Das
Album des Jahres
weitere
Highlights ...
| Blumfeld: "Ich-Maschine" (Zickzack, Jan. 1992) |
Diese
Platte war zwar nie ein Verkaufsrenner, ist aber definitiv eine der wichtigsten
deutschsprachigen Rockalben! |
| Emmylou Harris & The Nash Ramblers: "At The Ryman" (Reprise, Jan. 1992) |
|
|
| Lou Reed: "Magic And Loss" (Sire, Jan. 1992) |
Der
Nachfolger zu "New York",
wieder in der Besetzung 2 Gitarren (Reed und Mike Rathke), Bass
(Rob Wasserman) und Schlagzeug (Mike Blair statt Fred Maher)
eingespielt. Die Perfektion dieses Sounds wird vorangetrieben ... |
| Chris Bell: "I Am The Cosmos" (Rykodisc, Feb. 1992) |
Chris Bell ist einer der vielen verschollenen Legenden, die es zu Lebzeiten
nie zu großem Erfolg gebracht haben (Nick Drake, Tim Buckley, Gram Parsons).
Im Vergleich zu den dreien war Bell sogar noch erfolgloser: Anfang der
70er gründete er mit Alex Chilton die inzwischen ebenfalls
legendären, aber damals ziemlich erfolglosen Big Star, verließ
diese allerdings bereits nach dem Debütalbum "#1
Record". 1974 kam dann einzig und alleine eine Single heraus,
"I Am The Cosmos"/"You And Your Sister". Letzteres
ist eines der schönsten Liebeslieder, das ich kenne und eines der
besten Beatlesstücke, das nicht von den Fab Four stammt. Danach
arbeitete er an seinem Debütalbum, verstarb aber noch vor der Fertigstellung
bei einem Autounfall. Somit erscheint dieses Album also erst posthum mit
einiger Verspätung. Ich kann nur vermuten, dass die überzeugenden
Coverversionen der beiden Singletracks auf "Blood",
dem letzten Album der Band This Mortal Coil vom vergangenen Jahr,
ihren Anteil daran haben, auch alle anderen Aufnahmen von Chris Bell herauszubringen. |
| Guy Clark: "Boats To Build" (Elektra/Asylum, Feb. 1991) |
Nach
Alben bei RCA und Warner war dies der dritte Versuch, diesen beeindruckenden
texanischen Singer/Songwriter bei einer großen Firma raus zu bringen.
Wie immer stimmt musikalisch alles, wie immer wurden nicht genug Platten
verkauft. Auch das Songmaterial kann nicht genug gelobt werden, z.B. "Picasso's
Mandolin" . |
| James: "Seven" (Fontana, Feb. 1992) |
Meine
Lieblingsband aus Manchester - wohl die einzige "Stadionrockband",
die ich mag. |
| Little Village (Reprise, Feb. 1992) |
Diese
Band war ein einmaliges Projekt von Stars der 2. Garnitur (wenn man nur
nach den Verkaufszahlen ihre Platten und ihrem allgemeinen Bekanntheitsgrad
geht). Slidegitarrist und Filmmusikkomponist Ry Cooder, Sänger,
Gitarrist und Songschreiber John Hiatt, Sänger, Bassist und
Songschreiber Nick Lowe und Schlagzeuglegende Jim Keltner
hatten in dieser Besetzung bereits auf Hiatts Meisterwerk "Bring
The Family" zusammengearbeitet, an dessen Qualität sie hier
aber knapp vorbeischrammen. Trotzdem eine schöne Platte. |
| Juliana Hatfield: "Hey Babe" (Mammoth, März 1992) |
Solodebüt der ehemaligen Bassisten der Blake Babies, einer
charmanten Indie-Band, die kaum noch jemand kennt. Sie war 1992 auch für
kurze Zeit bei den Lemonheads, falls das jemand wissen will. Eine
wirklich aparte Lady! |
| The Vulgar Boatmen: "Please Panic" (Record Collect, März 1992) |
Wenn überhaupt kennt man die Band meist nur als Silos-Nebenprojekt.
