Das
Album des Jahres
| Television: "Marquee Moon" (Elektra, März 1977) |
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weitere
Highlights ...
| Garland Jeffreys: "Ghostwriter" (A&M, Jan. 1977) |
Denkt
man an Singer/Songwriter aus New York, so fällt einem sicherlich
schnell Lou Reed ein. Nicht ganz so
bekannt, aber genauso mit der Stadt verwurzelt ist Garland Jeffreys. "Ghostwriter"
gilt als sein bestes Album und enthält mit "Wild In The Streets"
seinen ersten Hit und mit "Cool Down Boy" ein klasse Duett mit
James Taylor. Begleitet wird er von den besten Musikern der Stadt,
u.a.: Dr. John (p), Steve Gadd (dr), Don Grolnick
(keyb), David Spinozza (g), Anthony Jackson (bg), Mike
Brecker (sax), Randy Brecker (tp) und Hugh McCracken
(g). |
| Emmylou Harris: "Luxury Liner" (Warner, Jan. 1977) |
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| Fleetwood Mac: "Rumours" (Warner, Feb. 1977) |
"Rumours" ist eines der meistverkauften Rockalben aller Zeiten.
Das ist normalerweise kein Grund für mich, es zu einem meiner Favoriten
zu erklären (eher das Gegenteil!). Ich muss aber klar sagen: eine
wirklich tolle Platte mit tollen Songs. Eine der seltenen Momente, bei
dem ich nicht mit dem Massengeschmack auf dem Kriegspfad bin (mir fällt
da höchstens noch "Crime Of The
Century" ein!) |
| Roy Harper: "Bullinamingvase " (EMI/Harvest, Feb. 1977) |
Angeblich nicht sein bestes Album, aber das, was ich als erstes von ihm
gehört habe - und mir auch weiterhin am besten gefällt. Was?
Ihr kennt den Mann nicht? Ein so genannter "Musician's Musician".
Led Zeppelin haben ihm das Lied "Hats Off To Harper"
gewidmet (auf "Led Zeppelin III"),
auf Pink Floyds Album "Wish You Were Here" sang er höchstpersönlich
"Have A Cigar". Meine amerikanische Pressung hat übrigenz
den Titel "One Of Those Days In England", benannt nach dem über
20minütigen Lied von Seite 2. Tolle Gitarrenarbeit von Henry McCullough (Grease Band, Wings) und Andy Roberts (Plainsong, Ian Matthews). Weitere illustre Gäste: Paulchen McCartney samt Linda, Ronnie Lane (Faces) und Alvin Lee (Ten Years After). Aber keine Angst: die Musik klingt vollkommen nach Roy Harper und nicht wie eine Schnittmenge der beteiligten Prominenz. |
| Muddy Waters: "Hard Again" (Blue Sky, Feb. 1977) |
Muddy's
Comeback, von Johnny Winter produziert und mit James Cotton
an der Harmonika. Muddy schaut sehr stolz und zufrieden vom Cover: er
konnte es auch sein. Heiß! |
| Gene Clark: "Two Sides To Every Story" (RSO, März 1977) |
Soviel
Platten wie Fleetwood Mac hat Gene Clark leider
nie verkaufen können. Sein kleiner Eckplatz in der Rock'n'Roll-Ruhmeshalle
begründet sich auf dem Mitwirken in der Frühphase der Byrds.
Seine Soloalben haben sich dagegen alle nur sehr mäßig verkauft.
Nach dem Meisterwerk (zumindest in meinen Ohren) "No
Other" von 1974 flog er bei Elektra/Asylum schnell wieder raus.
Bei "Two Sides To Every Story" wurde dann zum letzten Mal von
einer großen Plattenfirma in ihn investiert und es entstand diese
eigentlich recht gelungene Countryrockplatte, was aber kommerziell mal
wieder nichts gebracht hat. Danach gab's dann alle paar Jahre noch mal
Independent-Alben, die aber an den schlechten Produktionsbedingungen leiden
(z.B. "Fire Byrd" von 1984). |
| Van Morrison: "A Period Of Transition" (Warner, März 1977) |
Drei
Jahre nach "Veedon Fleece"
ging Van Morrison mit Dr. John und einigen R&B-Musikern ins
Studio und es entstand "Period Of Transition". Nach meinem Wissensstand
ist das das einzige Mal, dass er sich eine solch lange Pause gegönnt
hat! Man muss sich das mal vorstellen: seit 1968 ("Astral
Weeks") kommt fast jedes Jahr von ihm eine neue Platte heraus,
von denen keine einzige schlecht ist (das ist für Künstler aus
dieser Generation durchaus nicht normal!). Viele Kritiker mögen dieses
Album nicht, vielleicht weil es weniger stark nach klassischem "Van
Morrison", sondern eher nach New Orleans klingt (das liegt natürlich
am Produzenten Dr. John) - mir gefällt's auf jeden Fall. |
| Weather Report: "Heavy Weather" (Columbia, März 1977) |
Das Meisterwerk von Josef Zawinul (keyb) und Wayne Shorter
(sax) und ihrem neuen Mann am Bass, Jaco Pastorius: alleine schon
wegen "Birdland", einem der besten Jazzstücke aller Zeiten! |
| Jesse Colin Young: "Love On The Wing" (Warner, März 1977) |
Seine letzte Platte für Warner war auch seine letzte richtig gute.
