Das Album des Jahres
| Brian Wilson: "Smile" (Nonesuch/Brimel, Okt. 2004) |
Was habe ich mich auf diese Platte gefreut! Im Sommer angekündigt
mit dem Veröffentlichungstermin für den 04. Oktober. Sofort
im September vorbestellt. Grosse Vorfreude. Dann am vergangenen Montag
eine Email, dass der Versand raus ist. Größere Vorfreude. Am Dienstag
nix in der Post. Bisschen nervös. Am Mittwoch auch nix in der Post.
Noch nervöser. Am Nachmittag im Plattenladen gewesen. CD in die Hand
genommen. Noch nervöser geworden. Einfach mitnehmen, statt noch länger
auf Post warten?Ich hab's dann natürlich gelassen - und heute morgen war endlich mein CD-Paket da! Sofort aufgelegt und der wunderschönen Musik gelauscht. Sicherlich waren viele Leute skeptisch, wenn man eine 37 Jahre alte Platte, die niemals fertig wurde und deren Scheitern wohl auch mit ein Grund für die für lange Jahre andauernde schlechte mentale Verfassung des Protagonisten war, dann doch von ihm einfach (?) mit der aktuellen Begleitband als Beach Boys-Ersatz neu einspielt wird. Aber wesentliche Fragmente des Gesamtwerks (als solches muss man das wohl sehen!) sind ja wohlbekannt, da scheibchenweise auf den Beach Boys-Platten, die statt "Smile" nach Pet Sounds erschienen, veröffentlicht: vor allem natürlich der Riesenhit "Good Vibrations" oder der Folgehit "Heroes And Villains" auf dem damaligen Ersatz "Smiley Smile". Mein Lieblingsstück ist aber "Surf's Up": es haut mich jedes mal um, wenn ich dieses Lied höre. Mehr musikhistorische Details bitte in der Zitatsammlung nachlesen! (07.10.2004) |
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Lange sah es so aus, als würde die Kandidatenliste für die
Platte des Jahres 2004 recht kurz ausfallen, während im vergangenen
Jahr Lucinda Williams schon früh
als meine Favoritin feststand. Als dann im Sommer Brian Wilsons "Smile"
angekündigt wurde, war meine Vorfreude natürlich riesengroß.
Weil die Platte dann alle Erwartungen erfüllt, ja sogar übertroffen
hat, war's im Grunde klar, wer Jahressieger werden würde. Der "zweite
Platz" der Finn-Brothers war auch nicht überraschend.
Die zweite gemeinsame Produktion der Brüder mit größerem
Etat nach "Woodface"
(es gibt aus den 90ern noch eine charmante Finn Brothers-CD á
la "Homerecording") konnte ja eigentlich auch nicht schief
gehen. Dass die Plätze 3 und 4 an Schweden an Schweden gehen, ist
schon eher überraschend, aber sowohl Nicolai
Dunger als auch Ebbot Lundberg mit seinen Soundtracks
Of Our Lives hatten ja schon live beim Haldern-Pop 2004 überzeugt.
Beide Platten sind voller toller Lieder. Gleiches gilt für den
Nashville-Mann Jim Lauderdale, den ich immer
schon mochte, der mich aber mit der kompositorischen Unterstützung
des Grateful-Dead-Texters Robert Hunter jetzt erstmalig voll
überzeugt hat. Das gute Abschneiden von Paul
Weller ist insofern überraschend, da es sich ja "nur"
um eine Platte mit Coverversionen handelt - aber eben eine besonders
gelungene. Und Country-Lady Allison Moorer kann
richtig rocken. Ich sag nur: "Crazy Horse"! Schöne Comebacks? Da ist natürlich meine alte Heldin Penelope
Houston zu nennen, die (fast) wieder zu alter Stärke auflief,
auch wenn's bei mir nicht mehr zum ersten Platz reicht. Graham
Parker verdient sich mit einer sehr spartanischen, aber wunderschönen
Platte samt "Sugaree"-Coverversion
bei mir Extrapunkte. Auch der American Music Club
ist wieder geöffnet, mit interessanter Platte (zumindest besser
als jedes Mark Eitzel Soloalbum), aber doch ein bisschen anstrengend
zu hören. Über Patti Smith habe ich mich
auch gefreut, genauso über die Nick Drake-Schatzkiste
und die Hommage an Warren Zevon. Nur Neil
Youngs "Greatest Hits" brauche ich nicht wirklich. Die ganze Liste, mit allen "Platzierungen" könnt Ihr über diesen Link hier erreichen: |
weitere
Highlights Jahres ...
| The Finn Brothers: "The Finn Brothers" (EMI/Parlophone, Aug. 2004) | |
Auf das Album warte ich schon fast drei Jahre, denn bereits auf der DVD
"7 Worlds Collide" von Neil
Finn wurde diese erneute Zusammenarbeit der Brüder nach dem
eher kargen, aber trotzdem schönen "Finn" von 1995 und
der kurzzeitigen Mitgliedschaft von Tim bei Neils Crowded
House auf deren Meisterwerk "Woodface"
von 1991 angekündigt. Allerdings hat es von den 2-3 angekündigten
Liedern von damals nur "Edible Flowers" auf das neue Album geschafft:
ein Meisterwerk brüderlichen Wechselgesangs. Wie bei erfolgreichen
Crowded House-Zeiten wurde auch wieder mit Mitchell
Froom zusammengearbeitet: die (kommerziellen) Ansprüche sind
also deutlich höher als bei den "Homerecordings" von "Finn".
Ob das Album jetzt aber die Klasse von "Woodface"
hat (wie einzelne euphorische Fans behaupten) kann ich so schnell nicht
beurteilen. Das ist aber auch völlig unerheblich, denn wenn die Finn-Brüder
zusammen komponieren, spielen und singen, so ist das auf jeden Fall ein
Genuss. Und für mich eines der wenigen echten Highlights im laufenden
Jahr so weit!(28.08.2004) |
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| The Soundtrack Of Our Lives: "Origin Vol.1" (Warner, Okt. 2004 | |
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Auf die Platte habe ich voller Ungeduld bis heute warten müssen,
denn sie kam von einem Herren, der vom Körperumfang her eine gewisse
Ähnlichkeit mit Herrn Lundberg hat. |
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| Nicolai Dunger: "Here's My Song, You Can Have It... I Don't Want It Anymore /Yours 4-Ever" (Virgin/Dolores, März 2004) | |
Die Platte habe ich auch schon ein paar Wochen im Regal und fand sie auch
direkt sehr schön, aber erst nach seinem tollen Auftritt beim Haldern
Openair hat es "so richtig gefunkt"! Dieser junge Mann aus Schweden
schreibt wunderbare Songs, singt richtig gut (der Van Morrison-Vergleich
ist gar nicht so daneben!) und sucht sich immer wieder neue und interessante
Partner für die Zusammenarbeit. Dieses mal sind es Mitglieder der
amerikanischen Band Mercury Rev, was
dann auch sehr schön zusammenpasst. In meiner Begeisterung habe ich
mir auch zwei ältere Veröffentlichungen zugelegt, die z. Z. bei
Amazon verramscht werden: "Tranquil
Isolation", die eher karge Zusammenarbeit mit Will
Oldham (Palace Music, Bonnie "Prince" Billy) von 2002
und besonders "Soul Rush"
von 2001, aufgenommen mit schwedischen Jazzmusikern (u. a. vom Esbjörn
Svensson Trio), das man ohne rot zu werden mit Astral
Weeks in einem Atemzug nennen darf.(21.08.2004) |
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| Jim Lauderdale: "Headed For The Hills" (Dualtone, Mai 2004) | |
Endlich: heute in der Post war nach wochenlangem Warten das neue Werk
meines Lieblinxsongschreibers (zumindest in der Abteilung "Nashville
i.w.S.") mit 13 neuen Liedern - und alle zusammen mit Grateful-Dead-Texter
Robert Hunter geschrieben! Gab's bisher
nur einzelne Kollaborationen, entstand jetzt ein ganzes Album, auf dem
Hunter zwar nicht mitspielt oder mitsingt (hat er bei den Dead ja auch
nie gemacht!), aber für die hohe Qualität des Liedmaterials
(irgendwo zwischen Country, Bluesgrass und Singer/Songwriter) mit zuständig
ist. Neben den Liedern selber ist die Umsetzung auch wunderbar gelungen:
fast durchweg bluesgrassig-akustisch und nur spärlich mit E-Gitarre,
Keyboards(!) und Pedalsteel, und nur ein einziges mal mit Schlagwerk.
