleibt sind zwei schöne Alben.
(21.01.2009)
Nach längerer Zeit mal wieder eine neue Themenseite
mit Plattentipps. An dieser Stelle sollen lang vermisste Vinyl-Schätzchen,
die es ENDLICH auf CD geschafft haben, bzw. deren CD-Version auch schon
wieder vergriffen war, vorgestellt werden. Späschl Thänx to
Neil Young & Terry Reid!
(14.09.2003)
| Mike Heron: "Smiling Men With Bad Reputations" (Elektra, 1971 * Fledg'ling, 2007) | |
Die eine Hälfte der Incredible String
Band beim Solodebüt, begleitet von einer illustren Schar aus
dem Kollegenkreis: Fairport Convention,
The Who (noch mit Keith Moon!),
Steve Winwood, John Cale
und Elton John. In Szene gesetzt von niemand geringerem als Joe
Boyd! Fast schon mehr Rock als Folk.(28.01.2010) |
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| The Rascals: "Peaceful World" (Columbia, 1971 * BGO, 2008) | |
Beim vorletzten Album, ihrem ersten bei Columbia nach vielen Jahren
bei Atlantic, bestand die Band nur noch aus Sänger/Organist
Felix Cavaliere und Drummer Dino Danelli. Unterstützt
wurden sie von einer großen Schar von Jazzern und anderen Studiomusikern:
u.a. den Bassisten Ron Carter, Jerry Jemmott und Chuck
Rainey (so wie die Doors hatten
die Rascals nie einen festen Bassisten in den eigenen Reihen!),
dem Gitarristen/Bassisten Buzz Feiten, dem Congaspieler Ralph
MacDonald, den Sängerinnen Ann Sutton und Molly Holt
und den Bläsern Hubert Laws (Flöte), Pepper Adams
(Baritonsax) und Joe Farrell (Sax & Flöte). Sogar Alice
Coltrane ist einmal an ihrer Harfe zu hören. So entstand ein
Doppelalbum, randvoll mit toller Musik zwischen Rock, Soul und Jazz, für
die aber das Stammpublikum der Band wohl noch nicht bereit war: Entsprechend
floppte das Album bei der zahlenden Kundschaft. Da hatte Columbia sicherlich
andere Pläne, als sie die Jungs damals eingekauft hatten.Gelungen sind sowohl die kurzen Songs, aber am beeindruckendsten sind die langen, ausufernden Improvisation, etwa im fast 22minütigen Titelsong: nach kurzem Thema darf sich Joe Farrell an der Flöte mehrere Minuten ausdehnen, gefolgt von Felix Cavaliere am E-Piano mit schönem Wah-Wah-Effekt. Dann folgt Buzz Feiten mit seiner Gitarre. Laut Beipackzettel hat er bei der Nummer auch den Bass gespielt, obwohl das alles ziemlich "live" klingt! Dann darf Farrell noch mal mit dem Sopransaxofon ran und Molly Holt (mit sehr schönem freien Jazzgesang über den beiden Worten des Songtitels!) und Feiten stossen dazu. Der legendäre Ralph McDonald legt los mit einer afrikanischen Trommel und am Ende übernimmt nochmal Cavaliere mit der Orgel die Führung. Ziemlich klasse das Ganze! Wild und gleichzeitig elegant und relaxt! (10.01.2010) |
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| "Taggett" (United Artists, 1974) | |
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In den 70ern gab's im Übrigen noch kein Photoshop odr Ähnliches.
Stattdessen wurden gerne Schwarzweiss-Fotos in Fleiß- und Kreativarbeit
handkoloriert, so wie hier anscheinend. An so was kann ich mich noch
gut erinnern. Fand ich eigentlich immer ganz schön. |
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| Roy Ayers Ubiquity: "He's Coming" (Polydor, 1972 * Universal/Verve, 2009) | |
Das
zweite Album des Vibraphonspielers beim neuen Label Polydor (vorher Atlantic).
Kurios ist dabei, dass er mit seinem in Funkkreisen sicherlich eher ungewöhnlichen
Instrument zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten Vertreter der
Funk-Musik wurde, angeblich auch zu einem der meistgesamplten Künstler
im Acid-Jazz-Bereich.(23.11.2009) |
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| "The Beau Brummels" (Warner, 1975 * Taxim, 1996) | |
San Franciscos erste ernsthafte Rockband, noch vor Jefferson Airplane,
den Grateful Dead und anderen, mit ihrem Reunionalbum nach immerhin
fast 10 Jahren Pause, wollte mitten in den 70ern kaum jemand hören,
ist aber voll mit schönem Westcoast-Folkrock!(25.08.2009) |
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| Robin Scott: "Woman From The Warm Grass" (Head, 1969 * Sunbeam, 2001/2006) | |
Den Mann kannte ich bisher überhaupt nicht: Der britische Singer/Songwriter
Robin Scott wurde auf sein Debüt von dem mir grob bekannten Sandy
Roberton (später Manager von Iain Matthews und Labelchef
bei Rockburgh) produziert und bei einigen elektrischen Stücken sogar
von der fast kompletten Band Mighty Baby und
Gordon Huntley von Matthews'
Southern Comfort an der Pedal Steel begleitet. Zusammen mit dem schönen
Cover machte mich das neugierig und ich habe mir sogar die - zugegebenermaßen
günstige -180g-Vinylausgabe gekauft:Zu hören gibt es typischen britisch/amerikanischen Folkrock aus der damaligen Zeit, der durchaus angenehm rüberkommt. Beim Googeln bin ich dann noch auf ein echtes Kuriosum gestoßen: in den späten 70ern hatte Robin Scott unter seinem neuen kryptischen Künstlernamen "M" sogar einen Welthit, den wohl jeder kennt: "Pop Music" (You know: "Everybody's talkin' 'bout - Pop Music ..."). Die Stimme habe ich aber nicht wiedererkannt. (18.08.2009) |
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| Bert Jansch: "L.A. Turnaround" (Charisma, Sept. 1974 * Virgin, 2009) | |
Ein wunderbares Bert Jansch-Album, das ich bisher überhaupt nicht kannte!
Produziert von Ex-Monkee Michael Nesmith
und veredelt von seinem Pedalsteelspieler Red Rhodes.(17.07.2009) |
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| Larry Young: "Lawrence Of Newark" (Perception, 1973 * Castle/Sequel, 2001) | |
Larry Young war einer der besten Orgelspieler des Jazz. Nachzuhören auf
diesem eher unbekannten Album aus den 70ern, das unter der Mitwirkung
des Gitarristen James 'Blood" Ulmer entstand. Bekannt wurde
er neben seinem Blue Note-Meisterwerk "Unity"
besonders durch die Mitwirkung in der ersten Besetzung von Tony Wiliams
Lifetime, sowie auf dem Album "Love Devotion Surrender"
von Carlos Santana und John McLaughlin.(27.06.2009) |
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| Eddie Gale: "Eddie Gale's Ghetto Music" (Blue Note, 1968 * Water, 2004) | |
Auf das Debütalbum des mir bislang völlig unbekannten Eddie Gale
(spielte bei Cecil Taylor und im Sun Ra Arcestra) bin ich
zufällig im Internet gestoßen, wo eine Zusammenarbeit des Trompeters mit
der Instrumentalband Mushroom aus San Francisco,
geleitet von Trommler Pat Thomas, erwähnt wurde. Dort gab es auch
einen Hinweis auf dieses seltene Kultalbum, das eine Besonderheit im Blue
Note-Katalog darstellen soll. Kürzlich bekam ich eine Kopie des CD-Reissues
auf Water-Records, betreut von, oh Zufall, Pat Thomas.Die Besetzung besteht aus zwei Bläsern (Eddie und Saxofonist Russell Lyle), dazu zwei Bässe, zwei Schlagzeuger und ein 11köpfiger Gospelchor. Die erste Nummer "The Rain" beginnt - verwirrend auf einem Blue Note-Album - mit einer einzelnen sanften Stimme und Folkgitarre von Eddies Schwester Joann Gale im Stile von Pentangle oder besser gesagt: Joan Baez, bevor zur zweiten Strophe Band und Chor dazukommen und die Nummer doch noch zu einer ekstatischen Jazzimprovisation wird. Ein wirklich tolles Album! Und wirklich was besonderes im Blue Note-Katalog! (28.05.2009) |
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| Stackridge: "Friendliness" (MCA, 1972 * Edsel, 1996) | |
Ausgereifter als das Debütalbum
von 1971 und poppiger als das vierte Album "Extravanaganza"
von 1974. Ganz klar der kaum wahrgenommene Höhepunkt dieser einzigartigen
englischen Band. Ähnliches machten fast 20 Jahre später die High
Llamas mit (etwas) mehr Erfolg.(03.04.2009) |
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| Stackridge: "The Man With The Bowler Hat" (MCA, 1973 * Edsel, 1996) | |
Hier war der Beatles-Produzent George Martin dabei. Auch ein tolles
Album, aber nicht unbedingt besser als "Friendliness".
Einziger auffallender Unterschied: es sind neben den Stammkräften
Mutter Slater (Flöte) und Mike Evans (Geige) viele zusätzliche
Bläser und Streicher mit dabei. Ich schätze mal, das die Plattenfirma
ein wenig mehr als zuvor investiert hat...(03.04.2009) |
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| "Willis Alan Ramsey" (Shelter, 1972 * Koch, 1999) | |
Dies ist - so weit ich weiß - das einzige Album dieses texanischen Songschreibers,
damals auf dem Shelter-Label von Leon Russell erschienen. Einige
der Songs wurden später in den Versionen anderer Künstler bekannt: "Satin
Sheets" haben u. a. Waylon Jennings und Shawn Colvin
aufgenommen, die "Ballad Of Spider John" gibt es auch in Versionen
von Jimmy Buffett und Sam Bush. "Goodbye Old Missoula"
fand den Weg auf ein Album von Jimmy Dale Gilmore. America
nahmen auf ihrem dritten Album "Hat Trick" den Titel "Muskrat
Candlelight" auf. Außerdem hat er einige Lieder mit Lyle Lovett
geschrieben. Ein ganz ausgezeichnetes Album ging da bislang spurlos an
mir vorbei - ausgezeichnet nicht nur in Hinblick auf die Leider! Aufgefallen
ist mir vor allem, dass hier mit Carl Radle/Jim Keltner,
Tim Drummond/Kenny Buttrey und Lee Sklar/Russ
Kunkel gleich drei der damals angesagtesten Bass/Schlagzeug-Studio-Duos
auf diesem Album zu hören sind. Definitiv ein Markenzeichen für höchste
Qualität.(23.02.2009) |
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| The Greatest Show On Earth: "Horizons" (EMI/Harvest, März 1970 * Repertoire, 1994) | |
Das Debütalbum einer der ersten britischen Rockbands mit Bläsersatz. Leider
war die Band nicht so erfolgreich wie die amerikanischen Vorbilder, aber
es entstand eine gute & interessante Rockmusik. Vielleicht war ja
auch der Bandname etwas zu großspurig, bzw. niemand verstand den Humor
der Band? Mit dabei waren u. a. die Brüder Norman und Garth
Watt-Roy, die später noch in vielen anderen Bands auftauchten, u.
a. bei Glencoe und den Blockheads von Ian Dury, sowie
Dick Hanson, der später einer der angesagtesten britischen Trompeter
in Studios und auf Bühnen wurde.
(21.01.2009)
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| The Greatest Show On Earth: "The Going's Easy" (EMI/Harvest, Okt. 1970 * Repertoire 1994) | |
Auch das zweite Album der Band floppte. Kurios zu hören und etwas aus
dem Rahmen fallend dabei das Lied "Magic Woman Touch", das von
den Hollies im folgenden Jahr aufgenommen und zu einem kleineren
Hit gemacht wurde. Sänger Colin Horton-Jennings steuert zum
Hollies-Album "Romany"
dann noch weitere Lieder bei.
(21.01.2009)
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| Otis Rush: "Right Place, Wrong Time" (Bullfrog 1976 * Hightone 198?) | |
Gelegentlich kommt mir auch mal eine Bluesplatte zwischen die Finger.
