Das
Album des Jahres
| Crowded House: "Woodface" (Capitol, Juli 1991) |
Auf diesem Album ist fast jeder Song ein Hit: Natürlich "
Weather With You", aber z.B. auch "Fall At Your Feet" (mein persönlicher Favourit) und "Four Seasons In One Day". Zum Kerntrio um Sänger/Gitarrist Neil Finn,
Trommler Paul Hester und Bassist Nick Seymour war Tim Finn
gestoßen,
der eigentlich nur zeitgleich mit seinem Bruder in L.A. ein Soloalbum
bzw. eine Duoplatte aufnehmen wollte. Dokumentiert ist das Ganze übrigens
in einer der ersten (und besten) MTV-Unplugged Sendungen vom Frühjahr
1991. Die Zusammenarbeit der Brüder klappte so gut, dass Tim zumindest
für eine Saison ganz in der Band seines Bruders anheuerte. |
weitere
Highlights ...
| Dinosaur Jr: "Green Mind" (Blanco Y Negro, Feb. 1991) |
In der Grabbelkiste gefunden!(19.07.2009) |
| Eleventh Dream Day: "Lived To Tell" (Atlantic, Feb.1991) |
| Roger McGuinn: "Back From Rio" (Arista, Feb. 1991) |
Hier
zuerst eine kleine Anekdote: Ich kam im Frühjahr 1991 in Lothars
Plattenladen in Wesel, als da ein mir unbekanntes Lied mit typischer Byrds-Gitarre
(12string-Ricky) lief. Ich stutzte und dachte
noch: das klingt aber auch verdammt nach Elvis Costello!
Es stellte sich dann natürlich als "You Bowed Down" von
der brandneuen McGuinn-Platte heraus, komponiert von (ihr werdet es erraten)
Elvis Costello. Da war ich natürlich schon
ein bisschen stolz auf meine Ohren. Auch der Rest der Scheibe ist nicht schlecht, als Begleiter und/oder Songschreiber tun sich zum Beispiel Tom Petty, sein Gitarrist Mike Campbell und sein Drummer Stan Lynch hervor. Man kann auch unschwer erkennen, dass sich Tom Petty und seine Herzensbrecher viel Inspiration von den Byrds geholt haben. Leider hat McGuinn danach nichts erwähnenswertes mehr zustande gebracht. |
| Julian Cope: "Peggy Suicide" (März 1991) |
|
|
| Jerry Garcia/David Grisman (Acoustic Discs, März 1991) |
Dies
ist die erste CD einer ganzen Reihe von Duoplatte, die Jerry Garcia und
sein alter Bluegrasskumpel "Dawg" Grisman aufgenommen haben
- und wohl auch die Beste (nach Jerry's Tod hat Grisman weitere Bänder
aufbereitet, die alle irgendwie nicht schlecht sind, aber eben nicht so
gut wie dieses Album). Live eingespielt und von Jim
Kerwin (Bass) und Joe Craven
(Perkussion & Geige) unterstützt gibt's den Dead-Klassiker "Friend
Of The Devil" in einer tollen Version (Grisman war 1970 auf der Originalversion
auf "American Beauty"
schon mit seiner Mandoline dabei!), Hoagy Carmichaels "Rockin' Chair",
Irving Berlin's "Russian Lullaby", den Bluesklassiker "The
Thrill Is Gone" und als Höhepunkt ein furioses Gitarren-Mandolinen-Duell
("Arabia"). |
| Elliott Murphy: "12" (New Rose, März 1991) |
|
|
| Massive Attack: "Blue Lines" (Virgin, April 1991) |
Ist
das jetzt Hip-Hop? Oder Trip-Hop? Keine Ahnung, eben nicht mein Fachgebiet.
Aber auch mir als "Außenstehendem" ist das Album aufgefallen.