Obwohl sich die Grossen der "alternativen" Nashvilleszene die
Klinke in die Hand gaben klingt das ganze Album wie aus einem Guss. Hier
das obligatorische Namedropping: Harmonien von Emmylou
Harris, Allison Moorer, Gillian
Welch und Buddy Miller, Saitenzauberei
von Darrell Scott, Tim
O'Brien, Bryan Sutton, David
Rawlings, Bucky Baxter u. a...
(09.09.2004) |
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| Paul Weller: "Studio 150" (V2, Sept. 2004) | |
Ich kann mich zwar jetzt nicht mehr konkret erinnern, ob ich Paul Weller
bei meiner neuen Themenseite "Singer/Songwriter
covern selber" bereits im Hinterkopf hatte - aber auf jeden Fall
ist das hier ein gelungenes Beispiel dafür. Ich mag es sehr, an bekannten
Songs neue Facetten zu entdecken - und auch neue Songschreiber kennen zu lernen.
Ohne in die Credits der Platten zu gucken hätte ich so manche Juwele
der Popmusik wohl nicht entdeckt! Was leistet der gute Paul nun in dieser
Hinsicht? Die Ausführung ist (wie immer bei ihm) ganz ausgezeichnet.
Die Songs? Bekanntes in interessanter Bearbeitung (z.B. Bob
Dylans "All Along The Watchtower", Tim
Hardins "Don't Make Promises" und Neil
Youngs "Birds") und viel Unbekanntes (eher aus der Soulecke).
Wiederentdeckungen? Gil Scott-Herons
"The Bottle" habe ich schon seit Ewigkeiten im Plattenregal
und muss ich wohl unbedingt auch im Original mal wieder auflegen. Irgendwas
zu meckern? Eigentlich nicht. Das Noel Gallagher-Cover
brauche ich persönlich zwar nicht, allerdings klingt's Gott sei Dank
nicht nach Oasis. Nur auf der Bonus-DVD gibt es dann noch "Family
Affair" von Sly & The Family Stone
als Audiotrack mit mehr oder weniger beweglichen Bildern, das ich jetzt
leider gar nicht beim Autofahren hören kann...(15.09.2004) |
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| Penelope Houston with Pat Johnson: "Pale Green Girl" (DBK, April 2004) | |
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| Allison Moorer: "The Duel" (Sugar Hill, April 2004) | |
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| Graham Parker: "Your Country" (Evangeline/Bloodshot, April 2004) | |
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Wen wundert es nun noch, dass ich mich bei dieser Platte sehr "heimisch"
fühle? Ein Kandidat für mein Album des Jahres! Ein kleiner Klick auf "Info" bringt Euch zu der witzigen
Geschichte, wie Graham Parker, den bisher niemand als Deadhead verdächtigt
hat, zu "Sugaree"
gekommen ist! |
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| Lucky Jim: "Our Troubles End Tonight" (Sony/Skint, Mai 2004) | |
Die Platte hat schon ein paar Monate auf dem Buckel, soll aber nicht vergessen
werden: englischen Duo (Sänger/Gitarrist/Songschreiber und Trommler/Keyboarder/Produzent)
bringt auf HipHop-Label eine reinrassige Singer/Songwriterplatte im Geiste
der 70er heraus!(21.08.2004) |
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| Brian Wilson: "Gettin In Over My Head" (Rhino/Brimel, Juni 2004) | |
Im Vorfeld gab's ein paar schlechten Kritiken - und die Gaststars sind
nicht wirklich "cool" (Sir Elton, Slowhand und
Macca). Aber wisst Ihr was: das ist mir scheißegal, denn ich liebe
seit meinem Petsoundsurknall vor
einigen Jahren Brians Musik über alles und kann mich auch über
das neue Werk wie Bolle freuen! Zwar brauch ich Elton John nicht
so unbedingt, der hier den Opener "How Could We Still Be Dancin'"
dominiert, der auch noch einen etwas platten Text hat - aber wegen der
Texte hörte man sich ja schließlich auch nicht die Beach Boys
an! Direkt danach kommt der Hammer: "Soul Searchin'", das der
eine oder andere von Euch vielleicht schon vom schönen
Solomon-Burke-Comebackalbum kennt, ist ein "posthumes Duett
dank modernster Studiotechnik" von Brian und seinem verstorbenen
Bruder Carl Wilson, um dessen alte
Gesangsspur aus den 90ern von einem nie fertig gestellten Beachboys-Comebackversuch
Brian eine komplette neue Aufnahme aufbaute. Zum Herzerweichen schön!!!
Ansonsten singt Brian alle Chöre selber und macht das sehr gut (wo
er doch angeblich nicht mehr so gut singen kann!)(01.08.2004) |
| Missiouri: "... In Voodoorama" (Tapete, Jan. 2004) |
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| Joss Stone: "The Soul Sessions" (Virgin/S-Curve, Jan. 2004) |
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| Chris Eckman: "The Black Field" (Glitterhouse, Feb. 2004) |
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| The Flatlanders: "Wheels Of Fortune" (Blue Rose/New West, Feb. 2004) |
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| Julia Hülsmann Trio With Anna Lauvergnac: "Come Closer" (Act, Feb. 2004) |
Ich muss zugeben, dass ich erst über die Randy Newman-Connection
auf diese Platte aufmerksam geworden bin. Das deutsche Jazzlabel Act
war mir völlig unbekannt, die Pianistin Julia Hülsmann
kannte ich nur dem Namen nach. Interessanterweise ist Siegfried E.