Vom leider oft übersehenen Bluesgitarristen Otis Rush kannte ich neben
seinen bekannten Songs "Homework" und "All Your Lovin'"
eigentlich nur das 69er-Atlantic-Album "Mourning In The Morning"
(eine Nick Gravenites/Mike Bloomfield-Produktion, die ich unbedingt mal
wieder auflegen sollte!). Für den Kauf des bereits 1971 für Capitol
aufgenommenen, aber erst fünf Jahre später auf einem Kleinlabel veröffentlichten
Albums "Right Place, Wrong Time" sprachen dann mehrere Gründe:
zuerst natürlich die lobende Erwähnung im Glitterhaus-Katalog,
sonst würde ich das Album ja schließlich immer noch nicht kennen, dann
das coole Coverfoto mit der supercoolen Frisur, schließlich ein paar Hintergrundinformationen
(produziert von Nick Gravenites im legendären Wally Heider-Studio
in San Francisco mit der ganzen SF-Posse, u. a. auch Jerry-Garcia-Kumpel
John Kahn am Bass), vor allem aber die ausgezeichnete Version vom
damals noch recht neuen Tony Joe White-Klassiker "A Rainy
Night In Georgia".
(11.01.2009)
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| Bridget St. John: "Thank You For ..." (Dandelion, Juni 1972 * Cherry Red, 2005) | |
Auch das dritte Album der britischen Sängerin, gleichzeitig das letzte
auf dem anschließend eingestellten Dandelion-Label von John Peel,
habe ich mir inzwischen besorgt. Dieses mal ohne Orchester, aber mit gelegentlichen
Beiträgen der besten britischen Folkrockmusikanten (Dave Mattacks
von Fairport Convention, Andy Roberts
von Plainsong, Gordon Huntley
von Matthews Southern Comfort,
Ian Whiteman von Mighty Baby,
etc.), weshalb der Klang insgesamt ein klein wenig "rockiger"
daher kommt. Im Mittelpunkt aber nach wie vor Bridget mit ihrer Stimme
und Gitarre. Die Cherry Red CD wurde ergänzt um einen Liveauftritt aus
Montreux vom 28.04.72.
(19.12.2008)
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| Bridget St. John: "Songs For The Gentle Man" (Dandelion, April 1971 * Cherry Red, 2005) | |
Das zweite Album der britischen Folk-Singer-Songwriterin, ehedem auf John
Peels Dandelion-Label, wurde von Multiinstrumentalist Ron Geesin
produziert, den ansonsten vielleicht der eine oder andere vom Pink
Floyd-Album "Atom Heart
Mother" kennt. Stellt Euch vor, Nico
(deren Musik ich sehr schätze!) könnte richtig singen, dazu Bridgets Akustikgitarre
in der Art von Nick Drake , nicht ganz so virtuos, aber genauso
wunderschön von klassischen Instrumenten umspielt wie auf "Five
Leaves Left"!
(02.12.2008)
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| Walter Wegmüller/Die Kosmischen Kuriere: "Tarot" (Ohr, Okt. 1973 * Spalax, 1994) | |
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Die Wirkung der anscheinend ernsthaft gemeinten - und mich eher irritierenden - Texte wird durch den Vortrag von Wegmüller mit seiner nicht zu überhörender Schwyzerdütsch-Einfärbung - und einmal von Jerry Berkers mit holländischem Akzent - doch angenehm gemildert. Kosmische Weisheiten klingen mit Schweizer Akzent für meine Ohren eben nicht mehr wirklich pathetisch. Eher lustig. Außerdem haben damals ja auch englische Bands wie Hawkwind ähnliches in der Verbindung von Kosmos, Poesie und Rock'n'roll gemacht. Mich würde eigentlich nur noch interessieren, was die teilweise doch eher bodenständigen Musiker ("bodenständig" für Hippieverhältnisse - zumindest würde ich die Wallensteine so einschätzen!) wohl selber von dem von Herrn Kaiser verpassten Bandnamen "Kosmische Kuriere" gehalten haben. Mehr oder weniger Zeitgleich entstanden im Studio vom legendären Dieter Dierks im Kölner Vorort Stommeln auch die von mir sehr geschätzten Alben "Mother Universe" von Wallenstein, "Unterwegs" von Jerry Berkers und "Bauer Plath" von Witthüser & Westrupp! Das Original auf Doppelvinyl aus den 70ern, mit echten Tarotkarten,
soll heutzutage angeblich unbezahlbar sein. Die Doppel-CD vom französischen
(!) Label Spalax (ohne Karten) ist aber über das Internet immer
noch zu bekommen. Aufgeschlossenen Geistern mit Sinn für das Kuriose,
aber auch mit Sinn für musikalischer Substanz, kann ich diese CD
nur wärmstens empfehlen! |
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| Dennis Wilson: "Pacific Ocean Blue" (Epic/Caribou, Sept. 1977 * Sony/Legacy, Juni 2008) | |
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| Lava: "Tears Are Goin' Home" (Brain, 1973 * Repertoire, 1996) | |
Diese Platte habe ich seit ÜBER DREISSIG JAHREN nicht mehr gehört
- und trotzdem konnte ich mich an vieles (nicht alles) noch gut erinnern:
sehr abwechslungsreicher, untypischer Krautrock, irgendwo zwischen Hawkwind
(der Titelsong), Singer/Songwriter-Folkrock ("Holy Fool"), Sing-a-long-Folklore
("Would Be Better You Run") und monotoner Velvet-Underground-Trance
(das instrumentale, 10minütige "Piece Of Peace"). Nie wirklich
virtuos gespielt, aber immer mit tollen Songideen und originellen Arrangements,
sowie einer künstlerischen Lässigkeit, also eben ganz anders
als Eloy, Jane und Konsorten. Jedes der 7 Lieder klingt
anders und trotzdem passt alles zusammen! Die Band stammte aus Berlin und war ein loser Verbund von Künstlern aus anderen Bereichen (vor allem wohl Schauspieler, wie z.B Sänger/Gitarrist Stefan Ostertag, oder Werbetexter, wie Multiinstrumentalist Jürgen Knaack), die sich zu diesem anscheinend lockeren Bandgefüge zusammentaten, sich aber danach, als sich ein kommerzieller Erfolg nicht einstellte (da hätte man ja live auftreten oder sogar touren müssen!), als feste (?) Band wieder auflösten und ihren Hauptbeschäftigungen widmeten. (15.07.2008) |
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| "Gila" (BASF, August 1971 * Second Battle, 1992) | |
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Einzige Schwäche des Albums ist der - zum Glück- nur untergeordnete Gesangs- bzw. Sprechanteil. Da wäre zum Beispiel bei der Nummer "Aggression" (die Lieder haben alle so blöde Titel), wo am Ende mit leicht schwäbischem Akzent die Textzeile "Unnachgiebiges aggressiv Bekämpfen ist Kampf gegen sich selbst" immer wiederholt wird. Oder die eher deutsche Aussprache des Wortes "Isolation" beim ansonsten englischen Text von "Kommunikation". Das ist zwar eigentlich völlig unwichtig, nervt aber schon ein wenig. Oder ist zumindest (unfreiwillig?) komisch. Witzig ist vielleicht auch noch die Plattenfirma: damals hatte sich
der Chemiegigant aus Mannheim/Ludwigshafen tatsächlich als Plattenfirma
versucht. Vielleicht weil man dachte, wenn man schon Vinyl herstellt,
dann könnte man auch das produzieren, was dort hineingepresst wird
... |
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| Gila: "Bury My Heart At Wounded Knee" (Warner, Juli 1973 * Garden Of Delights, 2000) | |
Ganz anders klang die Band dann zwei Jahre später: Conny Veit
war ohne seine alten Mitmusiker aus beruflichen Gründen nach München
gezogen und war inzwischen Mitglied vom Studioprojekt Popol Vuh von Florian
Fricke. Zusammen mit Fricke, Popol Vuh-Trommler Daniel Fiechelscher
und seiner singenden Freundin Sabine Merbach nahm er für die
große Plattenfirma Warner dieses Album unter dem alten Bandnamen auf.
Statt langer, rockiger Instrumentalpassagen gab es hier kurze, teilweise
folkige Songs, bei denen der Gesang und die Texte über die nordamerikanischen
Indianer und ihre Vertreibung durch die Weißen im Mittelpunkt standen.
(13.07.2008) |
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| Brainstorm: "Second Smile" (Intercord/Spiegelei, Jan. 1974 * Garden Of Delights, 2000) | |
WARNUNG!
KRAUTROCK! Brainstorm stammten aus Baden-Baden und hatten es zu Lebzeiten
(also etwa bis 1975) auf zwei Alben beim inzwischen ebenfalls verblichenen
Stuttgarter Mini-Majorlabel Intercord gebracht. Die Musik ist sehr
freakig, aber jazziger als bei vielen deutschen Kollegen aus jener Zeit
und erinnert ein wenig an den Sound verschiedener englischer Bands der
sog. "Canterbury-Szene", ohne diese aber einfach zu kopieren:
mir fallen Soft Machine, aber auch Caravan
ein.Aufmerksam geworden bin ich auf die Band durch ihren ehemaligen Gitarristen/Saxofonisten Roland Schaeffer, der seit Mitte der 70er (mit Unterbrechungen) seine musikalische Heimat bei Guru Guru gefunden hat, und der mit einem Stapel dieser CDs nach dem Guru-Gig in der Bochumer Zeche neben mir stand, wo ich mich aber (noch) nicht zu einem Kauf durchringen konnte. Das habe ich jetzt dank Internethörproben nachgeholt und bin ganz überrascht, wie gut mir das gefällt! (27.06.2008) PS: Garden Of Delight ist übrigenz das Krautrocklabel mit dem gewissen "unfreiwilligen" Humor, der mir auch schon im Booklet der Xhol Caravan-CD aufgefallen war. |
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| Mellow Candle: "Swaddling Songs" (Decca/Deram, April 1972 * Cherry Red/Esoteric, März 2008) | |
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| Shel Silverstein: "Freakin' At The Freakers Ball" (Columbia, 1973 * Collector's Choice, 1999) | |
Der Mann war (1999 verstorben!) ein echtes Phänomen, weil er in den
unterschiedlichsten künstlerischen Bereichen erfolgreich war: als
Jazzmusiker (erstes Album von 1959, so weit ich weiß), als Folksänger,
als Cartoonist (im Playboy!), als Kinderbuchautor und Illustrator. Am
erfolgreichsten war er nach meiner Einschätzung als Songschreiber
für andere Künstler: so stammen von ihm unter anderem der Johnny
Cash-Hit "A Boy Named Sue", der Marianne
Faithful-Hit "The Ballad Of Lucy Jordan" und fast alle Lieder
der ersten drei/vier Alben von Dr. Hook & The Medicine Show
(z.B. die Hits "Sylvia's Mother" und "On The Cover Of The
Rolling Stone"). Deren Charterfolg muss wohl Columbia dazu
veranlasst haben, ihn selber mal wieder im Studio hinter das Gesangsmikrophon
zu lassen, was er sehr charmant und verrückt, aber wohl nicht besonders
virtuos, macht. Somit gehört wohl Singen nicht zu seinen drei größten
Talenten. Bei der Studioparty war die komplette Dr. Hook-Truppe mit dabei, unter den (natürlich) durchweg selbst komponierten Songs kennt man zumindest den Titelsong, der im Jahr zuvor auch schon auf dem Album "Sloppy Seconds" von Dr. Hook zu hören war. (16.05.2008) |
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| Gypsy: "Brenda & The Rattlesnake" (United Artists, Feb. 1973 * SPM 1994) | |
Das
mit der Wiederveröffentlichung auf CD ist zwar nicht gelogen, aber
ich habe mir doch tatsächlich letzte Woche für 15€ die
alte Langspielplatte von 1973 angeschafft. Diese englische Band (aus Leicester)
war mir bislang völlig unbekannt, aber ein paar Details vom Klappentext
haben mich neugierig gemacht: einen der drei (!) Gitarristen - Ray
Martinez - kannte ich namentlich von Produktionen aus dem berühmten
Waliser Monmouth-Studio, in dem auch Man
oft aufgenommen haben: von Barry Meltons Solodebüt "The
Fish" und "Doing A Moonlight"
von Alkatraz, bei denen Ex-Man Will
Youatt mitmischte. Alle drei Alben damals übrigenz beim leider
dahingeschiedenen Label United Artists erschienen, deren britische
Abteilung damals auch Man, Brinsley
Schwarz, Hawkwind und Dr.