Zwar gibt es personelle Überschneidungen, aber Dale Lawrence
und Robert Ray, die beiden Kernmitglieder dieses losen Kollektivs,
sind eigenständige Musiker und Songschreiber und brauchen eigentlich
keine Protektion durch die Silos-Connection.Ich hab die Band damals auf ihrer einzigen (?) Europatournee im Bahnhof Langendreer gesehen und das letzte T-Shirt mit dem Plattencover ergattert. Yeah! |
| Yo La Tengo: "May I Sing With Me" (Alias, Feb. 1992) und |
Schon
seit Mitte der 80er werkelt das Ehepaar Ira Kaplin (Gitarre) und
Georgia Hubley (Schlagzeug) mit wechselnden Bassisten (hier: James
McNew) an ihrer Synthese aus Krach und Wohlklang mit einer starken
Verwurzelung bei den Kinks, Velvet Underground und den Beach Boys. Empfehlenswert
ist neben dieser LP auch die Maxi "Upside-Down"
zum Album mit einer Beach Boys-Nummer und einer 23-minütigen Feedbackorgie. |
| P.J. Harvey: "Dry" (Too Pure, April 1992) |
Mit
diesem spartanisch instrumentierten Debüt (kaum mehr als Gitarre,
Bass & Schlagzeug sind zu hören) sicherte sich Polly Harvey
aus dem Stand ihren Platz in der Riege der besten britischen Songschreiberinnen! |
| Soul Asylum: "Grave Dancers Union" (A&M, Mai 1992) |
| später mehr ... |
| XTC: "Nonsuch" (Virgin, Mai 1992) |
Nonsuch
ist das letzte einer langen Reihe exzellenter Alben, die von dieser Band
um die beiden Songschreiber Andy Partridge (Gitarre) und Colin
Moulding (Bass) und ihren Leadgitarristen Dave Gregory bei
Virgin veröffentlicht wurde. Mit "Peter Pumpkinhead" gab's
sogar noch mal einen kleineren Hit. Am Schlagzeug saß diesmal Dave
Mattacks von Fairport Convention. Produziert hatte der Altmeister
Gus Dudgeon (Elton John, Joan Armatrading, etc.) |
| Yo La Tengo: "Upside-Down" (Alias, Juni 1992) |
![]() |
| Screaming Trees: "Sweet Oblivion" (Epic, Sept. 1992) |
Die
Screaming Trees kommen wie Pearl Jam, Soundgarden und Nirvana
aus Seattle und spielen ebenfalls harten Gitarrenrock, ebenfalls ohne
eine Metalband zu sein - GRUNGE! Sie verfügen mit Mark
Lanegan über einen ausgezeichneten Sänger, der auch wunderbare
folkige Soloalben veröffentlicht, und mit den Brüdern Gary
Lee und Van Conner über ein sehr beeindruckendes Gitarre/Bass-Tandem
(musikalisch und wegen der Leibesfülle der beiden auch physisch beeindruckend!) |
| Television (Capitol, Sept. 1992) |
Nach
14 Jahren Unterbrechung und völlig überraschend für mich
das dritte und namenlose Television-Album, sogar in Originalbesetzung.
Sehr viel besser als die meisten Reunions dieser Zeit, aber leider auch
völlig untergegangen. Schade. Tom Verlaine, Robert Lloyd,
Fred Smith und Billy Ficca hätten sicherlich mehr Aufmerksamkeit
verdient gehabt. |
| Paul Weller (Go! Discs, Sept. 1992) |
|
|
| Beat Happening: "You Turn Me On" (Sub Pop/K Records, Okt. 1992) |
Die Band von Calvin Johnson, dem ewigen Geheimtipp! |
| John Cale: "Fragments Of A Rainy Season" (Hannibal, Okt. 1992) |
Der
ehemalige Velvet Underground Bassist/Bratschenspieler
live und solo am Piano und an der akustischen Gitarre. Mit der amtlichen
Version von Leonard Cohens "Hallelujah", von der alle
anderen, auch Jeff Buckley, abgeguckt haben. Ein tolles Konzert
muss das gewesen sein. Trotz (?) des Fehlens einer Band nie langweilig.
