Das
Album des Jahres
weitere Highlights ...
| The Smiths (Rough Trade, Feb. 1984) |
Das
Debütalbum der Band um den Sänger/Texter Morrissey
und den Gitarristen/Komponisten Johnny Marr.
Als es damals erschien, reagierte schon im Vorfeld die englische
Presse wieder einmal völlig hysterisch und jubelte die Band in die
Charts. Ausnahmsweise mal zu Recht. Die Smiths haben Britanniens Musikwelt
nachhaltig beeinflusst. Vor den Smiths war Morrissey schon als Bücherschreiber
aktiv (James Dean Isnt Dead) und leitete die UK-Filiale
des New York Dolls Fan Clubs.Ich habe aber zugegebenermaßen bis zum dritten Album "Meat Is Nurder" gebraucht, um diese Band für mich zu entdecken! Bei einigen Titeln ist übrigenz mein alter Bekannter Paul Carrack (Ace, Squeeze, Nick Lowe, Roxy Music, Mike & The Mechanics, etc.) an den Keyboards dabei. |
| Joe Jackson: "Body & Soul" (A&M, März 1984) |
Ich
bin zwar kein richtiger Fan des britischen Genies und Misanthropen, aber
ich finde, dass dies ein wunderbares Album ist - nicht zuletzt wegen des
coolen, an eine alte Blue Note-Platte von Sonny
Rollins angelehnten Covers. |
| Laura Nyro: "Mother's Spirtual" (Columbia, März 1984) |
Nach
sechs Jahren Pause mal wieder ein Album der Sängerin, Pianistin und
Songschreiberin, die ihre größten Erfolge bereits als Teenager
Ende der 60er feierte, als teilweise mehrere ihrer Songs gleichzeitig
in den US-Charts waren - leider aber immer in den Versionen anderer Künstler
(z.B. "Wedding Bell Blues" von den 5th Dimensions, "Eli's
Coming" von Three Dog Night, "Stoney End" von Barbara
Streisand, "And When I Die" von Blood, Sweat & Tears),
dabei waren alle ihre eigenen Alben, so auch dieses von Todd Rundgren
produzierte, immer von beeindruckender Qualität. Kleines Kuriosum
am Rande: ihren einzigen eigenen Hit hatte sie mit einer Coverversion:
"Up On The Roof" von Carole King. |
| Scott Walker: "Climate Of Hunter" (Virgin, März 1984) |
|
Die Band, die diese schweren Klänge produziert, kommt im wesentlichen
aus dem Van Morrison-Umfeld (Drummer Pete van Hooke, Trompeter/Keyboarder
Mark Isham, die Gitarristen Ray Russell und Phil Palmer).
Nur Mark Knopfler und Billy Ocean scheinen sich hier irgendwie
hin verirrt zu haben. Das ist schon irgendwie merkwürdig: vor etwa zwei Jahren habe
ich bei meiner Auswahl der Inselplatten "Climate Of The Hunter"
zu meiner Lieblinxplatte des Jahres 1984 erklärt. Jetzt ist gerade
im 11-Jahre-Abstand "The Drift", der Nachfolger zum 1995-Werk
"Tilt", erschienen und Virgin
hat "Climate Of The Hunter", angeblich die schlechtverkaufteste
Platte der Firma endlich auf CD veröffentlicht, wobei ich natürlich
zugegriffen habe, obwohl diese Veröffentlichungspolitik natürlich
ziemlich opportunistisch ist. Während "Tilt"
und "The Drift" ja völlig abgehoben sind und sich der
Bewertung entziehen, finde ich "Climate Of The Hunter" nun
doch nicht mehr ganz so toll. Zumindest habe ich meine Wahl zum Album
des Jahres überdacht und mich inzwischen natürlich auf die
Go-Betweens festgelegt! |
| The Gun Club: "The Las Vegas Story" (Chrysalis/Animal, April 1984) |
Letztes
Album der Band um den wilden Mann Jeffrey Lee Pierce vor deren
Auflösung. Im nächsten Jahr folgt dann das sehr schöne
Soloalbum "Wildweed",
das natürlich trotzdem wie eine richtige Gun Club-Platte klingt.