Mit dem berühmen Billy Cobham-Sample
im Single-Hit "Safe From Harm" ("I was looking back at
her, if she was looking back at me ..."). |
| Mekons: "The Curse Of The Mekons" (Sin, April 1991) |
1990
gab's einen kurzen Flirt mit dem Majorlabel A&M. Dabei entstand die
abgedrehte Maxi "F.U.N. 90", die die Plattenbosse wohl ziemlich
verschreckt haben muss. Beim alten Heimatlabel Sin ging's dann aber in
aller Frische weiter. "Curse" steigert noch mal das, was "Rock
N' Roll" schon andeutete! |
| This Mortal Coil: "Blood" (4AD, April 1991) |
Der
dritte Streich von Ivo Watts-Russell,
hauptberuflich Labelboss von 4AD, und dem Produzenten John
Fryer erschien völlig überraschend mit 5jährigem
Abstand zum genialen Vorgänger "Filigree
& Shadow". Aufbauend auf dem allgegenwärtigen Streicherensemble
um Martin McCarrick, Sally
Herbert und Jocelyn Pook wurden
wieder viele Gäste eingeladen (u. a. Tanya
Donnelly und Kim Deal von den
Breeders, Heidi
Berry, Caroline Crawley von
Shelleyan Orphan), um sphärische Eigenkompositionen von Fryer, McCarrick
und Watts-Russell und ungewöhnliche Coverversionen aufzunehmen, z.B.:
"With Tomorrow" (Gene Clark/Byrds),
"You And Your Sister" und "I Am The Cosmos" (Chris
Bell/Big Star), "Nature's Way" (Randy California/Spirit),
"Late Night" (Syd Barrett/Pink Floyd) und "Help Me Lift
You Up" (Mary-Margret O'Hara). |
| Elvis Costello: "Mighty Like A Rose" (Warner, Mai 1991) |
|
Elvis hat hier eine Band von Spitzenkönnern um sich versammelt, die sich aber alle den Songs unterordnen: Larry Knechtel (p), Marc Ribot (g), Mitchell Froom, Nick Lowe (bg), Jerry Scheff (bg), Jim Keltner (dr), aus New Orleans die Dirty Dozen Brass Band u.v.a. |
| Richard Thompson: "Rumour & Sigh" (Capitol, Mai 1991) |
Wie
immer in den 90ern: ein gutes Album mit scheußlichem Cover von einem
der besten britischen Songschreiber und Gitarristen, der seit einiger
Zeit in den USA beheimatet ist. Vom Keyboarder Mitchell
Froom in L.A. betreut und mit dessen "üblichen Verdächtigen"
eingespielt: Jim Keltner (dr) und
Jerry Scheff (bg). Folkloristische
Akzente setzen alte Kollegen aus britischen Folkrocktagen: Simon
Nicol (g), Clive Gregson+Christine
Collister (v), John Kirkpatrick
(acc), Aly Bain (vio) und Phil
Pickett (Blasinstrumente). Für mich wird dieser Mann komplett
unterschätzt, denn wo gibt es schon mal jemanden mit zwei solchen
Ausnahmetalenten? Da fällt mir höchsten noch Bruce Cockburn
ein. |
| FSK: "Son Of Kraut" (Sub Up, Juni 1991) |
Diese
Band aus München um den Sänger, Gitarristen, Kornettspieler,
Lapsteeler, Buchautor und Radio-DJ Thomas
Meinecke hat einen interessanten Wandel durchgemacht: gegründet
in der Zeit der "Neuen Deutschen Welle" hat man sich aber zunehmend
mehr für amerikanische Musik interessiert und diese Album sogar in
Virginia unter der Mithilfe von David Lowery
(Camper Van Beethoven, Cracker) aufgenommen. |
| Graham Parker: "Struck By Lightning" (Demon/RCA, Juni 1991) |
|
| Blue Aeroplanes: "Beatsongs" (Chryalis/Ensign, Aug. 1991) |
Obwohl
die Band aus Bristol schon mehrere Alben veröffentlicht hatte, erreichten
sie erst mit diesem zweiten Major-Release auch außerhalb Englands etwas
größere Aufmerksamkeit. Dabei wird hier "eigentlich" nur
ganz normale gitarrenorientierte Rockmusik geboten, allerdings gleich
mit drei (!) Gitarristen, wie damals bei Lynyrd Skynyrd (das ist aber
Gott sei Dank die einzige Gemeinsamkeit!). Im Mittelpunkt stehen die Texte
von "Sänger" Gerald Langley,
den man eigentlich eher "Sprecher" nennen müsste, da er
definitiv ohne Melodien auskommt und die einzige Konstante in den wechselnder
Bandbesetzungen ist. Sollte ein Lied dann doch mal eine richtige Melodie
brauchen, so übernimmt das Singen dann einer der drei Gitarristen.
