Das
Album des Jahres
weitere
Highlights ...
| The Knitters: "Poor Little Critter On The Road" (Slash, Jan. 1985) |
Dieses
Seitenprojekt der Musiker John Doe (v, bg), Exene Cervenka
(v) und D.J.Bonebrake (dr) von der Band "X", unterstützt
vom Blasters-Gitarristen Dave Alvin brachte
zum ersten mal Countrymusik, gespielt von "Punkrockern" (i.w.S.)
auf die Bühne. Damals zwar kein großer kommerzieller Erfolg, beruft
sich heute ein großer Teil der "Americana" / "No Depression"-Szene
auf diese Band als einen der wichtigsten Einflüsse. Vielleicht passt
in gewisser Weise der Vergleich mit den Velvet Underground: die fanden
zu ihrer aktiven Zeit (1965-70) auch nicht viele Plattenkäufer, aber
jeder der es tat, gründete danach eine Band. |
| Emmylou Harris: "Ballad Of The Sally Rose" (Warner, Feb. 1985) |
Eine
ungewöhnliche Platte von Emmylou. Nach einigen eher schwächeren
Alben mit Ausflügen in den Mainstream (z.B. das furchtbare "White
Shoes" von 1983) stimmte wieder die musikalisch Qualität (Albert
Lee war seit der 81er-Platte "Evangeline" zum ersten mal
wieder dabei) und erstmalig gab's fast ausschließlich eigenes Material,
von Emmylou zusammen mit ihrem damaligen musikalischen und Lebenspartner
Paul Kennerley verfasst. |
| The Smiths: "Meat Is Murder" (Rough Trade, Feb. 1985) |
Das
war Liebe auf den zweiten Blick.: Ich kannte die Band nur von einem Rockpalastkonzert
aus einem Hamburger Club, das mich kaum beeindruckt hatte. Ich konnte
mich nur noch daran erinnern, dass Sänger die ganze Zeit mit weißen
Gladiolen (oder Tulpen?) rumhantiert hatte. Als ich diese Platte (ihre
dritte, wenn man Single/Maxi-Kompilation "Hateful Of Hollow"
mitzählt) dann in einem Sonderangebotsständer fand, entschloss
ich mich nach langen zögern zum Kauf - den ich bis heute nicht bereut
habe. Sänger/Texter Morrissey und Gitarrist/Komponist Johnny
Marr überzeugen mit ihren Liedern und mit ihrem einzigartigen
Sound. Mal wieder einer der wenigen Fälle, wo mein Geschmack und
der Massengeschmack "gewisse Berührungspunkte" haben. |
| Richard Thompson: "Across A Crowded Room" (Polydor, März 1985) |
Ein
mir aus unerklärlichen Gründen von der Kritik nicht sonderlich
geschätztes Album vom besten britischen Singer/Songwriter/Guitarplayer
(in dieser Kombination unerreicht: es gibt wahrscheinlich bessere Sänger,
vielleicht bessere Songschreiber, aber kaum bessere Gitarristen mit einem
eigenen, unverwechselbaren Ton!). Die Platte enthält mit dem Eröffnungslied
"When The Spell is Broken" eines meiner Lieblinx-Thompson-Lieder
mit dem wunderbaren Wechselgesang von Thompson und dem Folkrockpaar Clive
Gregson/Christine Collister. Und den Abschluss bildet in bester
"Night Comes In" Tradition (d.h. u.a.: ein beeindruckendes Gitarrensolo)
"Love in a faithless country" mit dem etwas merkwürdigen
Chor der "Soultanas". |
| The Velvet Underground: "VU" (Verve, März 1985) |
Resteverwertung? Leichenfledderei? Irgendwie schon, aber trotzdem eine
tolle Platte - zumindest für die Lou Reed/Velvet Underground-Fans!