Mit dem 1987er Album "Mother
Juno" besinnt sich der Mann wieder und nennt das ganze wieder
korrekt |
| The Moodists: "Thirsty's Calling" (Virgin/Red Flame, April 1984) |
Nick
Cave mit seiner Birthday Party und die Go-Betweens waren
nicht die einzigen Australier, die sich damals in London herumgetrieben
haben. Sänger Dave Graney und Trommlerin und Ehefrau (oder
Freundin?) Clare Moore spielten mit ihren Mitstreitern einen Nick
Cave nicht ganz unähnlichen punkigen Bluesrock, auch wenn Graney
den Vergleich wohl nicht so gerne hörte. Ende der 80er gingen Graney
und Moore zurück nach Australien und machten zuerst mit den White
Buffalos und den Coral Snakes
sowas wie Countryrock (sie coverten auf "My
Life On The Plains" ganz wunderbar Gram Parsons und Gene
Clark) und haben im neuen Jahrtausend als The Dave Grane Show
auch den Computer entdeckt, was mir persönlich dann nicht mehr ganz
so gut gefällt. Was bleibt unterm Strich: ein begnadeter Sänger,
der sich durchaus mit Van Morrison messen kann, in seiner wilden
Frühphase. |
| David Sylvian: "Brilliant Trees" (Virgin, April 1984) |
Das
Solodebüt des ehemaligen Japan-Sängers, begleitet von seinem
Bruder Steve Jansen am Schlagzeug
und Can-Bassist Holger Czukay und
unterstützt von zahlreichen Gästen (u.a. Folkbasslegende
Danny Thompson, dem japanischen Klangzauberer Ryuichi
Sakamoto und gleich drei außergewöhnlichen Jazztrompetern: Kenny
Wheeler, Jon Hassell und Mark
Isham!) ist klanglich und musikalisch ein Meisterwerk. Eine meiner
ersten und liebsten CD's. |
| Nick Lowe: "Nick Lowe And His Cowboy Outfit" (F-Beat, Mai 1984) |
|
|
| The Dream Syndicate: "Medicine Show" (A&M, Juni 1984) |
Das
erste Album der Band bei einer großen Firma - und trotzdem (?) klasse.
Das war damals auch der (Wieder-)Einstieg für mich nach einer langen
und wichtigen Bluesphase in die Welt des Gitarrenrocks. Danke, Steve
Wynn. |
| Everything But The Girl: "Eden" (WEA/Blanco Y Negro, Juni 1984) |
Debütalbum
und direkter Chartserfolg eines meiner Lieblingsduos aus England (natürlich
nicht die blöden Eurythmics!). Sängerin Tracy
Thorn hat eine wunderbare Stimme (die mir zum ersten Mal auf den
Alben "Liberty Belle..."
der Go-Betweens und "Mainstream"
von Lloyd Cole aufgefallen war. Ihr
Partner ist der Gitarrist und Gelegenheitskeyboarder und -sänger
Ben Watt. Beide schreiben getrennt
und auch gelegentlich zusammen ziemlich gute Songs. Unterstützt werden
sie bei der Umsetzung von einer vorzüglichen Band: Simon
Booth (Gitarre, von Working Week),
Bosco De Oliveira (Perkussion), Charles
Hayward (Schlagzeug), Chucho Merchan
(Kontrabass), Pete King (Altsax),
Nigel Nash (Tenorsax) und Dick
Pearce (Trompete).Der Sound? Irgendwo zwischen Folk, Pop und Jazz, sehr laidback, aber immer tauglich für ein breites Publikum. |
| Prince & The Revolution: "Purple Rain" (Warner, Juli 1984) |
Sein
Meisterwerk darf natürlich in dieser Liste nicht fehlen! |
| Robyn Hitchcock: "I Often Dream Of Trains" (Midnight Music, Sept. 1984) |
|
| Hüsker Dü: "Zen Arcade" (SST, Sept. 1984) |
Mit diesem größenwahnsinnigen Doppelalbum mit ca. 25 Songs (!) gelang
dem Punkrock-Trio aus Minneapolis der große Durchbruch. Einen großen Teil
der Faszination dieser Band ging vom Gegensatz der beiden Sänger/Songschreiber
Bob Mould (Gitarre) und Grant Hart (Schlagzeug) aus. Dazwischen
hielt Bassist Greg Norton die ganze Sache zusammen. Während
Meistergitarrist Mould die komplexeren Songs schrieb, war Grant Hart eher
für die "poppige" Seite zuständig. |
| Lloyd Cole & The Commotions: "Rattlesnakes" (Polydor, Okt. 1984) |
Ein
grandioses Debüt der schottischen Band, dessen Qualität Lloyd
Cole danach mit Band oder Solo nie mehr erreicht hat - obwohl auch spätere
Alben nicht schlecht sind. Mitten im New-Wave voller Drumcomputer und
übelster Digitalkeyboards war diese Band mit ihrem altmodischen Sound
(unverzerrte Gitarren, Schlagzeug, echtes Piano, Hammond-Orgel, etc.)