Loch Betreiber des Labels: im (zarten) Alter von 25 Jahren wurde
er 1965 Chef der deutschen Filiale von United Artists/Liberty
in München (wir haben ihm solche Bands wie Can, Amon
Düül II und Krokodil zu verdanken!), später
dann Deutschland-Chef und noch später sogar Europachef von WEA,
bevor er vor ca. 10 Jahren dieses (inzwischen scheinbar) recht erfolgreiche
Independent-Jazzlabel gründete. Da werde ich sicherlich weiterforschen:
nach ECM das erste Jazzlabel aus Deutschland, dass mich mit seinem
"Stallgeruch" auch auf andere seiner Künstler neugierig
macht! |
| Norah Jones: "Feels Like Home" (Blue Note, Feb. 2004) |
Jetzt wo die Platte bei mir läuft, bin ich total begeistert. Es
ist zwar kein Hit vom "I Don't Know Why"-Kaliber dabei, was
vielleicht gar nicht so schlecht ist, denn so wird das bei mir sicherlich
eine Platte mit Langzeitwirkung. Und viel Wurlitzer-Piano. Falls das
jemanden interessiert. |
| Lambchop: "AwCMon/NoYouCMon" EMI/Labels/City Slang, Feb. 2004) |
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| Laura Veirs: "Carbon Glacier" (Bella Union, Feb. 2004) |
Das vierte Album der Sängerin, die ich leider erst seit "Saltbreakers",
Album #6, auf dem Radar habe. Aber auch auf "Carbon Glacier"
ist schon alles da, was ich an dieser Songschreiberin liebe ... (22.03.2010) |
| Bonnie Prince Billy: "Sings Greatest Palace Music" (Domino, März 2004) |
Ich höre zwei Arten von "Popmusik" zur Zeit besonders gerne:
Lo-Fi-Geschrammel und rustikale Countrymusik. Hauptsache, die Lieder sind
gut. Und wenn so was zusammenkommt, wie jetzt bei Will Oldham (="Palace
Music" = "Bonnie Prince Billy"), so findet ich diese Idee
auf jeden Fall interessant. Die Band ist erstklassig besetzt (aus der
1. Nashville-Liga, wie z.B. Stuart Duncan an Fiedel und Mandoline!)
und die Songs von Oldham wären nicht wirklich gute Songs, wenn man
sie durch "richtig gespielte" Begleitung zerstören könnte!
Die offensichtlich live eingespielten Basictracks der Profis wurden dann
noch mit Keyboard-, E-Gitarren- und Gesangsoverdubs von alten Kollegen
aus der "Alternative-Szene" angereichert (vor allem Leute aus
dem Lambchop-Umfeld). Außerdem singt Will Oldham
nach wie vor recht "eigentümlich" und nicht wie die "richtigen"
Sänger, die von den Nashville-Cracks sonst begleitet werden. Also
alles halb so schlimm für die alten Fans. Und Will's Vollbart (Coverrückseite)
sieht nach wie vor scheiße aus, was sogar ich als Bartträger feststellen
muss!(04.04.2004) |
| Grant Lee Phillips: "Virginia Creeper" (Cooking Vinyl, März 2004) |
Zwar schon vom letzten Jahr, aber für mich noch neu, da erst kürzlich
von meiner Schwester als Geburtstagsgeschenk bekommen. Grant Lee Phillips
hatte mal einen Hit mit der Band Grant
Lee Buffalo ("Fuzzy") und ist seit einigen Jahren solo unterwegs.
Beim mir leider nicht bekannten Vorgängeralbum soll er mit Computerrhythmen
experimentiert haben und ist dafür hart kritisiert worden - und hat
jetzt mit diesem akustischen Singer/Songwriter-Album wohl auch ein wenig
Abbitte geleistet. Ein wunderschöne Platte ist das geworden! Der
eine oder andere von euch kennt Mr. Phillips vielleicht vom (Fern-) Sehen,
denn er spielt in der ausgezeichneten Serie "Gilmore Girls"
(die sich jeder Musikfreak ansehen sollte!) den Dorfbarden mit regelmäßigen
Kurzauftritten auf dem Dorfplatz von "Stars Hollow" und gelegentlich
sogar eine kleine Sprechrolle!(10.04.2005) |
| Me And Cassity: "Between Wake And Sleep" (Tapete, März 2004) |
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"Erfreulich verfeinert und elektrifizierter ( ) überrascht der notorische Pilzkopf mit netten Details (Frauenstimmen, Bläser, Violine, Cello). Und immer wieder diese unerwartet schönen Momente zwischen Melancholie und Wehmut. Zeitlos schöne Songs. Respekt." (Musik Express) ... über das Lob hat sich der Dirk sicherlich gefreut, auch wenn "die Bläser" nur aus dem Trompeter Jan-Peter Kloepfel bestehen und überhaupt kein Geiger dabei ist ... aber egal! |
| The Good Life: "Lovers Need Lawyers" (Saddle Creek, März 2004) |
Von
der Band weiß ich nicht viel: sie stammen wie Bright
Eyes aus Oklahoma und veröffentlichen ihre Platten auf dem gleichen
Label. Gekauft habe ich mir diese 7-Track-EP dieser mir zu dem Zeitpunkt
noch völlig unbekannten Band eigentlich nur deshalb, weil es sich
um eine eine 10-Zoll-SCHALLPLATTE handelt. Für die jüngeren unter Euch: vor den MP3-Playern gab's mal CDs, davor Schallplatten aus VINYL in groß als Langspielplatten (12 Zoll) und in klein als Singles (7 Zoll). Und noch viel früher waren Schallplatten noch aus Schellack und 10 Zoll im Durchmesser. Manchmal können sich die Künstler oder Marktstrategen dann nicht entscheiden - 7 Lieder mit insgesamt 20 Minuten sind eben zu kurz für LPs und zu lang für Singles: eben EP,. Maxisingles oder Minialbum genannt. Je nach Geschmack. Und so etwas gibt es dann gelegentlich auch heutzutage noch im 10-Zoll-Format für Vinylfreaks zu kaufen. Und so was finde ich eben irgendwie niedlich. Und man entdeckt dabei manchmal sehr interessante Musik. Ach ja, The Good Life, das Vehikel von Sänger/Songschreiber Tim Kasher, spielen etwas, das man früher mal schlicht und einfach "Rockmusik" nannte. Kein Punk, kein Metall, kein Schrammelpop, kein Folk: ROCKMUSIK. Wahrscheinlich hätte diese Schallplatte ohne das Hype um Oklahoma-Bands nicht den Weg nach Europa und sogar in den Mediamarkt von Duisburg-Müxlü gefunden. Aber wahrscheinlich stand die Platte da schon seit letztem Jahr herum. (04.12.2005) |
| Natalie Merchant: "The House Carpenter's Daughter" (in-Akustik/Myth America, März 2004) |
Die Ex-Sängerin der 10,000 Maniacs
ist seit letztem Jahr wie viele andere große Künstler "vertragsfrei",
wie man/frau so schön sagt. Ob freiwillig oder nicht, weiß ich leider
nicht. Auf jeden Fall brachte sie im vergangenen September exklusiv über
ihre Webseite dieses Album mit alten Folksongs heraus, dass jetzt endlich
auch einen Vertrieb (zumindest hier bei uns) gefunden hat. Beim ersten
Hören ging die Platte noch irgendwie ohne tiefen Eindruck zu hinterlassen
durch meine Gehörgänge. Es hat eine gewisse Zeit gebraucht,
