Das
Album des Jahres
weitere
Highlights ...
| The Saints: "Monkey Puzzle" (New Rose, Feb. 1981) |
Mit
dieser Platte der australischen Saints als Katalognummer "Rose 1"
startete das berühmte französische Independentlabel New Rose,
benannt nach einem Song der englischen Punkband The Damned. Die
Saints begannen ihre Karriere in der Londoner Punkszene, damals noch mit
dem Gitarristen Ed Kuepper. Der Sänger Chris Bailey
war aber einzige Konstante in den verschiedenen Besetzungen der Band.
Optisch sahen sie nie nach Punk aus und musikalisch hatten sie sich zu
einem rauen kraftvollen Rock weiterentwickelt, den man kaum noch als Punk
bezeichnen konnte. |
| Leon Russell & New Grass Revival: "The Live Album " (Warner/Paradise, März 1981) |
|
Das komplette Konzert gibt es jetzt auch auf DVD, wobei erst dort die starke Bühnenpräsenz von Leon Russell richtig zur Geltung kommt. |
| Grateful Dead: "Reckoning" (Arista, April 1981) |
Oktober
1980 hatten sich die Dead jeweils für eine Woche in der New Yorker
Radio City Music Hall und im Warfield Theatre in San Francisco eingemietet
und ihre Shows in Bild und Ton festgehalten. Seit Ewigkeiten gab's auch
endlich mal wieder einen akustischen Set, in denen vor allem Songs aus
den "Country"-Alben Workingman's
Dead und American Beauty (beide
1970), sowie viele Folk- und Bluegrass-Klassiker interpretiert wurden.
Songauswahl und Besetzung (Akustikgitarren, E-Bass, Flügel, Spinett,
Snare, Congas) machen dieses Livealbum zu einem besonderen unter den zahlreichen
Livealben der Band. Ende des Jahres erschien mit "Dead Set"
bereits das nächste Live-Doppelalbum mit dem elektrischen Teil der
Shows: für meinen Geschmack deshalb weit weniger interessant. |
| Paul Brady: "Hard Station" (Polydor, April 1981) |
Das Solodebüt des Iren, der früher mal bei Planxty
richtigen "Irish Folk" spielte, hier aber als "normaler"
Singer/Songwriter in Erscheinung tritt, der sich hinter anderen irischen
(Van!) und amerikanischen Kollegen nicht zu verstecken braucht. Viele
seiner Songs wurden später von anderen Künstlern übernommen
(Tina Turner, David Crosby, Bonnie Raitt etc.) |
| Deke Leonard: "Before Your Very Eyes" (United Artists, April 1981) |
1976
hiess es bei Man "All's Well
That Ends Well" - und die beste walische Band gab's nicht mehr!
Deke Leonard verzagte aber nicht, sondern durfte bei der alten
Firma United Artists, die ja alle wichtigen Platten der Band von 1970-75
herausgebracht hat, ein Soloalbum beginnen. November 1977 fanden bereits
die ersten Aufnahmen statt, im April 1979 war man fertig - aber jetzt
interessierte sich dort überhaupt niemand mehr für die Platte.
Es dauerte dann noch weitere zwei Jahre, bis das Album schließlich doch
noch, zumindest in Großbritannien, herauskam: aber völlig ohne Promotion
wurde es natürlich ein richtiger Flop! Die Platte war Mitte der 80er
bei uns auch kaum zu bekommen und von mir nur durch Zufall einmal als
teurer Import in einem Oberhausener Plattenladen entdeckt worden. Die Musik? Irgendwie klingt's schon wie bei Man, bzw. Leonards "Iceberg"-Soloalben aus den frühen 70ern, also etwas kürzere und eingängigere Songs als bei Man, aber natürlich in New-Wave-Zeiten ohne eine kommerzielle Chance. Mit dabei als Begleitband waren die alten Kumpels Martin Ace (Man-Bassist von 1970-72, 1975 und seit dem "Comeback" 1983), Malcolm Morley (Help Yourself- und One-Time-Man-Keyboarder 1974) und Dave Charles (Trommler bei Help Yourself, Iceberg und Dave Edmunds und inzwischen Tonmeister in den legendären Rockfield-Studios in Wales), sowie weitere Freunde mit gelegentlichen Gastbeiträgen (Dave Edmunds, Billy Bremner, Terry Wiliams, alle drei zu der Zeit bei Rockpile erfolgreich.) |
| Echo & The Bunnymen: "Heaven Up There" (WEA/Korova, Mai 1981) |
Die
Band ist eine der wenigen Truppen aus der "Grufty"-Ecke, die
ich klasse finde. Eigentlich ist das Etikett "Grufty"/"Düsterrock"
auch eher unpassend. Mich erinnern die Jungs viel eher an die guten alten
Doors. Produziert von Hugh Jones. |
| The Keys: "The Keys Album" (A&M, Mai 1981) |
Mal wieder eine Wühltisch-Entdeckung! Von der Band um den
Sänger/Bassisten Drew Barfield gibt's auch nur dieses Album,
wobei es sich noch niemals um ein "One-Hit-Wonder" handelt,
denn - Ihr habt es erraten- das Album verkaufte sich kaum ("no sales")
und hat es bis heute nicht zur Wiederveröffentlichung auf CD gebracht.