Nach drei phantastischen Alben für Verve/MGM 1967-69 ("The
Velvet Underground & Nico", "White Light/White Heat"
und "The Velvet Underground")
wurde der Band vor Fertigstellung eines vierten Album der Plattenvertrag
gekündigt. Danach ging es dann mit dem "echten" vierten
Album "Loaded" bei Atlantic
weiter. Bei den Vorbereitungen zur Wiederveröffentlichung der ersten
drei Alben wurden dann die Bänder mit den hier versammelten Liedern
"entdeckt", wobei ich mich frage, wieso man so was erst "entdecken"
muss, statt es direkt vernünftig zu archivieren! Versammelt sind hier 2 Aufnahmen von 1968 noch mit John Cale, die aber nicht auf "White Light/White Heat" gepasst hätten, während der Rest mit seinem Nachfolger Doug Yule wohl schon für das von Verve gecancelte vierte Album vorgesehen waren. Noch mal zurück zum Vorwurf "Resteverwertung": viele der hier versammelten "Outtakes" wie z.B. wie "Ocean" und "Stephanie Says" sind inzwischen längst zu Velvet-Klassikern geworden, andere wurden von Lou Reed für seine Soloalben neu eingespielt. |
| del Amitri (Chrysalis, Mai 1985) |
Sie
fielen mir als Vorgruppe von Lloyd Cole
bei einem Konzert in der Bochumer Zeche angenehm auf. Das Debüt der
schottischen Band um den Sänger und Bassisten Justin
Currie und den Gitarristen Ian Harvie
blieb damals bei uns aber relativ unbeachtet und es war schwierig, die
Platte aufzutreiben. Erst vier Jahre später (und mit neuem Plattenvertrag)
kam mit der Single "Nothing Ever Happens" aus dem Album "The
Waking Hour" der grosse Durchbruch. |
| Green On Red: "Gas Food Lodging" (Zippo, Mai 1985) |
Eines
von vielen guten Alben der Band um den Sänger Dan
Stuart und den Keyboarder Chris Cacavas. |
| Lone Justice (Geffen, Geffen, Mai 1985) |
Ein geniales Debüt der damals 20jährigen Maria
McKee mit ihrer "Begleitband" (Ryan
Hedgecock an der Gitarre, Marvin Etzioni
am Bass und Don Heffington am Schlagzeug).
Ich habe damals ein paar Lieder von ihrem mittäglichen Auftritt beim "Rock
am Ring" auf Video mitgeschnitten, bei dem Maria in ihrem bäuerlichen
Schlabberkleid einfach hinreißend aussah und wie eine junge Göttin
sang. Zwar schrieb sie auch damals schon gute eigene Songs ("Sweet
Sweet Baby" zusammen mit Little Steven
und "Wait 'til We Get Home" mit Gitarrist Hedgecock), herausragend
ist aber "Ways To be Wicked", das Tom
Petty für sie verfasste und "Don't Toss Us Away"
von ihrem Stiefbruder Bryan McLean,
der mal in den 60ern bei der Band Love
war. Bassist Etzioni zeigt auch durch drei Songs seine Songwriterqualitäten:
so stammt von ihm der geniale Rocker "East Of Eden". |
| Dinosaur (Homestead, Juni 1985) |
Dieses
Gitarrentrio war damals eine Offenbarung. Sänger und Gitarrist J.