Und wehe, da sagt jemand was von "MTV Unplugged".(23.12.2006) |
| Mary-Chapin Carpenter: "Come On, Come On" (Columbia, Okt. 1992) |
Mit
diesem Album schaffte die Sängerin und Songschreiberin endlich den
großen Durchbruch - allerdings mit einer Coverversion der Lucinda
Williams-Nummer "Passionate Kisses". Mit ihren eigenen Stücken
braucht sie sich aber nicht zu verstecken, z.B. "He Thinks He'll
Keep Her" oder "I Feel Lucky". |
| Come: "Eleven:Eleven" (Sub Pop, Okt. 1992) |
|
|
| Damon & Naomi: "More Sad Hits" (Shimmy Discs, Okt. 1992) |
Damon
Krukowski (Schlagzeug, Gitarre) und seine Lebensgefährtin Naomi
Yang (Bass) waren mal die Rhythmusgruppe der legendären Galaxy
500. Nach der Trennung von ihrem damaligen Frontmann Dean Wareham,
der die eher poporientierte Band Luna gründete, führten
die beiden das alte Low-Fi-Slow-Core-Konzept weiter: dabei entstand diese
charmante Platte, bei der sie wie schon bei Galaxy
500 von der New Yorker Gitarren- und Produzentenlegende Kramer
unterstützt werden, der sonst eigentlich eher für harsche Töne
bekannt ist. |
| Giant Sand: "Center Of The Universe" (Enemy/Black Sand, Okt. 1992) |
Eines
der unzähligen Alben von Howe Gelb und seinen Begleitern Joey
Burns (Bass) und John Convertino (drums), die dank Masse leider
nicht alle klasse sind. Howe Gelb gehört sicherlich zu meinem Lieblingskünstlern,
oft stört mich aber das Skizzenhafte/Unfertige vieler seiner Aufnahmen.
Versteht mich nicht falsch: ich stehe total auf schräges und unkonventionelles
Zeug, finde aber, dass Howe Gelb es oft übertreibt mit dem Unkommerziellen.
Wenn dann ein Album wie dieses hier mal wieder etwas stärker auf
den Punkt kommt, wirkt das gleich wie ein kleines Wunder. Vielleicht liegt
die Kompaktheit dieses Albums aber auch am Einfluss der Gäste? Victoria
Williams, Vicki Peterson (Ex-Bangles,
jetzt Continental Drifters) und
Susan Cowsill (ebenfalls Continental
Drifters) sorgen mit ihren Stimmen für ein paar zusätzliche
und sehr angenehme Klangfarben. |
| R.E.M.: "Automatic For The People" (Warner, Okt. 1992) |
Der
Megaseller der Truppe. Man kommt nicht dran vorbei. Geniale Songs. Starke
Videos. Perfekt. |
| Sugar: "Copper Blue" (Creation, Okt. 1992) |
Nach
Hüsker Dü und zwei sehr unterschiedlichen Soloalben für
Virgin (u. a. das geniale "Workbook")
hatte Bob Mould wieder ein Trio am laufen, wobei Sugar sicherlich
nicht so spannend und wichtig sind wie Hüsker Dü es mal
waren, aber eben auch etwas erfolgreicher. Mit "If I Can't Change
Your Mind" gibt's sogar eine kleinen Hit, den wir auch mit Waiting
For Louise eine Zeit lang im Programm hatten. |
| Uncle Tupelo: "March 16-20, 1992" (Rockville, Okt. 1992) |
Als
dieses Album Ende 1992 erschien interessierte sich eigentlich niemand
so richtig dafür: eine "Independent"-Band spielt depressive
Country-Musik? Heute gelten die beiden Sänger/Gitarristen der Band,
Jay Farrar und Jeff Tweedy, mit ihren etwas erfolgreicheren
Nachfolgerbands Son Volt bzw. Wilco,
als Urväter der Alternative-Countryrock-Szene. Die Postille dieser
Szene "No Depression" hat sich übrigens nach dem
Song des Debüts von Uncle Tupelo benannt. |
| Neil Young: "Harvest Moon" (Reprise, Okt. 1992) |
20
Jahre nach "Harvest" bringt
der Meister "Harvest Moon" - und macht durch die Wahl der Begleiter
(u. a. Ben Keith an der Pedalsteel, Chorgesang von Linda Ronstadt
und James Taylor) ganz offensichtliche Bezüge zum Vorläufer.
Manche schreien "Plagiat!" - ich kann aber nur feststellen,
dass Songs und Zusammenspiel 1.Klasse sind: also was soll's? |
| Baby You Know: "Clear Water" (Sub Up, 1992) |
Zweites Album der Band aus Regensburg, die mit ihrem "Americana"-Sound
zur falschen Zeit am falschen Platz war. Produziert von Go-Between Robert
Forster, der damals zusammen mit seiner Frau (und geigendem Bandmitglied)
Karin Bäumler auch in Bayern wohnte. Sozusagen Nachbarschaftshilfe. |
| Bettie Serveert: "Palomine" (4AD/Guernica, 1992) |
Der Titelsong vom Debütalbum war in jenem Jahr eines meiner absoluten
Lieblingslieder. Tolle Band aus unserem Nachbarland Holland, erreichte
aber leider nie die Aufmerksamkeit, die sie verdient gehabt hätte!
