Das
Album des Jahres
| Son Volt: "Trace" (Warner, Nov. 1995) |
Das Leben nach Uncle Tupelo - auch
für Jay Farrar. SEHR gute Platte! |
weitere
Highlights ...
| The Jayhawks: "Tomorrow The Green Grass" (Sony/American, Feb. 1995) |
|
|
| Portishead: "Dummy" (Go! Discs, März 1995) |
Das
ganze nennt man, so weit ich weiß "Trip Hop" bzw. den "Bristol
Sound". Ich als alter Rock-Dinosaurier kenne mich da leider nicht
aus. Aber egal - Beth Gibbons ist
eine tolle (Jazz?-)Sängerin, die Samples sind sehr geschmackvoll,
das Songwriting ist absolut stimmig und auch die Drumloops klingen so
wie Computertrommeln meines Erachtens klingen sollen, nämlich nicht
wie ein "echtes" Schlagzeug. Mich nerven Drumcomputergeschichten,
bei denen alles wie bei einem echten Trommler klingt, der aber drei Beine
und vier Arme haben müsste, um das alles in Echtzeit zu spielen. |
| Sugartown: "Swimming In The Horsepool" (Marina, März 1995) |
Hach,
was kommt da doch für wunderschöne Musik aus Schottland! Sugartown
sind ein Duo, bestehend aus der supersüßen Sängerin Gwen
Stewart (wenn ich mir das Mädel in ihrem Ringelpulli auf dem
Cover so ansehe, dann schmelze ich dahin!) und dem Gitarristen und Songschreiber
Douglas MacIntyre. Unterstützt
werden die beiden von einer Gruppe schottischer(?) Musiker, von denen
mir bisher nur die Gitarristen Ian Harvie
und Mick Slaven bekannt waren, die
bei den ebenfalls wunderbaren del Amitri
spielen bzw. spielten. Mit einigen der anderen Musiker spielte Douglas
MacIntyre vorher schon bei Love & Money,
zeitgleich auch noch bei Cowboy Mouth.
Als Chorsänger sind die Brüder David
und Ken McCluskley dabei, die auch
selber Platten in diesem leicht folkrockigen Stil veröffentlichen.
Neben ausgezeichnetem Songs von MacIntyre gibt es auch zwei Coverversionen,
die als Orientierungshilfe dienen können: "I'm Set Free"
(vom titellosen dritten Album der Velvet Underground
aus dem Jahre 1969) und "Valentine" von Willie
Nelson.Zu verdanken haben wir dieses musikalische Kleinod Marina, einem kleinen, aber feinen Label aus Hamburg. Der Prophet gilt scheinbar nichts im eigenen Land. |
| Pat Johnson: "Mooner" (Strange Ways, April 1995) |
Lange nicht mehr gehört - und was muss ich sagen? Eine wunderbare
Singer/Songwriter-Platte, die ich irgendwie wieder vergessen hatte. Erinnerungsgrund
war jetzt der gestrige Auftritt der Penelope
Houston Band im Weseler Karo
mit eben jenem Mann, einem der unterbewertetsten Musiker aus San Francisco.