Mascis, Bassist Lou Barlow (später
mit The Folk Implosion bekannt geworden) und Drummer Murph
spielten ihre Mischung aus Punk und Metal, die viele später "Grunge"
nannten. Ich besitze das seltene Original-Vinyl von Homestead, noch ohne
den Zusatz "Jr.", den die Band später führen musste,
da sie von der San Francisco-Band "The Dinosaurs" verklagt wurden,
was mir insofern ein bisschen peinlich ist, als in dieser "Altherrenband"
ein paar Leute mehr oder weniger erfolgreich spielten, die eigentlich
zu meinen alten Helden gehören: Robert
Hunter (Grateful Dead-Texter),
John Cipollina (Quicksilver
Messenger Service), Merl Saunders
(Jerry Garcia-Keyboarder)
und Barry Melton (County Joe &
The Fish-Gitarrist und heutzutage Rechtsanwalt - war das wohl seine Idee?). |
| Suzanne Vega (A&M, Juni 1985) |
Mitten
in den ungemütlichen 80ern debütiert diese New Yorker Sängerin/Songschreiberin
mit einem Hitalbum! "Marlene On The Wall" war damals ein Ohrwurm,
dem man sich nicht entziehen konnte. Ihre bekanntesten Songs, "Luka"
und "Tom's Diner" findet man aber erst auf dem Nachfolger "Solitude
Standing" von 1987. Als Produzent neben Steve
Addabo ist ein alter Bekannter dabei: Lenny
Kaye von der Patti Smith Group. |
| Jacobites: "Robbespierre's Velvet Basement" (Glass, Aug. 1985) |
Das
frühe Meisterwerk der englischen Sänger/Gitarristen Nikki
Sudden und Dave Kusworth, begleitet
von Nikkis Bruder Epic Soundtrack
am Schlagzeug und Mark Lemon am Bass. |
| R.E.M.: "Fables Of The Reconstruction" (I.R.S., Aug. 1985) |
Michael
Stipe, Peter Buck, Mike
Mills und Bill Berry auf dem
Weg zum Weltruhm, dort aber noch nicht angekommen. Dieses letzte Album
vor der ersten richtigen Hitsingle "The One I Love", produziert
von Joe Boyd (Fairport
Convention, Incredible String Band,
etc.), gilt für viele als Fehlschlag, obwohl es für mich der
erste Zugang zur Band war. Ich liebe das Album trotz aller negativen Kritiken
heiß und innig. |
| The Waterboys: "This Is The Sea" (Chrysalis/Ensign, Sept. 1985) |
Das
dritte Album von Mike Scott, zusammen mit seinen Mitstreitern Karl
Wallinger und Anthony Thistlethwaite, ist das beste dieser
"Band" (eigentlich war das ja immer eher Scott's Soloprojekt).
Die Single "Whole Of The Moon" ist absolut genial! |
| Bangles: "Different Light" (Columbia, Okt. 1985) |
Die
Mädels habe ich seit ihrem Auftritt Frühjahr 1986 in der Zeche
Bochum - noch vor einem überschaubar großen Publikum - in mein Herz
geschlossen. Fünf Meter vor Susanna Hoffs habe ich gesessen
und war sprachlos. Im Laufe des Sommers wurde die Platte, vor allem der
Prince-Titel "Manic Monday", dann zum Dauerbrenner und
nutzte dabei leider ein wenig ab. Die beiden folgenden Alben habe ich
dann nicht mehr so richtig zur Kenntnis genommen, aber "Different
Light" bleibt wichtig, u.a. weil es auch von den anderen drei Ladies
(Gitarristin Vicki Peterson, später bei den Continental
Drifters; ihrer trommelnden Schwester Debbie Peterson und Bassistin
Michael Steele) tolle kompositorische und gesangliche Beiträge
gab. Anerkennung gehört ihnen u. a. weil sie mit "September
Gurls" von Alex Chilton eines meiner absoluten Lieblingslieder
aufgenommen haben. |
| The Long Ryders: "State Of Our Union" (Island, Okt. 1985) |
Die
Ryders waren eine typische Band des L.A.-Psychedelic-Rockszene aus den
frühen 80ern (Blasters, Green
On Red, Dream Syndicate, etc.) mit starken Wurzeln in der Countrymusik
und natürlich, wie schon im Bandnamen deutlich wird, mit Byrds-Bezügen.