Zum festen Lineup gehört auch ein polnischer Tänzer (!). Davon,
dass das Ganze keine Spinnerei von Engländern ist, konnte ich mich
mal bei einem Liveauftritt in einer Halderner Dorfdisco überzeugen.
"Beatsongs" enthält klasse Songs, z.B. die Single "Yr
Own World" und meiner Lieblingsnummer "Cardboard Box" und
die Coverversion von Paul Simon: "Boy In The Bubble". |
| Van Morrison: "Hymns To The Silence" (Exile, Sep. 1991) |
Mal
wieder ein grandioses Album des Meisters der tiefen Gefühle. Das
ganze ist dann auch noch eine Doppel-CD und trotzdem völlig ohne
Überflüssiges. Neben Vans Songs und Gesang steht die Orgel von
Georgie Fame im Mittelpunkt. |
| Nirvana: "Nevermind" (Geffen/Sub Pop, Sept. 1991) |
Im Sommer '91 war ich mit ein paar Kumpels auf dem Spex-Festival im Kölner
Tanzbrunnen. Da ich mich damals nach einem Unfall beim Tanzen (wirklich!)
nur mit Krücken bewegen konnte, kann ich mich noch gut daran erinnern,
wie ich die ganze Zeit dort nur herumsaß und der Musik lauschte. Eigentlich
war ich ja nur wegen Sonic Youth da.
Es spielten aber auch Nirvana, die ich nur dem Namen nach von einem SPEX-Artikel
zu ihrem ersten (und nach meinem Geschmack nicht so dollen) Album "Bleach"
her kannte: und sie waren total beeindruckend, stachen aus dem Lineup
des Festivals deutlich heraus. Im Herbst stand dann "Nevermind"
im Plattenregal von Lothars "Popshop" in Wesel und ich habe
mir das Album dann aufgrund des guten Eindrucks von dem Auftritt zugelegt.
Allerdings ging ich immer noch davon aus, dass es sich dabei um das übliche
Insiderding handelt, bis mich Lothar darauf aufmerksam machte, dass die
Platte sich "ziemlich gut" verkaufen würde, was ich damals
kaum glauben konnte. Trotzdem hat dann keiner von uns damit gerechnet,
dass im Frühjahr 1992 mit der Single "Smells Like Teen Spirit"
DERMASSEN die Post abgehen würde! |
| The Perc Meets The Hidden Gentleman: "Lavender" (Strange Ways, Sept. 1991) |
Das
Meisterwerk des inzwischen zu einer kompletten Band angewachsenen Duos
Tom Redecker und Emilio
Winschetti - und außerdem ein (ACHTUNG UNCOOL!) KONZEPTALBUM über
die uralte die Kulturpflanze Lavendel. Für den Song "The Moon
On Both Sides" würden Pink Floyd wahrscheinlich über Leichen
gehen. |
| American Music Club: "Everclear" (Alias, Okt. 1991) |
Der
American Music Club war das Vehikel des Sängers und Songschreibers
Mark Eitzel. "Everclear"
war das letzte Album bei einem Independentlabel, bevor irgend jemand bei
Virgin auf die Idee kam, den AMC groß herausbringen zu wollen. Nach zwei
künstlerisch ebenso gelungenen Major-Veröffentlichungen war
dann Schluss, der Club schloss seine Pforten. Wir hören auf allen
Alben der Band wunderschöne, aber doch tieftraurige Musik. Nichts
für Selbstmordgefährdete. |
| Bruce Cockburn: "Nothing But A Burning Light" (Columbia, Okt. 1991) |
Den
kanadischen "Politrocker" hatte ich eigentlich gar nicht auf
meiner Rechnung - und dann ausgerechnet bei einem großen Laden eine dermaßen
gute Produktion (dank T-Bone Burnett!),
klasse Songs, Gesang und Gitarre von Cockburn und eine ganz feine Begleitband:
Booker T. Jones (Orgel), Jim Keltner
(Schlagzeug) und Edgar Meyer (Kontrabass),
ergänzt durch interessante Gastmusiker: u.a. Mark
O'Connor an Geige und diversen Saiteninstrumenten, sowie Jackson
Browne und Burnett's Gattin Sam Phillips
im Backgroundchor. |
| The Cocoon: "Stretching Things" (What's So Funny About, Okt. 1991) |
"Psychedelik-Rock &
Fusion-Jazz"
- ein blödes Etikett, aber es ist schwer den Stil dieser Platte zu
beschreiben. Vielleicht einfach die beteiligten Musiker erwähnen?
