Das
Album des Jahres
weitere
Highlights ...
| Captain Beefheart And The Magic Band: "Shiny Beast (Bat Chain Puller)" (Virgin, Jan. 1978) |
Der Käp'tn läuft nach einer Durststrecke wieder zu alter Form auf! Gesanglich
ist Don Van Vliet in Höchstform, aber auch die Band weiß zu überzeugen:
besonders gut neben den vertrackten Gitarrenfiguren von Jeff Morris
Tepper und Richard Redus gefallen mir dabei die Posaune von
Bruce Fowler und das Marimba von Art Tripp. Insgesamt große
Kunst: Pop und Krach vertragen sich hier bestens. So was kann ich
nicht immer hören, aber wenn - dann ist es toll.(05.03.2009) |
| Emmylou Harris: "Quarter Moon In A Ten Cent Town" (Warner, Jan. 1978) |
Diese
etwas unbekanntere, aber trotzdem sehr schöne Platte von Emmylou
zeigt die Hot Band auf ihrem musikalischen Höhepunkt. Auch
die Liedauswahl ist wieder exquisit, z.B.: "To Daddy" (Dolly
Parton), "Easy From Now On" (Susanna Clark & Carlene Carter),
"Ain't Living Long Like This" und "Leaving Louisiana In
The Broad Day Light" von Rodney Crowell. Aber
vor allem zwei Lieder von Jesse Winchester sind bemerkenswert:
"Defying Gravity" und "My Songbird". |
| Kenny Wheeler: "Deer Wan" (ECM, Jan. 1978) |
Eine
der ersten ECM-Platten, die ich damals, kurz vor dem Abitur, bei einem
Schulkollegen gehört habe: Eine wunderbare akustische Jazzproduktion
des kanadischen Flügelhornspielers, begleitet von den Gitarristen
John Abercrombie und Ralph Towner, dem Bassisten
Dave Holland, dem Schlagzeuger Jack DeJohnette und dem Saxofonisten
Jan Garbarek. |
| Nick Lowe: "Jesus Of Cool" (Radarscope, Feb. 1978) |
Das
Longplay-Debüt des ehemaligen Sängers und Bassisten von Brinsley
Schwarz nach ein paar Singles auf
dem Stiff-Label ist eigentlich eine Platte der Band Rockpile
(neben Lowe waren das Dave Edmunds und Billy Bremner an
den Gitarren und Ex-Man-Schlagzeuger Terry Williams). Da
Lowe und Edmunds beide Soloverträge bei unterschiedlichen Labels
hatten, war damals keine gemeinsame Platte unter dem Bandnamen möglich.
Deshalb erschienen quasi +/- gleichzeitig mit "Jesus Of Cool"
und Edmunds "Tracks On Wax 4" zwei Rockpile-Alben! |
| "Stiffs Live Stiffs" (Stiff, Feb. 1978) |
Stiff
war 1977/78 das Hip-Label schlechthin in England: das erste Elvis Costello-Album
"My Aim Is True", die
ersten Nick Lowe-Singles und EPs (z.B. "Bowi")
und natürlich Ian Dury & The Blockheads Platten erschienen
dort. Ende ´77 wurden die drei zusammen mit Larry Wallis
(ex-Pink Fairies) und Wreckless
Eric als Package im Stil der 60er auf England-Tour geschickt, wo die
Aufnahmen für dieses Album gemacht wurden. Da wäre ich gerne
dabei gewesen! |
| Warren Zevon: "Excitable Boy" (Elektra/Asylum, Feb. 1978) |
Sein
zweites Asylum-Album, wieder von Jackson Browne produziert und
in gleich hoher Qualität wie der Vorgänger: vor allem wegen
der guten Songs (z.B. das Titelstück und "Werewolves Of London"!)
und weniger wegen der ganzen L.A.-Prominenz, die mitspielte. Vor ein paar
Tagen habe ich den inzwischen etwas älteren Zevon in einer Gastrolle
in der Sitcom "Susan" gesehen, wo er sich selbst spielt und
Brooke Shields anbaggern muss. Das sah ganz witzig aus, denn Warren
ist neben Brooke ein echt schmächtiges Kerlchen! |
| Elvis Costello & The Attractions: "This Year´s Model" (Radarscope, März 1978) |
"Meet
The Attractions: A keyboard player who could really play, a bass player
with a feel for the melody line, and a drummer who wanted to be Keith
Moon". With a ´take no prisoners´ attitude Elvis &
The Attractions recorded this whirlwind album that Elvis modelled on "Aftermath".
|
| Patti Smith Group: "Easter" (Arista, März 1978) |
Die
"Hitplatte" mit "Because The Night", zusammen mit
Bruce Springsteen geschrieben. Als Patti Smith damals im Rockpalast
spielte, fand ich das alles ganz furchtbar und dilettantisch. Erst später
ging mir auf, wie gut die Frau damals schon war. Aber man darf seine Meinung
ja ändern. Sehr gerne würde ich das Rockpalast-Konzert jetzt
noch mal sehen! |
| Little Feat: "Waiting For Columbus" (Warner, März 1978) |
Little
Feat hatten seit den frühen 70ern zuerst geniale, am Schluss mittelprächtige
Alben veröffentlicht und waren eher die Lieblinge der Kritiker als
des breiten Publikums. Die Jungs kamen also damals als mehr oder weniger
bekannte Gruppe in den Rockpalast und waren danach in ganz Europa bekannt.