Feelgood im Sortiment hatten. Eine Mischung ganz nach meinem Geschmack!Und was gibt's nun also bei Gypsy zu hören? Natürlich Westcoast- bzw. San-Francisco-infizierten britischen Gitarrenrock, wie er auch von meinen alten Helden Man stammen könnte, ohne diese jedoch zu kopieren. Eine schöne Entdeckung! (12.04.2008) |
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| Al Wilson: "Searching For The Dolphins" (Soul City, 1969 * Ace 2008) | |
Ein
relativ unbekannter Soulsänger mit seinem Debütalbum, auf das
ich über die Coverversion von Fred
Neils "The Dolphins" aufmerksam geworden bin. Eine wirklich
schöne Entdeckung!(31.03.2008) |
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| Judy Henske & Jerry Yester: "Farewell Aldebaran" (Straight, 1969 * Radioactive, 2008) | |
Eine ziemlich merkwürdige "Folkplatte" von Jerry Yester,
ehemals Produzent von Tim Buckley,
auf Frank Zappas Label Straight, zusammen mit seiner Frau Judy
Henske. Kann man mit nichts wirklich vergleichen und muss man öfter
hören, um sie genießen zu können. Aber dann ...(15.03.2008) |
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| Dion: "Dion" (Laurie, 1968 * Ace, 2007) | |
Der
ehemalige Teenagerstar Dion DiMucci mit seinem ersten "ernsthaften"
Album. Neben ein paar eigenen Songs fallen vor allem die geschmackvoll
ausgewählten und interessant interpretierten Fremdtitel von den allergrößten
Songpoeten auf: Cohen ("Sisters Of Mercy"), Dylan
("Tomorrow Is A Long Time"), zweimal Fred Neil (natürlich
"Dolphins" und "Everybody's Talkin'", wegen denen
ich mir die CD letztendlich gekauft habe!) und Joni Mitchell ("Both
Sides Now"). Dazu Motown (Stevie Wonders "Loving You
Is Sweeter Than Ever") und Blues ("Sonny Boy" von Lightning
Hopkins). Am überraschendsten aber ist die orchestrale, nur am
Text wieder erkennbare Version von "Purple Haze", die sogar
Jimi Hendrix selber gemocht haben soll. Erinnert ein bisschen an
die Geigen und Flöten bei Nick Drake.Eine schöne Platte für Leute, die gute Songs und gute Interpretationen zu schätzen wissen und keine Abneigung gegen Geigen haben! (08.03.2008) |
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| Joy Of Cooking (Capitol, 1971 * Evangeline/Acadia, Juli 2003) | |
Die Band aus Berkeley/Kalifornien spielte eigentlich ganz typischen Westcoast-Singer/Songwriter-Countryrock,
war aber insofern etwas Besonderes als sie von zwei Frauen geführt
wurde: Sängerin/Gitarristin Terry Garthwaite und Pianistin/Songschreiberin
Toni Brown. Dazu kamen in "begleitender Funktion" drei
Herren an Bass, Schlagzeug und Congas. 1971/72 erschienen kurz hintereinander
drei Alben, die zwar relativ erfolglos blieben, aber aus heutiger Sicht
doch zeitlos klingen und zwischen Cheryl Crow und Norah Jones
locker ihren Platz finden würden. Die musikalischen Highlights sind
für mich der Gesang von Terry und das Pianospiel von Toni,
aber auch die Congas von Ron Wilson, die im Mix gut zur Geltung
kommen, ohne dass es sich wie ein Santana-Abklatsch anhört.(Wieder)Entdeckt habe ich die Truppe kürzlich mit den CD-Wiederveröffentlichungen im Glitterhaus-Katalog und spontan alle drei bestellt. Den Namen der Band kenne ich im Übrigen schon seit Mitte der 70er, denn eines der Alben stand damals in der Plattensammlung der großen Schwester von meinem Freund Frank und irgendwie habe ich das im Gedächtnis behalten, ohne mich wirklich an die Musik erinnern zu können. Auch fällt mir nicht mehr ein, welches der drei Alben das damals war. Deshalb hier jetzt zunächst einmal das titellose Debütalbum. Aber eigentlich sind alle drei sehr gut. Eine schöne Sache, wenn ich aus meiner musikalischen Lieblinxepoche (Spät60er bis Früh70er) immer noch den einen oder anderen Schatz entdecken kann! (10.02.2007) |
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| Albert Mangelsdorff Quintett: "Folk Mond & Flower Dream" (L+R, 1968 * Tropical Sept. 2007) | |
Die damals sicherlich beste deutsche Jazzcombo mit einer besonders schönen
Platte. Nicht mehr purer Hard Bop, aber auch noch kein Freejazz. Jahrelang
war dieses Album quasi verschollen, da es im Zuge der Umstellung auf CD
in den späten 80ern wohl übersehen worden ist. Die Platte entstand
zwar im Spätsommer '67, hat aber eigentlich nichts mit damaliger
"Hippiemusik" zu tun, auch wenn natürlich der Titel wohl
dem damaligen Zeitgeist entsprungen ist. Neben dem Bandleader Albert
Mangelsdorff, einem der weltbesten Jazzposaunisten, sind an den Saxofonen
Heinz Sauer und Günter Kronberg zu hören, dazu
die vorzügliche Rhythmusgruppe mit Günter Lenz am Bass
und Ralf Hübner am Schlagzeug.(04.10.2007) |
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| "Andy Roberts And The Great Stampede" (Elektra, 1973 * Fled'gling, Juni 2007) | |
Dies soll das letzte Soloalbum vom ehemaligen Plainsong-Gitarristen sein,
ein kommerzieller Flop, der dazu führte, dass er sich anschließend
ganz auf (regelmäßig bezahlte) Auftragsmusik für Film
und Theater konzentrierte. Im toll aufgemachten Begleitheft schreibt er,
wie begeistert er sich damals in die Arbeit gestürzt und auch eigenes
Geld in Werbung investiert hatte, aber sein Plattenlabel Elektra (frisch
aufgekauft von Asylum und unter der Fuchtel von Warner/Kinney) sich kaum
dafür interessiert und nur magere 1500 Exemplare gepresst hatte:
Vinyl war im Zuge der Ölkrise knapp geworden und musste angeblich
für das Weihnachtsgeschäft mit Beatles-Platten gespart werden
... ... also bekam damals kaum jemand diese Platte zu hören, obwohl sie eigentlich doch eine richtig schöne Platte geworden war. Relativ rockend für Roberts'sche Verhältnisse, der hier fast ausschließlich E-Gitarre spielt, aber doch mit country- und folklastigen Anteilen, vor allem wegen der tollen Begleitmusiker: B.J. Cole an Pedal Steel und Dobro, sowie dem jungen Geiger Mick Kaminski, der Jahre später beim grausligen Electric Light Orchestra landen sollte. An den Tasten der beeindruckende Zoot Money und mit Gerry Conway und Pat Donaldson eines der besten britischen Rhythmusgespanne im Boot. (07.09.2007) |
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| Anne Briggs: "The Time Has Come" (Columbia, 1971 * Sony BMG/Legacy, August 2007) | |
Neulich habe ich beim Blättern durch das englische UNCUT-Magazin
die Anzeige für dieses Album gesehen und war sofort von dem Hippiemädchen
auf dem Cover mit der lässig geschulterten Bouzouki fasziniert. Nicht
lange gefackelt und CD bestellt.Bei der mir bislang völlig unbekannten Anne Briggs handelt es sich um eine obskure englische Folksängerin, die auf diesem Album zur Gitarren-, Dulcimer oder Bouzoukibegleitung eigene Songs singt. Eher Folklore als typische Singer/Songwriter-Musik, also nicht so unbedingt mein Ding, aber die Frau hat eine tolle Stimme und erzeugt eine wunderbare geheimnisvolle Stimmung mit ihrer Musik. Ich kann diese "Entdeckung" nur wärmstens weiterempfehlen und Euch auch auffordern, selber mehr über die Lady zu nachlesen ... (29.08.2007) |
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| David Blue: "Comin' Back For More" (Asylum, 1975 * Wounded Bird, April 2007) | |
Eines meiner Lieblingsalben von David Blue, das ich bislang nur als Kassettenkopie
hatte. Für mich unerklärlich ist, das es als eines seiner schwächeren
gilt. Ich finde es dagegen immer noch richtig gut, wie ich heute beim
ersten Hören nach langer Zeit wieder feststellen konnte. Teilweise
sehr fetzig (z.B. im Titelsong), teilweise sogar funky (ähnlich wie
Tim Buckley in seiner Spätphase), aber auch mit schönen
Akustik-Songs (z.B. "Save Some For Me"). Einmal gibt's sogar
Bob Dylan an der Mundharmonika bei einem seiner raren Gastspiele
zu hören.(12.08.2007) |
|
| Pavlov's Dog: "Pampered Menial" (ABC, 1975 * Rockville, 2007) | |
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| Warren Zevon: "The Envoy" (Elektra/Asylum, Juni 1982 * Rhino, Mai 2007) | |
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| Jim Ford: "The Sounds Of Our Time" (1969-72 * Bear Family 2007) | |
Das einzige Album von Jim Ford hieß "Harlan County", erschien
1969 und verschwand schnell wieder in der Versenkung. Bisher kannte ich
Jim Ford nur als Autor von "Juju Man", das ich über die
englischen Pubrocker Nick Lowe (damals noch bei der Band Brinsley
Schwarz, und Dave Edmunds kennen gelernt hatte und dann oft in
den 80ern mit den Rusty Nails gespielt
hatte. Leider ist das Lied nicht auf der CD, aber ansonsten alles, was
Jim Ford je veröffentlicht hat. Außer "Harlan County" nur
noch ein paar Singles, bevor er dann in der Versenkung verschwand.Die Sounds von Jim Ford kann man genauso wie die seiner bekannteren Kollegen aus dem Süden der USA als "Country-Soul" oder einfach nur Rock'n'roll bezeichnen. Ich denke da an z.B. Tony Joe White, Delaney & Bonnie. (18.05.2007) |
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| Golden Earring: "Seven Tears" (Polydor 1971 * Red Bullet 2001) | |
1972
bekam ich meinen ersten Kassettenrekorder. In Mono und von Nordmende.
Da es die Marke wohl nicht mehr gibt, ist das wohl auch keine Schleichwerbung.
Am Anfang habe ich mit dem Mikrofon vom Fernsehlautsprecher aufgenommen.
Später dann auch entdeckt, dass man das Maschinchen auch mit dem
Radio verkabeln kann. Gelegentlich hat mir der Papa dann auch eine bespielte
Stereokassette spendiert. Die kosteten damals schlappe 23 DM. Das mit
dem Stereoklang war natürlich sinnlos (s. o.), aber ich hab mich
trotzdem sehr gefreut. Die Auswahl war zwar nicht groß bei "Radio
Neu" in Friedrichsfeld (gibt's natürlich auch nicht mehr) oder
bei Hertie in Dinslaken (das heißt jetzt wieder so!). Soweit ich mich richtig erinnern kann hatte ich mir damals gekauft oder geschenkt bekommen: "Acceleration" von Middle Of The Road (da ist tatsächlich mit "Medicine Woman" ein gutes Lied drauf!), "Distant Light" von den Hollies, "Machine Head" von Deep Purple, "Golden Era Of Pop Music" von den Tremeloes und vielleicht noch die eine oder andere, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Aber eben auch "Seven Tears" von der holländischen Band Golden Erring, von denen ich bei Ilja Richter den Hit "Buddy Joe" gehört hatte. Ich hab mich zwar geärgert, dass das Lied nicht auf der Kassette mit dabei war, aber die MC dann doch viel gehört. Eine große Auswahl hatte ich ja nicht. Kürzlich war ich wieder mal im Zweitausendeinsladen in Nürnberg (ich bin oft aus Jobgründen in der Stadt und kann da sonst auch nicht viel anderes unternehmen) und habe dort einen ganzen Stapel Golden Earring-CDs für kleines Geld stehen sehen. Dann hat mich der Teufel geritten und ich habe mir das Album noch mal gekauft und am nächsten Tag auf der Rückfahrt im Zug auf meinem Läpptopp gehört und - Ihr werdet jetzt nicht wirklich überrascht sein - konnte nach schlappen 35 Jahren noch alle Lieder mitsingen! Natürlich nur gedanklich, denn ich wollte meine Mitreisenden nicht erschrecken! (März 2007) |
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| Hoelderlin: "Clowns & Clouds" (Intercord/Spiegelei 1976 * EMI/Odeon Feb. 2007) | |
Krautrock is back! Völlig "out of the blue" (zumindest
für mich!) gibt es den kompletten Backkatalog einer der besten Deutschrockbands
der 70er endlich auf CD. Das titellose
zweite Album von 1975 der Wuppertaler Band besitze ich schon seit
damals und es wurde auch schon an anderer Stelle angemessen gewürdigt.