|
| T-Bone Burnett: "The Criminal Under My Own Hat" (Columbia, 1992) |
Ein
weiteres unbeachtetes Album des Mannes, der in den frühen 70ern in
der Alpha Band spielte (Kult!) und bei Dylans Rolling Thunder
Revue dabei war. Später machte er sich dann einen Namen als Produzent
(u. a. für Leo Kottle, Los Lobos, BoDeans, Peter
Case, Elvis Costello's "King
Of America" und "Spike",
Gattin Sam Phillips und Bruce Cockburn's "Nothing
But A Burning Light"), alles am ehesten noch als traditionsbewusste,
aber trotzdem moderne amerikanische Popmusik zu bezeichnen (heute nennt
man das "Americana"). Auch dieses Soloalbum bringt die Welten
Rock/Elektrisch (Drummer Jim Keltner, die Gitarristen Marc Ribot
und Dean Parks, etc) und Bluegrass/Akustisch (Bassist Edgar
Meyer, Dobrospieler Jerry Douglas, Multiinstrumentalist Mark
O'Connor u. a.) zusammen. Die glasklare und trotzdem kantige Produktion
stammt von Burnett zusammen mit Bob Neuwirth, Kumpel aus alten
Rolling-Thunder-Tagen. |
| Iris Dement: "Infamous Angel" (Warner, 1992) |
Ein
schönes Debüt, ähnlich wohlwollend aufgenommen wie Jahre
später Gillian Welch. Es folgten
noch zwei weitere Alben 1994 und 1996,
seitdem herrscht leider Funkstille. Produziert hat übrigens der legendäre
Jim Rooney (John Prine, Jerry Jeff Walker, Nanci Griffith, etc.) |
| Hank McCoy & The Dead Ringers: "Still Feeling Blue" (Normal/Okra, 1992) |
Hank
McCoy stammt aus Columus/Ohio und war beim dortigen Okra-Label für
die Country-Sparte zuständig. Mit viel Wissen und Einfühlungsvermögen
in diese Musik (das Cover ist z.B. eine Hommage an ein Conway Twitty-Cover
von 1970), aber ohne diese dämliche Nashville-Trucker-Attitüde
entstand dieses Album mit Eigenkompositionen und gutem Fremdmaterial (der
Titelsong ist von Gram Parsons, weiter Songs von Roger Miller, George
Jones und den Louvin-Brüdern). Im folgenden Jahr gab es mit den Labelkollegen
Ricky Barnes, David Schramm (Ex-Yo La Tengo, The Schramms)
und Jeb Loy Nichols (Fellow Travellers) dann noch das schöne
Projekt "Okra Allstars". |
Hey,
wer unterstellt mir da unmusikalische Beweggründe? Natürlich
ist Miss Paradis extrem hübsch, aber das ist in erster Linie eine
wunderbare Platte! Vor allem, wenn man Lenny Kravitz-Fan ist, der
hier alle Songs bis auf Lou Reeds "Waiting For My Man" beisteuert,
produziert und viele der Instrumentalspuren selber eingespielt hat. Ich
bin zwar selber kein wirklicher Fan von dem Mann, aber für mich liefert
er hier sein Glanzstück ab, besser als manch ein "echtes"
Kravitz-Album. Das Lied "Sunday Mondays" war sogar mal im Waiting
For Louise-Repertoire. |
| Plainsong: "Dark Side Of The Room" (Line, 1992) |
Das
Comeback von Iain Matthews und Andy Roberts Projekt nach
20 Jahren! Während es damals nur eine kurzlebige Geschichte mit einem
wunderbaren Album ("In Searh Of
Amelia Earheart") und einer US-Tournee war, kommt die Truppe
seit 1992 in unregelmäßigen Abständen für Alben und
Tourneen zusammen. Mit an Bord neben den beiden Gründern sind Julian
Dawson, britischer Singer/Songwriter und Harmonikavirtuose mit starker
Köln-Connection und Mark Griffith (Bass, Gitarre), der mit
Matthews schon auf mehreren Soloalben zusammengearbeitet hat. |
| Michelle Shocked: "Arkansas Traveller" (Mercury, 1992) |
Für
dieses Album streifte sie quer durch die USA und Irland und spielte überall
mit fantastischen Musikern ihre Songs ein. Dabei waren u.a.: Ex- Flying
Burrito und Ex-Eagle Bernie Leadon, die Hothouse Flowers,
Uncle Tupelo (ich habe hier zum ersten Malvon
ihnen gehört!), Taj Mahal, Mark O'Connor, Levon
Helm und Garth Hudson von The
Band, Clarence 'Gatemouth' Brown, Alison Krauss, Alison
Brown, Doc Watson, Norman Blake und viele andere. Klasse!