Dabei ist es voll von feinstem Gitarren-Pop mit massenhaft Ohrwürmern.
Keine Ahnung, warum das damals niemand hören wollte. Ach ja - produziert
hat der damalige Label-Kollege (und Jugendfreund!) Joe Jackson,
was aber auch nichts genützt hat. Drew Barfield verdient seitdem
sein Geld als Chorsänger und Songschreiber für andere Leute,
u. a. für jenen Joe Jackson und Paul Young, mit dem er auch
in der Londoner Countryband Los Pacaminos (hobbymäßig?)
spielt.(20.02.2005) |
| David Lindley: "El Rayo-X" (Elektra/Asylum, Mai 1981) |
Davids Solodebüt mit seiner irren Mischung aus Jamaika (der Rhythmus)
und Hawaii (Slidegitarren!!!). Produziert hatte sein alter Chef Jackson
Browne, am Schlagzeug saß der ehemalige King
Crimson-Mann Ian Wallace. Es werden zwar fast nur Coverversionen
geboten, aber die haben es in sich: "Mercury Blues", "Twist
And Shout" etc. |
| Squeeze: "East Side Story" (A&M, Mai 1981) |
Squeeze war zwar eigentlich die Band der Sänger, Gitarristen und
Songschreiber Chris Difford und Glenn Tilbrook. Den größten
Hit der Band "Tempted" sang aber Paul Carrack (vormals
bei Ace, danach bei Nick
Lowe und später erfolgreich als Stimme von Mike & The
Mechanics), der nur für ein paar Monaten hier die Tasten drückte.
Tempted wurde dann ein paar Jahre später noch mal von Joe "Windmühle"
Cocker misshandelt. |
| Ricky Lee Jones: "Pirates" (Warner, Juli 1981) |
Das
zweite Album dieser tollen Sängerin und Songschreiberin schlägt
glatt ihr Debüt, hat aber keinen so markanten Hit wie beim ersten
Mal. |
| Bobby & The Midnites (Arista, Okt. 1981) |
Statt
eines Soloalbums stellt der Teamplayer Bob Weir in seiner Grateful
Dead-Pause lieber wieder eine Band zusammen, in der hochkarätige
Mitspieler dabei sind: Gitarrist Bobby Cochran war mal kurz bei
Steppenwolf, Harpspieler Matt Kelly hatte bereits mit ihm
zusammen bei Kingfish gespielt,
Keyboarder Brent Mydland war vorher bei den relativ unbekannten
Westcoastrockern Silver und übernahm auch bei Grateful
Dead diesen Job. Am prominentesten ist die Rhythmusgruppe besetzt:
Alphonso Johnson am Bass (Ex-Weather Report und Santana
in spé) und Billy Cobham
am Schlagzeug. Und trotz der Jazzer in der Rhythmusgruppe rockt es nicht
schlecht! Außerdem müssen die beiden wohl eine richtige Vorliebe
für die Musik der Dead haben, denn Jahre später haben sie sogar
mit Jazz Is Dead eine richtige
Grateful Dead-Coverband gegründet! |
| Elvis Costello & The Attractions: "Almost Blue" (F-Beat, Okt. 1981) |
"To
release a C&W record may have been a wilful act of commercial suicide,
but for Elvis this was a very real album."