Jazzlegende Gunther Hampel an Vibraphon,
Keyboards und Blasinstrumenten, Gitarrist und Toningenieur Matthias
Arfmann (Kastrierte Philosophen), Sänger/Gitarrist Jürgen
Gleue von den legendären 39
Clocks und Schlagzeuger Rüdiger
Klose (Kastrierte Philosophen und auch Mitwirkender bei den 39
Clocks). Eine starke und unvergleichliche Platte! |
| Garland Jeffreys: "Don't Call Me Buckwheat" (RCA, Okt. 1991) |
Nach
fast 10jähriger Pause mal wieder ein Album des New-Yorker Querdenkers,
der hier seine Lebensgeschichte als Mischlingskind zwischen Schwarzen
und Weißen thematisiert. Es gibt mit "Hail, Hail, Rock'n'Roll"
sogar eine Single, die zwar nicht die Charts stürmte, aber viel Radio-Airplay
bekam. Wie immer bei Jeffreys war das eigene Material überzeugend
(auch mit modernen Hiphop-Elementen) und die musikalische Umsetzung perfekt.
Dafür sorgten u. a.: Steve Jordan
(dr), Sly & Robbie (Jamaikas beste
Rhythmusgruppe), Hugh McCracken (g),
Paul Griffin (p), Mike
Brecker (sax), Bernard Purdie
(dr), G. E. Smith (g), Vernon
Reed (g) und auch sein alter Weggenosse Alan
Freedman (g). |
| Talk Talk: "Laughing Stock" (Verve, Okt. 1991) |
Wenn
das keine Veradelung ist! Auf dem amerikanischen Jazzlabel Verve erscheint
der Schwanengesang von Mark Hollis
(die anderen Bandmitglieder, Bassist Paul
Webb und Drummer Lee Harris,
spielen eine eher untergeordnete Rolle). |
| Teenage Fanclub: "Bandwagonesque" (Creation, Nov. 1991) |
Ein kleine aber feine Gitarrenband aus Schottland,
die nie an der Spitze, aber immer spitzenklasse war und alle Strömungen
- auch den Britpop - überlebt hat. |
| Sister Double Happiness: "Heart And Mind" (Reprise, Dez. 1991) |
|
|
| Biff Bang Pow! "L'amour, Demure, Stenhousemuir" (Creation, 1991) |
Alan
McGee ist eigentlich Labelboss bei Creation (und somit mit Oasis
zu Geld gekommen) und betrieb zusammen mit dem Gitarristen Richard
Green diese "Hobbyband". Das vorliegende Album fiel mir,
muss ich gestehen, zuerst wegen des Coverfotos auf (Hach ja!), blieb aber
dann wegen der wunderbaren und zerbrechlichen, an den späten 60ern
orientierten und trotzdem nicht altmodischen Gitarrenmusik lange auf meinem
Plattenteller. Der Covertext macht es zwar nicht deutlich, aber es handelt
sich um eine Single/Maxi-Compilation der Jahre 1984-91. |
| Matthew Sweet: "Girlfriend" (ZOO, 1991) |
Kaum
von der Öffentlichkeit beachtet bringt der Gitarrist, Bassist, Sänger
& Songschreiber wunderbare Alben heraus. Daneben war er mir nur am
Rande als Mitspieler bei Lloyd Cole
und Anton Fier's Golden Palominos aufgefallen.