bis ich entdeckt habe: eine wunderschöne Platte! Wer Fairport
Convention covert ("Crazy Man Michael" vom Klassiker
"Liege & Lief") kann
kein schlechter Mensch sein. Und ich muss mal wieder meine alten Sandy
Denny-Platten rausholen.(21.07.2004) |
| The Creekdippers (Mark Olson/Victoria Williams): "Mystic Theatre" (Glitterhouse, April 2004) |
Ich liebe die Musik der Jayhawks,
besonders die mit dem Gesangs- und Gitarrendoppel Mark Olson/Gary
Louris, natürlich auch die späteren Jayhawks
ohne Mark. Vor allem aber hat es mir Victoria
Williams mit ihrer "ungewöhnlichen" Stimme und den
tollen Songs angetan. Bisher waren die Creekdippers ja eher das Pseudonym
von Olson, genauso wie die "Palace
Brothers" und "Me And Cassity"
auch keine richtigen Bands sind. Inzwischen bildet das Ehepaar Olson/Williams
auch ein musikalisch gleichwertiges Paar. Das könnte vielleicht (Achtung:
Spekulation!) daran liegen, das Mrs. Williams keinen Solokünstlervertrag
mehr hat, denn 3 der Lieder sind von ihr gesungen und komponiert und im
Gegensatz vom Rest auch nicht von Olson, sondern Don Heffington
produziert und auch nicht mit den Musikern der anderen "Olson-Tracks"
aufgenommen worden! Wie auch immer! Auf jeden Fall sind die beiden jetzt auf Europatournee und spielen übernächste Woche, am 19.05., bei uns im Weseler Karo! Einen Tag bevor wir mit unserer W4L-Truppe nach Plauen aufbrechen! Perfektes Timing! Selten habe ich mich in letzter Zeit schon im Vorfeld so auf ein Konzert gefreut - da fällt mir nur Emmylou in Düsseldorf im vergangenen Jahr ein. (01.05.2004) |
| Jerry Garcia & David Grisman: "Been All Around This World" (Acoustic Disc, April 2004) |
Ungefähr
die fünfte CD aus den gemeinsamen musikalischen Aktivitäten
der beiden von 1991 bis kurz vor Jerrys Tod (1995?) und nach Angaben von
Grisman wohl die letzte Veröffentlichung. Da einzelne der posthumen
CDs (nur ein titelloses Album
erschien bereits zu Lebzeiten von Jerry 1991) wohl nur was für echte
Deadheads sind, hatte ich keine allzu großen Erwartungen und die Platte
auch nicht sofort gekauft (Acoustic Discs sind nicht die billigsten!).
Vor wenigen Tagen kam mein alter Kumpel Jürgen vorbei und brachte mit als verspätetes Geburtstagsgeschenk dies Album, das so schön ist, dass es auch außerhalb der nach meiner neuesten Erkenntnis leider doch nicht ganz so musikalisch freigeistigen Deadheadszene (siehe W4L in Plauen 2004) seine Freunde finden sollte! Danke, Jürgen (es ist im Übrigen sehr mutig, mir als notorischem Musiksnob eine CD zu schenken: entweder hab ich sie schon oder mag sie nicht) (13.06.2004) |
| Charlie Musselwhite: "Sanctuary" (Real World, April 2004) |
Einer
der besten Bluesharperspieler unseres Planeten, aufgenommen im Studio
von Peter Gabriel (auch gesponsort von Herr G.?), produziert von
John Chelew, dem wir auch so wunderbare Alben wie John Hiatts
"Bring The Family"
und Norma Winstones Album von 1996
zu verdanken haben. |
| Loretta Lynn: "Van Lear Rose" (Interscope, Mai 2004) |
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Zurück zum eigentlichen Thema: Jack White, der Liebling
aller Kritiker, ist großer Fan der alten Dame der Countrymusik und hat
ihr neues Album also produziert - und sogar mit einem Bassisten eingespielt!
Vielleicht hätte Loretta bei einem authentischeren White-Stripes-Sound
auch nicht mitgemacht. Zwar kannte ich bisher nicht sehr viel von Loretta
Lynn, aber die Kombination der beiden erschien mir sinnvoll, wenn ich
auch den Vergleich zum Gespann Johnny Cash/Rick Rubin
für einen extrem hohen Maßstab hielt. Jetzt ist die CD da
und läuft gerade: und ich bin sehr erfreut über das was ich
da höre! |
| John Martyn: "On The Cobbles" (Independiente, April 2004) |
Neulich im Auto von meinem guten Freund Wulf. Wie immer läuft gute
Musik. Ich höre John Martyn, kenne aber das Lied nicht! Es klingt
sogar ein wenig nach den 70ern, als Herr Martyn noch gerne auf seiner
akustischen Martin spielte (sein Künstlername ist tatsächlich
ganz banal auf seine Vorliebe für diese tollen Gitarren zurückzuführen!),
aber ich kenne das verdammte Lied nicht. Gedächtnislücke? Alte,
aber neu veröffentlichte Outtakes aus den 70ern? NEIN, aber ein (fast)
neues Album vom letzten Jahr. Die Freude ist riesengroß, denn so richtig
viel gute Musik kam da bei ihm in den letzten Jahren für meine Geschmack
nicht zusammen. Zuviel Keyboards und Phil Collins - mehr muss ich wohl
nicht sagen.Übrigenz sind gerade alle alten Island-Alben von Herrn Martyn zu günstigen Preisen wiederveröffentlicht worden. Bei "Bless The Weather" (1971) hab ich dann noch mal zugeschlagen, neben "Solid Air" (1973) und "One World" (1977) mein absoluter Favorit. (17.12.2005) |
| Patti Smith: "Trampin'" (Columbia, Mai 2004) |
Patti Smith muss ich im Pantheon meiner alten Helden wohl immer höher
hängen, denn im Gegensatz etwa zu Neil Young ist auch das neueste
Album mal wieder ganz wunderbar geworden. Und ich muss wieder ganz sentimental
an das letzte Haldern-Open-Air zurückdenken, wo sie mit ihrer Band
einen grandiosen Auftritt hingelegt hatte und vorher auf dem Festivalgelände
2 Meter vor mir vorbeispazierte... Ach ja...(13.06.2004) |
| Neal Casal: "Return In Kind" (Fargo, Juni 2004) |
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Sofort musste ich an Robert Forsters "I
Had A New York Girlfriend" und gleich zwei Alben von den Walkabouts
denken. Schnell war die Idee einer neuen Webseite geboren: "Singer/Songwriter
covern Singer/Songwriter", quasi wie bei "Musician's Musician"! |
| Nick Drake: "Made To Love Magic" (Island, Juni 2004) |
Das ist natürlich keine wirklich neue Platte, da unser aller Held
ja schon lange tot ist. Aber bei Nick Drake macht mich schon ein einziges
neues (besser gesagt: neu entdecktes) Lied glücklich. Der Titelsong
"I Was Made To Love Magic" ist eigentlich ein Outtake vom Debüt
"Five Leaves Left" und
gab's schon mal in der Demoversion auf der 80er-Compilation "Time
Of No Replay" zu hören. Für die Neuveröffentlichung
hat der damalige Arrangeur des geplanten Streicherarrangement, Robert
Kirby, dieses neu einspielen lassen und mit der alten Gesangspur kombiniert.