Anfang der 90er gab es mal die Band The
Wellsprings Of Hope, deren einzige Konstante als Musiker und Songschreiber
Pat Johnson war, sodass dieses Solodebüt sich auch kaum von der Arbeit
dieser Band unterscheidet, deren (Ex-)Mitglieder auch hier auf einigen
Titeln vertreten sind, mit ihrem typischen Sound, einem Gemisch aus 6Ts-Garagengitarren
und Bläsern ("Garagesoul"?). Der Grossteil der Aufnahmearbeit
wurde aber bei uns in "Good Old Germany" geleistet, damals durchaus
als eine Art Refugium für US-Musiker zu betrachten, die in ihrer
Heimat nicht richtig anerkannt werden: das Plattenlabel ist aus Bremen,
der Trommler und Co-Produzent Quintus Kannegiesser
spielt(e) bei der Frankfurter Band Smiles
In Boxes (leider nie gehört). Weitere Beteiligte sind Penelope
Houston samt Band, für die Pat Johnson immer mal wieder im Studio
und als Songschreiber aktiv war. Und seit der EP "Snapshot"
von 2003 und der neuen Komplett-CD "Pale
Green Girl" ist er ja auch in ihrer Begleitband der Mannschaftskapitän!(09.10.2004) |
| Tindersticks (Quicksilver/This Way Up, April 1995) |
Das
zweite Album der Band heißt genauso wie das erste schlicht "Tindersticks",
was sicherlich nicht einer Verwirrung beim Publikum entgegenwirkt. Es
ist aber genauso gut. |
| Vic Chesnutt: "Is The Actor Happy?" (Texas Hotel, April 1995) |
Neben
Robert Wyatt der einzige singende Rollstuhlfahrer, den ich kenne
... Das ist aber völlig unwichtig, denn Chesnutt schreibt wunderbare,
wenn auch recht spröde Lieder. Wie Michael Stipe stammt er
aus Athens/Georgia. Dieser hat dann auch die ersten beiden, sehr rudimentären
Alben produziert. Unter den Songs sei euch besonders "Gravity Of
The Siuation" an's Herz gelegt, das nicht nur von "Waiting For
Louise" gecovert wurde, sondern sich auch mit 13 anderen Chesnutt-Kompositionen
auf dem empfehlenswerten Benefit-Sampler "Sweet
Relief II - Gravity Of The Situation" befindet, dort gesungen
von Nanci Griffith und Darius Rucker (Hootie & The Blowfish). |
| The Bathers: "Sunpowder" (Marina, Mai 1995) |
Bereits das dritte Album des Schotten Chris Thomson unter dem "Bandpseudonym"
The Bathers. Wie immer mit geschmackvoller, meist trauriger und
(deshalb/trotzdem) wunderschöner Musik. |
| Teenage Fanclub: "Grand Prix" (Sony/Creation, Mai 1995) |
Klasse
Gitarrenband aus Schottland, wohl wegen ihrer Fans(?) von Oasis ebenfalls
bei Alan McGee´s Label Creation, und deshalb auch letztendlich beim
Major Sony gelandet. Nur dass die drei singenden und komponierenden Gitarristen/Bassisten
Norman Blake (nicht mit dem amerikanischen Folk/Country-Gitarristen
zu verwechseln!), Gerard Love und Raymond McGuinley mit
wechselnden Drummern nicht annähernd so viele Platten wie diese verkaufen.
Und mir viel sympathischer sind. |
| Scott Walker: "Tilt" (Fontana, Mai 1995) |
|
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| Paul Weller: "Stanley Road" (Go! Discs, Mai 1995) |
Und
noch ein schönes Album von dem Mann - und dieses hatte ich doch glatt
vergessen, obwohl es schon lange in meinem Plattenschrank steht! Wieder
eingefallen ist es mir, weil es jetzt als Deluxe-Version wiederveröffentlicht
wurde, obwohl es doch gerade mal 10 Jahre alt ist. Außerdem steht es in
der Ewigkeitsliste der Leser vom Q-Magazin vom Februar 2006 auf Platz
83. Ich will jetzt nicht darüber spekulieren, ob das angemessen ist,
sondern einfach nur auf ein sehr schönes Album verweisen. Zwei Anspieltipps
noch: zum einen die tolle Coverversion von Dr. John's "Walk
On Gilded Splinters" (von dessen Meisterwerk "Gris
Gris" und die eigene Ballade "You Do Something To Me".