Tolles Cover, nicht wahr? |
| Union Carbide Productions: "From Influence To Ignorance" (Radium/MNW, 1991) |
Tolle Platte! Hatte ich völlig vergessen und erst jetzt, wo Ebbot
Lundbergs neue Band "The Soundtrack
Of Our Lives" auch bei uns bekannter wird (u. a. durch den tollen
Auftritt beim Haldern Openair!) und
ich die alte CD rausgekramt habe, fällt mir das wieder auf. Allerbester
SCHWEINEROCK aus Schweden!!! Iggy, eat our heart out!(10.11.2004) |
| The Wellsprings Of Hope: "Phonograph" (Safety Net, 1991) |
"Garagesoul"
von Pat Johnson aus San Francisco,
den der eine oder andere von Euch vielleicht als Gitarrist und Songschreiber
von/für Penelope Houston kennt,
zusammen mit zahlreichen Mitstreitern aus der Bay-Area-Szene. Singer/Songwriter-
Musik mit Wurzeln im Garagenrock (=Gitarre) und Soul (=Bläser). |
| << 1990 | Oben | 1992 >> |
| Erstellt: 04.10.2002 | Letzte Aktualisierung: 29.06.2010 13:57 | 15416 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Auf diesem Album ist fast jeder Song ein Hit: Natürlich "

Hier
zuerst eine kleine Anekdote: Ich kam im Frühjahr 1991 in Lothars
Plattenladen in Wesel, als da ein mir unbekanntes Lied mit typischer Byrds-Gitarre
(
Dies
ist die erste CD einer ganzen Reihe von Duoplatte, die Jerry Garcia und
sein alter Bluegrasskumpel "Dawg" Grisman aufgenommen haben
- und wohl auch die Beste (nach Jerry's Tod hat Grisman weitere Bänder
aufbereitet, die alle irgendwie nicht schlecht sind, aber eben nicht so
gut wie dieses Album). Live eingespielt und von
Ist
das jetzt Hip-Hop? Oder Trip-Hop? Keine Ahnung, eben nicht mein Fachgebiet.
Aber auch mir als "Außenstehendem" ist das Album aufgefallen.
Mit dem berühmen
1990
gab's einen kurzen Flirt mit dem Majorlabel A&M. Dabei entstand die
abgedrehte Maxi "F.U.N. 90", die die Plattenbosse wohl ziemlich
verschreckt haben muss. Beim alten Heimatlabel Sin ging's dann aber in
aller Frische weiter. "Curse" steigert noch mal das, was "
Der
dritte Streich von 
Wie
immer in den 90ern: ein gutes Album mit scheußlichem Cover von einem
der besten britischen Songschreiber und Gitarristen, der seit einiger
Zeit in den USA beheimatet ist. Vom Keyboarder
Diese
Band aus München um den Sänger, Gitarristen, Kornettspieler,
Lapsteeler, Buchautor und Radio-DJ
Obwohl
die Band aus Bristol schon mehrere Alben veröffentlicht hatte, erreichten
sie erst mit diesem zweiten Major-Release auch außerhalb Englands etwas
größere Aufmerksamkeit. Dabei wird hier "eigentlich" nur
ganz normale gitarrenorientierte Rockmusik geboten, allerdings gleich
mit drei (!) Gitarristen, wie damals bei Lynyrd Skynyrd (das ist aber
Gott sei Dank die einzige Gemeinsamkeit!). Im Mittelpunkt stehen die Texte
von "Sänger" Gerald Langley,
den man eigentlich eher "Sprecher" nennen müsste, da er
definitiv ohne Melodien auskommt und die einzige Konstante in den wechselnder
Bandbesetzungen ist. Sollte ein Lied dann doch mal eine richtige Melodie
brauchen, so übernimmt das Singen dann einer der drei Gitarristen.
Zum festen Lineup gehört auch ein polnischer Tänzer (!). Davon,
dass das Ganze keine Spinnerei von Engländern ist, konnte ich mich
mal bei einem Liveauftritt in einer Halderner Dorfdisco überzeugen.
"Beatsongs" enthält klasse Songs, z.B. die Single "Yr
Own World" und meiner Lieblingsnummer "Cardboard Box" und
die Coverversion von Paul Simon: "Boy In The Bubble".
Mal
wieder ein grandioses Album des Meisters der tiefen Gefühle. Das
ganze ist dann auch noch eine Doppel-CD und trotzdem völlig ohne
Überflüssiges. Neben Vans Songs und Gesang steht die Orgel von
Georgie Fame im Mittelpunkt.
Das
Meisterwerk des inzwischen zu einer kompletten Band angewachsenen Duos
Tom Redecker und Emilio
Winschetti - und außerdem ein (ACHTUNG UNCOOL!) KONZEPTALBUM über
die uralte die Kulturpflanze Lavendel. Für den Song "The Moon
On Both Sides" würden Pink Floyd wahrscheinlich über Leichen
gehen.