Dies ist der Nachfolger von 1976, nach Expertenmeinung das beste Album
der Band. Auf jeden Fall ist es spieltechnisch noch auf einem noch höheren
Level als der Vorgänger. Komplexere Keyboards von Jochen Grumkow,
virtuose Bassläufe von Neuzugang Hans Bäär und vertrackte
Rhythmen von Trommler Michael Bruchmann, aber leider weniger Platz
für die Gitarre von Christian Grumkow, der auch zum letzten
Mal als Musiker dabei war. Heimlicher Star neben Bratschenspieler Christoph
Noppeneney, der sich vor allem als Sänger profiliert, ist für
mich der Gastmusiker Büdi Siebert mit Saxofon- und vor allem
Querflötenspiel, das locker in der Liga von Mel Collins auf
King Crimsons "In The Wake
Of Poseidon" liegt.(Februar 2007) |
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| Karen Dalton: "In My Own Time" (Paramount/Just Sunshine 1971 * Light In The Attic, Okt. 2006) | |
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Zum Abschluss noch ein paar "Inhaltsangaben", die neugierig
machen sollen: aufgenommen wurde in den Bearsville-Studios zu
Woodstock mit vielen der dort damals ansässigen Musikern, die durchweg
für Qualität bürgen: Bassist (und hier auch Produzent)
Harvey Brooks, die Gitarristen Amos Garrett und John
Hall, die Pianisten Richard Bell und John Simon, beide
mit Bezug zu "The Band"
(von der zwar keiner mitspielt, aber immerhin wird Richard Manuels
"In A Station" in einer sehr schönen Version gebracht!),
Neil Youngs Steeler Ben Keith und noch ein paar andere, die man
ansonsten auch auf Platten von Janis
Joplin und Bonnie Raitt
aus dieser Zeit hören kann. |
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| Mighty Baby (Head, Okt. 1969 * Ace/Big Beat 1994/2006) | |
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| Millie Jackson: "Caught Up" (Polydor/Spring, 1974 * Ace/Southbound, Mai 2006) | |
"the only concept album one can dance and drink to" meint
der Schreiberling von All
Music Guide und hat wahrscheinlich recht: denn "Konzeptalbum"
und "Spaß" passen nicht unbedingt zusammen. Aber das durchgehende
Thema der Platte ist eben die Dreiecksbeziehung aus der Sicht der "anderen
Frau". Und Millie Jackson ist eine der begnadetsten Soulsängerinnen
aus den 70ern, die nach vorausgehenden Charterfolgen auf diesem Album
wohl endlich "künstlerische Kontrolle" hatte. Also ungefähr
so wie bei Marvin Gaye und "What's
Goin' On", wenige Jahre zuvor. Übrigenz kannte ich Millie Jackson bislang überhaupt nicht und hatte mir die Platte nach einer überschwänglichen Erwähnung in einer Musikzeitschrift eigentlich nur angeschafft, weil auch die tolle Arbeit der Begleitband hervorgehoben wird: es handelt es sich um niemand anderen als die Muscle Shoals Rhythm Section, bei deren Namen das Herz des Kenners höher schlägt und die hier auch wirklich klasse aufspielen: Barry Beckett (keyboards), Jimmy Johnson und Pete Carr an der Gitarren, David Hood am Bass und Roger Hawkins am Schlagzeug. (15.10.2006) |
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| Hi-Fi: "Complete Works" (1982/83 * Blue Rose, Aug. 2006) | |
Wegen
der Farbwahl des Grafikers ist das ja fast schon wieder ein Fall für
die Seite "Ugly Cover"! Anfang der
80er, in einem völlig unpassenden Moment, glaubten Ex-Fairport
Convention-und Ex-Plainsong-Sänger
Iain Matthews und David Surkamp, Ex-Sänger der "Prog-Rocker"
Pavlov's Dog, schnellen Gitarrenpop
spielen zu müssen. Ich fand's damals toll, aber die geniale Live-EP
"Demonstration Records" und
das leider nicht ganz so geniale Studioalbum "Mood For Mallards"
wollte damals (außer mir?) scheinbar kaum jemand hören. Folkrockfans
von Iain und Progrockfans von David schrieen wahrscheinlich gemeinsam
in ungewöhnlicher Allianz, aber natürlich aus unterschiedlichen
Perspektiven, ganz laut "VERRAT!!!". Nach fast 25 Jahren gibt es jetzt beim süddeutschen Blue-Rose-Label, der aktuellen musikalischen Heimat von Iain Matthews, diese Doppel-CD, die angeblich wirklich ALLES dieser verunglückten Band enthält. Für mich neu waren dabei die Bonus-DVD mit Bildaufnahmen von der Entstehung tollen Live-EP, sowie eine etwas bizarre Weihnachtssingle, die genauso schrecklich klingt, wie man sich so was vorstellt. Wir hören neben der Eigenkomposition "It's Almost Christmas" noch das altbekannte "Winter Wonderland" im Stil der Shadows (oder eher der Spotnicks): anscheinend ironiefrei vorgetragen und deshalb besonders gruselig ... (31.08.2006) |
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| Emitt Rhodes (ABC/Dunhill, 1970 * One Way, 1993) | |
Ich
kenne nicht viele gute Singer/Songwriter oder Bands, die man stilistisch
und von der musikalischen Qualität her in einem Atemzug mit den Beatles
nennen darf. Neben den Finn Brüdern von Crowded
House aus etwas aktuellerer Zeit fällt mir da aus den 60ern/7oern
neben Alex Chiltons Big Star
eigentlich nur der ehemalige Sänger der Merry-Go-Round ein,
der dieses "Solo-Debüt" im wahrsten Sinne des Wortes auf
die Beine gestellt hat: für Songwriting, Gesang, alle Instrumente
und Produktion war er ganz alleine verantwortlich. Trotzdem klingt es
nicht nach billigem Homerecording. Entdeckt habe ich den Mann (mal wieder) über das Lesen von Kleingedrucktem auf Plattencovern, denn er ist der Autor von "Time Will Show The Wiser", das Fairport Convention auf ihrem Debütalbum aufgenommen haben! Im März hatte ich dann die CD bei Amazon entdeckt und sofort bestellt. Nach 4 Monaten teilte man mir jedoch mit, dass man die CD doch nicht besorgen könnte (sie steht übrigenz immer noch im Online-Katalog!). Aber zum Glück hat mir jetzt kürzlich ein Freund mit einer digitalen Sicherheitskopie ausgeholfen! (07.08.2006) |
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| Dumptruck: "For The Country" (Big Time, Juli 1987 * Rykodisc 2003) | |
Gute Gitarrenmusik aus den 80ern. Ich hatte damals mal im Radio was von
den Jungs aufgenommen und irgendwie den Namen im Hinterkopf behalten und
jetzt nach langen Jahren entdeckt, dass das eine richtig gute Band war!(Juli 2006) |
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| Nicolette Larson: "Live At The Roxy" (Warner, März 1979 * Rhino Handmade, Mai 2006) | |
Die CD war mit 21 Oiro zwar ein bisschen teuer, aber ich habe den Kauf
nicht bereut. Nicolette Larson, ehemalige Backgroundsängerin für
Neil Young und Commander Cody,
durfte in einem der bekanntesten Clubs von L.A. mit einer handverlesenen
Allstarband (u. a. Bill Payne und Paul Barrere von Little
Feat und Albert Lee) die ausgezeichneten
Lieder ihres Debütalbums präsentieren.
Wunderbar das Ganze!(13.07.2006) |
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| Bobby Bland: "Dreamer" (ABC/Dunhill, 1974 * BGO, 2002) | |
Der Mann gilt schon seit den 5oern als einer der besten Bluessänger.
Ich habe ihn erst kürzlich für mich entdeckt, als ich im Internet
über die Nummer "I Wouldn't Treat A Dog" gegoogelt habe,
die ich bislang nur in der Coverversion der Nighthawks
kannte und bin dabei eben auf diese Platte gestoßen. Mit "Ain't No
Love In The Heart Of The City" gibt's sogar noch eine zweite bekannte
Nummer, die viele sicherlich von irgendwelchen Blues-Brothers-Imitatoren
von irgendwelchen Stadtfesten kennen. Die Band bringt diesen schönen Mitt70er-Sound, der noch ohne Digitalequipment auskam, allerdings setzt Keyboarder Michael Omartian schon einen monophonen ARP-Synthesizer ein, der aber nicht weiter stört. Die Gitarrenfraktion ist exquisit besetzt (Larry Carlton, Dean Parks und Ben Benay), ebenso die Rhythmusgruppe (Wilton Felder von den Crusaders am Bass und Ed Greene am Schlagzeug) (24.05.2006) |
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| Danny O'Keefe: "American Roulette" (Warner, 1977 * Wounded Bird, April 2006) | |
Wie
lange habe ich auf diese CD gewartet! Eine meiner größten Wühltischentdeckungen,
irgendwann in den frühen 80ern für 5 DM erstanden, hatte ich
mir inzwischen von meiner betagten schwarzen Scheibe eine CDR gemacht,
auch wenn es manchmal schon arg geknistert hat. Ich will auch keine langen
Worte verlieren, sondern nur auf meine
alte Lobpreisung verweisen!(Mai 2006) |
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| Danny O'Keefe: "Global Blues" (Warner, 1979 * Wounded Bird, April 2006) | |
Global
Blues war Danny O'Keefe letzte Platte bei einer großen Plattenfirma und
seine letzte überhaupt für einige Jahre. Auch hier hab ich zugeschlagen,
um die Musik ohne das Knistern der alten Platte genießen zu können.
Schräger und nicht ganz so gut wie "American Roulette"
- aber immer noch gut genug! (Mai 2006) |
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| Jimmy Webb: "El Mirage" (Atlantic, 1977 * Collector's Choice, 2006) | |
Ein echtes "Dream-Team" war hier zu Gange: Jimmy Webb,
einer der wichtigsten und erfolgreichsten Songschreiber der späten
60er (z.B. "Galveston", "Wichita Lineman", "MacArthur
Park" und "Up, Up And Away") und Sir George Martin,
der ehemalige Beatles-Produzent. Leider hat es dann auch dieses mal wieder
nicht geklappt, Jimmy Webb auch als Sänger der eigenen Songs erfolgreich
zu etablieren. Dabei ist das ein wirklich gelungenes, wie soll ich's jetzt
sagen - "Adult-Pop-Album", aber so was wollte im Jahr 1977 offensichtlich
kaum jemand hören. Was machte eine Platte für mich zu einer guten Platte? Es liegt nicht unwesentlich an gutem Songmaterial. Bis auf einen schwachen Fremdtitel von seinem Gitarristen Fred Tackett (was hat Webb wohl dazu bewogen, jenes "Dance To The Radio" aufzunehmen?) gibt es nur gute eigene Lieder, darunter sogar drei herausragende, die vielleicht der eine oder andere von Euch kennt: zum einen eine Neuauflage von "P.F. Sloan", dann "Highwayman", nach dem sich Johnny Cash, Merl Haggard, Willie Nelson und Kris Kristofferson in ihrem Allstar-Projekt benannt haben und das sie auch zu Hitehren brachten, vor allem aber die von vielen Künstlern aus dem Rock, Pop und Jazzbereich gecoverte "The Moon Is A Harsh Mistress" (u. a. Charlie Haden, Linda Ronstadt, Judy Collins, Joe Cocker und Aj Webber) (25.03.2006) |
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| Judee Sill: "Heart Food" (Asylum, 1973 * Water, Sept. 2005) | |
Auch das zweite Album ist voll brillanter Musik. Eine Schande, dass sie
damals kaum jemand gehört hat!!! Für mich ist Judee Sill
ganz klar die Entdeckung des Jahres, auch wenn sie schon lange nicht mehr
unter uns weilt ...(23.02.2006) |
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| Judee Sill (Asylum, 1971 * Water, Sept. 2005) | |
Noch schöner als ich erhofft habe ist dieses Album, auf das ich schon
einige Wochen gewartet habe! Ich will hier gar nicht viele Worte verlieren:
starke Lieder, großartige Orchesterarrangements und eine wunderbare Gesangsstimme.
Und "Jesus Was A Crossmaker" ist zur Zeit mein absolutes Lieblingslied!