Dieses Album wurde in London von Will Birch, dem ehemaligen Drummer
der Kursaal Flyers produziert. |
| Rain Parade: "Crashing Dreams " (Island, Okt. 1985) |
Durch den Gitarristen John Thoman war die Band aus L.A. wieder
zum Quintett angewachsen und hatte genauso wie ihre lokale "Konkurrenz"
von den Long Ryders bei Island einen Majorvertrag
unterzeichnet, aber leider war nach diesem schönen Album Schluss
mit der Band. Bassist Steve Roback, Keyboarder Will Glenn
und Gitarren-Neuzugang Thoman gründeten anschließend die ebenso
guten und ebenfalls wenig erfolgreichen Viva Saturn, die ich mir
eigentlich auch mal wieder anhören müsste. Sänger/Gitarrist
Matt Piucci vertrat danach Frank Sampedro auf dem merkwürdigen
Crazy-Horse-ohne-Neil-Young-Album "Left For Dead", während
jener mit Neil Youngs "Freedom"
zu tun hatte.(15.07.2008) |
| Tom Waits: "Rain Dogs" (Island, Okt. 1985) |
Nach
"Swordfishtrombones"
hält Waits locker den selbst gesetzten Standard, auch wenn das alles
natürlich nicht mehr ganz so überraschend daher kommt, wie zwei
Jahre zuvor! |
| 10,000 Maniacs: "The Wishing Chair" (Elektra, Nov. 1985) |
Das
zweite Album der Band um die Sängerin Natalie
Merchant, nach dem Debüt beim Bonner Normal-Label jetzt bei
Elektra, einer renommierten großen Firma. Diese Art von "Aufstieg"
führt ja bei vielen Bands zu unbefriedigenden Ergebnissen - hier
aber blüht die Band richtig auf, was nicht zuletzt ein Verdienst
des Produzenten Joe Boyd ist. |
| Danny & Dusty: "The Lost Weekend" (A&M, Nov. 1985) |
Dieses
Album brachte Musiker von drei damals aufstrebenden L.A.-Gitarrenbands
für eine Wochenendsession zusammen, die natürlich keinesfalls
"verloren" war. Federführend waren die Sänger Dan
Stuart von Green On Red, der noch seinen
Keyboarder Chris Cacavas mitbrachte,
und Steve Wynn von Dream
Syndicate, der seinen Drummer Dennis
Duck dabei hatte. Dazu kamen von den Long Ryders
die Gitarristen Sid Griffin und Stephen
McCarthy und der Bassist Tom Stevens.
Bis auf Dylan's "Knocking On Heaven's Door" gibt es nur neues
eigenes Material von Stuart und Wynn. Insgesamt eine gelungene Sache. |
| The Jazz Butcher and his Sikkorskis From Hell: "Hamburg" (Rebel/Glass, Nov. 1985) |
Der Engländer Pat Fish hat zwar einen ziemlich blutrünstigen
Künstlernamen, aber weder wird hier Jazz zermetzelt, noch Death Metal
von Hubschrauberpiloten gespielt, sondern ganz entspannter "Indie-Gitarren-Rock"
(oder wie auch immer man so was nennen soll!) live dargereicht. Ich mag
dieses Album aus der Hamburger Kultkneipe Onkel Pö nicht nur
wegen der gut rüber kommenden Publikumsstimmung sehr gerne, aber
vor allem weil meine Lieblinx-Coverversion von Onkel Lou's Sweet Jane
dabei ist!(07.04.2006) |
| The Jesus And Mary Chain: "Psychocandy" (WEA/Blanco Y Negro, Nov. 1985) |
Debütalbum
der schottischen Brüder Jim Reid und William Reid,
damals noch mit Bobby Gillespie am Schlagzeug, der später
als Sänger mit seiner eigenen Kapelle Primal Scream selber
bekannt wurde. Die Truppe hat mir damals bei ihrer Deutschland-TV-Premiere
eigentlich überhaupt nicht gefallen: monotoner Gesang, monotone Rhythmen,
monotoner Gitarrensound. Außerdem spielten sie, so weit ich mich erinnern
kann, mit dem Rücken zum (TV-) Publikum und machten mit ihren Gitarren
lieber kräftig Feedbacks. Das fand ich damals ziemlich daneben, erst
später konnte ich auf ihren Alben die Qualität der Musik und