Ich habe "Love On The Wing" aus der langen Liste guter Warner-Alben
wegen des wunderschönen Covers ausgewählt. Produziert von Felix
Papalardi, mit dem er auch schon mal bei den Youngbloods
zusammengearbeitet hatte. |
| Bonnie Raitt: "Sweet Forgiveness" (Warner, April 1977) |
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| Nick Lowe: "Bowi" (Stiff, Mai 1977) |
Dies
hier ist zwar nur eine 7"-EP mit vier Songs, aber eben Nick Lowe's
erster Erfolg unter eigenem Namen. Der Titel ist natürlich ein Insider-Witz!
Nicht verstanden? Versucht's mal mit Mausschubsen über dem Cover! |
| Hawkwind: "Quark, Strangeness & Charm" (Charisma, Juni 1977) |
Das
erste Hawkwind-Album ,das ich mir damals nicht mehr sofort gekauft habe,
weil es mir zu poppig war. Auch das erste Album ohne Nik Turner.
Und ein wirklich hässliches Cover, was damals wohl "modern"
sein sollte. OK - für "Astounding
Sounds..." bin ich auch nicht mehr sofort bei Veröffentlichung
in den Plattenladen gestürmt, sondern hab mir das Album erst nach
dem damaligen Livekonzert in der Essener PH zugelegt. Bei "Quark,
..." war aber erst mal für lange Jahre Schluss. Nun hab ich
mir eine - zugegebenermaßen billige - CD aus der Grabbelkiste besorgt
und finde die Platte eigentlich gar nicht so schlecht!!! Bob Calvert
singt eigentlich ganz gut, fast poppig (bzw. "wavig") |
| Mink DeVille: "Cabretta" (Capitol, Juni 1977) |
Wenn
man 1977 debütiert und im New Yorker Club CBGB's auftritt, wird man
schnell in die Punkrock/New-Wave-Ecke gestellt. Das passierte außer Blondie
auch Willy DeVille und seiner Truppe - und hat beiden nicht geschadet.
Natürlich spielten Mink DeVille keinen Punk, sondern eigentlich recht
konventionellen, fast schon altmodischen Rock'n'Roll, allerdings mit einem
kräftigen Hispano-Touch. Und sehr wild und frisch - genauso wie Punkrock
eben ganz was anderes als der damalige Bombast- und Mainstream-Mist. Produziert
wurde das Ganze übrigenz vom legendären Jack Nitzsche. |
| Neil Young: "American Stars 'n Bars" (Reprise, Juni 1977) |
Eine
umstrittene, für mich in der Rückschau aber unterbewertete Neil
Young-Veröffentlichung. Die Minuspunkte sind offensichtlich: (mal
wieder) ein ziemlich hässliches Cover und dazu eine heterogene Songauswahl
(aufgenommen zwischen 1974 und 1977). Deshalb gilt das Album für
viele als "Resteverwertung". Aber es enthält zumindest
einen Klassiker, das Crazy-Horse-Stück schlechthin: "Like
A Hurricane", das sich aber auch zusammen mit einem weiteren Lied
(das countryfizierte "Star Of Bethlehem" mit Ben Keith
am Dobro, Emmylou Harris als zweite Stimme und den Nashville-Rhythmus-Assen
Tim Drummond und Karl Himmel) auf dem Ende des gleichen
Jahres erscheinenden 3fach-Sampler "Decade"
befinden wird. Da ich mir damals schon "Decade"
zugelegt hatte, gab es somit in den Jahren danach keinen Grund, auch "Stars&Bars"
zu besitzen. Das habe ich auch jetzt erst mit der reichlich späten
CD-Wiederveröffentlichung nachgeholt. Festzustellen ist dabei: eine
schöne Mischung aus deftigem "Crazy Horse"-Sound
(Billy Talbot, Ralph Molina und Frank Sampedro sind
auf den meisten Liedern dabei), auf der einen Seite - den ich sehr mag,
und der Country-Seite von Mr. Young (also eher der "Harvest"-Stil),
den ich mindestens genauso mag. Das passt für mich alles sehr gut
zusammen!(19.08.2003) |
| Elvis Costello: "My Aim Is True" (Stiff, Juli 1977) |
|
Das Debüt, noch ohne die Attractions, aber schon mit den tollsten Songs: "Allison", "Miracle Man" und "Mystery Dance". Produziert hat Nick Lowe, die Begleitband wird von der damals in London ansässigen amerikanischen "Pubrock"-Band Clover gestellt. Clover gelang selber nie der Durchbruch, hatte aber ein paar danach zum Teil berühmt gewordene Mitglieder: John McFee (ging zu den Doobie Brothers), Alex Call (wurde ein gefragter Songschreiber), John Ciambotti (war später für lange Jahre der Trommler von Lucinda Williams) und natürlich Huey Lewis und sein treuer Keyboarder Sean Hopper. |