Zeitgleich (?) erschien dann mit "Waiting For Columbus" eines
der besten Livealben schlechthin! Da Sänger und Slidegitarrist Lowell
George bald darauf verstarb, war es auch der letzte Höhepunkt
im Schaffen der Band. Sie machten noch das Studioalbum "Down On The
Farm" fertig, auf dem Lowell noch mitgewirkt hatte, und lösten
sich danach auf. In den späten 80ern taten sie sich (natürlich
ohne Lowell) wieder zusammen und bringen seitdem auch wieder Platten raus,
die alle irgendwie ganz O.K. sind, bei denen ich aber den Überblick
verloren habe. |
| Joe Ely: "Honky Tonk Masquerade" (MCA, März 1978) |
|
|
| The Band u.a.: "The Last Waltz" (Warner, April 1978) |
|
| Embryo: "Apo-Calypso" (Schneeball, April 1978) |
In
der Grabbelkiste wiedergefunden!(18.03.2006) |
| Flamin´ Groovies: "Now" (Sire, April 1978) |
Vielleicht nicht das beste Album dieser fantastischen Band, die bereits
1965 in San Francisco gegründet wurde, aber leider keinen damals
angesagten "Hippiesound" wie die Grateful
Dead , Jefferson Airplane, Quicksilver Messenger Service oder Santana
brachte, sondern knackigen Rock'n'Roll - und entsprechend erfolglos blieb,
aber doch mein liebstes Album von den Burschen. Von der Urbesetzung waren
noch Gitarrist Cyril Jordan, Bassist George Alexander und
Drummer Danny Mihm dabei, als Gitarrist/Hauptsänger hatte
Chris Wilson schon Anfang der 70er Roy Loney abgelöst. Neu
dabei als dritter (!) Gitarrist Mike Wilhelm, ehemals bei den Charlatans
(nein, nicht diese blöden englischen Grufty-Waver, sondern von S.F.´s
erster Hippieband gleichen Namens. "Now" wurde wie sein etwas
bekannterer Vorgänger "Shake Some Action" im UK von Dave
Edmunds, Bruder im Geiste, produziert - was aber natürlich nix
genützt hat, kaum jemand kaufte die Platte, die dann schnell in den
Grabbelkisten landete, wo ich das Schätzchen schließlich auch
her habe. Neben Originalen von Jordan/Wilson gibt es ein paar schöne
Coverversionen, die euch ungefähr die Richtung angeben: "Feel
A Whole Lot Better" (Byrds-Klassiker, natürlich von Gene
Clark), "There´s A Place" (frühe Beatles), "Paint
It Black" (natürlich von den Stones, eigentlich ausgelutscht,
wird aber hier sehr schön gebracht) und "House Of Blue Lights"
(R&B-Klassiker von weiß nich' wem). |
| Jerry Garcia Band: "Cats Under The Stars" (Arista, April 1978) |
Lost And Found!(04.07.2004) |
| Television: "Adventure" (Elektra/Asylum, April 1978) |
Neben
dem MEISTERWERK "Marquee Moon"
wird dieses zweite Album der Band um den Sänger/Gitarristen Tom
Verlaine oft übersehen. Wenn man aber mal versucht, dieses Album
zu hören, ohne an "Marquee Moon" zu denken, hat man ein
fantastisches Album vor sich, dass besser ist als die Glanzleistungen
der meisten Konkurrenten! |
| Tom McFarland: "Travelin´ With The Blues" (Arhoolie, Mai 1978) |
Dies ist eines meiner absoluten Lieblingsalben im Bluesbereich. Ich habe
die Platte in den frühen 80ern bei "Zweitausendeins" aus
dem Wühltisch gezogen, als mir der Mann noch völlig unbekannt
war. Für 5 Mark konnte man ja auch nichts falsch machen! Auf diese
Art habe ich viele Künstler entdeckt, die sonst sicherlich versteckt
geblieben wären. Es handelt sich um völlig schnörkellos eingespielten elektrischen Blues in klassischer Trio-Besetzung (Gitarre-Bass-Drums). Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass McFarland im Gegensatz zu vielen anderen Bluesern ausschließlich eigenes Material spielt, wobei die Texte ein ungewöhnlich hohes Niveau haben (eben nicht nur "I woke up this morning" oder "My woman left me and I got the blues"). Dieses Album, sein einziges für Arhoolie und auch das einzige für viele Jahre, war für mich und meine Bandkollegen bei den Rusty Nails immer eine große Inspiration. So war der Titelsong "Travelin´ With The Blues" oft der Opener für unsere Konzerte. Den Slowblues "Telephone Blues" hatten wir aufgrund der Publikumsreaktion sogar bis zum Ende der Kapelle Mitte der 90er immer als letzte Zugabe dabei. |
| Townes van Zandt: "Flyin´ Shoes" (Tomato, Mai 1978) |
Nach vielen erfolglosen Versuchen entstand unter der Führung von
Elvis-Produzent Chips Moman in Nashville dieses schöne Album,
das Townes einmal nicht als selbstmordgefährdeten Außenseiter zeigt.