|
| Sonic Youth: "Dirty" (Geffen, 1992) |
|
| << 1991 | Oben | 1993 >> |
| Erstellt: 09.10.2002 | Letzte Aktualisierung: 04.05.2010 09:52 | 13821 Besucher seit dem 01.12.2002 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |
Für mich ist diese Platte einer der Höhepunkte des Jahres 1992:
zwei tolle Sänger/Gitarristen/Songschreiber (Mark Olson -
eher der Sänger/Songschreiber, Gary Louris - eher der Gitarrist)
schufen unter der Produktionsaufsicht von Rick Rubin eine der besten
Country-Rock Platten überhaupt, wobei klar der Rock im Mittelpunkt
steht. Später trennten sich die Wege der beiden: Mark Olson kümmerte
sich um seine schwerkranke Frau Victoria Williams und nimmt mit
ihr seitdem obskure Platten unter dem Namen "The Original Harmony
Ridge Creek Drippers" auf, während Louris die Jayhawks weiterführte,
allerdings weg vom Country.
Diese
Platte war zwar nie ein Verkaufsrenner, ist aber definitiv eine der wichtigsten
deutschsprachigen Rockalben!
Das
Ryman-Theater in Nashville/Tennessee war lange die Heimat der "Grand
Old Opry". An diesem für Bluegrass- und andere Countrymusiker
erfurchtsvollen Ort hat Emmylou Harris mit ihrer akustischen Band ihr
Livealbum mitgeschnitten. Das Klangergebnis ist das, wo wir mit Waiting
For Louise auch gerne hin möchten: ein Bluegrassinstrumentarium
mit stärkerer Betonung des Rhythmus durch Einsatz von Schlagzeug.
Leider kam es zu keiner Studioproduktion mit dieser hochkarätigen
Truppe:
Der
Nachfolger zu "

Nach
Alben bei RCA und Warner war dies der dritte Versuch, diesen beeindruckenden
texanischen Singer/Songwriter bei einer großen Firma raus zu bringen.
Wie immer stimmt musikalisch alles, wie immer wurden nicht genug Platten
verkauft. Auch das Songmaterial kann nicht genug gelobt werden, z.B. "Picasso's
Mandolin" .
Meine
Lieblingsband aus Manchester - wohl die einzige "Stadionrockband",
die ich mag.
Diese
Band war ein einmaliges Projekt von Stars der 2. Garnitur (wenn man nur
nach den Verkaufszahlen ihre Platten und ihrem allgemeinen Bekanntheitsgrad
geht). Slidegitarrist und Filmmusikkomponist Ry Cooder, Sänger,
Gitarrist und Songschreiber John Hiatt, Sänger, Bassist und
Songschreiber Nick Lowe und Schlagzeuglegende Jim Keltner
hatten in dieser Besetzung bereits auf Hiatts Meisterwerk "
Schon
seit Mitte der 80er werkelt das Ehepaar Ira Kaplin (Gitarre) und
Georgia Hubley (Schlagzeug) mit wechselnden Bassisten (hier: James
McNew) an ihrer Synthese aus Krach und Wohlklang mit einer starken
Verwurzelung bei den Kinks, Velvet Underground und den Beach Boys. Empfehlenswert
ist neben dieser LP auch die Maxi "
Mit
diesem spartanisch instrumentierten Debüt (kaum mehr als Gitarre,
Bass & Schlagzeug sind zu hören) sicherte sich Polly Harvey
aus dem Stand ihren Platz in der Riege der besten britischen Songschreiberinnen!
Nonsuch
ist das letzte einer langen Reihe exzellenter Alben, die von dieser Band
um die beiden Songschreiber Andy Partridge (Gitarre) und Colin
Moulding (Bass) und ihren Leadgitarristen Dave Gregory bei
Virgin veröffentlicht wurde. Mit "Peter Pumpkinhead" gab's
sogar noch mal einen kleineren Hit. Am Schlagzeug saß diesmal Dave
Mattacks von Fairport Convention. Produziert hatte der Altmeister
Gus Dudgeon (Elton John, Joan Armatrading, etc.) 
Die
Screaming Trees kommen wie Pearl Jam, Soundgarden und
Nach
14 Jahren Unterbrechung und völlig überraschend für mich
das dritte und namenlose Television-Album, sogar in Originalbesetzung.