Island setzt wohl nach dem Erfolg von "Pink Moon" in der Golf-Werbung auf ein gewisses kommerzielles Potential und hat das Lied, wie ich hörte, sogar als Single veröffentlicht. Ich glaub, ich werde mir meine erste 7inch seit Jahren zulegen müssen! Mehr Informationen gibt's, wenn Ihr mal auf das kleine "I" klickt! (20.06.2004) |
| The Grateful Dead: "Rockin The Rhein With The Grateful Dead" (Rhino, Juni 2004) |
Eigentlich
fühle ich mich mit Liveaufnahmen einer meiner Lieblinxkapellen
schon längst übersättigt. Und so hart drauf wie die (echten?)
Deadheads, die ich unlängst in Plauen beim "PITB6"
erleben konnte, war ich nie. Mir waren immer die beiden semiakustischen,
songorientierten Alben "Working
Man's Dead" (über das von einem der Cops in der Serie
"Nash Bridges" gerade vor wenigen Tagen in der x. Wiederholung
auf VOX so schön philosophiert wurde) und "American
Beauty" lieber, als die 39. Live-Version von "I Know You
Rider" oder "Dark Star" im Plattenschrank zu haben. Vereinzelt
habe ich mir dann auch mal eine der "Dick's Picks"-CDs gekauft
- und hab sie nach 1 bis 2 mal hören zumeist schon in mein Archiv
überführt ("From The Vaults ... Into The vault")
, wofür diese CDs dann doch ein bisschen zu teuer sind. Trotzdem habe ich mir diese Neuveröffentlichung vom Düsseldorfer Auftritt vom 24.04.1972 aus der Rheinhalle (=Philipshalle?) gekauft- und finde sie trotzdem sehr, sehr schön! OK - das Cover ist eine ausgemachte Scheußlichkeit (wer denkt sich so was aus? Ami-Fantasien über Deutschland?), aber alles klingt richtig gut (von den originalen 16-Spur Tapes gemixt und durch HDCD-Mastering tontechnisch aufgefrischt). Die musikalischen Highlights sind sicherlich das dreiviertelstündige "Dark Star", mit einem kurzen "Me And My Uncle" in der Mitte, und die exzellente Version des Rascals-Klassikers "Good Lovin´" (den ich mit den Rusty Nails immer gerne gespielt habe und bei unserem Revivalkonzert am 17.07.2004 auch wieder singen werde!) mit einem gut aufgelegten Pigpen (der leider kurz drauf verstarb) und der mit dieser CD-Box wohl besonders gewürdigt werden soll. (02.07.2004) |
| Wilco: "A Ghost Is Born" (Nonesuch, Juni 2004) |
Was soll ich hier viel erzählen? Am besten selber die Artikel im
Rolling Stone und/oder Musikexpress lesen. Die Wichtigkeit dieser Band
für mich (und andere?) kann man gar nicht deutlich genug hervorheben
- nach der neuen Patti Smith-Platte ist es erst die zweite Neuerscheinung
in diesem Jahr, wo schon vor dem ersten gehörten Ton klar war, dass
ich sie umgehend erwerben musste (O. K.: das passiert öfter!) und
wo ich sicher war, dass sie auf jeden Fall toll wird (Neil Young: eat
your heart out!). Verlässlichkeit kann also auch was Schönes
sein. Was übrigenz nichts über die Musik auf "A Ghost Is
Born" aussagt, denn Jeff Tweedy und seine Mannen klingen jedesmal
anders...(27.06.2004) |
| The Libertines (Rough Trade, Aug. 2004) |
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PS: das mit "2xG+B+D" machen Franz Ferdinand genauso. Aber da singt glaube ich nur einer. |
| Tift Merritt: "Tambourine" (Lost Highway, Aug. 2004) |
Nicht mehr ganz neu - aber was soll´s. Bei Erscheinen der CD
im letzten Sommer hatten mich die Vorbesprechungen, die von "Travelling
Wilburys" und "rollenden Gitarren-Rockern" sprachen, noch
vom Kauf abgehalten, denn ich wollte mir meine Begeisterung über
das wunderschöne Debüt "Bramble
Rose" im "Alternative Country-Stil" nicht zerstören.
Nun sitze ich hier und höre Album #2 also mit deutlicher Verspätung
- und finde das Album einfach nur schön. Die Songs und besonders
die Stimme von Mrs. Merritt erstrahlen in jedem musikalischen Umfeld.
Auch der "Rockanzug" mit versierten L-A.-Studiomusikern unter
der Produktionsregie von George Drakoulias passt: Neal Casal,
Mike Campbell, Benmont Tench, Gary Louris u.a. gehören
sicherlich eher zu den "Guten" als den "Bösen"
im Musikgeschäft. Auffallend auch der tolle Gospel-Chor der Waters-Familie,
die schon seit Jahrzehnten dabei ist und anscheinend immer noch gerne
singt, wie man am Lachen und Klatschen am Ende vom letzten Lied deutlich
hören kann. Und irgendwo soll auch meine Traumfrau (sorry, Tift!)
Maria McKee mitsingen...(18.02.2005) |
| Kathryn Williams: "Relations" (EastWeast/Caw, Aug. 2004) |
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Inzwischen kann ich auch noch mehr von der Dame empfehlen, z.B. "Old
Low Light" von 2002. |
| American Music Club: "Love Songs For Patriots" (Cooking Vinyl, Sept. 2004) |
Vor etwa 1o Jahren hatte der Club seine Tore geschlossen: nach mehreren
sehr guten Independent-Alben (z.B. "Everclear"
von 1991) gab es noch 2 Versuche beim Major Virgin, die zwar genauso gut
waren, aber sich (natürlich) nicht gut genug verkauft haben. Die
anschließende Solokarriere von Sänger/Songschreiber Mark Eitzel
war aus meiner Sicht sehr wechselhaft von Interesse (u.a. das sehr schöne
"60 Watts Silver Lining"
von 1996, ein "kommerzieller" Versuch mit Peter Buck
von R.E.M., eine Elektronikplatte, die ich mir gar nicht angehört
habe und zuletzt eine CD mit griechischen Musikern und alten AMC-Klassikern.
Letztere hatte ich mir kürzlich aus einem Ramschverkauf besorgt und
musste feststellen: die altem AMC-Stücke sind richtig klasse! Das
dachte wohl auch Herr Eitzel und dachte noch weiter: warum nicht wieder
mit den Musikern spielen, die diese Lieder am besten interpretieren können?