Unter den Songs hervorzuheben: "Dollar Bill Blues", "Rex´s
Blues", "Flying Shoes", "Loretta" und "No
Place To Fall". |
| The Only Ones (Columbia, Mai 1978) |
War das Punkrock? Die "Only Ones" standen für wenige Wochen
wegen ihrer Hitsingle "Another Girl, Another Planet"
im Blickpunkt der Öffentlichkeit und durften dann auch insgesamt
3 gute Alben voll dreckigem, kraftvollem Gitarrenrock aufnehmen, bevor
sie von CBS wieder gedroppt wurden und in der Versenkung verschwanden.
Im Mittelpunkt stand der charismatische (und als Person wohl schwierige)
Sänger Peter Perrett, der zwar noch am ehesten als Punker
durchging, aber schon 1973 mit der Band "England´s Glory"
eine Platte produziert hatte und mehr nach Bob Dylan
und Lou Reed als nach Johnny
Rotten klang. John Perry spielte für einen Punker zu komplexe
Gitarrensoli und war mit seiner Halbglatze auch optisch für diese
Rolle nicht wirklich geeignet. Bassist Alan Mair wäre vielleicht
noch als solcher durchgegangen, aber Trommler Mike Kellie, schon
seit den 60ern dabei, u. a. bei Spooky
Tooth, war mit über 30 Jahren definitiv zu alt für einen
Punk. Mit ihrer Musik setzten sie sich zwischen alle Stühle und gelten
für mich und einige andere jetzt aus der zeitlichen Distanz als eine
der besten Bands aus dieser Zeit. |
| Bob Dylan: "Street Legal" (Columbia, Juni 1978) |
Die
letzte gute Dylan-Platte für mehrere Jahre. In der Begleitband fallen
besonders Steven Soles und David Mansfield von der ehemaligen
"Alpha Band" auf. Unter den vielen guten, wenn auch für
Dylan-Verhältnisse unbekannteren Songs, ragt natürlich "Senor"
heraus. |
| Dire Straits (Vertigo, Juni 1978) |
|
Wie auch immer: ich habe dieses Album durch die Radiosendung "Night Flight" von Alan Bangs auf BFBS kennen gelernt. Nachts im Auto kamen die ersten Gitarrentöne von "Let´s Go Down To The Waterline" aus meinem Autoradio und als dann die Band einsetzte war es um mich geschehen. Ich hätte damals aber nie gedacht, dass sich diese Band zu einer der schlimmsten Mainstreambands der 80er Jahre entwickeln würde! |
| Big Star: "Third Album (Sister Lovers)" (Aura, Juli 1978) |
|
|
| Pat Metheny Group (ECM, Juli 1978) |
Für mich ist das die Sommermusik schlechthin: Nach zwei Soloalben
hatte Metheny mit Pianist Lyle Mays, Bassist Mark Egan und
Drummer Danny Gottlieb endlich eine feste Truppe zusammen. Im Frühjahr
1978 kam ich auch in den Genuss, sie im Foyer des städtischen Museums
Münster vor vielleicht 100 Leuten live zu sehen: das war wirklich
ein Erlebnis! Die Musik der Band wurde in den Jahren danach immer perfekter und auch bombastischer, was nicht grundsätzlich schlimm ist, aber leider nicht mehr meinen Geschmack traf. Es gibt die PMG im Übrigen immer noch (und immer noch mit Lyle Mays!), aber ich habe aufgehört, mich dafür zu interessieren. Wenn ich heute Pat Metheny höre, dann eher die puren Jazzproduktionen, die er ab und zu macht, etwa "80/81", aber eben nicht die neuen "PMG"-Scheiben. Da wird zu viel gesungen und es klingt nach "World Music". |
| Grateful Dead: "Shakedown Street" (Arista, Juli 1978) |
|
Nachtrag: auch Vince Welnick weilt inzwischen nicht mehr unter
den Lebenden, aber Tom Constanten geht's immer noch gut. Aber
der hat ja auch nur für eine einzige Saison bei den Dead mitgespielt
... |
| Neil Young: "Comes A Time" (Reprise, Juli 1978) |
Kurz
vor dem Meisterwerk "Rust Never Sleeps"
erschien dieses Album, das bei seiner Veröffentlichung aber schon
über ein Jahr alt war. Ähnlich wie bei "Harvest"
stellte Neil hier seine folkige Seite heraus und es entstand ein für
Young´sche Verhältnisse recht gut produziertes Album. Die Aufnahmen
dazu fanden größtenteils in Nashville statt, wir hören
auf allen Stücken die wunderbare Stimme von Nicolette
Larson, als Gäste sind u. a. J.J. Cale und fast alle mir
bekannten Nashville-Studiogitarristen (ca. 10 Leute!) dabei. Von den vielen
guten Liedern seien "Lotta Love" (das Nicolette Larson selber
später mit den Doobie Brothers zu einer fetzigen Disconummer
machte und in die Charts brachte), das Titelstück, "Motorcycle
Mama" und die Country-Nummer "Human Highway" erwähnt.