eine Wohltat für meine Ohren. Und nein: Cole war nicht der neue Dylan
- oder der neue Lou Reed. |
| Rain Parade: "Explosions In The Glass Palace" (Enigma, Okt. 1984) |
Nach dem Ausstieg von David Roback hatten sein Bruder Steven
Roback und Matt Piucci nur Material für eine EP zusammen.
In der Kürze liegt aber bekanntlich oft die Würze: für
mich ist "Explosions..." das beste Album der Band. |
| Screaming Blue Messiahs: "Good & Gone" (Big Beat, Okt. 1984) |
Bill
Carter und Chris Thompson spielten
1980-82 bei Motor Boys Motor, taten sich
nach deren Split mit Drummer Ken Harris
zusammen, um dieses ungewöhnliche Powertrio zu bilden. "Good
& Gone" ist die Debüt EP, ein mittlerer Independent Erfolg,
dem noch drei Alben bei WEA folgten, bevor die Band Ende der 80er dort
wegen mangelnden kommerziellen Erfolges rausflog, um sich kurz danach
aufzulösen. Die übliche Geschichte. |
| Talking Heads: "Stop Making Sense" (EMI/Sire, Okt. 1984) |
Dies
ist der Soundtrack zum gleichnamigen Konzertfilm von Jonathan Demme.
Für mich einer der besten Konzertfilme überhaupt - obwohl ich
eigentlich kein richtiger Talking Heads-Fan bin. |
| Nanci Griffith: "Once In A Very Blue Moon" (Philo, Dez. 1984) |
|
|
| Any Trouble: "Wrong End Of The Race" (EMI America, 1984) |
Viertes
und letztes Album einer Klasseband, die leider mit ihrer Musik ein paar
Jahre zu spät dran war. In den frühen 80ern wären sie mit
Punk/New Wave sicherlich erfolgreicher gewesen, als mit ihrem klassischen
Gitarrenpop. Das Debüt kam 1980 beim kultigen Stiff-Label
raus, passte eigentlich auch ganz gut zwischen Nick Lowe und Elvis
Costello und brachte einen kleineren Achtungserfolg. Der Nachfolger
"Wheels In Motion" war aber nicht mehr so spannend. Das dritte
titellose Album bei der US-Filiale von Mutter EMI geriet leider stark
keyboardlastig und schielte wohl auf den New-Wave-Markt á la Tears
For Fears. Das ging natürlich völlig schief, unter anderem,
weil Sänger/Songschreiber/Gitarrist/Keyboarder Clive Gregson
mit Hornbrille (OK.: Elvis C. trägt auch eine!), Halbglatze
und Bäuchlein (klarer Punktsieger hier: Elvis C.) eher nach Lehrer
oder Buchhalter aussah. Auf Album #4 wurde dann von den Pop-Ambitionen
her deutlich zurückgerudert. Gregson konnte der Plattenfirma, zumindest
für den heimischen englischen Markt, sogar ein Doppelalbum herausleiern,
auf dem noch mal all das gezeigt wurde, was in der Band steckt. Hier wurde
mit interessanten Gästen (Richard Thompson, Geoff Muldaur,
Billy Bremner von Rockpile, Gavin & Ian Sutherland,
Ian Matthews) entspannt gerockt und zeitloser Pop zelebriert. Haben
leider nur nicht viele mitbekommen. |
| Rainy Day (Rough Trade/Pop Llama, 1984) |
"Rainy Day" war eigentlich keine Band, sondern eine Session-Projekt
der "Stars" des damals in Los Angeles aufblühenden "Paisley-Undergrounds",
initiiert von Ex-Rain Parade David
Roback. Mit dabei waren u. a. Kendra Smith, mit der er danach
Opal gründete, Dennis Duck
und Karl Precoda (Dream Syndicate),
Susanna Hoffs und Vicki Peterson (Bangles),
Matt Piucci, Will Glenn und Steven Roback (Rain
Parade). Die Songs waren zwar "nur" Coverversonen, dafür
aber sehr geschmackvolle: "I'll Keep It With Mine" (von Bob
Dylan für Nico verfasst),
"Flying On The Ground" und "On The Way Home" (Neil
Young/Buffalo Springfield), "I'll Be Your Mirror" (Lou
Reed/Velvet Underground), "Sloop
John B." (Beach Boys/Pet
Sounds), "Rainy Day, Dream Away" (Jimi Hendrix) und
"Holocaust" (Alex Chilton/Big Star) u. a. |
| Snakefinger's History Of The Blues: "Live In Bremen" (Rough Trade, 1984) |
Eine sehr merkwürdige Bluesplatte. Der Engländer Snakefinger
(Phil Lithman) machte in den 70ern Pubrock (Chilli
Willi & The Red Hot Peppers) und arbeitet danach mit den Avantgarde-Rockern(?)