| The Count Bishops (Chiswick, Juli 1977) |
Mitten im Punkrock und der absterbenden Pubrockszene sorgte diese R&B-Truppe
in England für einen kurzen Moment für Furore: zu alt(modisch)
für Punker, zu hart für die normalen Rockfreunde. Vielleicht
die bösen Verwandten von Dr. Feelgood?
Übrigenz spielte kein "richtiger" Engländer in der
Truppe: Sänger David Tice wurde zwar in England geboren, wuchs
aber in Australien auf und kehrte dahin nach "Karriere-Ende"
auch wieder zurück. Trommler Balbi war ebenfalls Australier,
Johnny Guitar war Amerikaner, Bassist Steve Lewins kam aus
Irland und Rhythmusgitarrist Zenon de Fleur hatte polnische Wurzeln. |
| Crosby, Stills & Nash: "CSN" (Atlantic, Juli 1977) |
Es
war eigentlich nicht zu erwarten, das CS&N ohne Y noch mal ein respektables
Album hinkriegen würden. "CSN" enthält mit "See
The Changes" eine Akustikballade im Stil des Debüts und mit
"Dark Star" einen gelungenen Rocker. Auch Crosby schafft mit
"Shadow Captain" eine gute Nummer, Nash mit "Cathedral"
und "Just A Song Before I Go" sogar zwei. |
| Grateful Dead: "Terrapin Station" (Arista, Juli 1977) |
Nachdem ihr eigenes Label finanzielle Probleme bekam, unterschrieben die
Dead zum zweiten Mal bei einer Major-Company. Clive Davis, der
in den 60ern die Band gerne für seinen damaligen Arbeitgeber CBS
verpflichtet hätte, war inzwischen Chef im eigenen Laden Arista.
Erstmals seit "Anthem Of The Sun" (1968) gab es mit Keith
Olsen, der gerade mit Fleetwood Mac's "Rumours"
einen gigantischen Erfolg feierte, auch einen externen Produzenten. Der
Aufschrei war dann groß: MAINSTREAM! SCHRECKLICH! Kurioserweise wurde
"Terrapin Station" dann aber eher das "Progrock-Album"
der Band, was vielleicht am Titelsong liegt, der die ganze B-Seite einnimmt
und mit Orchester- und Choreinsätzen daherkommt. Dabei übersieht
man die guten Songs der A-Seite: Bob Weir's "Estimated Prophet"
ist ein genialer Reggae im 7/4-Takt, "Passenger" der erste Phil
Lesh-Song seit Mars-Hotel-Zeiten,
"Sunrise" das einzige Dead-Stück, das von Donna Godchaux
gesungen und komponiert wurde: hat natürlich nix mit echtem
"Dead-Sound" zu tun, ist aber eine schöne, vielleicht einen
"Tacken" zu kitschig-bombastische, Ballade. |
| The Rumour: "Max" (Vertigo, Juli 1977) |
Würdet
Ihr Euch für eine Platte der East-Street-Band ohne Bruce
Springsteen interessieren? Wahrscheinlich nicht. Aber bei der Begleitband
von Graham Parker klappt das erstaunlich gut. Schiesslich
haben die Gitarristen Brinsley Schwarz und Martin Belmont
sowie Keyboarder Bob Andrews auch schon vorher in interessanten
Bands gespielt (die Band Brinsley
Schwarz bzw. Ducks Deluxe).(09.04.2010) |
| Joan Armatrading: "Show Some Emotion" (A&M, Sept. 1977) |
Dies
ist für mich das überzeugendste Album von ihr: gerade der Titelsong
mit der Gitarrenarbeit von Joan (akustisch) und Jerry
Donahue (elektrisch), aber auch "Warm Love", "Opportunity"
und die Ballade "Willow" überzeugen. Produziert hat Glyn
Johns, am E-Piano ist mehrmals Georgie Fame dabei. |
| Karla Bonoff (Columbia, Sept. 1977) |
Karla
Bonoffs Debüt enthält einige Songs, die erfolgreich von anderen
Sängerinnen interpretiert wurden: mit "If He's Ever Near",
"Someone To Lay Down Beside Me" und "Lose Again" gibt's
gleich 3 davon auf Linda Ronstadt's Album "Hasten
Down The Wind", "Isn't It Always Love" wurde von Nicolette
Larson aufgenommen und Bonnie Raitt sang "Home".