Egal, was nun die tatsächlichen Beweggründe waren: der alte
Club ist fast in Originalbesetzung (neben Eitzel sind das Gitarrist Vudi,
Bassist Dan Pearson, Trommler/Produzent Tim Mooney und der
neue Keyboarder Mark Capelle) zusammen und liefert eines der besten
und gleichzeitig glaubwürdigsten Comebacks des Jahres, denn Television
und die Pixies meldeten sich ja leider nur live zurück, ohne
neues Material. Das neue Songmaterial von Mark Eitzel hat es in sich,
allerdings sind mehrere Hördurchgänge erforderlich, um die Qualität
der neuen Lieder zu erkennen. Keine direkten Ohrwürmer, sondern Tiefgang
pur.(28.09.2004) |
| Elvis Costello & The Imposters: "The Delivery Man" (Lost Highway, Sept. 2004) |
Was
soll man zu Elvis Costello noch viel sagen? Ich mag den Mann ja schon
ziemlich lange, habe mich ab Mitte der 80er durch seinen damals schon
nicht kleinen Backkatalog gewühlt, war dann zu Zeiten von "King
Of America" und "Blood
& Chocolate" (beide von 1986) auf dem aktuellen Stand und
habe seine Karriere danach als Fan mit großem Interesse verfolgt. Dieses
Interesse lies allerdings in den letzen Jahren stark nach: viele seiner
stilistisch breit gefächerten Veröffentlichungen habe ich mir
dann auch gar nicht mehr angehört. Meine bislang letzte Costello-Erwerbung
war "Painted From Memory"
von 1998, die schöne Zusammenarbeit mit Burt Bacharach, während
ich die Wiedergeburt der Attractions ca. 1994 auf "Brutal
Youth" im Gegensatz zur Kritikermeinung nicht so toll fand. Die Attractions
heißen jetzt Imposters und bestehen neben den alten Attraktionen
Steve Nieve (keyb) und Pete Thomas (dr) aus Neuzugang Davey
Faragher (Cracker, John Hiatt) am Bass. Die Rückkehr zur "Rockmusik",
in Verbindung mit den drei hochkarätigen Gästen John McFee
an der Pedalsteel (spielte schon auf Elvis Debüt "My
Aim Is True" von 1977!) und vor allem meinen beiden Lieblingssängerinnen
Lucinda Wiliams und Emmylou Harris hat mich dann doch dazu
gebracht, mir die neue Platte ungehört bei der Neuerscheinung anzuschaffen.
Nachdem sie jetzt einmal durchgelaufen ist kann ich sagen: gute Platte,
ohne offensichtliche Ohrwürmer, die man noch öfter hören
kann und muss. Werde ich tun...Gleichzeitig ist auch noch ein klassisches(?) Orchesterwerk erschienen. Das werde ich mir aber ersparen... (30.09.2004) |
| Fairport Convention: "Over The Next Hill" (Compass/Matty Groves, Sept. 2004) |
Ich bin schon recht lange ein Fan der besten englischen Folkrockband aller
Zeiten - eigentlich schon seit ich mir als Teenie Mitte der 70er das Meisterwerk
"Unhalfbricking"
gekauft habe. Im meinem Platten- und CD-Regal steht inzwischen so ziemlich
jedes Alben der Band und auch die meisten Soloalben von Sandy
Denny, Richard Thompson,
Iain Matthews und anderen
Ex-Fairportlern. Mit einer Unterbrechung von 1979 bis 1983 hat es die
Band auch immer gegeben. Auch wenn die Band unter Führung von Gründungsmitglied
Simon Nicol (der allerdings von 1973-1976 nicht dabei war) und
Bassist Dave Pegg (seit dem Album "Full
House" von 1970 ununterbrochen an Bord) sicherlich nicht mehr
so hochkarätige Musik abliefert, wie mit Richard
Thompson und Sandy Denny,
zwei der besten britischen Singer/Songwriter, so mag ich doch auch das
Spätwerk der Band unter der Führung von Nicol, Pegg
und Trommler Dave Mattacks, letzterer seit Beginn des neuen Millenniums
von Gerry Conway ersetzt (der mit Sandy
Denny schon bei Fotheringay
gespielt hat!). Nur strahlten die Alben der 80er und 90er alle eine gewisse
- wie soll ich's jetzt sagen? - "Behäbigkeit" aus, sodass
ich sie bislang auch nicht unter meinen Plattentipps aufgeführt habe.
"Over The Next Hill", die erste Studioproduktion seit ca. 5
Jahren, klingt aber wieder deutlich besser und frischer. Die "alten
Herren" (hab ich schon erwähnt, dass Simon Nicol wie Jürgen
von der Lippe aussieht?) scheinen irgendwie "die zweite Luft"
bekommen zu haben. Außerdem hat man ganz unpeinlich den einzigen echten
"Hit" der Band "Si Tu Dois Partir", die französisch
gesungene Version des Bob Dylan-Songs "If You Gotta Go" von
den Basement Tapes, neu aufgenommen
und dabei sogar einen Schlagzeugbreak des damaligen, leider früh
bei einem tragischen Autounfall der Band verstorbenen Martin Lamble
mittels moderner Sampletechnik eingefügt. Dass ich das Album erst jetzt mit einjähriger Verspätung vorstelle, liegt übrigenz daran, dass es bislang nur als überteuerter englischer Import von weit über 20 Euro zu bekommen war und erst kürzlich von mir bei einem Versandhandel zu einem akzeptablen Preis die US-Version entdeckt wurde! (25.09.2005) |
| Peter Rowan & Tony Rice: "You Were There For Me" (Rounder, Sept. 2004) |
Auf der CD steht zwar" (P) 2004", aber erst in diesem Monat
hat die Platte in´s alte Europa gefunden! Wunderbar entspannte akustische
Musik, die bedingt durch die Vorgeschichte der Hauptdarsteller schon ein
wenig nach Bluegrass klingt - aber eigentlich ist es nur eine einfache
Singer/Songwriter-Platte, denn es gibt fast nur neue Orginalsongs von
Peter Rowan, die Tony Rice mit seinem fantastischen Gitarrenspiel
veredelt. Unterstützung kommt an Kontrabass und Mandoline von Bryn
und Billy Bright. Ehepaar oder Geschwister? Müsste ich mal
googeln.(22.02.2005) |
| Terry Callier: "Lookin' Out" (Verve, Okt. 2004) |
|
Selber gehört habe ich ihn erstmals bei seinem grandiosen Comeback
nach über 10jähriger "Babypause": Timepiece
von 1998, dann aber nicht alle neuen Alben immer mitbekommen. Das neue
Werk ist jetzt wieder eine richtig tolle jazzige Singer/Songwriterplatte
geworden, aber es sind - ihr werdet euch nicht wundern - mal wieder
die Coverversionen, die mich neugierig gemacht haben, die für die
beiden Varianten stehen, weshalb ich gute Coverversionen so spannend
finde: zum einen das ausgelutschte "kann man eigentlich nicht mehr
nachspielen"-Lied, dem überraschendes neues Leben eingehaucht
wird, hier vertreten durch den Beatles-Klassiker "And I
Love Her". Zum anderen die (Wieder-) Entdeckung eines lange verschollenen
Schatzes: hier ist es "What About Me" von Dino Valenti.