The Residents zusammen. Dieses Livealbum (bei Radio Bremen
aufgenommen) enthielt traditionelles Bluesmaterial, das völlig unironisch
und absolut groovig präsentiert wurde. Die Frage bleibt: wie kommt
der Mann mitten in den 80ern auf sowas? Vielleicht als intellektuelle
Version der Blues Brothers? Und dann auch noch bei der deutschen Abteilung
des englischen New-Wave-Kultlabels Rough Trade? Fragen über Fragen!
Es gibt übrigenz keine CD und es sind damals angeblich nur 1000 LPs
gepresst worden: ein ultra-rares Teil! |
| The Jazzbutcher: "A Scandal In Bohemia" (Glass, 1984) |
"The
Jazzbutcher" ist das irreführende Pseudonym des Engländers
Pat Fish und gleichzeitig der Name
seiner Band. Die Musik ist weder mörderisch-blutrünstig noch
jazzig-intellektuell - eher ein wunderbar unspektakulärer Gitarrensound
mit viel britischem Humor und Coolness. |
| << 1983 | Oben | 1985 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 26.02.2010 20:49 | 12776 Besucher seit dem 01.12.2002 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |
Der
Ausflug der Australier zu einem Major-Label war künstlerisch gelungen
(finde ich zumindest!), aber kommerziell ein Desaster. Danach ging's wieder
zum Indie Beggars Banquet, wo etwas kleinere Brötchen gebacken werden
(die aber auch satt machen). Für Hardcore-Fans sicherlich nicht das
Lieblingsalbum der Band (igitt: große Plattenfirma! Damals waren Madonna und die Talking Heads bei Sire!). Mir gefällt es u. a. deshalb, weil
die genialen Songs von Forster/McLennan endlich mal mit gutem Sound aufgenommen
wurden, bei Jacques Loussier ("Play Bach...") in Frankreich, und mit Robert Vickers endlich
ein hauptamtlicher Bassist dabei war. Und geniale Songs gibt's hier zuhauf:
"Bachelor Kisses", "Man 'O Sand To Girl O' Sea", "Part
Company" etc.
Das
Debütalbum der Band um den Sänger/Texter
Ich
bin zwar kein richtiger Fan des britischen Genies und Misanthropen, aber
ich finde, dass dies ein wunderbares Album ist - nicht zuletzt wegen des
coolen, an eine alte Blue Note-Platte von
Nach
sechs Jahren Pause mal wieder ein Album der Sängerin, Pianistin und
Songschreiberin, die ihre größten Erfolge bereits als Teenager
Ende der 60er feierte, als teilweise mehrere ihrer Songs gleichzeitig
in den US-Charts waren - leider aber immer in den Versionen anderer Künstler
(z.B. "Wedding Bell Blues" von den 5th Dimensions, "Eli's
Coming" von Three Dog Night, "Stoney End" von Barbara
Streisand, "And When I Die" von Blood, Sweat & Tears),
dabei waren alle ihre eigenen Alben, so auch dieses von Todd Rundgren
produzierte, immer von beeindruckender Qualität. Kleines Kuriosum
am Rande: ihren einzigen eigenen Hit hatte sie mit einer Coverversion:
"Up On The Roof" von Carole King.