An dieser Stelle vielleicht nur eine kleine und verwegene Hypothese: aufgrund
des sehr kleinen, aber feinen Gesamtwerks von Judee Sill, das zu Lebzeiten
der Künstlerin so gut wie keine Beachtung fand, und der tragischen
Lebens- und leider auch Todesumstände möchte ich sie in meiner
momentanen Begeisterung und Rührung auf eine Ebene mit Nick
Drake stellen! Leider hatte David Geffen von Asylum damals nicht soviel Vertrauen in die Künstlerin, wie Chris Blackwell von Island in Nick Drake, dessen ebenfalls überschaubares Gesamtwerk auch nach seinem Tode eigentlich immer erhältlich waren: Nach dieser ersten Veröffentlichung auf dem damals neu gegründeten Asylum-Label, durfte sie nur noch den künstlerisch genauso brillanten und kommerziell genauso erfolglosen Nachfolger "Heart Food" einspielen und wurde anschließend von der Plattenfirma fallen gelassen. (23.02.2006) |
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| Judee Sill: "Dreams Come True" (Water, April 2005) | |
Vor ewigen Zeiten hatte ich mir mal aus der Grabbelkiste eine Single von
den Hollies gekauft: "Jesus Was A Crossmaker". Die fand
ich damals sehr schön, aber es war leider kein Hit: vielleicht weil
damals der Schwede Mikael Rikfors als Ersatz für Alan Clark
gesungen hat, was wohl ungefähr so "richtig" war, wie heutzutage
Paul Rodgers als Sänger bei Queen. Aber ich schweife ab. Das Lied
begegnete mir dann vor ca. 10 Jahren wieder auf dem Album "Mutineer"
von Warren Zevon. Hier registrierte ich auch zum ersten Mal den
Namen Judee Sill, aber er war immer noch etwas Unbekanntes für
mich. Durch Zufall stieß ich jetzt im Internet auf diese Veröffentlichung
vom famosen Water-Label von Pat Thomas aus San Francisco,
das uns schon einige Schätze wiedergebracht hat. Alleine auf dieser
Seite habe ich ja bereits Alben von L.A. Getaway,
Barbara Keith und Terry Reid
vorgestellt. Bei "Dreams Come True" handelt es sich um ihr geplantes, aber nie zu Lebzeiten veröffentlichtes, drittes Album mit wunderschönem Singer/Songwriter-WestCoast-Sound. Joni Mitchell, Carole King und Laura Nyro sind nicht weit weg, werden aber nicht imitiert. Abgemischt wurden die Originalbänder von Jim O'Rourke (Gastr Del Sol, Sonic Youth, Wilco- Kollaborateur). Im Booklet lässt sich das schwierige Leben der Sängerin nachvollziehen, die Ende der 70er den Rock'n'Roll-Drogentod gestorben ist. Es gibt auch einen raren Filmmitschnitt von grausamster Bild- und Tonqualität, der Judee bei einem Konzert auf einer Gartenparty(?) zeigt, und mich in zutiefst sentimental-traurig-schöne Nick Drake-Tim Buckley-Stimmung versetzt hat. Auf jeden Fall bin ich schon ganz neugierig auf ihre beiden zu Lebzeiten erschienenen Alben, die damals kein Schwein gekauft hat. Schau'n wir mal, wo und wann ich die auftreiben kann! (10.01.2006) |
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| Tom McFarland: "Travelin' With The Blues" (Arhoolie, Mai 1978 * Juni 2005) | |
Vorgestern
haben Locke, Christian Kohl und
ich, der Kern der Rusty
Nails Blues Band 1982-1985, unsere erste "Tom McFarland-Blues-Session"
gespielt, mit dem wagen Ziel, die Lieder dieses "unbekannten Meisterwerks"
irgendwann mal auf die Bühne zu bringen. Und gestern war auch endlich
die lang erwartete CD-Wiederveröffentlichung in meiner Post! Zufall?(29.12.2005) |
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| Vashti Bunyan: "Just Another Diamond Day" (Philips 1970 * DiCristina 2000) | |
Ein SEHR SPÄTE Entdeckung! Nach 35 Jahren erschien vor kurzem
das zweite Album dieser britischen Folksängerin! Jetzt habe ich mir
aus Neugier auch das bereits vor 5 Jahren wiederveröffentlichte und
damals spurlos an mir vorbei gegangene Debüt zugelegt und bin sehr
zufrieden, wenn auch nicht mehr überrascht, denn Vashti singt immer
noch mit ihrer Engelsstimme, der man diese extrem lange Pause nicht anmerkt.
Ein hübsche, kleine Folkplatte ist das - wenn auch wohl nicht eines
der besten britischen Alben aller Zeiten, wie irgendein Magazin letztens
behauptet hat. Joe Boyd hatte damals produziert und von seinen
anderen Projekten 4 Leute mitgebracht: Robert Kirby, der auch bei
Nick Drake diesen Gänsehaut-Streicher
arrangiert hat und als einziger alter Weggenosse auch im Jahr 2005 wieder
dabei war, Dave Swarbrick und Simon Nicol von Fairport
Convention, sowie Robin Wiliamson von der Incredible
String Band.(24.12.2006) |
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| The La's (Go! Disks, Okt. 1990 * 2001) | |
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| The Move: "Message From The Country" (EMI/Harvest, Okt. 1971 * 2005) | |
Pure
Nostalgie hat mich hier geritten - und dabei ist eine Perle an's Tageslicht
gekommen, die ich mir sonst vielleicht nicht angehört hätte:
bei "Message From The Country" handelt es sich natürlich
nicht um Countrymusik, sondern das (vorsichtig ausgedrückt) "experimentelle"
letzte Album der Band um den Multiinstrumentalisten Roy Wood, Trommler
Bev Bevan und Jeff Lynne (ja, genau der!), das zeitgleich
zum Debüt des Electric Light Orchestras herauskam. Als Bonustracks
sind u. a. die beiden Lieder einer Single drauf, die ich damals besass:
Woods wunderbares "Chinatown" und als B-Seite Lynnes "Down
On The Bay" mit dem mutierten Chuck-Berryy-Riff, auf dem Status Quo
ihre gesamte Karriere aufgebaut haben. Nach 30 Jahren höre ich die
Lieder zum ersten mal wieder und bekomme dabei ganz wohlige Gefühle.
Und keine weiteren Kommentare zum E.L.O.!!!(19.11.2005) |
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| The Marshall Tucker Band: "Stompin' Room Only" (1977 * Shout Factory, 2003) | |
"Southern Rock at it's best!" Wenn man mal von den Allman
Brothers absieht, ist Southern Rock eigentlich nicht so ganz meine
Baustelle. Lynyrd Skynyrd oder gar Molly Hatchet haben mich
nie wirklich interessiert. Die Marshall Tucker Band macht da insofern
eine Ausnahme, als ich mir in jungen Jahren ihr Debütalbum mal gekauft
hatte. Das Album stand allerdinx lange vergessen im Regal, bis die Wiederveröffentlichungswelle
vor ein paar Jahren es wieder in mein Bewusstsein gerufen hatte. Vor allem
die Songs "Can't You See" und "Ramblin'" mag ich nach
wie vor sehr. Beide befinden sich neben vielen anderen Hits der Band auch
auf diesem Livealbum, das von 1974-76 aufgenommen wurde und eigentlich
auch damals schon erscheinen sollte. Den Country-Hit "This Ol' Cowboy"
kannte ich sogar und wusste bisher nicht, dass er von der Band stammt.
Das einzige bereits veröffentlichte Lied ist der B.B.King Klassiker
"The Thrill Is Gone", den ich bereits seit damals auf einer
Mixkassette habe und der, so weit ich mich da richtig erinnere, von einer
der so genannten "Voluntary.Jam"-LPs der Charlie Daniels
Band stammt. Diese Version ist absolut toll, u. a. hört man 4
E-Gitarristen: neben Toy Caldwell und George McCorkle von
der MTB sind das natürlich jener Charlie Daniels und Dickie
Betts von den Allman Brothers. Ansonsten kann ich den fantastischen
Sound der Aufnahmen hervorheben: normalerweise ist mir das gar nicht so
wichtig, aber hier erhöht es doch enorm den Hörgenuss!(05.11.2005) |
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| Kate Wolf: "Close To You" (Kaleidoscope, 1981 * Rhino, ????) | |
Ein Sängerin und Songschreiberin aus dem ländlichen Kalifornien,
die das Pech hatte, in keine der drei Kategorien Folk, Country und Singer/Songwriter
so richtig reinzupassen, um dann dort auch richtig erfolgreich zu sein.
Als sie in den späten 70ern (also zu Beginn des Punkrocks!) ihre
Plattenkarriere startete, war sie auch bereits über 30. Und 1986,
lange vor der Unplugged-Welle und Singer/Songwriter- Renaissance, ist
sie leider verstorben. Auch ich kannte sie bislang nur dem Namen nach, weil Nanci Griffith auf ihrer Singer/Songwriter Hommage "Other Voices, Other Rooms" den Titel "Across The Great Divide" aufgenommen hat, der sich auch hier wieder findet. Produziert hatte das Album damals übrigenz Bill Griffin, Mandolinenspieler der wunderbaren Cache Valley Drifters. Unter den Begleitern sind noch weitere Namen zu finden, die alle für akustische Musik der Spitzenklasse bürgen: Gitarrist Tony Rice, Bassist Bill Amatneek, Geiger Darol Anger (die auch alle im David Grisman Quintet spielten) und Mundharmonika-Hexer Norton Buffalo (Commander Cody & His Lost Planet Airmen und Steve Miller Band) (30.07.2005) |
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| Stoneground: "Stoneground" (Warner, 1971 * Collector's Choice, 2003) | |
Debütalbum der 10köpfigen Band aus San Francisco, auf die ich
bei meinem Googeln über die Beau Brummels gestoßen bin, denn
Hauptsongschreiber und einer von 7 (!) Sängern bzw. Sängerinnen
war Sal Valentino, ehemals bei jenen Beau
Brummels. Sicherlich verdient die Band nur eine Fußnote in der Rockgeschichte,
aber die Musik ist doch sehr schön. Wie soll ich's nennen? Vielleicht
Gospel-Rock?.Ein Extralob noch mal an das Reissue-Label Collector's Choice, von denen ich mir in den vergangenen Monaten eine ganze Reihe schöner Wiederveröffentlichungen angeschafft habe: David Ackles, The Association, die Beau Brummels und Danny O'Keefe. (30.07.2005) |
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| Bill Fay: "Time Of The Last Persecution" (Deram/ Nova, 1971 * Ecclectic, Juni 2005) | |
Eine wirklich schöne Platte, die gar nicht so schräg ist, wie
das Coverfoto vielleicht den Eindruck erwecken könnte! Beim zweiten
Album sind keine Orchesterarrangements im Mittelpunkt, sondern das improvisierte
Ensemblespiel mit englischen Jazzcracks wie Gitarrist Ray Russell
(Rockworkshop)(30.07.2005) |
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| Bill Fay: "Bill Fay" ( Deram/Nova, 1970 * Ecclectic, Juni 2005) | |
Auch so was gibt's: ein Frühsiebziger Singer/Songwriter aus England,
von dem ich bislang noch nie was gehört habe! Die Vergleiche mit
Nick Drake, Bob Dylan und
Ray Davies sind sicherlich lobend (und verkaufsfördernd?)
gemeint, aber eigentlich eher verwirrend, den Mr. Fay ist Pianist wie
Elton John, Randy Newman und David
Ackles und kein Gitarrenspieler wie die anderen drei Herren. OK, der
Vergleich mit der Eule Elton wäre auch verwirrend (aber gar nicht
so falsch, bezogen auf Eltons Frühwerk!). Und David Ackles kennt
ja sowieso keiner und hätte deshalb kaum den gewünschten verkaufsfördernden
Effekt!Ach ja - die Orchesterarrangements von Michael Gibbs sind toll und haben eine gewisse Ähnlichkeit mit denen von Robert Kirby auf den ersten beiden Nick Drake-Platten. Ich kann mich aber nicht der Einschätzung vom Glitterhaus anschließen, dass diese Arrangements nur "irgendwie funktionieren" und mit Robert Kirby ein "Meisterwerk" hätte entstehen können: Kirby war damals ein Neuling wie Drake und Bill Fay, während "ein gewisser Michael Gibbs" schon damals ein respektierter Komponist und Arrangeur im Jazzbereich war. (30.07.2005) |
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| Clive John: "You Always Know To Stand With A Buzzard" (United Artists, Sept. 1975 * Eclectic, 2004) | |
...
und mal wieder ein völlig obskures Album! Clive John war als
Keyboarder Gründungsmitglied von Man,
meinen Lieblingen aus Wales und maßgeblich für deren Hinwendung
vom 60er-Jahre-Pop der Vorläuferband The Bystanders zum typischen
Man-Sound verantwortlich. Dabei stand er immer etwas im Schatten der beiden
singenden Gitarristen Micky Jones und Deke Leonard. 1971
war er schließlich nicht mehr dabei und ist deshalb auch nicht auf dem
legendären Album "Live At Padget Rooms, Penarth" zu hören.