Sehr viel besser als die meisten Reunions dieser Zeit, aber leider auch
völlig untergegangen. Schade. Tom Verlaine, Robert Lloyd,
Fred Smith und Billy Ficca hätten sicherlich mehr Aufmerksamkeit
verdient gehabt.
Der
ehemalige
Mit
diesem Album schaffte die Sängerin und Songschreiberin endlich den
großen Durchbruch - allerdings mit einer Coverversion der
Damon
Krukowski (Schlagzeug, Gitarre) und seine Lebensgefährtin Naomi
Yang (Bass) waren mal die Rhythmusgruppe der legendären
Eines
der unzähligen Alben von Howe Gelb und seinen Begleitern Joey
Burns (Bass) und John Convertino (drums), die dank Masse leider
nicht alle klasse sind. Howe Gelb gehört sicherlich zu meinem Lieblingskünstlern,
oft stört mich aber das Skizzenhafte/Unfertige vieler seiner Aufnahmen.
Versteht mich nicht falsch: ich stehe total auf schräges und unkonventionelles
Zeug, finde aber, dass Howe Gelb es oft übertreibt mit dem Unkommerziellen.
Wenn dann ein Album wie dieses hier mal wieder etwas stärker auf
den Punkt kommt, wirkt das gleich wie ein kleines Wunder. Vielleicht liegt
die Kompaktheit dieses Albums aber auch am Einfluss der Gäste?
Der
Megaseller der Truppe. Man kommt nicht dran vorbei. Geniale Songs. Starke
Videos. Perfekt.
Nach
Hüsker Dü und zwei sehr unterschiedlichen Soloalben für
Virgin (u. a. das geniale "
Als
dieses Album Ende 1992 erschien interessierte sich eigentlich niemand
so richtig dafür: eine "Independent"-Band spielt depressive
Country-Musik? Heute gelten die beiden Sänger/Gitarristen der Band,
Jay Farrar und Jeff Tweedy, mit ihren etwas erfolgreicheren
Nachfolgerbands
20
Jahre nach "
Ein
weiteres unbeachtetes Album des Mannes, der in den frühen 70ern in
der Alpha Band spielte (Kult!) und bei Dylans Rolling Thunder
Revue dabei war. Später machte er sich dann einen Namen als Produzent
(u. a. für Leo Kottle, Los Lobos, BoDeans, Peter
Case, Elvis Costello's "
Ein
schönes Debüt, ähnlich wohlwollend aufgenommen wie Jahre
später
Hank
McCoy stammt aus Columus/Ohio und war beim dortigen Okra-Label für
die Country-Sparte zuständig. Mit viel Wissen und Einfühlungsvermögen
in diese Musik (das Cover ist z.B. eine Hommage an ein Conway Twitty-Cover
von 1970), aber ohne diese dämliche Nashville-Trucker-Attitüde
entstand dieses Album mit Eigenkompositionen und gutem Fremdmaterial (der
Titelsong ist von Gram Parsons, weiter Songs von Roger Miller, George
Jones und den Louvin-Brüdern). Im folgenden Jahr gab es mit den Labelkollegen
Ricky Barnes, David Schramm (Ex-Yo La Tengo, The Schramms)
und Jeb Loy Nichols (Fellow Travellers) dann noch das schöne
Projekt "
Hey,
wer unterstellt mir da unmusikalische Beweggründe? Natürlich
ist Miss Paradis extrem hübsch, aber das ist in erster Linie eine
wunderbare Platte! Vor allem, wenn man Lenny Kravitz-Fan ist, der
hier alle Songs bis auf Lou Reeds "Waiting For My Man" beisteuert,
produziert und viele der Instrumentalspuren selber eingespielt hat. Ich
bin zwar selber kein wirklicher Fan von dem Mann, aber für mich liefert
er hier sein Glanzstück ab, besser als manch ein "echtes"
Kravitz-Album. Das Lied "Sunday Mondays" war sogar mal im Waiting
For Louise-Repertoire.
Das
Comeback von Iain Matthews und Andy Roberts Projekt nach
20 Jahren! Während es damals nur eine kurzlebige Geschichte mit einem
wunderbaren Album ("
Für
dieses Album streifte sie quer durch die USA und Irland und spielte überall
mit fantastischen Musikern ihre Songs ein. Dabei waren u.a.: Ex- Flying
Burrito und Ex-Eagle Bernie Leadon, die Hothouse Flowers,