ihres Songwritings erkennen und muss sagen: JAMC sind sicherlich mit die
besten Velvet Underground-Epigonen. Wer meine Vorliebe zu Lou
Reeds alter Kapelle kennt, weiß das als Kompliment zu schätzen. |
| The Replacements:"Tim" (Sire, Nov. 1985) |
Grosse
Band - aber auch kommerziell absolut gescheitert. Vielleicht gerade deshalb
Kritikers Lieblinge? Egal, denn die Band um Sänger, Gitarristen und
Songschreiber Paul Westerberg war einfach das Beste im bereich
zwischen Punkrock und den Rolling Stones. |
| The Apartments: "The Evening Visits ... And Stays For Years" (Rough Trade, 1985) |
Gefunden in der Grabbelkiste.(08.04.2011) |
| Camper Van Beethoven: "Telephone Free Landslide Victory" (Rough Trade/Independent Project, 1985) |
Das wunderbar schräge Debütalbum der legendären ersten
Band von David Lowery (Cracker),
das man schon alleine wegen "Take The Skinheads Bowling" lieben
muss ...(03.12.2010) |
| The Blasters: "Hard Line" (Warner/Slash, 1985) |
Die
Blasters waren eine interessante Truppe, denn sie schafften überzeugend
den Spagat zwischen traditionellem Rockabilly-Publikum auf der einen Seite
und eher "alternativ" angehauchtem Rockpublikum auf der anderen
Seite. Vielleicht könnte man sie auch als die erste "Americana"-Band
bezeichnen. Seit den frühen 80ern aktiv sollen sie angeblich viele
der L.A.-Undergroundbands auf den Country- und Blues-Geschmack gebracht
haben (z.B. Jeffrey Lee Pierce vom Gun Club oder John Doe von der Band
"X". Im Mittelpunkt standen die Brüder Phil
Alvin (Sänger) und Dave Alvin
(Gitarrist und Songschreiber). "Hard Line" war das erste Album,
mit dem sie in Europa bekannter wurden (Sommer 85 waren sie beim Loreley-Rockpalast
dabei), leider aber auch ihr letztes Album. |
| Meat Puppets: "Up On The Sun" (SST, 1985) |
Das dritte Album des Trios - und bereits ihr zweites beim Kultlabel SST.
Der Vorgänger "Meat Puppets II" von 1984 gilt vielen als
Meisterwerk im Grenzbereich Hard Core/Country, zwei Gegenden, von denen
man bislang gar nicht wusste, dass sie aneinander grenzen, aber für
mich ist die Band eigentlich erst ab diesem Album hörbar: es gibt
hier weniger Hardcore (für den ich als Hörer doch etwas zu alt
bin), mehr Pop (d.h. vor allem: bessere Melodien) und Curt Kirkwood
singt inzwischen besser, auch wenn er manchmal immer noch leicht schräg
daneben liegt. Liebgewonnen hatte ich die Band erst mit dem fünften
Album "Huevos" von 1987.(17.06.2008) |
| Jeffrey Lee Pierce: "Wildweed" (Statik, 1985) |
Eine der ersten "Independent" bzw. "alternative" Platten,
die ich mir damals gekauft habe. Den gerade frisch aufgelösten Gun
Club kannte ich damals noch gar nicht, habe ihn quasi nach diesem
einzigen Soloalbum des Vorsitzenden vom Pistolenclub kennen- und schätzen
gelernt. Aufgefallen war mir zuerst das - zugegebenermaßen - etwas brutale und traurige, aber irgendwie doch wunderschöne Cover, welches perfekt zur Musik passt. Am Bass ist kurioserweise John McKenzie zu hören, den ich aus seiner Zeit mit Man kannte. Allerdings hat die Musik hier wenig mit der meiner Waliser Lieblingsrockern zu tun. Ich mag übrigenz beides sehr! |
| This Mortal Coil: "It'll End In Tears" (4AD, 1985) |
Dies ist die erste von drei CDs dieses Projekts von Ivo Watt-Russell
und John Fryer, den Betreibern bzw. Stammproduzenten des 4AD-Labels
aus England. Zu hören sind eigene verschrobene bzw. verhuschte Instrumentalstücke,
fast eher Klangflächen, sowie einige sehr geschmackvolle Coverversionen.