Als Gast ist bei einigen Liedern Steve Winwood zu hören. Das
macht für mich Sinn, denn schon Pauls
Solodebüt von 1992 hat mich an Traffic
erinnert. Einziger, subjektiver Makel der Platte: bei der Dr.John-Nummer
zupft dieser blöde Noel Gallagher die Wandergitarre...(02.03.2006) |
| Wilco: "A.M." (Reprise/Sire, Mai 1995) |
|
|
| Natalie Merchant: "Tigerlilly" (Elektra, Juni 1995) |
Schönes
Solodebüt der ehemaligen 10,000
Maniacs Sängerin. |
| Van Morrison: "Days Like This" (Exile, Juni 1995) |
|
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| Neil Young/Pearl Jam: "Mirror Ball" (Reprise, Juni 1995), "Merkin Ball" (Epic, Dez. 1995) |
|
Zum Jahresende gab´s dann unter dem parodistischen Namen "Merkin´ Ball" einen Nachschlag, diesmal unter dem Namen Pearl Jam mit Eddie Vedder als Leadsänger und bei deren Plattenfirma Epic. |
| "Elliott Smith" (Domino, Juli 1995) |
Elliott
Smith habe ich erst spät für mich entdeckt. Genauer gesagt durch die Coverversion
der Brasilianerin Luciana Souza auf ihrer CD "The
New Bossa Nova" von 2007.(16.12.2008) |
| Warren Zevon: "Mutineer" (Giant, Juli 1995) |
In den 90ern hatte ich Waren Zevon etwas aus den Augen verloren. Manche
Platte, wie diese auch, habe ich mir dann zwar noch gekauft, aber nicht
mehr so intensiv gehört wie zuvor. Jetzt habe ich das Album wegen
meinem neuen Interesse an Judee Sill
mal wieder herausgekramt, denn Warren singt hier u. a. deren einzigen
(Mini-) Hit "Jesus was A Crossmaker". Der wird zwar mit einer
Länge von 2 Minuten unter Weglassung der 3. Strophe nur verkürzt
gebracht, bekommt aber durch die karge Instrumentierung seiner ganz eigenen
Reiz: Warren begleitet sich auf dem Harmonium und lässt sich nur
von Rosemary Butler (das ist die Dame von Jackson Brownes
Klassiker "Running On Empty"
: "Won't you stay, just A little bit longer ...")
gesanglich unterstützen. Ansonsten mag ich die ganze Platte in ihrer
kargen Art doch sehr . Bis auf wenige Beiträge von bekannteren Freunden,
etwa David Lindley mit der Geige oder Bruce Hornsby mit
dem Akkordeon, hat Warren Zevon alles selber zu hause eingespielt - also
echtes "Homerecording". Und irgendwie stört es mich auch
nicht, dass es da kein richtiges Schlagzeug, sondern wohl nur ein paar
rudimentäre Drumcomputerloops gibt.(11.03.2006) |
| Die Braut Haut Ins Auge: "Was Nehm Ich Mit?" (RCA, Sept. 1995) |
Auf
jeden Fall diese Platte! |
| Spain: "The Blue Moods Of Spain" (Restless, Sept. 1995) |
Josh
Haden ist genauso wie sein berühmter Vater Charlie
Haden Bassist geworden, hat sich aber mit der Gruppe Spain stilistisch
in eine völlig andere Richtung als sein Vater entwickelt: Singer/Songwriter-Rock
(?), so langsam wie nur möglich. Wunderschöne Musik. |
| Blue Mountain: "Dog Days" (Roadrunner, Okt. 1995) |
Das Debütalbum eines der besten Gitarrentrios zwischen Rock,
Folk und Country kam damals etwas verwirrend beim Hardrocklabel Roadrunner
heraus. Gitarrist Cary Hudson, seine Frau Laurie Stirratt
am Bass (Zwillingsschwester von Wilco-Bassist John
Stirratt!) und Schlagzeuger Frank Coutch stammen aus dem tiefsten
Süden (Mississippi) und lieferten eine ganz wunderbare Musik , leider
nicht mit dem Erfolg von Wilco, Son
Volt oder Ryan Adams.(12.05.2008) |
| Freakwater: "Old Paint" (Thrill Jockey, Okt. 1995) |
Janet Bean trommelt normalerweise bei der Rockband Eleventh
Dream Day, singt und zupft hier aber zusammen mit Catherine Irwin
düstere Country- und Folkballaden. Die Stimmen der beiden klingen
wunderbar zusammen, ohne dabei kitschig zu sein. Begleitet werden sie
von einem Bassisten und einem Dobrospieler. Neben Eigenkompositionen der
Mädels und Traditionals ist besonders die Coverversion "Out
Of This World" hervorzuheben, die sogar den Autor Loudon Wainwright
III zu Tränen gerührt haben soll. |
| Emmylou Harris: "Wrecking Ball" (Grapevine/Asylum, Okt. 1995) |
Der
Titelsong stammt von Neil Youngs wunderbarem "Freedom"-Album.