Karlas eigene Versionen brauchen sich aber überhaupt nicht dahinter
verstecken! |
| Randy Newman: "Little Criminals" (Warner, Sept. 1977) |
Ausnahmsweise
fand sich Randy Newman mit dem Lied "Short People" sogar in
den Charts wieder. Viel besser gefallen mir aber andere Lieder von der
Platte, z.B. "Baltimore" oder "Rider In The Rain". |
| Pete Townsend/Ronnie Lane: "Rough Mix" (Polydor, Sept. 1977) |
Obskures
Duo-Projekt von zwei alten Helden der englischen Rockmusik, in Szene gesetzt
vom Star-Produzenten Glyn Johns unter Zuhilfenahme solch prominenter
Gäste wie Eric Clapton, Gallagher & Lyle, Charly
Watts u. a. - und trotzdem ein Flop. Deshalb (mal wieder) eine Wühltischentdeckung
von mir. Pete Towsend, den Mastermind der Who, kennt sicherlich
jeder. An's Herzen legen möchte ich Euch aber Ronnie Lane,
Ex-Bassisten der Small Faces (mit Steve Marriot) und der Faces
(mit Ronnie Wood und Rolf Stuttgart), der vielleicht nicht der beste Sänger
ist, aber schon immer schöne Songs schrieb. |
| Steely Dan: "Aja" (ABC, Sept. 1977) |
Aja
ist meine klare Lieblingsplatte des Duos Becker/Fagan. Es sind wie immer
exzellente Musiker dabei, die die Ideen der beiden umsetzen (z.B. Wayne
Shorter), aber der Star sind für mich die Songs: "Black
Cow", "Aja", "Deacon Blue", "Home At Last"
und "Peg". Über die Entstehung der Platte gibt's übrigens
ein tolles Video aus der Reihe "Classic Rock Albums". |
| Motors: "1" (Virgin, Sept. 1977) |
Das
Debüt der Ex-Ducks-Deluxe-Musiker
Nick Garvey und Andy McMasters, endlich mit dem Erfolg,
der vorher leider nicht gelang: "Dancing The Night Away" stürmte
die Charts. Die gestandenen Rocker wurden damals sogar irrsinnigerweise
als Punkrocker verkauft. |
| Dennis Wilson: "Pacific Ocean Blue" (Columbia/Caribou, Sept. 1977) |
|
|
| David Bowie: "Heroes" (RCA, Okt. 1977) |
Zusammen
mit den Produzenten Tony Visconti, Brian Eno und Gitarrist
Robert Fripp entstand in Berlin dieser Höhepunkt in Bowie's
langer Karriere. |
| Graham Parker & The Rumour: "Stick To Me" (Vertigo, Okt. 1977) |
"Stick To Me" ist bereits das dritte vorzügliche Album von Graham
Parker und seiner Band innerhalb kürzester Zeit! |
| Tyla Gang: "Yachtless" (Beserkley, Okt. 1977) |
Sean
Tyla war mit seiner Band Duck Deluxe
einer der Pioniere des Pubrock. Bands wie die Ducks, Ace
und Brinsley Schwarz brachten
den Rock'n'Roll zurück aus den Stadien in die Kneipen, wo sie begeistert
gefeiert wurden, wo allerdings wenig Geld zu verdienen war. RCA
hatte die Ducks dann nach 2 kommerziell erfolglosen Alben auch schnell
wieder rausgeworfen und beim US-Indie Berserkley konnte er mit
der Nachfolgeband Tyla Gang den großen Erfolg als geniale Liveband
im Studio ebenfalls nicht gleichermaßen umsetzen. Trotzdem ist zumindest
dieses Debüt der Band für meinen Geschmack absolut gelungen!