Überraschenderweise brachte "A Good Year For The Roses" Elvis zurück in die UK-Charts! |
| Mink DeVille: "Coup De Grace" (Atlantic, Okt. 1981) |
jetzt
auch in der Grabbelkiste ...(15.06.2008) |
| Japan: "Tin Drum" (Virgin, Nov. 1981) |
Mit
diesem Album hat sich die Band um den Sänger David
Sylvian dann endgültig vom Image einer Popgruppe gelöst. |
| Danny Adler: "Gusha-Gusha Music" (Line, 1981) |
Der
amerikanische Sänger, Songschreiber, Gitarrist und (leider) Schnurbartträger
hatte in den späten 70ern (mit den Pubrockern Roogalator)
und frühen 80ern in England eine gewisse Bekanntheit erlangt, galt
sogar mal für einen Moment als der "neue Bruce Springsteen",
verschwand aber schnell wieder in der Versenkung. Die Musik ist eine ganz
eigentümliche Mischung aus recht traditionellem Bluesrock mit viel
Boogie und Shuffle, aber immer wieder mit Jazz, Funk und Rock-, ja sogar
Latinelementen. Das Ganze nennt Herr Adler "Gusha-Gusha-Music",
war damals eine kleine musikalische Insel in schlimmen musikalischen Zeiten
und erinnert mich entfernt an eine Kreuzung aus Litle Feat (nicht
ganz so virtuos) und Dr. Feelgood (mit besseren Songs). Na ja:
der Vergleich stimmt schon irgendwie, aber hinkt auch ein wenig. Also,
liebe Leute: selber hören - falls Ihr seine Platten irgendwo in den
Grabbelkisten dieser Welt noch finden solltet!(02.07.2006) |
| Lee Clayton: "The Dream Goes On" (Capitol, 1981) |
|
Dieses Album war damals in meinem Freundeskreis erstaunlich beliebt, obwohl wir zu der Zeit alle eigentlich nix mit Countryrock und Singer/Songwriter-Musik zu tun hatten. Im Ohr ist mir immer noch die Nummer "Oh How Lucky I Am" mit dem Kinderchor und der wunderschönen Textzeile "Eternity - Two - Three - Four - Five". |
| Rodney Crowell (Warner, 1981) |
"Almost
every track on here is catchy, easy on the ears, and memorable. A couple
of mildly grating detours into rockabilly turf stand at odds with Crowell's
sleek poetic streak (notably a misguided flogging of Moon Mullican's "Pipeliner
Blues"), but with a battery of great tunes like "Stars On The
Water", "Only Two Hearts" and "Only Two Hearts"
to hum along to, what's there to complain about, really? Bob Seger had
a hit covering "Shame on the Moon," which I always thought showed
remarkably good taste on his part -- it's a really great song. Even two-chord
R&B dorkfest anthems like "Don't Need No Other Now" and
"All You've Got to Do" are fun to sing along with when the neighbors
are out of town..." |
| Doll By Doll (Magnet, 1980/81) |
Das titellose dritte Album einer der unterbewertetsten Band aus dieser
merkwürdigen Zeit. Je nach Quelle erst 1981 oder bereits 1980 veröffentlicht.