Als Mitte 1972 Deke Leonard die Band verließ kehrte er noch mal für
ein Album als Gitarrist zurück: das legendäre Album mit der
Landkarte "Be Good To Yourself,
At Least Once A Day". Dann wurde es ruhig um ihn, bis ihn Andrew
Lauder vom Man-Label United Artists im Jahr 1975 zu diesem
und einzigen Soloalbum überreden konnte. Unterstützt von Martin
Ace am Bass (damals auch ein Ex-Man) und Dave Charles am Schlagzeug
(Ex-Help Yourself und Dave
Edmunds in spé) macht er mit seinem Gitarre- und Keyboardspiel
hier sehr deutlich, dass dieser typische "Man-Sound" eben nicht
alleine auf dem Mist von Jones/Leonard gewachsen ist!(01.03.2003) |
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| Starry Eyed And Laughing: "That Was Now And This Is Then" (CBS, 1974/75 * Aurora, 2003) | |
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Bestellen über: "Starry Eyed And Laughing" (1974) |
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| Fotheringay (Island, Juli 1970 * Fledg'ling, Dez. 2004) | |
Eigentlich ist diese Platte nicht "Lost", da ich die Vinylausgabe
ja schon seit ca. 30 Jahren im Plattenschrank habe. Weil es aber ganz
frisch ein CD-Reissue gibt (so weit ich weiß, das zweite nach einer seltenen
Hannibal-Version zu Ende der 80er, die ich damals in einem Plattenladen
fand, mir aber nicht gekauft habe), nun ENDLICH eine Neuauflage bei einem
kleinen (neuen?) Label. Etwas unverständlich ist mir dabei, wieso
dieses Album in der Island-Wiederveröffentlichungsreihe der letzten
zwei, drei Jahre, der fast alle Fairport-Convention- sowie Richard
& Linda Thompson-Platten angehörten, dieses MEISTERWERK ausgespart
wurde!In den letzten Jahren habe ich diese Platte wieder intensiv in mein Herz geschlossen, so dass ich den damaligen CD-Nichtkauf inzwischen bereut habe und schon innerlich zu einer CD-Kopie meiner alten Platte entschlossen war (ich höre nun mal die meiste Musik am Rechner oder im Auto: und dort fehlt mir jeweils leider ein Plattenspieler!) - aber nun ist sie ENDLICH da - und ich schmelze wieder dahin. Definitiv das beste Sandy Denny Album! Und Jerry Donahue hat nie wieder so genial Gitarre gespielt! (vergesst das Hellecasters-Gegniedel!) Als Bonus gibt es 4 Liveaufnahmen aus Rotterdam, die aber schon von der Hannibal-CD-Box von Sandy Denny bekannt sind. (04.02.2005) |
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| Harmonia: "Deluxe" (Brain, Aug. 1975 * Universal, April 2004) | |
Die
Musik von Krautrockbands wie Neu,
Ash Ra Tempel, Tangerine
Dream, Cluster, La
Düsseldorf und Kraftwerk
ging damals weitestgehend an mir vorbei, was vielleicht am fehlenden Gesang,
dem Übergewicht von Keyboards gegenüber Gitarren und der rhythmischen
Monotonie der Musik lag - und immer noch liegt. Allerdings habe ich mich
zum Reissue von "Deluxe" jetzt doch mal herangewagt: Harmonia
ist eine Zusammenarbeit von Michael Rother
(Kraftwerk, Neu) und den Clustermusikern
Achim Roedelius und Dieter
Moebius, die alle drei hauptsächlich an ihren Tastaturen herumfrickeln.
Michael Rother setzt aber auch die
Gitarre ein, Herr Moebius ein "Nagoja-Harfe". Bei den meisten
Liedern ist die selbst konstruierte Rhythmusmaschine angenehmerweise durch
Mani Neumeier, meinen Lieblingstrommler
aus deutschen Landen von den legendären Guru
Guru ersetzt worden. Und was kommt nun dabei heraus? Ich tu mich immer noch ein wenig schwer mit dieser Musik, die so scheinbar gar nichts mit ROCK'N'ROLL zu tun hat - aber irgendwie hat das Ganze nach mehrmaligem Hören dann doch seinen Charme. Und ist z.B. beim Autofahren sehr angenehm einsetzbar. Trotzdem werde ich auch weiterhin auf Kraftwerks "Autobahn" verzichten! (05.12.2004) |
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| Sandy Shaw: "Reviewing The Situation" (Pye, Dez. 1969 * EMI, Okt. 2004 | |
Natürlich kennt jeder ihren Hit "Puppet On The String".
Aber diese Platte ist ganz anders: erstmals selbst als Produzentin mit
der eigenen Tourband eingespielt (am Schlagzeug:
Ian Wallace, später bei King
Crimson und David Lindley!) ist
es ihr großer kommerzieller Flop: es gibt keine netten Schlager, sondern
-teilweise recht bizarre- Coverversionen aus den Bereichen Rock&Pop.
Bekannt sind vielleicht "Love Me Do" von den Beatles,
Dylans "Lay Lady Lay"
und "Walking The Dog" von Rufus
Thomas, die total funky und sehr frisch daherkommen. Dann gibt's
was von Dr. John ("Mama Roux"),
eine abgedrehte Version vom damals ganz frischen Stones-Klassiker
"Sympathy For The Devil" und, wie es heißt, mit "Your Time
Is Gonna Come" die erste offizielle Coverversion eines Led
Zeppelin-Songs! Klasse Platte!(27.11.2004) |
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| Shirley Collins & The Albion Country Band: "No Roses" (Pegasus, 1971 * Sanctuary, Okt. 2004) | |
Ein Folkrock-Klassiker, den auch ich in der Wiederveröffentlichung
jetzt erstmals höre: Shirley Collins war damals eine der bekanntesten
englischen traditionellen Sängerinnen, die sich wegen dieser Zusammenführung
von Folk und Rock durchaus Sorgen um das "Wohlwollen" ihres
Stammpublikums machen musste. Ihr musikalischer (und frisch angetrauter
Ehe-) Partner war der Bassist Ashley Hutchings,
der bereits im Vorfeld bei der Gründung von Fairport
Convention und Steeleye Span
einen wichtigen Beitrag zur "Folkrockfusion" leistete. Der Zusatz
"Albion Country Band" suggeriert, dass es sich um eine feste
Band handelt. Man muss aber eher davon sprechen, dass Hutchings mit dieser
Produktion den Startpunkt zu seiner "Albion (Country) Band"
legte, einem Ensemble, bei dem in den vergangenen 30 Jahren sicherlich
neben ihm so ziemlich jeder englische Folk(rock)musiker auf der Bühne
oder im Studio dabei war. Auch auf "No Roses" ist die Liste
der Beteiligten schon sehr lang. Hier seien aber nur einige der mir als
Fairport-Fan, aber Nichts-desto-trotz-Folkrock-Outsider geläufigeren
Namen: Richard Thompson, Simon
Nicol und Dave Mattacks (damals
aktuelle oder ehem. Fairport-Musiker), Ian
Whitman und Roger Powell von
Mighty Baby, Shirleys Schwester
Dolly Collins, und viele andere. Übrigenz (fast) die gleiche
Truppe wie auf "The North Star
Grassman & The Ravens", dem fast zeitgleich aufgenommenen
Solodebüt der Ex-Fairport-Sängerin Sandy
Denny.(08.11.2004) |
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| Rhinoceros (Elektra, 1968 * Collector's Choice, 2002) | |
Eine späte Entdeckung! 1967 wurden die Mitglieder der Gruppe vom
damals aufstrebenden Label Elektra regelrecht für eine neue
"Supergroup" gecastet. Das Label lud dazu ein paar viel versprechende,
aber arbeits- bzw. bandlose Musiker nach L.A. ein, stellte daraus diese
7köpfige Truppe unter Federführung des Produzenten Paul
A. Rothchild (Doors, etc.) zusammen, ließ sie proben und komponieren
und als Band zusammenwachsen. Obwohl es sich also um eine Retortenband
handelt, entstand dabei aber doch eine ganz vorzügliche Platte! Ein
erster Übungslauf der Beteiligten als Begleitmusiker war das Debüt
des Sängers und Pianisten David Ackles,
auf dem ich die Gitarrentöne von Danny
Weis (Ex-Iron Butterfly, allerdings "prä-In-a-gadda-da-vida")
und Doug Hastings, die fantastische
Orgel von Michael Fonfara und das
irrsinnige Bassspiel von Jerry Penrod
zum ersten mal hörte. Bei einer Besprechung dieses Albums fiel dann
auch der Name Rhinoceros und nach einigen Mühen halte ich diese CD
endlich in Händen: kraftvoller und intelligenter, aber nie übertrieben
virtuos gespielt Bluesrock mit zwei(!) sehr guten Sängern (John
Finlay und Alan Garber), dem
nach den Ackles-Sessions dazu gestoßenen Drummer Bill
Mundi (Zappa, Tim Buckley, John Martyn, etc.) und natürlich
den bereits erwähnten Musikern. Der Klang ist auf dem damaligen hohen
Elektralevel und alles scheint live und ohne die damals neue und sehr
populäre Overdub-Technik eingespielt zu sein. Insgesamt sehr empfehlenswert!
Und außerdem mit einem wunderschönen Cover, dass man doch gerne in
LP-Grösse hätte! (22.10.2002) |
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| Alexander Spence: "Oar" (Columbia, 1969 * Sundazed, 1999) | |
Vor dieser Platte kann ich nur alle Leute warnen, die nur nette kleine
Popmusik hören wollen: Alexander "Skip"
Spence, ehemaliger Trommler von Jefferson
Airplane und ehemaliger Sänger und Gitarrist von Moby
Grape, war frisch aus der Psychiatrie in New York entlassen (er hatte
in einer Amok-Aktion seine Bandkollegen mit der Axt bedroht), setzte sich
aufs Motorrad und fuhr nach Nashville (wo er vorher noch nie war), um
dort in wenigen Tagen ganz alleine im damals ganz neuem Mehrspurverfahren
mit Gitarre, bass und Schlagzeug seine in der Psychiatrie geschrieben
Lieder aufzunehmen und eine der am schlechtesten verkauften Platten in
der Geschichte von Columbia-records zu produzieren. Für viele war
das Dillethantisches Gedaddel, für andere ein Meisterwerk. Ich bin
jetzt neugierig geworden und habe bei der CD-Neuauflage zugegriffen. Was
kann man jetzt sagen? Wahrscheinlich haben beide Gruppen recht. Auf jeden
Fall ein ungewöhnliches, einmaliges Album! Erinnert von der Stimmung
her ein wenig an die 74er-Aufnahmen von Nick Drake. Definitiv schräg.(05.10.2004) Seit kurzem habe ich auch "More Oar- The Tribute To The Skip Spence Album". Ebenfalls schön schräg, von Fans wie Robert Plant und Tom Waits aber doch etwas "professioneller" umgesetzt als von Spence selbst, was manchen Liedern gar nicht mal so schlecht bekommt! |
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| Booker T. & Priscilla (A&M, Juli 1971 * Universal, 2003) | |
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Letztes Verkaufsargument: es handelt sich um ein Doppelalbum von fast
80 Minuten, wiederveröffentlicht auf einer einzigen, recht preisgünstigen
CD! |
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| "Soul Of Brazil" (EMI, Juni 2004) | |
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| Lindisfarne: "Nicely Out Of Tune" (Virgin, 2004 * Charisma, Nov. 1970) | |
Das Debüt der englischen "Pub-Folk-Rocker ist eines der seltenen
Alben, auf dem ALLE Lieder gut sind. Die Reissue-CD läuft gerade
in meinem Player und ich kann noch fast jedes Lied aus der Erinnerung
mitsingen! "Lady Elanor" ist eine wunderschöne Ballade,
der "Winter Song" ebenso. "Turn A Deaf Ear", eines
der wenigen Lieder, das nicht von Sänger Alan
Hull, sondern vom Kumpel Rab Noakes
stammt, ist ein absoluter Ohrwurm, ebenso der Fetenknaller "We Can
Swing Together". Und bei "Clear White Light" brauchen sie
sich gesanglich nicht hinter den Beach Boys zu verstecken. Erwähnenswert
aus der Besetzung ist noch Harpspieler Ray
Jackson, der ja, wie vielleicht der eine oder andere von euch weiß,
auch für die Mandolinentöne auf Rod
Stewarts "Maggie May" verantwortlich ist!(08.09.2004) |
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| David Bromberg: "Wanted Dead Or Alive" (Columbia, 1974 * Juni 2004) | |
Eine Zufallsentdeckung! Der Name "Bromberg" ist mir schon länger
geläufig, ich habe sogar schon mal einen Sampler und ein Livealbum
aus dem Wühltisch gezogen. Selten habe ich einen Musiker gehört,
der es schafft, solch gegensätzliche Stile so souverän zu verbinden:
nennen wir das ganze mal "Rock'n'Roll goes Bluegrass goes Dixieland",
was sich am Instrumentarium deutlich machen lässt: natürlich
die üblichen des Rocks (Gitarre, Bass, Schlagzeug), aber eben auch
in wichtiger Funktion und nicht nur als Farbtupfer: Trompete, Klarinette,
Saxophon, Geige, Mandoline und Banjo. Diese Verquickung wird besonders
deutlich bei Bromberg selber, der meisterhaft Gitarre und Geige spielt,
aber auch bei Andy Statman, der gleichzeitig
einer der besten Mandolinenspieler der USA und ein begnadeter Saxophonist
ist. Das Liedmaterial bilden Eigenkompositionen von Bromberg (1x mit George
Harrison, ohne das ich das jetzt musikhistorisch einordnen kann!),
vielleicht nicht mit der besten Gesangsstimme, aber sehr humorvoll vorgetragen,
und viel alter Blues.Vielleicht interessiert es ja auch noch den einen oder anderen, dass Jerry Garcia, Phil Lesh, Bill Kreutzmann und Keith Godchaux von den Grateful Dead bei immerhin vier Liedern als Backingband dabei sind? Die Platte gibt's außerdem gerade günstig bei Glitterhouse. (07.07.2004) |
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| Jerry Garcia Band: "Cats Under The Stars" (Arista, April 1978 * Rhino, Juni 2004) | |
Ich habe vor kurzem den teuersten CD-Kauf meines Lebens gemacht, nämlich
die 6-CD-Box "All Good Things - Jerry Garcia Studio Session"
mit allen 5 Solowerken (eben ohne die zahlreichen Livealben), alle mit
zahlreichen Bonustracks und sogar einer 6. CD mit noch viel mehr. "Cats
Under The Stars" war die Nummer 4 und stand (natürlich) als
Vinyl schon lange im Plattenschrank, wenn auch ewig nicht mehr gehört.