Im Studio geholfen hatten übrigenz die ehemaligen Ducks-Kollegen
Nick Garvey und Andy McMasters, inzwischen unter dem Namen
"Motors" so erfolgreich, wie Sean Tyla
es mindestens genauso verdient hätte, sowie mein alter Held Deke
Leonard von dem damals gerade frisch aufgelösten Man.
Mit Leonard startete Tyla dann wenige Jahre später das völlig untergegangene
Bandprojekt "The Force",
bevor Leonard danach Man reaktivierte
und Tyla gänzlich in der Versenkung verschwand. |
| Man: "All's Well That Ends Well" (MCA, Nov. 1977) |
Schönes
Dokument vom Abschiedskonzert einer meiner Lieblingsbands vom Dezember
1976 aus dem Londoner Roundhouse in der Besetzung Deke Leonard und
Mickey Jones (Gitarren), Terry Williams (Schlagzeug), Phil
Ryan (Tasten) und John McKenzie (Bass). Als die Platte damals
erschien, war die Band schon Geschichte, weshalb sie sich auch wohl kaum
verkauft hat und auch unter Man-Fans nicht so richtig beliebt ist. Ich
dagegen mag sie sehr: enthält sie doch die einzige Man-Aufnahme des
Bluesklassikers "Let The Good Times Roll", eng angelehnt an
die Version von Ray Charles, die richtig gut rüberkommt und
wohl nichts für harte Man-Fans ist! |
| John Martyn: "One World" (Island, Nov. 1977) |
Der
ehemalige Folksänger war inzwischen ganz im "Rock" angekommen
und spielte fast nur noch E-Gitarre mit Echoloops, seinem neuen Markenzeichen.
Trotzdem überzeugt die Platte vor allem durch das gute Songmaterial
und das gute Zusammenspiel der Musiker. Es spielen u. a.: Danny Thompson
(Kontrabass) und Steve Winwood (Synthesizer). |
| Neil Young: "Decade" (Reprise, Nov. 1977) |
|
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| Jackson Browne: "Running On Empty" (Asylum, Dez. 1977) |
Ein
sehr kurioses Livealbum, vielleicht sogar eines der besten Livealben der
Rockmusik überhaupt. Eigentlich ist es eher ein Tourneetagebuch,
denn die Aufnahmen entstanden nicht einfach nur auf der Bühne, sondern
teilweise im Tourbus während der Fahrt (man hört den Bus !)
oder im Hotelzimmer. Außerdem gibt's hier keinen "Best Of"-Mix,
sondern neue Lieder, z.B. "Love Needs A Heart", das Browne mit
Valerie Carter und Lowell George schrieb, oder Coverversionen, wie z.B.
"The Road" von Danny O'Keefe. Erwähnenswert ist auch die
erstklassige Band: David Lindley (lapsteel, vio), Danny Kortchmar
(g), Lee Sklar (bg), Russ Kunkel (dr), Craig Doerge
(keyb) und die Sänger/innen Rosemarie Butler und Doug Haywood.
|
| Gary Burton Quartet & Eberhard Weber: "Passengers" (ECM, 1977) |
Zu
Burtons Band gehörten damals der Bassgitarrist Steve Swallow,
der noch sehr junge Pat Metheny an der Gitarre und Dan Gottlieb
an den Trommeln. Unterstützt wurden sie vom Bassisten Eberhard
Weber. |
| Valerie Carter: "Just A Stone's Throw Away" (Columbia, 1977) |
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| Rick Danko (Arista, 1977) |
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| The David Grisman Quintet (US: Kaleidoscope 1977; D: Pastels 1979) |
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| Levon Helm & The RCO-Allstars (ABC, 1977) |
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| Mangelsdorff/Pastorius/Mouzon: "Trilogue - Live" (MPS, 1977) |
Live am 6.11.1976 auf den Berliner Jazztagen: für mich die beste
Jaco Pastorius-Platte! Albert Mangelsdorff, Deutschlands
(wenn nicht sogar welt-) bester Jazzposaunist im Trio mit Jaco
und dem Jazzfusiontrommler Alphonse Mouzon. Posaune/Fretless-Bassgitarre/Schlagzeug
- das scheint ja erstmal eine ungewöhnliche Kombination zu sein,
aber es funktioniert wunderbar! Für Mangelsdorff nichts ungewöhnliches,
der viel im Trio, also ohne Pianisten oder Gitarristen, spielt. Und Jaco