Der Sound vom Vorgänger "Gypsy
Blood" wurde weiter verfeinert, man wechselte von einer obskuren
Majorfirma (Automatic) zur nächsten (von den Magnet-Künstlern
kenne ich sonst nur noch Chris Rea), hatte einen neuen Produzenten: statt
Bill Price war jetzt der durch Mike Oldfields frühe
Alben zu Ruhm (und Geld?) gekommene Tom Newman dabei. Jackie
Levens Gesang wird immer besser (und exzentrischer!), Klassegitarrist
Jo Shaw setzt auch eine Mandoline ein (und das zu new Wave-Zeiten!),
Trommler David McIntosh spielt sogar Marimbaphon. Aber es hat alles
nichts genützt: im Prinzip war die Band - zumindest in dieser Form-
aufgrund von Erfolglosigkeit (außer bei Hardcore-Fans) und ohne breite
Presseunterstützung am Ende. Es folgt zwar noch ein weiteres Album
von Jackie Leven mit anderen Musikern unter diesem Namen - aber das war
es dann. Und es gibt immer noch keine CD-Veröffentlichung. Da hilft
nur Selbstgebranntes!!!(02.05.2006) |
| Merle Haggard: "Big City" (Epic, 1981) |
"BIG
CITY was Merle Haggard's 47th album, including Greatest Hits compilations;
it was also his Epic Records debut. An emotionally charged, crying-in-your-beer
country album full of tales of heartache, pain, and troubles, Merle speaks
from what seems to be experience. Honest, blue collar, and topped off
with well-thought lyrics that are just as gripping as the captivating
music itself, BIG CITY is one wallop of a country album sure to make you
sing, cry, and think about your life."(Alex Steininger) |
| Tim Hardin: "The Homecoming Concert" (Line, Mai 1981) |
Sein letztes Konzert vom 17. Januar 1980, zu Hause in Eugene/Oregon.(05.04.2010) |
| Garland Jeffreys: "Escape Artist" (Epic, 1981) |
Garland
Jeffreys mit einem tollen Album, das ich in einem Duisburger Plattenladen
für ca. 3 DM aus dem Wühltisch gezogen habe. Garland schreibt
selber ziemlich gute Songs, trotzdem fällt vor allem die Coverversion
von "96 Tears" von Question Mark & The Mysterians
auf. Mit den Rusty Nails haben wir dann quasi diese Coverversion
auf unserer Debüt-EP noch mal gecovert. Auch wenn das Namedropping
Garland Jeffreys beim Plattenverkauf nix genützt hat, hier eine kurze
Auswahl der beteiligten Musiker: Linton Kwesi Johnson, Lou Reed,
David Johanson (New York Dolls), Nona Hendryx (La Belle),
Steve Goulding & Andy Bodnar (Graham Parker & The
Rumour), die Brecker Brothers, Danny Federici & Roy
Bittan (Bruce Springsteen's E-Street Band) etc. |
| Junior Wells: "Pleading The Blues" (Isabel, 1981) |
Am 31.10.1979 wurde an einem einzigen Tag in einem Studio in der
französischen Stadt Toulouse eines meiner liebsten Alben von Junior
Wells live aufgenommen. Begleitet wurde er an der Sologitarre von Buddy
Guy, seinem alten Partner aus den 60ern, und dessen Band mit Phil
Guy an der funky Rhythmusgitarre und der virtuosen Rhythmusgruppe,
bestehend aus J. Williams am Bass und Roy Allison am Schlagzeug.(13.07.2008) |
| Jesse Winchester: "Talk Memphis" (Bearsville, 1981) |
Der
Name Jesse Winchester war mir damals nur als Autor von Coverversionen
anderer Künstler ganz vage präsent, als ich dieses Album Mitte
der 80er für Kleingeld aus einer Grabbelkiste gezogen habe und sofort
begeistert war. "Talk Memphis" ist wörtlich zu nehmen,
denn produziert wurde in Memphis von Produzentenlegende Willie Mitchell
(Al Green). Ein tolle Verquickung
von Singer/Songwriter-Folkrock und Memphis-Soul. |
| << 1980 | Oben | 1982 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 05.04.2010 11:46 | 12124 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Mit
dieser Platte der australischen Saints als Katalognummer "Rose 1"
startete das berühmte französische Independentlabel New Rose,
benannt nach einem Song der englischen Punkband The Damned. Die
Saints begannen ihre Karriere in der Londoner Punkszene, damals noch mit
dem Gitarristen Ed Kuepper. Der Sänger Chris Bailey
war aber einzige Konstante in den verschiedenen Besetzungen der Band.
Optisch sahen sie nie nach Punk aus und musikalisch hatten sie sich zu
einem rauen kraftvollen Rock weiterentwickelt, den man kaum noch als Punk
bezeichnen konnte.
Die
Kombination aus R&B-Piano und Gesang (Leon Russell) und Bluegrass
(New Grass Revival) klingt nicht unbedingt offensichtlich. Leon Russell,
in den späten 60ern und frühern 70ern einer der angesagtesten
Studiomusiker in L.A. und Komponist vieler Hits (z.B. "Delta Lady"
für Joe Cocker) wird bei diesem Clubauftritt in Pasadena von der
angesagtesten Band der aufkommenden "New Grass"-Szene unterstützt:
Sam Bush (Mandoline, Geige), Curtis Burch (Gitarre, Dobro),
Courtney Johnson (Banjo) und John Cowan (Bassgitarre)
spielen zwar irgendwie Bluegrass, aber eben nicht auf die traditionelle
Weise, sondern gerne in Kombination mit Reggae, Jazz und Rock.