Produziert hatte der Kanadier Daniel Lanois, der von seinen letzten
Großauftrag gleich die Begleitband mitbrachte, die dann auch auf diesem
Album für einen deutlichen Bruch mit dem typischen Nashville-Sound
sorgten: Drummer Larry Mullen von U2, die Bassisten Tony
Hall und Darryl Johnson von den Neville Brothers. Als
Gäste sind Steve Earle, Neil Young und die McGarrigle
Schwestern zu hören. Neben Neil Young gibt´s auch was vom
anderen Großmeister des Songwritings, Bob Dylan ("Every Grain
Of Sand"), zwei der seltenen eigene Songs ("Deeper Well"
mit Daniel Lanois und Robert Earl Keen, sowie "Waltz Across Texas
Tonight" mit Rodney Crowell verfasst). Am interessantesten ist aber,
dass hier drei der wichtigsten neuen Nashville-Songschreiberinnen (zum
Teil erstmalig) einem breiten Publikum vorgestellt werden: Julie
Miller ("All My Tears"), Lucinda Williams ("Sweet
Old World") und Gillian Welch ("Orphan Girl"). |
| The High Llamas: "Gideon Gaye" (Sony/Alpaca Park, Okt. 1995) |
...
(*****), ein Jahr später für ganze 2000 Pfund eingespielt, geht
da schon etwas weiter: Ein psychedelisches Kaleidoskop aus imaginären
Farben, wahnwitziger Instrumentierung und verworrenen Sixties-Harmonien.
Die elf Songs darunter der Mini-Hit Checking In, Checking
Out sind wie aus einem Guß. (ME/Sounds)
|
| Buddy Miller: "Your Love And Other Lies" (Hightone, Okt. 1995) |
|
|
| Mojave 3: "Ask Tomorrow" (4AD, Okt. 1995) |
|
Das kann man aber auch netter sagen!!! Trotzdem eine SEHR schöne Platte!!! |
| Tindersticks: "The Bloomsbury Theatre 12.3.95" (Quicksilver, Nov. 1995) |
Im Frühjahr hatte sich die Band für die Live-Präsentation
des zweiten Albums sogar 3 Bläser und
ungefähr 15 Streicher geleistet und das Ganze dann auf einem limitierten
10-Zoll Vinyl-Doppelalbum festgehalten, dessen stolzer Besitzer ich bin.
Natürlich habe ich mir inzwischen eine CDR-Sicherheitskopie gebastelt,
damit ich dieser wunderbaren Musik auch lauschen kann, während ich
hier am PC sitze...(16.04.2005) |
| Brian Wilson & Van Dyke Parks: "Orange Crate Art" (Warner, Nov. 1995) |
Dies
ist eigentlich eher ein Van Dyke Parks-Album, als ein Brian Wilson-Album,
denn ersterer hat alles komponiert und getextet und die Keyboards gespielt,
während die Beach Boys-Legende "nur" singt. Das Album zeigt
aber Brian Wilson endlich mal wieder in guter Verfassung. Dank dafür
an Mr. Parks. Beide haben vor langen Jahren schon mal zusammengearbeitet:
Parks schrieb die Texte zu vielen Wilson-Songs, vor allem für das
damals nicht fertig gestellte Kultalbum "Smile",
den geplanten Nachfolger von "Pet
Sounds". |
| Cassandra Wilson: "New Moon Daughter" (Blue Note, Dez. 1995) |
Auch
auf diesem Album pendelt Cassandra Wilson zwischen Jazz und Blues und
überrascht neben vorzüglichem eigenen Material mit der Wahl
der Coverversionen: Son House, Billie Holiday ("Strange Fruit"),
U2, Neil Young ("Harvest Moon"), The Monkees ("Last Train
To Clarksville"), Hank Williams, Hoagy Carmichael. Weitestgehend
akustisch eingespielt mit Jazz-Könnern und klanglich ein Ohrenschmaus. |
| ALT: "Altitude" (EMI/Parlophone, 1995) |
ALT ist die "Hobbyband" der drei (unterbeschäftigten?)