Kennt Ihr nicht? Quicksilver Messenger Service! Hippiemusik!
|
| Pat Johnson: "Famous Butterflies" (Flare, Okt. 2004) |
Nach
zwei beim Bremer Label Strange Ways Mitte/Ende der 90er entstandenen Soloalben
(das tolle und von mir jetzt wiederentdeckte "Mooner"
und das etwas verunglückte "Invisible Juan") gibt es endlich
wieder was Neues von Penelope Houstons musikalischem
Partner, der dabei inzwischen wohl die gleiche (musikalische) Bedeutung
hat wie Dave Rawlings für Gillian Welch. Im Untertitel
heißt es untertreibend "Live And Unreleased", was auf eine Resteverwertung,
aber keine neue Platte mit einem künstlerischen/stilistischen Zusammenhalt
hindeutet. Und tatsächlich stammen 6 der 11 Lieder aus Zeit von 1992-94:
eben Liveaufnahmen und Demos mit und ohne seine damalige Band The
Wellsprings Of Hope, aber nur ein Lied ist mir bekannt, und zwar der
wunderbare "Another Train Blues", den es damals nur auf einer
(inzwischen raren) 7"-Single gab! Und auch die an's Ende (!) gepackten
5 neuen Lieder haben es in sich: ein Duett mit Penelope und vier, auf
denen der legendäre Byrds-Trommler und Multiinstrumentalist Gene
Parsons an Pedal Steel, Banjo und Mandoline sein Können zeigt.
Einziger Kritikpunkt also: warum kein komplettes neues Album? Wahrscheinlich
ganz banal eine Frage des Geldes!(09.10.2004) |
| Buddy Miller: "Universal United House Of Prayer" (New West, Okt. 2004) |
Buddy's neuestes Werk. Ob es ein "Meisterwerk" ist (meint man
zumindest im Glitterhouse) kann ich noch nicht sagen. Auf jeden Fall ein
Buddy Miller (wie eigentlich immer) in Höchstform. Bleibt für
mich nur abzuwarten, ob sich die Songs zu Dauerbrennern in meinem Player
entwickeln werden...(23.10.2004) |
| "Enjoy Every Sandwich - The Songs Of Warren Zevon" (Artemis, Okt. 2004) |
|
Hier ein Auszug aus der Liste der weiteren Beteiligten: Jackson
Browne, Bonnie Raitt, Steve Earle, Don Henley,
David Lindley, Ry Cooder, Jennifer Warnes, die
Pixies und die Wallflowers. (Dylan Junior!) |
| Kings Of Leon: "Aha Shake Heartbreak" (BMG/Handmedown, Nov. 2004) |
Beim
Cover bitte nicht wundern. Wie schon beim letztjährigen
Debüt der Burschen ist auch die neue CD zusätzlich als 10"-Doppelalbum,
sogar mit Klappcover und aus durchsichtigem Vinyl erschienen - und hat
eben im Unterschied zur CD eine weiße Orchidee vor schwarzem Hintergrund
vorne drauf. Und ist wie die W4L-CDs durchnummeriert:
mein Exemplar hat die Nummer 6928 (da werden wir mit Louischen wohl kaum
hinkommen!). Jetzt muss ich mich für diese Autofahrmusik doch wieder
um eine "CD-Sicherheitskopie" bemühen... Oder einen Plattenspieler
für's Auto?(31.12.2004) |
| Minnie Driver: "Everything I've Got In My Pocket" (EMI/Liberty, Nov. 2004) |
Dürfen Schauspielerinnen Platten aufnehmen? Da ja auch Sängerinnen
wie Whitney H., Jennifer L. und zahlreiche andere umgekehrt in Filmen
mitspielen, ist das ja wohl nur mehr als fair! Viele tun es dann ja auch,
wobei ich es anderen überlasse zu beurteilen, ob sie's lieber lassen
sollten (Westernhagen, Ochsenknecht, Herbert G., Savalas, Shatner, Hasselhoff,
etc.). Außerdem fällt mir als altem Kinobanausen sowieso kein Film
ein, wo Mrs. Driver mitgespielt hat. Sie soll allerdings in Hollywood
eine größere Nummer sein. Musikalisch sieht's bei ihr auf jeden Fall gut aus: sie hat da eine wirklich schöne Platte abgeliefert, die sehr eigenständig ist, wenn auch klar&deutlich in der Singer/Songwriter-Ecke verwurzelt. Sie singt mit schöner Stimme (ähnelt ein wenig der von Natalie Merchant), hat alle Texte und einen großen Teil der Musik selbst geschrieben. Das einzige Cover ist eine gelungene Version von "Hungry Heart" vom Boss. Manche Arrangements klingen -vielleicht aufgrund der beteiligten Musiker (u.a. Jeff Trott, sowie Rami Jaffee und Mario Callire von den Wallflowers)- ein wenig nach Sheryl Crow, was aber angesichts anderer populärer Möglichkeiten der Orientierung (Madonna, Janet Jackson, ...) doch eher als angenehm einzuschätzen ist. (30.12.2004) |
| Loretta: "And The Persuit Of Happiness" (naïv, Nov. 2004) |
... ein weiteres der vielen wunderbaren Alben (Nummer 9?) dieser wunderbaren
Band aus Stuttgart, das ich mir in letzter Zeit besorgt habe. Begonnen
hatte es ja mit den Alben "Goodbye"
von 2000 und ""Swimming Pool"
von 2001, die ich in der Grabbelkiste eines Weseler Plattenladens entdeckte.
"Science Fiction" von 2006
war danach das erste Album, das mich bereits kurz nach der Veröffentlichung
verzückt hat, aber dazwischen gab es 2002 noch "La Capitale
Des Douleurs" und dieses hier, die ich aus nicht mehr nachvollziehbaren
Gründen damals verpasst habe. Egal. Jetzt kann ich auch diese durchgängig erstklassigen Songs von Andreas Sauer geniessen. Einmal darf sogar Gitarrist Klaus Paul ein eigenes Lied vortragen (mehr von der Art auf seinem Album "Beautiful Ground"). Was ist sonst noch erwähnenswert? Vielleicht die jazzige Trompete von Gastmusiker Sebastian Studnitzky im fränzösisch gesungenen Eröffnungslied "Louis Malle"? Oder das klasse Akkordeon von Stefan Hiss auf "The Disco People"? Klar! Aber am schönsten ist das instrumentale "The Getaway", eine erneute Zusammenarbeit mit dem klassischen Bratschenspieler Ralph Günthner. (01.01.2010) |
| Motorpsycho Presents: "The International Tussler Society" (Stickman, Nov. 2004) |
Hinter "The International Tussler Society" verbirgt sich natürlich
meine norwegische Lieblingsband Motorpsycho, die zum Septett erweitert
hier bereits zum zweiten Mal ihrer Liebe zum Countryrock frönt. Im
letzten Jahr erschien der 1993/94 aufgenommene Soundtrack zum Film "The
Tussler" mit vielen Coverversionen (u. a. 4 Grateful Dead Songs!),
dieses mal sind es nur eigene Lieder, meist von Sänger/Bassist Bent
Saether geschrieben, der sich hier aber Charlie Bob Bent nennt.
Mit dabei sind auch wieder der Sänger/Pianist Barry Hillien,
der Pedalsteeler K.K. Karlsen und der Trommler Lolly Hanks.