|
| Dave Edmunds: "Tracks On Wax 4" (Swan Song, Sept. 1978) |
Die
zweite "Rockpile-Platte" nach "Jesus
Of Cool". Bandkollege Nick Lowe versorgte ihn mit den
Klassenummern "Television" und "Heart Of The City". |
| Johnny Winter: "White, Hot And Blue" (Epic/Blue Sky, Aug. 1978) |
Ende
der 70er/Anfang der 80er war diese Scheibe in unserer Bluesphase bei den
Rusty Nails eine der wichtigsten
Inspirationsquellen. Enthält die ultimativen Coverversionen von Jimmie
Rogers "Walking By Myself" (das auch Gary Moore dann nur pathetisch
nachspielen konnte) und dem Junior Wells-Klassiker "Messin´
With The Kid". |
| Nicolette Larson: "Nicolette" (Warner, Sept. 1978) |
Ich
muss gestehen, dass mir Nicolette Larson zuerst eher optisch aufgefallen
war (diese Haare ...). Vor ihrem Debüt sang sie bei Commander
Cody und bei Neil Young, von dem sie auch das
Stück "Lotta Love" übernahm. Ähnlich wie Linda
Ronstadt verzichtet Nicolette auf eigenes Material und setzt stattdessen
auf hochkarätige Songs bekannter und weniger bekannter Autoren zwischen
Rock, Soul, Country und der Zeit davor, z.B. "Rumba Girl" (Jesse
Winchester), "You Send Me" (Sam Cooke), "Mexican Divorce"
(Burt Bacharach), "Angel Rejoiced" (Louvin Brothers) und "Baby
Don´t You Do It" (Holland/Dozier/Holland). |
| Dr. Feelgood: "Private Practice" (United Artists, Okt. 1978) |
Dies
war ungefähr das vierte oder fünfte Album der Londoner R&B-Truppe
um den Sänger Lee Brilleaux und enthält mit "Milk
And Alcohol" aus der Feder von Nick Lowe
und dem neuen Feelgood-Gitarristen Gypie Mayo sogar einen kleinen
Hit. Ein weiterer Höhepunkt der Platte ist "Down At The Doctors",
das ihnen von Mickey Jupp auf den Leib geschrieben wurde. Betreut
wurde das Album vom legendären amerikanischen Produzenten Richard
Gottehrer, der bereits seit den 50ern als Songschreiber und Produzent
dabei ist (Jerry Lee Lewis, The Strangeloves, Robert Gordon, Blondie,
Go-Go´s, Richard Hell, Joan Armatrading u.s.w.) |
| Mickey Jupp: "Juppanese" (Stiff, Okt. 1978) |
Ein
Meisterwerk des Pubrocks - und trotzdem ein kommerzieller Misserfolg.
Seite 1 wurde von Nick Lowe produziert und
mit der kompletten Rockpile-Gang
eingespielt (Lowe, Dave Edmunds, Billy Bremner, Terry Williams), Seite
2 ist unter der Aufsicht von Gary Brooker
(Procol Harum) mit Gitarrist Chris Spedding entstanden. |
| Richard & Linda Thompson: "First Light" (Chrysalis, Nov. 1978) |
Eine
weitere feine Platte des englischen Folkrock-Ehepaars nach dreijähriger
Pause inkl. Labelwechsel. Auch die Begleitmusiker hatten größtenteils
gewechselt. Neben dem verbliebenen alten Fairport-Kollegen Simon Nicol
spielten drei Amerikaner: Jazzkeyboarder Neil Larsen und die Studiocracks
Andy Newmark (dr) und Willie Weeks (bg). |
| Ian Matthews: "Stealin´ Home" (Ariola/Rockburgh, Dez. 1978) |
In
den ausgehenden 70ern und frühen 80ern klang auch der ehemalige Folkie
Ian Matthews sehr rockig. Nach zwei erfolglosen Platten in den USA bei
CBS war er zurück in England und nahm dort diese schöne Platte
mit Bryn Haworth (g), Phil Palmer (g), Rick Kemp
(bg) und Jim Russell (dr) auf. Wie immer hat Matthews ein glückliches
Händchen bei Coverversionen, u. a. "Gimme An Inch Girl"
von Robert Palmer und "Man In The Station" von John
Martyn. |
| Duncan Browne: "Wild Places" (Logo, 1978) |
Mitten
im Punkrock kam diese edle Popscheibe heraus! Den Titelsong kennt vielleicht
der eine oder andere von euch, ohne aber den Autor zu kennen. Auch mir
fiel der Name Duncan Browne nur über Umwege durch eine Coverversion
von Ian Matthews (auf dem Album "Shook" von 1984) zum
ersten Mal auf. Dann fand ich diese Platte (na wo wohl?) in der Grabbelkiste,
wollte sie wegen des hässlichen Covers aber zuerst nicht kaufen.