Letztes
Album der Band um den wilden Mann Jeffrey Lee Pierce vor deren
Auflösung. Im nächsten Jahr folgt dann das sehr schöne
Soloalbum "
Nick
Cave mit seiner Birthday Party und die Go-Betweens waren
nicht die einzigen Australier, die sich damals in London herumgetrieben
haben. Sänger Dave Graney und Trommlerin und Ehefrau (oder
Freundin?) Clare Moore spielten mit ihren Mitstreitern einen Nick
Cave nicht ganz unähnlichen punkigen Bluesrock, auch wenn Graney
den Vergleich wohl nicht so gerne hörte. Ende der 80er gingen Graney
und Moore zurück nach Australien und machten zuerst mit den White
Buffalos und den
Das
Solodebüt des ehemaligen Japan-Sängers, begleitet von seinem
Bruder 
Das
erste Album der Band bei einer großen Firma - und trotzdem (?) klasse.
Das war damals auch der (Wieder-)Einstieg für mich nach einer langen
und wichtigen Bluesphase in die Welt des Gitarrenrocks. Danke, Steve
Wynn.
Debütalbum
und direkter Chartserfolg eines meiner Lieblingsduos aus England (natürlich
nicht die blöden Eurythmics!). Sängerin
Sein
Meisterwerk darf natürlich in dieser Liste nicht fehlen!
Mit diesem größenwahnsinnigen Doppelalbum mit ca. 25 Songs (!) gelang
dem Punkrock-Trio aus Minneapolis der große Durchbruch. Einen großen Teil
der Faszination dieser Band ging vom Gegensatz der beiden Sänger/Songschreiber
Bob Mould (Gitarre) und Grant Hart (Schlagzeug) aus. Dazwischen
hielt Bassist Greg Norton die ganze Sache zusammen. Während
Meistergitarrist Mould die komplexeren Songs schrieb, war Grant Hart eher
für die "poppige" Seite zuständig.
Ein
grandioses Debüt der schottischen Band, dessen Qualität Lloyd
Cole danach mit Band oder Solo nie mehr erreicht hat - obwohl auch spätere
Alben nicht schlecht sind. Mitten im New-Wave voller Drumcomputer und
übelster Digitalkeyboards war diese Band mit ihrem altmodischen Sound
(unverzerrte Gitarren, Schlagzeug, echtes Piano, Hammond-Orgel, etc.)
eine Wohltat für meine Ohren. Und nein: Cole war nicht der neue Dylan
- oder der neue Lou Reed.
Bill
Carter
Dies
ist der Soundtrack zum gleichnamigen Konzertfilm von Jonathan Demme.
Für mich einer der besten Konzertfilme überhaupt - obwohl ich
eigentlich kein richtiger Talking Heads-Fan bin.
Viertes
und letztes Album einer Klasseband, die leider mit ihrer Musik ein paar
Jahre zu spät dran war. In den frühen 80ern wären sie mit
Punk/New Wave sicherlich erfolgreicher gewesen, als mit ihrem klassischen
Gitarrenpop. Das Debüt kam 1980 beim kultigen Stiff-Label
raus, passte eigentlich auch ganz gut zwischen Nick Lowe und Elvis
Costello und brachte einen kleineren Achtungserfolg. Der Nachfolger
"Wheels In Motion" war aber nicht mehr so spannend. Das dritte
titellose Album bei der US-Filiale von Mutter EMI geriet leider stark
keyboardlastig und schielte wohl auf den New-Wave-Markt á la Tears
For Fears. Das ging natürlich völlig schief, unter anderem,
weil Sänger/Songschreiber/Gitarrist/Keyboarder Clive Gregson
mit Hornbrille (OK.: Elvis C. trägt auch eine!), Halbglatze
und Bäuchlein (klarer Punktsieger hier: Elvis C.) eher nach Lehrer
oder Buchhalter aussah. Auf Album #4 wurde dann von den Pop-Ambitionen
her deutlich zurückgerudert. Gregson konnte der Plattenfirma, zumindest
für den heimischen englischen Markt, sogar ein Doppelalbum herausleiern,
auf dem noch mal all das gezeigt wurde, was in der Band steckt. Hier wurde
mit interessanten Gästen (Richard Thompson, Geoff Muldaur,
Billy Bremner von Rockpile, Gavin & Ian Sutherland,
Ian Matthews) entspannt gerockt und zeitloser Pop zelebriert. Haben
leider nur nicht viele mitbekommen.
Eine sehr merkwürdige Bluesplatte. Der Engländer Snakefinger
(Phil Lithman) machte in den 70ern Pubrock (
"The
Jazzbutcher" ist das irreführende Pseudonym des Engländers