Singer/Songwriter Andy White (Nordirland,
spielte bislang soweit ich weiß in keiner bekannten Band, hat aber einige
Soloalben draußen), Liam O'Maonlai
(von Irlands Hothouse Flowers) und
Tim Finn (Neuseeland, Gründer
von Split Enz und Teilzeitmitglied
bei Crowded House), womit der Bandname
zumindest für sprachbegabte Schnelldenker geklärt sein sollte.
Alle Songs wurden gemeinsam komponiert und ganz ohne die Unterstützung
von Studiomusikern eingespielt. Da alle drei für sich alleine schon
gute Songschreiber sind, überrascht die hohe Qualität der entstandenen
Lieder nicht, wobei manches skizzenhaft bleibt und hier offensichtlich
nicht wie bei den Stammkapellen der Beteiligten die Charts als Orientierung
dienten. Bei der musikalischen Umsetzung kommt eine schöne Homerecordingstimmung
zustande, da auch die fremden Instrumente Bass und Schlagzeug selbst gespielt
wurden. Beim Rockpalast-Fernsehauftritt von der Loreley war z.B. sehr
schön zu beobachten, wie alle mal an's Schlagzeug durften, wobei
da Tim Finn wohl eine besondere Zuneigung zu dem Instrument hat! |
| Cache Valley Drifters: "Echoes And Reflections" (Taxim, 1995) |
|
"Contemporary acoustic music from a Californian newgrass/country/folk quartet led by original members David West and Bill Griffin. This reunion album picks up the musical threads the band abandoned when they split up in 1983. With their trademark four-part harmonies and virtuoso musicianship intact, the CVD re-emerge with a superb selection of songs, including hot versions of White Room and Paul Simon's The Boy in the Bubble." A strong return to recording. (DIRTY LINEN) |
| Steve Earle: "Train A Comin´" (Transatlantic, 1995) |
Ganz ohne seine Band "The Dukes" gibt es hier ein Akustikprojekt
mit Folksongs, Bluegrass und neuen und älteren eigenen Songs, einem
Beatles-Cover ("I´m Looking Through You" von Rubber
Soul) und eine Townes van Zandt-Verbeugung ("Tecumseh Valley"
von dessen Frühwerk "Our Mother
The Mountain"). Begleitet wird er von Roy
Huskey, Jr. am Kontrabassist und den Spezialisten auf diversen
Saiteninstrumenten Peter Rowan und
Norman Blake. Gelegentlich kommt die
Engelsstimme von Emmylou Harris dazu.
Das Ganze bekommt dadurch irgendwie Parallelen zur Arbeit von Neil
Young, der ja auch mit seiner Stammband "Crazy Horse"
rockt und nebenher in Seitenprojekten (z.B. "Harvest
Moon" und "Silver &
Gold") eher seine ruhigere Seite pflegt. |
| Bela Fleck: "Tales From The Acoustic Planet" (Warner, 1995) |
Bela
Fleck ist definitiv der Banjo-Weltmeister. Und mit seiner Band The
Flecktones (Bassist Victor Wooten und Trommler Future Man)
unglaublich gut: Trotzdem mag ich sein akustisches Program im Grenzbereich
Bluegrass/Jazz (gar nicht unähnlich den Aktivitäten von David
Grisman) noch viel lieber. Die "Geschichten vom akustischen Planeten"
werden neben Bela und seinen beiden Begleitern u.a. von solch legendären
Musikern wie Tony Rice (Gitarre), Paul McCandless (Oboe,
Bassklarinette, von Oregon), Edgar
Meyer (Kontrabass), Stuart
Duncan (Geige), Jerry Douglas (Dobro), Kenny Malone
(Schlagzeug), Branford Marsalis (sax), Sam
Bush (Mandoline) und Chic Corea
(Klavier) erzählt. Besser geht´s nicht. |
| Ida: "Tales Of Brave Ida" (Secret Machines, 1995) |
Ihr Debütalbum nahmen Elizabeth Mitchell und Daniel Littleton
im Frühjahr 1994 noch als Duo auf . Überirdischer Gesang und Gitarrenklänge,
kein Schlagzeug, gelegentlich unterstützt von Kontrabass (Rick Lassiter)
und Cello (Julia Kent). Ein Instrumentalstück heißt "Nick
Drake" und sagt mehr als Worte.