Neu dazu stieß der zweite Trommler Ringo Karlsen, sodass Hakon
Gebhardt, der bei Motorpsycho eigentlich für dieses Instrument
zuständig ist, sich auf das Banjo konzentriert, das er ja auch in
seiner Zweitband HGH schont spielt. Toll
anzuschauen ist auch der Film zur Entstehung der Aufnahmen im tiefsten
norwegischen Winter (Februar 2004), der ohne Aufpreis sowohl der CD- als
auch der Doppelvinylausgabe als DVD beigefügt ist.(29.12.2004) |
| Rufus Wainwright: "Want Two" (Geffen, März 2005/Nov. 2004) |
|
Die Musik? Zwar erinnert die Stimme entfernt an den Papa Loudon
Wainwright III (aber da den ja kaum einer noch kennt, hilft das
wohl nicht bei der Orientierung. Auf jeden Fall ist das Pop-
und auf keinen Fall Rockmusik: zentrale Bedeutung haben die Stimme
von Rufus, sein Pianospiel und seine Texte, in denen er sehr offensiv
und gleichzeitig völlig unaufdringlich und unaufgeregt sein Schwulsein
thematisiert. E-Gitarren und Schlagzeug (1x trommelt Levon Helm,
1x erklingt die Gitarre von Dylan-Begleiter Charlie Sexton) kommen
zwar vor, sind aber eben nur zwei von vielen eingesetzten Klangfarben.
Orchesterarrangement stammen zum Teil von Van Dyke Parks. Die
Familie kommt als Chor zum Einsatz: Mama Kate
McGarrigle, Tante Anna McGarrigle,
Schwester Martha Wainwright, Kusine Lily Lanken.
Grossen Einfluss hatte sicherlich auch Produzent Marius de Vries
, der schon mit Björk und Neil Finn gearbeitet hat,
und hier wohl für den Zusammenhalt von Tradition und Moderne sorgt.
Grosse Platte. |
| Charlie Dore: "Sleep All Day And Other Stories" (Black Ink, 2004) |
Eine
absolute Zufallsentdeckung! Ende der 70er hatte die Dame mal einen kleinen
Hit in England mit "Pilot On The Airwaves", war mit ihrem Country-Pop
so was wie ein "One-Hit-Wonder". Dann war sie 20 Jahr mehr oder
weniger "weg vom Fenster" bzw. aus der ersten Reihe zurückgetreten,
indem sie als Auftrags-Songschreiberin im Mainstream-Pop arbeitete (es
soll Lieder von ihr in der Version von Celine Dion geben!). Dann
jetzt plötzlich diese wunderbare akustische Platte in bester Sandy
Denny bzw. Joni Mitchell-Tradition!!!(2006) |
| "Ollabelle" (Rounder/Me & My, 2007 * Columbia/DMZ, 2004) |
Die Debüt-CD der New Yorker Band Ollabelle ist zwar schon
über drei Jahre alt, wurde aber erst Ende letzten Jahres in Europa
veröffentlicht. Hier haben sich sechs mehr oder weniger bekannte
Musiker zusammengefunden, um eine Art von Americana mit starker Erdung
in Blues und Gospel zu produzieren. So kennt man einige der traditionellen
Lieder bereits aus dem Repertoire von Ry
Cooder ("Jesus On The Mainline") oder Bruce
Cockburn ("Soul Of A Man"). Als Koordinaten kann man The
Band oder die Staple Singers nennen.
Die Stärke der Band liegt im Gesang (alle sechs Musiker singen),
aber unter den Instrumentalbeiträgen kann man besonders das Gitarrenspiel
von Jimmy Zhivago (mir bislang unbekannt) und das Keyboardspiel
von Glenn Patscha (kanadischer Jazz- und Studiomusiker, u. a. bei
Ryan Adams und Teddy Thompson
im Einsatz) hervorheben. Entdeckt habe ich die Band, weil als eine der
beiden Sängerinnen Amy Helm dabei ist, die Tochter von Levon
Helm, der selber als Gast seine Trommelstöcke schwingt und die
gesamte Band bereits zu seinen auf DVD dokumentierten Midnight Ramble-Sessions
eingeladen hatte.(23.01.2008) |
| David Kitt: "The Black And Red Notebook" (Rough Trade, 2004) |
Leider kenne ich von dem irischen Singer/Songwriter bisher nur diese geschmackvolle
Sammlung mit Coversongs (Lieder u.a. von: Sonic Youth, Toots
& The Maytals, den Beatles, R.E.M. und J.J.Cale,
um nur die bekannteren Namen zu nennen!). Aber ohne diese "Notizbuch"
wäre ich wohl nie auf ihn aufmerksam geworden - nicht weil er schlecht
ist, sondern weil es da draußen so viele gute Platten, Sänger
und Songschreiber gibt! (Juli 2006) |
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| Erstellt: 27.06.2004 | Letzte Aktualisierung: 01.04.2010 11:54 | 11450 Besucher seit dem 27.06.2004 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |

Das
5. Album von
Dies ist bereits das dritte (bzw. scheinbar sogar vierte?) Album vom
Ex-Jeremy-Days-Frontmann Dirk Darmstaedter. Viel erzählen
will ich aber gar nicht: lest am besten die Konzertkritik von Frank
Ipach im "Home Of Rock" (der Link ist auf der Infoseite
zu finden), denn Frankie & ich waren vor kurzem beim Auftritt von
Darmstädter und seinem Gitarrenspieler Dave Storey in einer
kleinen Düsseldorfer Altstadtkneipe. Das war ziemlich klasse, auch
ganz ohne Bandunterstützung.
Von
der Band weiß ich nicht viel: sie stammen wie

Ungefähr
die fünfte CD aus den gemeinsamen musikalischen Aktivitäten
der beiden von 1991 bis kurz vor Jerrys Tod (1995?) und nach Angaben von
Grisman wohl die letzte Veröffentlichung. Da einzelne der posthumen
CDs (nur ein
Einer
der besten Bluesharperspieler unseres Planeten, aufgenommen im Studio
von Peter Gabriel (auch gesponsort von Herr G.?), produziert von
John Chelew, dem wir auch so wunderbare Alben wie John Hiatts
"
Eigentlich
fühle ich mich mit Liveaufnahmen einer meiner Lieblinxkapellen
schon längst übersättigt. Und so hart drauf wie die (echten?)
Deadheads, die ich unlängst in Plauen beim "
Was
soll man zu Elvis Costello noch viel sagen? Ich mag den Mann ja schon
ziemlich lange, habe mich ab Mitte der 80er durch seinen damals schon
nicht kleinen Backkatalog gewühlt, war dann zu Zeiten von "
Ich bin schon recht lange ein Fan der besten englischen Folkrockband aller
Zeiten - eigentlich schon seit ich mir als Teenie Mitte der 70er das Meisterwerk
"
Nach
zwei beim Bremer Label Strange Ways Mitte/Ende der 90er entstandenen Soloalben
(das tolle und von mir jetzt wiederentdeckte "
Beim
Cover bitte nicht wundern. Wie schon beim
Eine
absolute Zufallsentdeckung! Ende der 70er hatte die Dame mal einen kleinen
Hit in England mit "Pilot On The Airwaves", war mit ihrem Country-Pop
so was wie ein "One-Hit-Wonder". Dann war sie 20 Jahr mehr oder
weniger "weg vom Fenster" bzw. aus der ersten Reihe zurückgetreten,
indem sie als Auftrags-Songschreiberin im Mainstream-Pop arbeitete (es
soll Lieder von ihr in der Version von Celine Dion geben!). Dann
jetzt plötzlich diese wunderbare akustische Platte in bester Sandy
Denny bzw. Joni Mitchell-Tradition!!!