Außerdem sind dort als Rhythmusgruppe die späteren Sessioncracks
Jon Giblin (der in späteren Jahren oft durch seine technisch
ausgereiften Jaco-Pastorius-Imitationen nervte) und Simon Phillips
(der in seiner Virtuosität alles zertrommeln kann und z. Z. bei Toto
unter Vertrag ist) in ihren jungen Jahren zu hören. Aber keine Panik:
hier gibt's reine Popmusik mit Klassesongs und keinen Muckersound. Alleine
der Titelsong rechtfertigt den Kauf des Albums. Und dreht das hässliche
Cover beim Hören doch einfach auf die Rückseite! |
| Carlene Carter (Warner, 1978) |
Carlene
Carter, Tochter von June Carter-Cash und Stieftochter von Johnny
Cash war nach England gezogen und spielte hier ihr Debüt unter
der Produktionsaufsicht von Graham Parker und Brinsley Schwarz
mit Parkers Begleitband "The Rumour" (Brinsley Schwarz,
Bob Andrews, Andy Bodnar, Steve Goulding und Martin
Belmont), unterstützt von den Rockpile-Musikern Nick
Lowe und Terry Williams. Der Sound war entsprechend Pubrock-orientiert,
aber mit starken Country-Elementen. Kurz vor oder nach (?) dieser Plattenaufnahme
wurde Nick Lowe übrigens zu Johnny Cash´s Schwiegersohn! |
| Lee Clayton: "Border Affair" (Capitol, 1978) |
Zweites
Album des Sängers und Songschreibers und nach fünfjähriger
Pause das erste von dreien für Capitol (die beiden anderen, ebenfalls
exzellenten Alben sind "Naked
Child" von 1979 und "The
Dream Goes On" von 1981). Auf "Border Affair" klingt
er noch relativ "normal" für Nashville, d.h. die Akustikgitarren
und die Pedalsteel haben eine tragende Rolle. Auf den beiden anderen Alben
wird das ganze durch verzerrte Gitarre im "Crazy
Horse"-Stil zunehmend härter und für Countryohren unhörbar.
"The Dream Goes On" war dann ja auch ein Flop. Da ich mit beiden
Stilen gut klarkomme, solange das Songmaterial gut ist, mag ich auch alle
drei Alben. Hervorzuhebende Anspieltipps: "Silver Stallion"
(wurde später von den "Highwaymen" d.h. Johnny Cash, Willie
Nelson, Kris Kristofferson und Waylon Jennings geadelt und vor kurzem
von Cat Power) und "If You can Touch Her At All" (gibt´s
auch von Waylon&Willie im Duett) |
| Rodney Crowell: "Ain't Livin' Long Like This" (Warner, 1978) |
|
Sein Geld verdiente Rodney damals als "Gram Parsons-Ersatz" in der Hot Band, von der Gitarrist Albert Lee, Bassist Emory Gordy, Multiinstrumentalist Ricky Skaggs und Mrs. Harris persönlich dabei sind. Dazu kommen die Gitarristen James Burton, Ry Cooder und Amos Garrett, die Fiedler Richard Greene und Byron Berline, sowie die Drummer Hal Blaine und Jim Keltner. Außerdem gibt´s Gastauftritte von Nicolette Larson und Willie Nelson: was für eine Besetzung! |
| Albert Collins: "Ice Pickin´" (Alligator, 1978) |
Diese Platte schlug in unsere lokale Bluesszene damals wie ein Hammer
ein: Albert mit seiner eisharten Telecaster. An dem Slowblues "Cold
Cold Feeling" kam damals keine Bluesband, auch nicht die Rusty
Nails, vorbei. |
| Dr. John: "City Lights" (A&M/Horizon, 1978) |
Ein eher unbekanntes, sehr jazziges Album von Mac Rebbenack, eingespielt
unter der Produktionsaufsicht von Tommy Lipuma mit den besten Sessionmusikern
von NYC, u.a.: Steve Gadd (dr), Will Lee (b), Richard
Tee (p), Hugh McCracken (g) und John Tropea (g). Gutes
Songmaterial vom Doktor , geschrieben i Zusammenarbeit mit anderen großen
Songschreibern: Doc Pomus und Bobby Charles.(09.11.2008)
|
| Egberto Gismonti: "Sol Do Meio Dia" (ECM, 1978) |
Eine
weitere feine ECM-Platte. Damals konnte man, einmal auf den Geschmack
gekommen, fast blind alles von dem Label kaufen (habe ich natürlich
nicht). Gismonti ist ein brasilianischer Gitarrist und Pianist, der auf
eigentümliche Weise Jazz, Klassik und die Musik seiner Heimat (Bossa
Nova, Indio-Musik) miteinander verbindet. Begleitet wird er - wie (fast)
immer - vom Perkussionisten Nana Vasconcelos, gelegentlich unterstützt
von den üblichen ECM-Verdächtigen Ralph Towner, Collin
Walcott und Jan Garbarek. |
| Kingfish: "Trident" (Jet, 1978) |
|
Mein Fazit: schöner, wenn auch unspektakulärer Mainstreamrock, den man auch ohne die Grateful-Dead-Connection durchaus geniessen kann! |
| Willie Nelson: "Stardust" (Columbia, 1978) |
Begleitet
von seiner Stammband (Harpspieler Mickey Raphael, Gitarrist Jody
Payne, Schwester Bobby Nelson am Piano, Drummer Paul English
und Bassist Bee Spears, erweitert um den zweiten Drummer Rex
Ludwick und den zweiten Bassisten Chris Ethridge) und produziert