Der Gesang und wichtige Instrumentalbeiträge stammen von den Künstlern
des Labels: Cocteau Twins (Elizabeth Fraser, Simon Raymonde und
Robin Guthrie), Dead Can Dance (Lisa Gerard und Brendan Perry)
und andere. Unter den Coversongs ist besonders Tim Buckleys "Song
To The Siren", gesungen von Elizabeth Fraser, hervorzuheben, das
es als Single 1983 sogar bis in die englischen Singlecharts schaffte (somit
Tim Buckleys einziger Chartserfolg). |
| << 1984 | Oben | 1986 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 12.06.2011 22:21 | 13510 Besucher seit dem 01.12.2002 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |
Paddy
McAloons zweites Werk ist einer meiner All-Time-Favorites. Was
soll ich sagen? Dieses Album sollte in einer besseren Welt in jeder Plattensammlung
stehen!
Dieses
Seitenprojekt der Musiker John Doe (v, bg), Exene Cervenka
(v) und D.J.Bonebrake (dr) von der Band "X", unterstützt
vom
Eine
ungewöhnliche Platte von Emmylou. Nach einigen eher schwächeren
Alben mit Ausflügen in den Mainstream (z.B. das furchtbare "White
Shoes" von 1983) stimmte wieder die musikalisch Qualität (Albert
Lee war seit der 81er-Platte "Evangeline" zum ersten mal
wieder dabei) und erstmalig gab's fast ausschließlich eigenes Material,
von Emmylou zusammen mit ihrem damaligen musikalischen und Lebenspartner
Paul Kennerley verfasst.
Das
war Liebe auf den zweiten Blick.: Ich kannte die Band nur von einem Rockpalastkonzert
aus einem Hamburger Club, das mich kaum beeindruckt hatte. Ich konnte
mich nur noch daran erinnern, dass Sänger die ganze Zeit mit weißen
Gladiolen (oder Tulpen?) rumhantiert hatte. Als ich diese Platte (ihre
dritte, wenn man Single/Maxi-Kompilation "Hateful Of Hollow"
mitzählt) dann in einem Sonderangebotsständer fand, entschloss
ich mich nach langen zögern zum Kauf - den ich bis heute nicht bereut
habe. Sänger/Texter Morrissey und Gitarrist/Komponist Johnny
Marr überzeugen mit ihren Liedern und mit ihrem einzigartigen
Sound. Mal wieder einer der wenigen Fälle, wo mein Geschmack und
der Massengeschmack "gewisse Berührungspunkte" haben.
Ein
mir aus unerklärlichen Gründen von der Kritik nicht sonderlich
geschätztes Album vom besten britischen Singer/Songwriter/Guitarplayer
(in dieser Kombination unerreicht: es gibt wahrscheinlich bessere Sänger,
vielleicht bessere Songschreiber, aber kaum bessere Gitarristen mit einem
eigenen, unverwechselbaren Ton!). Die Platte enthält mit dem Eröffnungslied
"When The Spell is Broken" eines meiner Lieblinx-Thompson-Lieder
mit dem wunderbaren Wechselgesang von Thompson und dem Folkrockpaar Clive
Gregson/Christine Collister. Und den Abschluss bildet in bester
"Night Comes In" Tradition (d.h. u.a.: ein beeindruckendes Gitarrensolo)
"Love in a faithless country" mit dem etwas merkwürdigen
Chor der "Soultanas".