hat hier soviel Platz für sein geniales Basspiel wie sonst nirgendwo. |
| Roger McGuinn: "Thunderbyrd" (Columbia, 1977) |
Ein
Schelm, wer bei dem LP-Titel nicht an McGuinns alte Band denkt! Mit seinen
neuen Begleitern Rick Vito (g), Charlie Harrison (bg) und
Greg Thomas (dr) war er damals auch in einer der Rockpalastnächte
und lieferte dort ein sehr gutes Konzert ab. Interessanterweise covert
McGuinn hier "American Girl" von Tom Petty. Petty ist
Byrds-Fan und die ganze Nummer klingt so, als wäre sie für McGuinn
gemacht worden. |
| Danny O'Keefe: "American Roulette" (Warner, 1977) |
|
Es gibt endlich eine Wiederveröffentlichung
CD! Hat lange gedauert! In letzter Zeit höre ich die Platte
wieder sehr oft, besonders das wunderschöne "You Look Just
Like A Girl Again" mit dem tollen Saxofon von Tom Scott,
von dem es immerhin Coverversionen von Mark-Almond (einem Sänger/Gitarrist
- Saxophonist-Duo, die die Nummer eigentlich nur nachspielen) und -
jetzt bitte nicht lachen - Ute Lemper gibt, deren Version habe
ich aber noch nie gehört habe. |
| Bob Young & Mick Moody: "Young & Moody" (United Artists/Magnet, 1977) |
Zwei
Kumpels aus der zweiten Reihe nehmen zusammen eine Platte auf - anscheinend
ohne kommerziellen Druck und fröhnen ihrer Liebe zu country-, folk-
und blueslastigem Rock á la The Band. Als ich die Platte
damals für einen Fünfer aus der Grabbelkiste gezogen habe, kannte
ich noch keinen der Beteiligten. Bob Young ist zwar kein Rocker,
hat aber für Country und Folk eine durchaus angenehme Stimme und
glänzt vor allem als Mundharmonikaspieler. Er verdient ansonsten
sein Geld als Songschreiber, Roadmanager und Gelegenheitsharpspieler bei
Status Quo. Mick Moody hat die Gitarre schon in zahlreichen
Bands gespielt: mir fallen aber gerade nur Snafu (kennt kaum noch
jemand) und Whitesnake (ja, genau die!) ein. Hier glänzt er
besonders auf dem Dobro, das er bei David Coverdale sicherlich
selten oder gar nicht einsetzen darf. Bass und Schlagzeug werden vorzüglich
von Terry Stannard bzw. Graham Prescett bedient. Letzterer
überzeugt zusätzlich bei den Folkstücken mit Geige und
Mandoline.Sicherlich kein wichtiges Album - aber ein schönes, das ich mir auch 30 Jahre nach der Anschaffung noch (bzw. wieder) gut anhören kann. Und wahrscheinlich nix für Whitesnake- und Quo-Fans! (09.04.2010) |
| Townes van Zandt: "Live At The Old Quarter, Houston Texas" (Tomato, 1977) |
Bereits
Juli 1973 wurde dieses Live-Doppelalbum in dem legendären Club mitgeschnitten.
Für viele Fans das beste Album von ihm: TVZ ganz pur. Ob man sich
dem anschließt oder nicht: es ist auf jeden Fall sein bestes Solo-Live-Album,
von denen es inzwischen ja weit mehr als 10 gibt. Ich besitze allein 9
Stück. Aber das ist so wie mit den Grateful Dead-Livealben: jedes
ist anders, einige sind toll, viele gut, manche aber auch überflüssig. |
| << 1976 | Oben | 1978 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 16.05.2010 15:18 | 22486 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Denkt
man an Singer/Songwriter aus New York, so fällt einem sicherlich
schnell
Muddy's
Comeback, von Johnny Winter produziert und mit James Cotton
an der Harmonika. Muddy schaut sehr stolz und zufrieden vom Cover: er
konnte es auch sein. Heiß!
Soviel
Platten wie
Drei
Jahre nach "

Das
erste Hawkwind-Album ,das ich mir damals nicht mehr sofort gekauft habe,
weil es mir zu poppig war. Auch das erste Album ohne Nik Turner.
Und ein wirklich hässliches Cover, was damals wohl "modern"
sein sollte. OK - für "
Wenn
man 1977 debütiert und im New Yorker Club CBGB's auftritt, wird man
schnell in die Punkrock/New-Wave-Ecke gestellt. Das passierte außer Blondie
auch Willy DeVille und seiner Truppe - und hat beiden nicht geschadet.