Während die ersten drei Alben ("Garcia"
von 1972, "Garcia" von 1974
- Ihr merkt: Jerry kümmerte sich wenig um Marketing und Plattentitel
-, sowie "Reflections"
von 1976) bereits 1989 von Line-Records auf CD wiederveröffentlicht
wurden und auch viel von mir gehört wurden blieben die beiden Arista-Alben
(1982 kam noch das schwächere "Run For The Roses" raus)
aber irgendwie aus meinem Gedächtnis verschwunden. Jetzt läuft also
seit langer Zeit mal wieder "Cats Under The Stars", während
ich im Begleitbuch schmökere, und muss feststellen: es ist tatsächlich
das beste JGB-Album: alles klasse neue eigene Lieder (von Garcia, Bassist
John Kahn und Sängerin Donna Godchaux), die Band spielt
ausgezeichnet (Donna hat wirklich schöne Gesangsauftritte, Ex-Elvis-Drummer
Ron Tutt ist in Höchstform). Das Ganze hat eine eigentümlich
mystische Stimmung (kann ich nicht besser beschreiben), ganz anders als
bei den Dead, mit denen er fast Zeitgleich das Album "Shakedown Street"
herausbrachte.(04.07.2004) |
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| "Os Mutantes" (Polydor, 1968 * 2002) | |
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| L. A. Getaway (Elektra, 1971 * Water, 2004) | |
Erwähnte
ich schon, dass es mit Water ein wunderbares
neues Reissue-label zu entdecken gilt, bei denen man sich auch ruhig an
Platten heranwagen kann, die man eigentlich bislang nicht kannte? So geschehen
bei dem Trio Joel Scott Hill (Gitarre),
Chris Etheridge (Bass, Ex-Flying
Burrito-Brother) und Johnny Barbata
(Schlagzeug), wobei nicht ganz klar ist, ob es sich nun um die Band "L.A.
Getaway" oder ein Soloalbum von Hill namens "L.A. Getaway"
oder ein Studioprojekt handelt. Im tollen Beiheft kann man nachlesen,
dass dieser Sachverhalt in der Band selber wohl nicht klar war und das
Ganze vom Produzenten Paul A. Rothchild
wohl nur zusammengehalten werden konnte, weil man damals beim Plattenlabel
Elektra ein bisschen Geld für die Studiosessions locker gemacht hatte.
Als die Platte dann fertig war ging man aber nicht als Band auf Tournee,
sondern jeder heuerte für sich irgendwo als Tour- oder Studiomusiker
an: so ist Barbata ist u. a. auf Four Way
Street von CSN&Y zu hören,
Etheridge mal hier und da. Hauptprotagonist Joel Scott Hill, den viele
für eine der besten weißen Rock- und Soulstimmen der damaligen Zeit
halten, geht als Ersatz für Al Wilson auf Canned
Heat Tournee und spielt einige Jahre später auch mal als Gram-Parsons-Ersatz-Ersatz-Ersatz
bei den Burritos! Ergebnis: die Platte war ein kompletter Rohrkrepierer
und taucht in kaum einem Rocklexikon auf. dabei handelt es sich um erstklassigen
Bluesrock! |
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| Barbara Keith (Reprise, 1972 * Water, März 2004) | |
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| Lou Reed, John Cale & Nico: "Le Bataclan `72" (Alchemy, Dez. 2003) | |
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| Fairport Convention (Polydor, Juni 1968 * März 2003) | |
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Da hat der Glitterhäusler recht: auch mir ging es nicht anders.
Zwar besitze ich schon einige Jahre ein Vinyl-Reissue von 1973 mit anderem
Cover, das ich aber schon ewig nicht mehr aufgelegt habe. Vergangenen
Sommer hatte ich dann auch schon mal Fairports Debüt über's
Internet zu ordern versucht, Firma Glitterhouse ließ mich aber im Stich.
Danach hatte ich's wieder vergessen und jetzt das Teil im neuen, ansonsten
nicht besonders gut sortierten neuen Weseler CD-Supermarkt entdeckt
und endlich eingepackt. Die Musik ist für die Fairport-Folk-Puristen
wirklich etwas ungewohnt und klingt extrem amerikanisch (wie gesagt:
Dylan, Mitchell, Cohen, Buckley,...). Wer weiß, was aus der Band geworden
wäre, wenn Judy Dyble nicht
ausgestiegen und Sandy Denny ihren
Platz eingenommen hätte? Eher Englands Jefferson
Airplane als die Pioniere des Folkrocks? Judy's einziges andere,
mir bekannte musikalische Lebenszeichen ist übrigenz die Demoversion
von "I
Talk To The Wind", zu finden auf dem King
Crimson-Sampler "A Young Man's Guide To King Crimson"
und für W4L eher eine Inspiration, als die (natürliche fantastische,
aber nicht nachspielbare) Version auf "In
The Court Of The Crimson King". Zwar spielen W4L weiterhin nichts von Tim, aber es gibt jetzt eine
eigene, neue Band dafür: das Tim
Buckley-Projekt, zusammen mit meinem alten Freunden Frank Preuß
und Mathias Schüller! |
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| Chris Smither: "Honeysuckle Dog" (1973 * Okra-Tone, März 2004) | |
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Fazit: ein amtliches Album. Aber wieso musste so etwas 3 Jahrzehnte
in den Kellern einer Plattenfirma vergraben sein? |
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| Embryo: "Steig Aus" (Brain, 1973 * März 2004) | |
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"Christian Burchards Embryo ist bis heute unverwüstlich, zur wahren Hip(py)ness gehörte in den Siebzigern ein Embryo-Album. Hier gingen Krautrock und Weltmusik eine ganz frühe Verbindung ein. Teils entfesselte Jazzrock-Trips und rhythmische Parforce-Ritte. " (Glitterhouse) |
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| Sergio Mendes & Brasil 66: "Equinox" (A&M, 1967 * Verve, 2002) | |
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| Jackson C. Frank: "Blues Run The Game" (Columbia, 1965 * Sanctuary, 2003) | |
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Jacksons trauriges Leben kann man im Booklet ausführlich studieren, wobei einem die Tränen kommen (ernst gemeint!): in früher Jugend wäre er im Schulhaus fast verbrannt, mit bleibenden körperlichen und mentalen Schäden. Dann eine wilde Jugend mit teuren Autos, die er sich vom Schmerzensgeld aus dem Unfall kaufen konnte. Das Geld verprasste er mit seinen Homebuddies, zu denen u. a. Eric Anderson und der spätere Steppenwolf-Gründer John Kay gehörten. Dann als Folksänger 1965 in London jedermanns Held, auch der von Paul Simon, Al Stewart, Tom Paxton, Bert Jansch und anderen, mit einem - wie schon gesagt - monumentalen Song und einem wunderschönen Album. Dann die Rückkehr nach Amerika und gescheiterte Comebackversuche in 1969 und Mitte der 70er, immer unterbrochen von langen Krankheitsphasen mit Psychiatrieaufenthalten. Er verlor sogar als unschuldig Beteiligter ein Auge in einer Schiesserei (seine letzten Fotos sind erschütternd anzusehen!) und besaß schließlich noch nicht einmal mehr eine eigene Gitarre. Die letzten Aufnahmen von 1994 waren nicht mehr als Therapie für einen gebrochenen Mann. Was bleibt? Eine tragische Geschichte, aber auch ein wunderschönes
Lied für die Ewigkeit. |
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| Marshall Tucker Band (Capricorn, 1973 * Columbia, Nov. 2003) | |
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"Im Gegensatz zu den Allmans und Skynyrd war ihr Sound leichter, ohne leichtgewichtig zu sein. Vielleicht lag es an der Flöte " (Glitterhouse) |
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| Neil Young: "Hawks & Doves" (Reprise, 1980 * Aug. 2003) | |
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| Alvin Lee & Mylon LeFevre: "On The Road To Freedom" (Chrysalis, 1973 * Repertoire, März 2003) | |
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"On The Road To Freedom" hat Alvin Lee zusammen mit dem amerikanischen
Gospel-Sänger Mylon LeFevre aufgenommen. Nachdem Alvin Lees Band
Ten Years After größere Abnutzungserscheinungen zeigte,
galt es neue Wege zu beschreiten. Behilflich waren dabei unter anderem
Steve Winwood, Rebob
und Jim Capaldi von Traffic,
Ian Wallace und Boz
Burrell von King Crimson,
Andy Stein und Bobby
Black von Commander Cody &
His Lost Planet Airmen, Tim Hínkley,
Mike Patto,
Ron Wood und Mick Fleetwood.
Besonders hervorzuheben ist die George Harrison-Komposition "So
Sad (No Love Of His Own)", bei der ein gewisser Hari
Georgeson den Bass und die Slide-Gitarre spielt. |
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| Motorpsycho: "The Tussler - Original Motion Picture Soundtrack" (Stickman, 1994 * Juni 2003) | |
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| Terry Reid: "River" (Atlantic, März 1973 * Water, März 2003) | |
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Auch nach den englischen Blättern Mojo
(Tim Buckley-Vergleiche) und Uncut
ein Meisterwerk. Auch wenn der Glitterhousemensch das "nicht wirklich
verstanden" hat. Trotzdem danke für's Importieren. "its pleasures are so quiet and unassuming that
they only reveal their true power through extended listening (Uncut) |
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| Neil Young: "American Stars 'N Bars" (Reprise, 1977 * Aug. 2003) | |
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Das neue Werk "Greendale" habe ich inzwischen bekommen. Und
mein mulmiges Gefühl hat sich leider bewahrheitet. Ich hatte die
CD bisher einmal im Player und fand sie so furchtbar, dass ich noch
nicht wieder reinhören konnte. Deshalb gibt's da vorerst keine
Besprechung. Vielleicht wage ich mich heute im Laufe des Tage noch mal
ran an das "Werk"... Ich habe "Greendale" jetzt endlich weggepackt und muss leider
sagen: das wird nichts mit uns beiden! Einfach nur langweilig das Ganze.
Und wenn man dann auch noch bedenkt, dass andere "Altersgenossen"
wie Van Morrison und kaum Jüngere wie Emmylou Harris und Rickie
Lee Jones dieser Tage zwar nichts Innovatives, aber immerhin Zeitloses
in Vollendung vorlegen muss man einfach enttäuscht sein. Zumindest
ist die Bonus-Live-Solo-Akustik-DVD ganz O.K.! |
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| Neil Young: "On The Beach" (Reprise, 1974 * Aug. 2003) | |
Das ist natürlich nicht das neue Neil Young-Album, sondern eines
von den 6 "Lost Albums", von denen 4 am heutigen Tag ENDLICH
das Licht der Welt erblicken. Des weiteren sind das "American
Star'n'Bars" von 1977, die Krachplatte "Reactor" von
1981 und das etwas unscheinbare "Hawks & Doves" von 1980,
aber nur "On The Beach"
ist davon essentiell und gehört in jeden Haushalt. OK - "Stars'n'Bars"
habe ich mir auch direkt besorgt (hatte ich bisher nicht), aber bei den
anderen beiden Alben belasse ich es bei meinen alten Vinyls. Fehlen jetzt
nur noch "Times Fades Away"
(fast so wichtig wie "On The Beach") und der obskure Soundtrack
"Journey Through The Past" (den man aber wirklich nicht haben
muss). Das neue 2003er-Werk habe ich mir übrigenz noch nicht gekauft
(ist aber bestellt). Nach dem schwächeren Album "Are You Passionate?"
vom letzten Jahr habe ich ein etwas mulmiges Vorgefühl, wie 's wohl
klingen wird - aber warten wir mal ab...(10.08.2003) |

Das
zweite Album des Vibraphonspielers beim neuen Label Polydor (vorher Atlantic).