Sie
fielen mir als Vorgruppe von
Eines
von vielen guten Alben der Band um den Sänger
Dieses
Gitarrentrio war damals eine Offenbarung. Sänger und Gitarrist J.
Mascis, Bassist
Mitten
in den ungemütlichen 80ern debütiert diese New Yorker Sängerin/Songschreiberin
mit einem Hitalbum! "Marlene On The Wall" war damals ein Ohrwurm,
dem man sich nicht entziehen konnte. Ihre bekanntesten Songs, "Luka"
und "Tom's Diner" findet man aber erst auf dem Nachfolger "
Das
frühe Meisterwerk der englischen Sänger/Gitarristen 
Das
dritte Album von Mike Scott, zusammen mit seinen Mitstreitern Karl
Wallinger und Anthony Thistlethwaite, ist das beste dieser
"Band" (eigentlich war das ja immer eher Scott's Soloprojekt).
Die Single "Whole Of The Moon" ist absolut genial!
Die
Mädels habe ich seit ihrem Auftritt Frühjahr 1986 in der Zeche
Bochum - noch vor einem überschaubar großen Publikum - in mein Herz
geschlossen. Fünf Meter vor Susanna Hoffs habe ich gesessen
und war sprachlos. Im Laufe des Sommers wurde die Platte, vor allem der
Prince-Titel "Manic Monday", dann zum Dauerbrenner und
nutzte dabei leider ein wenig ab. Die beiden folgenden Alben habe ich
dann nicht mehr so richtig zur Kenntnis genommen, aber "Different
Light" bleibt wichtig, u.a. weil es auch von den anderen drei Ladies
(Gitarristin Vicki Peterson, später bei den
Die
Ryders waren eine typische Band des L.A.-Psychedelic-Rockszene aus den
frühen 80ern (
Nach
"
Das
zweite Album der Band um die Sängerin
Dieses
Album brachte Musiker von drei damals aufstrebenden L.A.-Gitarrenbands
für eine Wochenendsession zusammen, die natürlich keinesfalls
"verloren" war. Federführend waren die Sänger
Debütalbum
der schottischen Brüder Jim Reid und William Reid,
damals noch mit Bobby Gillespie am Schlagzeug, der später
als Sänger mit seiner eigenen Kapelle Primal Scream selber
bekannt wurde. Die Truppe hat mir damals bei ihrer Deutschland-TV-Premiere
eigentlich überhaupt nicht gefallen: monotoner Gesang, monotone Rhythmen,
monotoner Gitarrensound. Außerdem spielten sie, so weit ich mich erinnern
kann, mit dem Rücken zum (TV-) Publikum und machten mit ihren Gitarren
lieber kräftig Feedbacks. Das fand ich damals ziemlich daneben, erst
später konnte ich auf ihren Alben die Qualität der Musik und
ihres Songwritings erkennen und muss sagen: JAMC sind sicherlich mit die
besten Velvet Underground-Epigonen. Wer meine Vorliebe zu Lou
Reeds alter Kapelle kennt, weiß das als Kompliment zu schätzen.
Grosse
Band - aber auch kommerziell absolut gescheitert. Vielleicht gerade deshalb
Kritikers Lieblinge? Egal, denn die Band um Sänger, Gitarristen und
Songschreiber Paul Westerberg war einfach das Beste im bereich
zwischen Punkrock und den Rolling Stones.
Die
Blasters waren eine interessante Truppe, denn sie schafften überzeugend
den Spagat zwischen traditionellem Rockabilly-Publikum auf der einen Seite
und eher "alternativ" angehauchtem Rockpublikum auf der anderen
Seite. Vielleicht könnte man sie auch als die erste "Americana"-Band
bezeichnen. Seit den frühen 80ern aktiv sollen sie angeblich viele
der L.A.-Undergroundbands auf den Country- und Blues-Geschmack gebracht
haben (z.B. Jeffrey Lee Pierce vom Gun Club oder John Doe von der Band
"X". Im Mittelpunkt standen die Brüder