Natürlich spielten Mink DeVille keinen Punk, sondern eigentlich recht
konventionellen, fast schon altmodischen Rock'n'Roll, allerdings mit einem
kräftigen Hispano-Touch. Und sehr wild und frisch - genauso wie Punkrock
eben ganz was anderes als der damalige Bombast- und Mainstream-Mist. Produziert
wurde das Ganze übrigenz vom legendären Jack Nitzsche.
Eine
umstrittene, für mich in der Rückschau aber unterbewertete Neil
Young-Veröffentlichung. Die Minuspunkte sind offensichtlich: (mal
wieder) ein ziemlich hässliches Cover und dazu eine heterogene Songauswahl
(aufgenommen zwischen 1974 und 1977). Deshalb gilt das Album für
viele als "Resteverwertung". Aber es enthält zumindest
einen Klassiker, das Crazy-Horse-Stück schlechthin: "Like
A Hurricane", das sich aber auch zusammen mit einem weiteren Lied
(das countryfizierte "Star Of Bethlehem" mit Ben Keith
am Dobro, Emmylou Harris als zweite Stimme und den Nashville-Rhythmus-Assen
Tim Drummond und Karl Himmel) auf dem Ende des gleichen
Jahres erscheinenden 3fach-Sampler "
"With
just four 3-hour sessions spread over 2 days the young but mature Elvis
recorded one of the finest debut albums ever. Jake Riviera, his manager,
described him as "Baggy-suited and bespectacled, a Buddy Holly
on acid!"
Es
war eigentlich nicht zu erwarten, das CS&N ohne Y noch mal ein respektables
Album hinkriegen würden. "CSN" enthält mit "See
The Changes" eine Akustikballade im Stil des Debüts und mit
"Dark Star" einen gelungenen Rocker. Auch Crosby schafft mit
"Shadow Captain" eine gute Nummer, Nash mit "Cathedral"
und "Just A Song Before I Go" sogar zwei.
Nachdem ihr eigenes Label finanzielle Probleme bekam, unterschrieben die
Dead zum zweiten Mal bei einer Major-Company. Clive Davis, der
in den 60ern die Band gerne für seinen damaligen Arbeitgeber CBS
verpflichtet hätte, war inzwischen Chef im eigenen Laden Arista.
Erstmals seit "Anthem Of The Sun" (1968) gab es mit Keith
Olsen, der gerade mit Fleetwood Mac's "
Würdet
Dies
ist für mich das überzeugendste Album von ihr: gerade der Titelsong
mit der Gitarrenarbeit von Joan (akustisch) und
Karla
Bonoffs Debüt enthält einige Songs, die erfolgreich von anderen
Sängerinnen interpretiert wurden: mit "If He's Ever Near",
"Someone To Lay Down Beside Me" und "Lose Again" gibt's
gleich 3 davon auf Linda Ronstadt's Album "
Ausnahmsweise
fand sich Randy Newman mit dem Lied "Short People" sogar in
den Charts wieder. Viel besser gefallen mir aber andere Lieder von der
Platte, z.B. "Baltimore" oder "Rider In The Rain".
Obskures
Duo-Projekt von zwei alten Helden der englischen Rockmusik, in Szene gesetzt
vom Star-Produzenten Glyn Johns unter Zuhilfenahme solch prominenter
Gäste wie Eric Clapton, Gallagher & Lyle, Charly
Watts u. a. - und trotzdem ein Flop. Deshalb (mal wieder) eine Wühltischentdeckung
von mir. Pete Towsend, den Mastermind der Who, kennt sicherlich
jeder. An's Herzen legen möchte ich Euch aber Ronnie Lane,
Ex-Bassisten der Small Faces (mit Steve Marriot) und der
Aja
ist meine klare Lieblingsplatte des Duos Becker/Fagan. Es sind wie immer
exzellente Musiker dabei, die die Ideen der beiden umsetzen (z.B. Wayne
Shorter), aber der Star sind für mich die Songs: "Black
Cow", "Aja", "Deacon Blue", "Home At Last"
und "Peg". Über die Entstehung der Platte gibt's übrigens
ein tolles Video aus der Reihe "Classic Rock Albums".
Das
Debüt der Ex-
Zusammen
mit den Produzenten Tony Visconti, Brian Eno und Gitarrist
Robert Fripp entstand in Berlin dieser Höhepunkt in Bowie's
langer Karriere.