von Organist Booker T. Jones spielte Nelson diesmal keine eigenen
Kompositionen oder Countryklassiker, sondern Lieder aus seiner Jugend:
Broadwaymelodien, Tin-Pan-Alley, Jazz und Musical: Lieder von Kurt
Weill ("September Song"), George Gershwin ("Someone
To Watch Over Me"), Irving Berlin ("Blue Skies"),
Hoagy Carmichael ("Stardust", "Georgia On My Mind")
und z.B. Duke Ellington. Für mich als Hörer deshalb nicht
unbedingt nahe liegend als Klassiker. Auf dem Wühltisch vor ein paar
Jahren erstanden und zuerst nur als "ganz nett" eingestuft,
bin ich aber im Laufe der Zeit doch drauf gekommen: dieses Album ist ein
absolutes Highlight in der endlos langen Liste von (nicht immer guten)
Willie Nelson-Alben! |
| NRBQ: "At Yankee Stadium" (Mercury, 1978) |
|
AT YANKEE STADIUM remains the album most recommended by NRBQ´s loyal following as an entry point for those unfamiliar with this powerfully inventive band. This was the release that should have broken them through to a wider audience on its release in 1978. While the band never achieved mainstream recognition, selections from this record like "Green Lights," "I Want You Bad" and "It Comes To Me Naturally" have been covered by more well-known artists (Bonnie Raitt, Dave Edmunds and The Fabulous Thunderbirds, respectively). These covers are an additional testimony to the strength of this band in general, and to this album in particular. Great songs and great players--NRBQ prove once again that they are a perfectly balanced, musically rich quartet. If you need convincing or a place to start, start with this one. (Tower Records) |
| The Pirates: "Skull Wars" (Warner, 1978) |
Johnny
Kidds Ex-Begleitband mit ihrem Debütalbum. An der Gitarre der
Telecastergott Mick Green. Das Cover ist zwar bestenfalls als "Geschmackssache"
zu bewerten, aber an der Musik - Rhythm'n'Blues mit ganz viel Arsch -
gibt es nichts zu meckern. An der Hammernummer "We're All In It Together"
haben wir uns in den 80ern mit den Rusty Nails die Zähne ausgebissen...(26.11.2009) |
| Ralph Towner: "Batik" (ECM, 1978) |
Ausgezeichnete Trioplatte des von der Gruppe Oregon
bekannten Gitarristen und Pianisten. Seine Partner sind hier der Bassist
Eddie Gomez und der Schlagzeuger Jack DeJohnette. Besonders
gelungen finde ich das erste Stück "Waterwheel", das Towner
fast zeitgleich auch mit seiner Stammband herausbrachte (1978 auf dem
Studioalbum "Out Of The Woods" und 1979 auf dem Livealbum "In
Performance"). |
| Lucinda Williams: "Ramblin´" (Folk Ways, 1978) |
|
|
| Gay & Terry Woods: "Tender Hooks" (Rockburgh, 1978) |
Ein
schönes Album des irischen Paares. Ende der 60er gründeten sie
mit Ashley Hutchings, nachdem dieser bei Fairport
Convention ausgestiegen war, die Band Steeleye Span. Nach dem
Debüt "Hark! The Village Wait"(1970) hatten sie die Band
aber bereits wieder verlassen, waren also an der kommerziell erfolgreich
Phase der Band ("All Around My Hat") nicht mehr beteiligt. Sie
gingen zurück nach Irland und man hörte wenig von ihnen. "Tender
Hooks" war dann ein Comeback-Versuch, der leider ein Versuch blieb,
wenn auch ein wunderschöner. Unterstützt von einer Klasseband
(Bassist Pat Donaldson, Gitarrist Phil Palmer und Drummer
Jim Russell) und weiteren Gästen (u.a. Kate
McGarrigle) wird hier kein purer Folk, sondern entspannter Singer/Songwriter-Folkrock
geboten. In den 80ern kam Terry Woods dann als Bouzoukispieler bei den
Pogues unter und durfte dort gelegentlich eins seiner eigenen Lieder
singen. |
| "Hope & Anchor Front Row Festival" (Albion, 1978) |
Dezember
1977 in einer kleinen Kneipe in London: das Beste aus Rock, Punk &
Reggae: XTC, Steve Gibbons Band,
Tyla Gang, The Saints, Dr.
Feelgood, und, und, und ... Mit "Eastbound Train" sogar
eine der ersten Töne der Dire Straits
auf Vinyl (kam dann später als Single-B-Seite zu "Sultans Of
Swing" heraus) |
| << 1977 | Oben | 1979 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 27.01.2010 12:58 | 21151 Besucher seit dem 01.12.2002 |
| Homepage im neuen Fenster | We´re Waiting For Louise! | © Webmaster: |
Mein
Einstieg in Springsteens Welt. Eine überirdisch gute Platte, die
ich damals bis zum Abwinken gehört habe (Alan Bangs sei Dank!).
Das nächste Album "The River" fand ich dann langweilig
und zu lang. Danach machte der Boss eine Plattenpause, aus der er mit
"Born In The U.S.A." zurückkehrte: Zu diesem Zeitpunkt
war mein Interesse an der Musik vom "Boss" aber gegen null gesunken.