Der
American Music Club war das Vehikel des Sängers und Songschreibers
Mark Eitzel. "Everclear"
war das letzte Album bei einem Independentlabel, bevor irgend jemand bei
Virgin auf die Idee kam, den AMC groß herausbringen zu wollen. Nach zwei
künstlerisch ebenso gelungenen Major-Veröffentlichungen war
dann Schluss, der Club schloss seine Pforten. Wir hören auf allen
Alben der Band wunderschöne, aber doch tieftraurige Musik. Nichts
für Selbstmordgefährdete.
Den
kanadischen "Politrocker" hatte ich eigentlich gar nicht auf
meiner Rechnung - und dann ausgerechnet bei einem großen Laden eine dermaßen
gute Produktion (dank T-Bone Burnett!),
klasse Songs, Gesang und Gitarre von Cockburn und eine ganz feine Begleitband:
Booker T. Jones (Orgel), Jim Keltner
(Schlagzeug) und Edgar Meyer (Kontrabass),
ergänzt durch interessante Gastmusiker: u.a. Mark
O'Connor an Geige und diversen Saiteninstrumenten, sowie Jackson
Browne und Burnett's Gattin Sam Phillips
im Backgroundchor.
"Psychedelik-Rock &
Fusion-Jazz"
- ein blödes Etikett, aber es ist schwer den Stil dieser Platte zu
beschreiben. Vielleicht einfach die beteiligten Musiker erwähnen?
Jazzlegende Gunther Hampel an Vibraphon,
Keyboards und Blasinstrumenten, Gitarrist und Toningenieur Matthias
Arfmann (Kastrierte Philosophen), Sänger/Gitarrist Jürgen
Gleue von den legendären 39
Clocks und Schlagzeuger Rüdiger
Klose (Kastrierte Philosophen und auch Mitwirkender bei den 39
Clocks). Eine starke und unvergleichliche Platte!
Nach
fast 10jähriger Pause mal wieder ein Album des New-Yorker Querdenkers,
der hier seine Lebensgeschichte als Mischlingskind zwischen Schwarzen
und Weißen thematisiert. Es gibt mit "Hail, Hail, Rock'n'Roll"
sogar eine Single, die zwar nicht die Charts stürmte, aber viel Radio-Airplay
bekam. Wie immer bei Jeffreys war das eigene Material überzeugend
(auch mit modernen Hiphop-Elementen) und die musikalische Umsetzung perfekt.
Dafür sorgten u. a.: Steve Jordan
(dr), Sly & Robbie (Jamaikas beste
Rhythmusgruppe), Hugh McCracken (g),
Paul Griffin (p), Mike
Brecker (sax), Bernard Purdie
(dr), G. E. Smith (g), Vernon
Reed (g) und auch sein alter Weggenosse Alan
Freedman (g).
Wenn
das keine Veradelung ist! Auf dem amerikanischen Jazzlabel Verve erscheint
der Schwanengesang von Mark Hollis
(die anderen Bandmitglieder, Bassist Paul
Webb und Drummer Lee Harris,
spielen eine eher untergeordnete Rolle).
Alan
McGee ist eigentlich Labelboss bei Creation (und somit mit Oasis
zu Geld gekommen) und betrieb zusammen mit dem Gitarristen Richard
Green diese "Hobbyband". Das vorliegende Album fiel mir,
muss ich gestehen, zuerst wegen des Coverfotos auf (Hach ja!), blieb aber
dann wegen der wunderbaren und zerbrechlichen, an den späten 60ern
orientierten und trotzdem nicht altmodischen Gitarrenmusik lange auf meinem
Plattenteller. Der Covertext macht es zwar nicht deutlich, aber es handelt
sich um eine Single/Maxi-Compilation der Jahre 1984-91.
Kaum
von der Öffentlichkeit beachtet bringt der Gitarrist, Bassist, Sänger
& Songschreiber wunderbare Alben heraus. Daneben war er mir nur am
Rande als Mitspieler bei Lloyd Cole
und Anton Fier's Golden Palominos aufgefallen.
Tolles Cover, nicht wahr?
"Garagesoul"
von Pat Johnson aus San Francisco,
den der eine oder andere von Euch vielleicht als Gitarrist und Songschreiber
von/für