Kurios ist dabei, dass er mit seinem in Funkkreisen sicherlich eher ungewöhnlichen
Instrument zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten Vertreter der
Funk-Musik wurde, angeblich auch zu einem der meistgesamplten Künstler
im Acid-Jazz-Bereich.
Ein
esoterisch angehauchtes, damals von mir überhaupt nicht wahrgenommenes
Doppelalbum aus der Krautrockzeit über Tarot-Karten, gesprochen
vom Schweizer Dichter (?) Walter Wegmüller, organisiert
und produziert vom ( zu Recht!) sehr kontrovers diskutierten Rolf-Ulrich
Kaiser und seiner "Muse" Gille. Das sollte eigentlich
Warnung genug sein, um diesem "Werk" aus dem Weg zu gehen,
wenn mich da nicht die illustre Besetzungsliste der Begleitband neugierig
gemacht hätte. Alles Musiker aus den Bands, die Kaiser damals auf
seinen Labels Ohr und Pilz unter Vertrag hatte: Keyboarder
Jürgen Dollase, Schlagzeuger Harald Großkopf
und Bassist Jerry Berkers von 
WARNUNG!
KRAUTROCK! Brainstorm stammten aus Baden-Baden und hatten es zu Lebzeiten
(also etwa bis 1975) auf zwei Alben beim inzwischen ebenfalls verblichenen
Stuttgarter Mini-Majorlabel Intercord gebracht. Die Musik ist sehr
freakig, aber jazziger als bei vielen deutschen Kollegen aus jener Zeit
und erinnert ein wenig an den Sound verschiedener englischer Bands der
sog. "Canterbury-Szene", ohne diese aber einfach zu kopieren:
mir fallen Soft Machine, aber auch
Mellow
Candle stammten aus Irland und brachten es nur auf dieses eine Album
auf dem damaligen Unterlabel Deram von Mutter Decca (der
damaligen Progressivabteilung, ansonsten das Zuhause von
Das
mit der Wiederveröffentlichung auf CD ist zwar nicht gelogen, aber
ich habe mir doch tatsächlich letzte Woche für 15€ die
alte Langspielplatte von 1973 angeschafft. Diese englische Band (aus Leicester)
war mir bislang völlig unbekannt, aber ein paar Details vom Klappentext
haben mich neugierig gemacht: einen der drei (!) Gitarristen - Ray
Martinez - kannte ich namentlich von Produktionen aus dem berühmten
Waliser Monmouth-Studio, in dem auch
Ein
relativ unbekannter Soulsänger mit seinem Debütalbum, auf das
ich über die Coverversion von
Der
ehemalige Teenagerstar Dion DiMucci mit seinem ersten "ernsthaften"
Album. Neben ein paar eigenen Songs fallen vor allem die geschmackvoll
ausgewählten und interessant interpretierten Fremdtitel von den allergrößten
Songpoeten auf: Cohen ("Sisters Of Mercy"), Dylan
("Tomorrow Is A Long Time"), zweimal Fred Neil (natürlich
"Dolphins" und "Everybody's Talkin'", wegen denen
ich mir die CD letztendlich gekauft habe!) und Joni Mitchell ("Both
Sides Now"). Dazu Motown (Stevie Wonders "Loving You
Is Sweeter Than Ever") und Blues ("Sonny Boy" von Lightning
Hopkins). Am überraschendsten aber ist die orchestrale, nur am
Text wieder erkennbare Version von "Purple Haze", die sogar
Jimi Hendrix selber gemocht haben soll. Erinnert ein bisschen an
die Geigen und Flöten bei Nick Drake.
Am
letzten Sonntag war ich seit langer Zeit mal wieder auf einem Konzert
in der Zeche Bochum, denn dort waren Pavlov's Dog zu Gast, die
Band an der sich in meiner Jugend aufgrund der sehr hohen Stimme des
Sängers David Surkamp (ich meine SEHR hoch!) die Geister
geschieden haben. Ich habe die Band aber immer gerne gehört, u.
a. weil die Band immer tolle Songs hatte. Entdeckt hatte ich den Konzerthinweis
beim Stöbern durch die Musikzeitschriften in der Buchhandlung am
Frankfurter Bahnhof. Mir fiel das Heft Eclipsed auf, die was
über Pavlog's Dog, Frumpy und die Beach Boys
brachten, ansonsten aber eher für den unsäglichen Progrock
zuständig sind, der mich ansonsten nicht sonderlich interessiert.
Da aber für die Zugfahrt dringend Lesestoff benötigt wurde
und nichts anderes zu finden war, habe ich zugeschlagen. Der recht kurze
Artikel samt Interview über die "Progrockband Pavlov's Dog"
hatte aber einen Hinweis auf anstehende Europakonzerte - und da war
als einziger NRW-Gig tatsächlich die Bochumer Zeche dabei!
Drei
Alben des leider vor einigen Jahren verstorbenen Sängers und Songschreibers
aus den 70ern und 80ern sind gerade erstmals auf CD erschienen: jeweils
für kleines Geld (ca. 10 Oiro) und mit m. o. w. wichtigen Bonustracks:
"
1972
bekam ich meinen ersten Kassettenrekorder. In Mono und von Nordmende.
Da es die Marke wohl nicht mehr gibt, ist das wohl auch keine Schleichwerbung.
Am Anfang habe ich mit dem Mikrofon vom Fernsehlautsprecher aufgenommen.
Später dann auch entdeckt, dass man das Maschinchen auch mit dem
Radio verkabeln kann. Gelegentlich hat mir der Papa dann auch eine bespielte
Stereokassette spendiert. Die kosteten damals schlappe 23 DM. Das mit
dem Stereoklang war natürlich sinnlos (s. o.), aber ich hab mich
trotzdem sehr gefreut. Die Auswahl war zwar nicht groß bei "Radio
Neu" in Friedrichsfeld (gibt's natürlich auch nicht mehr) oder
bei Hertie in Dinslaken (das heißt jetzt wieder so!).

Wegen
der Farbwahl des Grafikers ist das ja fast schon wieder ein Fall für
die Seite "
Ich
kenne nicht viele gute Singer/Songwriter oder Bands, die man stilistisch
und von der musikalischen Qualität her in einem Atemzug mit den Beatles
nennen darf. Neben den Finn Brüdern von
Wie
lange habe ich auf diese CD gewartet! Eine meiner größten Wühltischentdeckungen,
irgendwann in den frühen 80ern für 5 DM erstanden, hatte ich
mir inzwischen von meiner betagten schwarzen Scheibe eine CDR gemacht,
auch wenn es manchmal schon arg geknistert hat. Ich will auch keine langen
Worte verlieren, sondern nur auf
Global
Blues war Danny O'Keefe letzte Platte bei einer großen Plattenfirma und
seine letzte überhaupt für einige Jahre. Auch hier hab ich zugeschlagen,
um die Musik ohne das Knistern der alten Platte genießen zu können.
Schräger und nicht ganz so gut wie "American Roulette"
- aber immer noch gut genug!

Pure
Nostalgie hat mich hier geritten - und dabei ist eine Perle an's Tageslicht
gekommen, die ich mir sonst vielleicht nicht angehört hätte:
bei "Message From The Country" handelt es sich natürlich
nicht um Countrymusik, sondern das (vorsichtig ausgedrückt) "experimentelle"
letzte Album der Band um den Multiinstrumentalisten Roy Wood, Trommler
Bev Bevan und Jeff Lynne (ja, genau der!), das zeitgleich
zum Debüt des Electric Light Orchestras herauskam. Als Bonustracks
sind u. a. die beiden Lieder einer Single drauf, die ich damals besass:
Woods wunderbares "Chinatown" und als B-Seite Lynnes "Down
On The Bay" mit dem mutierten Chuck-Berryy-Riff, auf dem Status Quo
ihre gesamte Karriere aufgebaut haben. Nach 30 Jahren höre ich die
Lieder zum ersten mal wieder und bekomme dabei ganz wohlige Gefühle.
Und keine weiteren Kommentare zum E.L.O.!!!
...
und mal wieder ein völlig obskures Album! Clive John war als
Keyboarder Gründungsmitglied von
Eine
Neuauflage der beiden alten alten CBS-Alben von 1974/75 auf einer Doppel-CD,
erweitert um Singles und unveröffentlichtes Material. Kann man
genauso wie "
Die
Musik von Krautrockbands wie
Zur
Abwechslung hier mal eine Platte, die von Euch sicherlich kaum jemand
gerade auf der Rechnung hat: Bei
Erwähnte
ich schon, dass es mit
Das
Reprise-Albums einer Sängerin, die mir bislang völlig unbekannt
war! Aber man kann sich ja bei den Wiederveröffentlichungen vom
Water-Label aus San Francisco auf die Qualität verlassen: so gab's
im letzten Jahr
"Remasterte
Wiederveröffentlichung des `68 erschienenen Debüt-Albums,
dass ungerechterweise von den Fairport Fans nicht wirklich ernst genommen
wurde, da hier Judy Dyble statt Sandy Denny singt. Dabei ist ein schönes
Folk-Rock-Album, das weit mehr Westcoast- als traditionelle Brit-Folk-Einflüsse
hatte. Neben einigen guten Originalen gibt es Coverversionen von Joni
Mitchell (Chelsea Morning), Dylan (Jack`O´Diamonds),
Emmitt Rhodes (Time Will Show The Wiser) und Jim & Jean."
(Glitterhouse)
Chris
ist ein Akustikgitarrist, der sowohl als Folk- und Bluessänger,
als auch als Gitarrenkönner bestehen kann. Er war damals bei dem
Label Poppy (blöder Name!) unter Vertrag und hatte bereits die
Alben "I´m A Stranger, Too" (1970) und "Don´t
Drag It On" (1972) mit dem Produzenten
"Radio
Marrakesch" heißt das erste von insgesamt nur drei Stücken
auf dieser Platte und war auch auf dem Sampler "German Rock Scene"
zu hören, den man für sensationelle 5 Mark damals exklusiv
beim Govi-Versand bestellen konnte. Ich bin zwar nie ein besonders großer
Embryo-Fan gewesen (keine Ahnung eigentlich, warum!), aber dieses Album
habe ich immer gemocht, auch wenn meine alte Vinylausgabe von ca. 75/76
so ein blödes anderes Cover hatte (ein Riesen-Ei mit Reißverschluss,
wenn ich mich richtig erinnere!). Vor wenigen Tagen habe ich dann ein
CD-Reissue von 1998 bei Möbel-Rück in Oberhausen erstanden
- und jetzt gibt's taufrisch eine weitere (?) Neuveröffentlichung
von Motor-Musik!
Nicht
wundern Leute, denn bisher war auf meinen Seiten außer den
Keine
Ahnung, wie ich auf das Album gekommen bin! Weder bin ich je Ten
Years After-Fan gewesen, noch ist mir Mr. LeFevre ein Begriff (er
soll wohl mal in jungen Jahren für Elvis einen Song verfasst haben!).
Ich kann mich aber noch schwach erinnern, dass ich das Album damals,
im zarten Alter von 14 Jahren, sogar ziemlich uncool fand. Gestern,
beim Wühlen im Plattenladen bei "L-Diverse" auf der Suche
nach der neue Daniel Lanois-CD (war leider nicht da) fiel mir diese
Neuauflage als CD in die Hand und irgend eine innere Stimme sagte mir:
unbedingt anhören! Ich gehorchte natürlich und stelle nunmehr
fest: das Album klingt überhaupt nicht nach Ten Years After, eher
nach
Reissue
des Soundtracks zum Spaghetti-Western des mir völlig unbekannten
Terry
Reids leider nur sehr schmales Gesamtwerk habe ich komplett auf Vinyl,
aber lange nicht mehr gehört. Darunter gibt es mit "
Vielleicht
ist "
Das ist natürlich nicht das neue Neil Young-Album, sondern eines
von den 6 "Lost Albums", von denen 4 am heutigen Tag ENDLICH
das Licht der Welt erblicken. Des weiteren sind das "