Diese
etwas unbekanntere, aber trotzdem sehr schöne Platte von Emmylou
zeigt die Hot Band auf ihrem musikalischen Höhepunkt. Auch
die Liedauswahl ist wieder exquisit, z.B.: "To Daddy" (Dolly
Parton), "Easy From Now On" (Susanna Clark & Carlene Carter),
"Ain't Living Long Like This" und "Leaving Louisiana In
The Broad Day Light" von
Eine
der ersten ECM-Platten, die ich damals, kurz vor dem Abitur, bei einem
Schulkollegen gehört habe: Eine wunderbare akustische Jazzproduktion
des kanadischen Flügelhornspielers, begleitet von den Gitarristen
John Abercrombie und
Das
Longplay-Debüt des ehemaligen Sängers und Bassisten von
Stiff
war 1977/78 das Hip-Label schlechthin in England: das erste Elvis Costello-Album
"
Sein
zweites Asylum-Album, wieder von Jackson Browne produziert und
in gleich hoher Qualität wie der Vorgänger: vor allem wegen
der guten Songs (z.B. das Titelstück und "Werewolves Of London"!)
und weniger wegen der ganzen L.A.-Prominenz, die mitspielte. Vor ein paar
Tagen habe ich den inzwischen etwas älteren Zevon in einer Gastrolle
in der Sitcom "Susan" gesehen, wo er sich selbst spielt und
Brooke Shields anbaggern muss. Das sah ganz witzig aus, denn Warren
ist neben Brooke ein echt schmächtiges Kerlchen!
Die
"Hitplatte" mit "Because The Night", zusammen mit
Bruce Springsteen geschrieben. Als Patti Smith damals im Rockpalast
spielte, fand ich das alles ganz furchtbar und dilettantisch. Erst später
ging mir auf, wie gut die Frau damals schon war. Aber man darf seine Meinung
ja ändern. Sehr gerne würde ich das Rockpalast-Konzert jetzt
noch mal sehen!
Little
Feat hatten seit den frühen 70ern zuerst geniale, am Schluss mittelprächtige
Alben veröffentlicht und waren eher die Lieblinge der Kritiker als
des breiten Publikums. Die Jungs kamen also damals als mehr oder weniger
bekannte Gruppe in den Rockpalast und waren danach in ganz Europa bekannt.
Zeitgleich (?) erschien dann mit "Waiting For Columbus" eines
der besten Livealben schlechthin! Da Sänger und Slidegitarrist Lowell
George bald darauf verstarb, war es auch der letzte Höhepunkt
im Schaffen der Band. Sie machten noch das Studioalbum "Down On The
Farm" fertig, auf dem Lowell noch mitgewirkt hatte, und lösten
sich danach auf. In den späten 80ern taten sie sich (natürlich
ohne Lowell) wieder zusammen und bringen seitdem auch wieder Platten raus,
die alle irgendwie ganz O.K. sind, bei denen ich aber den Überblick
verloren habe.
In
der
Neben
dem MEISTERWERK "
Die
letzte gute Dylan-Platte für mehrere Jahre. In der Begleitband fallen
besonders Steven Soles und David Mansfield von der ehemaligen
"Alpha Band" auf. Unter den vielen guten, wenn auch für
Dylan-Verhältnisse unbekannteren Songs, ragt natürlich "Senor"
heraus.
Es
muss zwei Bands mit Namen "Dire Straits" geben: zum einen
diese wilde und irrsinnig gute Garagenband mit klasse Songs und wunderbarer
Sologitarre von Mark Knopfler, wie J.J.Cale nach einem
Fitness-Training. Zum anderen diese Bombastrockband für den etwas
gesetzteren Musikfreund, der eine CD wie "Brothers In Arms"
braucht, um mit der Qualität seiner Stereoanlage zu protzen.
Kurz
vor dem Meisterwerk "
Die
zweite "Rockpile-Platte" nach "
Ende
der 70er/Anfang der 80er war diese Scheibe in unserer Bluesphase bei den
Ich
muss gestehen, dass mir Nicolette Larson zuerst eher optisch aufgefallen
war (diese Haare ...). Vor ihrem Debüt sang sie bei Commander
Cody und bei
Dies
war ungefähr das vierte oder fünfte Album der Londoner R&B-Truppe
um den Sänger Lee Brilleaux und enthält mit "Milk
And Alcohol" aus der Feder von
Ein
Meisterwerk des Pubrocks - und trotzdem ein kommerzieller Misserfolg.
Seite 1 wurde von
Eine
weitere feine Platte des englischen Folkrock-Ehepaars nach dreijähriger
Pause inkl. Labelwechsel. Auch die Begleitmusiker hatten größtenteils
gewechselt. Neben dem verbliebenen alten Fairport-Kollegen Simon Nicol
spielten drei Amerikaner: Jazzkeyboarder Neil Larsen und die Studiocracks
Andy Newmark (dr) und Willie Weeks (bg).
In
den ausgehenden 70ern und frühen 80ern klang auch der ehemalige Folkie
Ian Matthews sehr rockig. Nach zwei erfolglosen Platten in den USA bei
CBS war er zurück in England und nahm dort diese schöne Platte
mit Bryn Haworth (g), Phil Palmer (g), Rick Kemp
(bg) und Jim Russell (dr) auf. Wie immer hat Matthews ein glückliches
Händchen bei Coverversionen, u. a. "Gimme An Inch Girl"
von Robert Palmer und "Man In The Station" von John
Martyn.