(11.01.2009)
|
| Liquorice: "Listening Cap" (4AD, 1995) |
Diese
CD habe ich zwar schon lange im Plattenregal stehen, aber erst jetzt wurde
ich wieder darauf aufmerksam: Es handelt sich um ein einmaliges Projekt,
das Jenny Toomey von der Band Tsunami, die ich leider nicht
weiter kenne, zusammen mit Daniel Littleton, der mir inzwischen
Dank seiner Band Ida doch recht vertraut ist,
auf Anregung von Ivo Watt-Russell, dem Gründer des 4AD-Labels
aufgenommen hat. Schöner Schrammelgitarrenpop.
(28.01.2009)
|
| Martin Newell: "The Greatest Living Englishman" (Pink Lemon/Humbug, 1995) |
Schönes
Album des kauzigen Südengländers und Ex-Cleaners
From Venus-Sängers mit starker Neigung zu den psychodelischen
Jahren der späten 6oer. Daß das Ganze dann auch noch von
Andy Partridge (XTC) produziert wurde ist nicht verwunderlich! |
| "Jess Roden & The Humans" (Line, Sept. 1995) |
hier gibt es mehr über Jess Roden!(18.08.2009) |
| << 1994 | Oben | 1996 >> |
| Erstellt: 08.12.2002 | Letzte Aktualisierung: 10.05.2010 20:01 | 11858 Besucher seit dem 08.12.2002 |
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Das
ganze nennt man, so weit ich weiß "Trip Hop" bzw. den "Bristol
Sound". Ich als alter Rock-Dinosaurier kenne mich da leider nicht
aus. Aber egal -
Hach,
was kommt da doch für wunderschöne Musik aus Schottland! Sugartown
sind ein Duo, bestehend aus der supersüßen Sängerin
Das
zweite Album der Band heißt genauso wie das erste schlicht "
Neben
Robert Wyatt der einzige singende Rollstuhlfahrer, den ich kenne
... Das ist aber völlig unwichtig, denn Chesnutt schreibt wunderbare,
wenn auch recht spröde Lieder. Wie Michael Stipe stammt er
aus Athens/Georgia. Dieser hat dann auch die ersten beiden, sehr rudimentären
Alben produziert. Unter den Songs sei euch besonders "Gravity Of
The Siuation" an's Herz gelegt, das nicht nur von "Waiting For
Louise" gecovert wurde, sondern sich auch mit 13 anderen Chesnutt-Kompositionen
auf dem empfehlenswerten Benefit-Sampler "
Klasse
Gitarrenband aus Schottland, wohl wegen ihrer Fans(?) von Oasis ebenfalls
bei Alan McGee´s Label Creation, und deshalb auch letztendlich beim
Major Sony gelandet. Nur dass die drei singenden und komponierenden Gitarristen/Bassisten
Norman Blake (nicht mit dem amerikanischen Folk/Country-Gitarristen
zu verwechseln!), Gerard Love und Raymond McGuinley mit
wechselnden Drummern nicht annähernd so viele Platten wie diese verkaufen.
Und mir viel sympathischer sind.