Sean
Tyla war mit seiner Band
Schönes
Dokument vom Abschiedskonzert einer meiner Lieblingsbands vom Dezember
1976 aus dem Londoner Roundhouse in der Besetzung Deke Leonard und
Mickey Jones (Gitarren), Terry Williams (Schlagzeug), Phil
Ryan (Tasten) und John McKenzie (Bass). Als die Platte damals
erschien, war die Band schon Geschichte, weshalb sie sich auch wohl kaum
verkauft hat und auch unter Man-Fans nicht so richtig beliebt ist. Ich
dagegen mag sie sehr: enthält sie doch die einzige Man-Aufnahme des
Bluesklassikers "Let The Good Times Roll", eng angelehnt an
die Version von Ray Charles, die richtig gut rüberkommt und
wohl nichts für harte Man-Fans ist!
Der
ehemalige Folksänger war inzwischen ganz im "Rock" angekommen
und spielte fast nur noch E-Gitarre mit Echoloops, seinem neuen Markenzeichen.
Trotzdem überzeugt die Platte vor allem durch das gute Songmaterial
und das gute Zusammenspiel der Musiker. Es spielen u. a.: Danny Thompson
(Kontrabass) und Steve Winwood (Synthesizer).
Ein
sehr kurioses Livealbum, vielleicht sogar eines der besten Livealben der
Rockmusik überhaupt. Eigentlich ist es eher ein Tourneetagebuch,
denn die Aufnahmen entstanden nicht einfach nur auf der Bühne, sondern
teilweise im Tourbus während der Fahrt (man hört den Bus !)
oder im Hotelzimmer. Außerdem gibt's hier keinen "Best Of"-Mix,
sondern neue Lieder, z.B. "Love Needs A Heart", das Browne mit
Valerie Carter und Lowell George schrieb, oder Coverversionen, wie z.B.
"The Road" von Danny O'Keefe. Erwähnenswert ist auch die
erstklassige Band: David Lindley (lapsteel, vio), Danny Kortchmar
(g), Lee Sklar (bg), Russ Kunkel (dr), Craig Doerge
(keyb) und die Sänger/innen Rosemarie Butler und Doug Haywood.
Zu
Burtons Band gehörten damals der Bassgitarrist Steve Swallow,
der noch sehr junge Pat Metheny an der Gitarre und Dan Gottlieb
an den Trommeln. Unterstützt wurden sie vom Bassisten Eberhard
Weber.
Ein
Schelm, wer bei dem LP-Titel nicht an McGuinns alte Band denkt! Mit seinen
neuen Begleitern Rick Vito (g), Charlie Harrison (bg) und
Greg Thomas (dr) war er damals auch in einer der Rockpalastnächte
und lieferte dort ein sehr gutes Konzert ab. Interessanterweise covert
McGuinn hier "American Girl" von Tom Petty. Petty ist
Byrds-Fan und die ganze Nummer klingt so, als wäre sie für McGuinn
gemacht worden.
Eines
der Kultalben von Danny O'Keefe. Auf Vinyl sehr rar, auf CD leider bisher
gar nicht erschienen. Mein Exemplar stammt natürlich wieder aus
der Grabbelkiste!
Zwei
Kumpels aus der zweiten Reihe nehmen zusammen eine Platte auf - anscheinend
ohne kommerziellen Druck und fröhnen ihrer Liebe zu country-, folk-
und blueslastigem Rock á la The Band. Als ich die Platte
damals für einen Fünfer aus der Grabbelkiste gezogen habe, kannte
ich noch keinen der Beteiligten. Bob Young ist zwar kein Rocker,
hat aber für Country und Folk eine durchaus angenehme Stimme und
glänzt vor allem als Mundharmonikaspieler. Er verdient ansonsten
sein Geld als Songschreiber, Roadmanager und Gelegenheitsharpspieler bei
Status Quo. Mick Moody hat die Gitarre schon in zahlreichen
Bands gespielt: mir fallen aber gerade nur Snafu (kennt kaum noch
jemand) und Whitesnake (ja, genau die!) ein. Hier glänzt er
besonders auf dem Dobro, das er bei David Coverdale sicherlich
selten oder gar nicht einsetzen darf. Bass und Schlagzeug werden vorzüglich
von Terry Stannard bzw. Graham Prescett bedient. Letzterer
überzeugt zusätzlich bei den Folkstücken mit Geige und
Mandoline.
Bereits
Juli 1973 wurde dieses Live-Doppelalbum in dem legendären Club mitgeschnitten.
Für viele Fans das beste Album von ihm: TVZ ganz pur. Ob man sich
dem anschließt oder nicht: es ist auf jeden Fall sein bestes Solo-Live-Album,
von denen es inzwischen ja weit mehr als 10 gibt. Ich besitze allein 9
Stück. Aber das ist so wie mit den Grateful Dead-Livealben: jedes
ist anders, einige sind toll, viele gut, manche aber auch überflüssig.