Oktober
1980 hatten sich die Dead jeweils für eine Woche in der New Yorker
Radio City Music Hall und im Warfield Theatre in San Francisco eingemietet
und ihre Shows in Bild und Ton festgehalten. Seit Ewigkeiten gab's auch
endlich mal wieder einen akustischen Set, in denen vor allem Songs aus
den "Country"-Alben 
1976
hiess es bei Man "
Die
Band ist eine der wenigen Truppen aus der "Grufty"-Ecke, die
ich klasse finde. Eigentlich ist das Etikett "Grufty"/"Düsterrock"
auch eher unpassend. Mich erinnern die Jungs viel eher an die guten alten
Doors. Produziert von Hugh Jones.
Squeeze war zwar eigentlich die Band der Sänger, Gitarristen und
Songschreiber Chris Difford und Glenn Tilbrook. Den größten
Hit der Band "Tempted" sang aber Paul Carrack (vormals
bei
Das
zweite Album dieser tollen Sängerin und Songschreiberin schlägt
glatt ihr Debüt, hat aber keinen so markanten Hit wie beim ersten
Mal.
Statt
eines Soloalbums stellt der Teamplayer Bob Weir in seiner 

Mit
diesem Album hat sich die Band um den Sänger
Der
amerikanische Sänger, Songschreiber, Gitarrist und (leider) Schnurbartträger
hatte in den späten 70ern (mit den Pubrockern Roogalator)
und frühen 80ern in England eine gewisse Bekanntheit erlangt, galt
sogar mal für einen Moment als der "neue Bruce Springsteen",
verschwand aber schnell wieder in der Versenkung. Die Musik ist eine ganz
eigentümliche Mischung aus recht traditionellem Bluesrock mit viel
Boogie und Shuffle, aber immer wieder mit Jazz, Funk und Rock-, ja sogar
Latinelementen. Das Ganze nennt Herr Adler "Gusha-Gusha-Music",
war damals eine kleine musikalische Insel in schlimmen musikalischen Zeiten
und erinnert mich entfernt an eine Kreuzung aus Litle Feat (nicht
ganz so virtuos) und Dr. Feelgood (mit besseren Songs). Na ja:
der Vergleich stimmt schon irgendwie, aber hinkt auch ein wenig. Also,
liebe Leute: selber hören - falls Ihr seine Platten irgendwo in den
Grabbelkisten dieser Welt noch finden solltet!
Meine
erste Lee Clayton-Platte und sein letztes Studioalbum für eine
sehr lange Zeit. Beeindruckend die Gitarrenarbeit von Clayton, Phil
Donnelly und Tim Krekel, die nun gar nichts mehr mit dem
üblichen Nashvillesound zu tun hatte. 

Garland
Jeffreys mit einem tollen Album, das ich in einem Duisburger Plattenladen
für ca. 3 DM aus dem Wühltisch gezogen habe. Garland schreibt
selber ziemlich gute Songs, trotzdem fällt vor allem die Coverversion
von "96 Tears" von Question Mark & The Mysterians
auf. Mit den Rusty Nails haben wir dann quasi diese Coverversion
auf unserer Debüt-EP noch mal gecovert. Auch wenn das Namedropping
Garland Jeffreys beim Plattenverkauf nix genützt hat, hier eine kurze
Auswahl der beteiligten Musiker: Linton Kwesi Johnson, Lou Reed,
David Johanson (New York Dolls), Nona Hendryx (La Belle),
Steve Goulding & Andy Bodnar (Graham Parker & The
Rumour), die Brecker Brothers, Danny Federici & Roy
Bittan (Bruce Springsteen's E-Street Band) etc.
Der
Name Jesse Winchester war mir damals nur als Autor von Coverversionen
anderer Künstler ganz vage präsent, als ich dieses Album Mitte
der 80er für Kleingeld aus einer Grabbelkiste gezogen habe und sofort
begeistert war. "Talk Memphis" ist wörtlich zu nehmen,
denn produziert wurde in Memphis von Produzentenlegende Willie Mitchell
(