Und
noch ein schönes Album von dem Mann - und dieses hatte ich doch glatt
vergessen, obwohl es schon lange in meinem Plattenschrank steht! Wieder
eingefallen ist es mir, weil es jetzt als Deluxe-Version wiederveröffentlicht
wurde, obwohl es doch gerade mal 10 Jahre alt ist. Außerdem steht es in
der Ewigkeitsliste der Leser vom Q-Magazin vom Februar 2006 auf Platz
83. Ich will jetzt nicht darüber spekulieren, ob das angemessen ist,
sondern einfach nur auf ein sehr schönes Album verweisen. Zwei Anspieltipps
noch: zum einen die tolle Coverversion von Dr. John's "Walk
On Gilded Splinters" (von dessen Meisterwerk "
Nach
dem Split von Uncle Tupelo erschien als erstes A.M.
Mitte `95. Jeff Tweedy schrieb eine Reihe rockiger Pop-Songs,
die nicht unbedingt an
Schönes
Solodebüt der ehemaligen

Elliott
Smith habe ich erst spät für mich entdeckt. Genauer gesagt durch die Coverversion
der Brasilianerin Luciana Souza auf ihrer CD "
Auf
jeden Fall diese Platte!
Josh
Haden ist genauso wie sein berühmter Vater 
Der
Titelsong stammt von Neil Youngs wunderbarem "
"...
sehr ruhiges Werk der Briten mit Neil Halstead (ex-Slowdive) an Gitarre
und Gesang, für die 4AD-Elfenquote sorgt Rachel Goswell. Weich
und ruhig, beinahe psychedelisch fließend mit großen akustischen
Anteilen (Piano, Gitarre) und unterschwelligem Country/Folk-Anteil.
Erinnert ein bißchen an Mazzy Star oder eine leicht countrifizierte
Version von Galaxie 500." (Glitterhouse)
Dies
ist eigentlich eher ein Van Dyke Parks-Album, als ein Brian Wilson-Album,
denn ersterer hat alles komponiert und getextet und die Keyboards gespielt,
während die Beach Boys-Legende "nur" singt. Das Album zeigt
aber Brian Wilson endlich mal wieder in guter Verfassung. Dank dafür
an Mr. Parks. Beide haben vor langen Jahren schon mal zusammengearbeitet:
Parks schrieb die Texte zu vielen Wilson-Songs, vor allem für das
damals nicht fertig gestellte Kultalbum "
Auch
auf diesem Album pendelt Cassandra Wilson zwischen Jazz und Blues und
überrascht neben vorzüglichem eigenen Material mit der Wahl
der Coverversionen: Son House, Billie Holiday ("Strange Fruit"),
U2, Neil Young ("Harvest Moon"), The Monkees ("Last Train
To Clarksville"), Hank Williams, Hoagy Carmichael. Weitestgehend
akustisch eingespielt mit Jazz-Könnern und klanglich ein Ohrenschmaus.
Ein
meiner absoluten Favoriten im Bluegrassbereich. Liegt nicht nur daran,
dass die vier genial singen und spielen, sondern auch an der für
Bluegrasskapellen etwas untypischen Liedauswahl (Sachen von den Cream,
Paul Simon, etc.). Sowas kommt eben nicht aus Nashville, sondern dem
sonnigen Kalifornien! Aber warum müssen die Junx ihre Platten in
Bremen veröffentlichen und nicht zu Hause?
Ganz ohne seine Band "The Dukes" gibt es hier ein Akustikprojekt
mit Folksongs, Bluegrass und neuen und älteren eigenen Songs, einem
Beatles-Cover ("I´m Looking Through You" von
Bela
Fleck ist definitiv der Banjo-Weltmeister. Und mit seiner Band The
Flecktones (Bassist Victor Wooten und Trommler Future Man)
unglaublich gut: Trotzdem mag ich sein akustisches Program im Grenzbereich
Bluegrass/Jazz (gar nicht unähnlich den Aktivitäten von
Diese
CD habe ich zwar schon lange im Plattenregal stehen, aber erst jetzt wurde
ich wieder darauf aufmerksam: Es handelt sich um ein einmaliges Projekt,
das Jenny Toomey von der Band Tsunami, die ich leider nicht
weiter kenne, zusammen mit Daniel Littleton, der mir inzwischen
Dank seiner Band
Schönes
Album des kauzigen Südengländers und Ex-