Mitten
im Punkrock kam diese edle Popscheibe heraus! Den Titelsong kennt vielleicht
der eine oder andere von euch, ohne aber den Autor zu kennen. Auch mir
fiel der Name Duncan Browne nur über Umwege durch eine Coverversion
von Ian Matthews (auf dem Album "Shook" von 1984) zum
ersten Mal auf. Dann fand ich diese Platte (na wo wohl?) in der Grabbelkiste,
wollte sie wegen des hässlichen Covers aber zuerst nicht kaufen.
Außerdem sind dort als Rhythmusgruppe die späteren Sessioncracks
Jon Giblin (der in späteren Jahren oft durch seine technisch
ausgereiften Jaco-Pastorius-Imitationen nervte) und Simon Phillips
(der in seiner Virtuosität alles zertrommeln kann und z. Z. bei Toto
unter Vertrag ist) in ihren jungen Jahren zu hören. Aber keine Panik:
hier gibt's reine Popmusik mit Klassesongs und keinen Muckersound. Alleine
der Titelsong rechtfertigt den Kauf des Albums. Und dreht das hässliche
Cover beim Hören doch einfach auf die Rückseite!
Carlene
Carter, Tochter von June Carter-Cash und Stieftochter von Johnny
Cash war nach England gezogen und spielte hier ihr Debüt unter
der Produktionsaufsicht von Graham Parker und Brinsley Schwarz
mit Parkers Begleitband "The Rumour" (Brinsley Schwarz,
Bob Andrews, Andy Bodnar, Steve Goulding und Martin
Belmont), unterstützt von den Rockpile-Musikern
Zweites
Album des Sängers und Songschreibers und nach fünfjähriger
Pause das erste von dreien für Capitol (die beiden anderen, ebenfalls
exzellenten Alben sind "
Eine
weitere feine ECM-Platte. Damals konnte man, einmal auf den Geschmack
gekommen, fast blind alles von dem Label kaufen (habe ich natürlich
nicht). Gismonti ist ein brasilianischer Gitarrist und Pianist, der auf
eigentümliche Weise Jazz, Klassik und die Musik seiner Heimat (Bossa
Nova, Indio-Musik) miteinander verbindet. Begleitet wird er - wie (fast)
immer - vom Perkussionisten Nana Vasconcelos, gelegentlich unterstützt
von den üblichen ECM-Verdächtigen Ralph Towner, Collin
Walcott und Jan Garbarek.
Begleitet
von seiner Stammband (Harpspieler Mickey Raphael, Gitarrist Jody
Payne, Schwester Bobby Nelson am Piano, Drummer Paul English
und Bassist Bee Spears, erweitert um den zweiten Drummer Rex
Ludwick und den zweiten Bassisten Chris Ethridge) und produziert
von Organist Booker T. Jones spielte Nelson diesmal keine eigenen
Kompositionen oder Countryklassiker, sondern Lieder aus seiner Jugend:
Broadwaymelodien, Tin-Pan-Alley, Jazz und Musical: Lieder von Kurt
Weill ("September Song"), George Gershwin ("Someone
To Watch Over Me"), Irving Berlin ("Blue Skies"),
Hoagy Carmichael ("Stardust", "Georgia On My Mind")
und z.B. Duke Ellington. Für mich als Hörer deshalb nicht
unbedingt nahe liegend als Klassiker. Auf dem Wühltisch vor ein paar
Jahren erstanden und zuerst nur als "ganz nett" eingestuft,
bin ich aber im Laufe der Zeit doch drauf gekommen: dieses Album ist ein
absolutes Highlight in der endlos langen Liste von (nicht immer guten)
Willie Nelson-Alben!
Der
Titel ist natürlich ein Witz. Amerikas beste Rockband, das "New
Rhythm And Blues Quartet" hat dieses Album weder live noch im Stadion
der Yankees, sondern zuhause im beschaulichen Bearsville Studio in Woodstock
aufgenommen. Und wird auch weiterhin vom größten Teil der
Menschheit ignoriert.
Johnny
Kidds Ex-Begleitband mit ihrem Debütalbum. An der Gitarre der
Telecastergott Mick Green. Das Cover ist zwar bestenfalls als "Geschmackssache"
zu bewerten, aber an der Musik - Rhythm'n'Blues mit ganz viel Arsch -
gibt es nichts zu meckern. An der Hammernummer "We're All In It Together"
haben wir uns in den 80ern mit den Rusty Nails die Zähne ausgebissen...
Lucinda´s
erstes Album entstand 1978 in den Malaco Studios in Jackson, Mississippi.
Mit zwei akustischen Gitarren und ihrer Stimme singt sie sich hier durch
Blues, Country und Gospel, pur, ohne irgendwelchen Schnickschnack. Dabei
greift sie auf Material von Robert Johnson (gleich 3 x), Memphis Minnie,
A.P. Carter und Hank Williams zurück, bietet ein atmosphärisches
"Satisfied Mind" (Hayes/Rhodes) und interpretiert Traditionals
wie "Make Me Down A Pallet On Your Floor" und "Motherless
Children". Schon in frühen Jahren erreicht sie eine Intensität,
die später zu einer ihrer größten Stärken wurde.
Ein
schönes Album des irischen Paares. Ende der 60er gründeten sie
mit Ashley Hutchings, nachdem dieser bei
Dezember
1977 in einer kleinen Kneipe in London: das Beste aus Rock, Punk &
Reggae: