Das
Album des Jahres
| The Band: "Music From Big Pink" (Capitol, Juli 1968) |
Das Debüt von Dylans ehemaliger Begleitband unter eigenem Namen. Ein toller
Songschreiber (Robbie Robertson), drei tolle Sänger (Levon Helm,
Rick Danko und Richard Manuel) und ein genialer Instrumentalist
(Garth Hudson). Diese "Urplatte des Americana-Sounds"
klang schon 1968 so, als wäre sie uralt. Mit vielen Klassikern: "Tears
Of Rage", "The
Weight", "Chest Fever", "This Wheel's On Fire"
und Dylans "I Shall Be Released". |
weitere
Highlights ...
| Taj Mahal (Columbia, Feb. 1968) |
Mahals
Debütalbum. In seiner Band hatte er damals gleich zwei herausragende Gitarristen:
Jesse Ed Davis und Ry Cooder. |
| Leonard Cohen: "Songs Of Leonard Cohen" (Columbia, Feb. 1968) |
Cohen
war vor diesem musikalischen Debüt schon als Dichter in Erscheinung getreten
und auch bereits in seinen Dreißigern. Die Platte war sehr erfolgreich
und enthält einige seiner größten Hits: "Suzanne", "Sisters
Of Mercy" und "So Long Marianne". |
| Love: "Forever Changes" (Elektra, Feb. 1968) |
Definitiv
eines meines Lieblinxalben aus den 60ern! |
| Otis Redding: "Dock Of The Bay" (Atco, Feb. 1968) |
Posthum
hatte Otis mit dem Titelsong seinen größten Hit! |
| The Incredible String Band: "The Hangman's Beautiful Daughter" (Elektra, März 1968) |
In den Jahren 1967-69 war die schottischen Multiinstrumentalisten
Mike Heron und Robin Williamson mit ihrer originellen Mischung
aus Folk- und Weltmusik sehr erfolgreich und brachten es in dieser Zeit
zu 5 Alben. Das lief meistens so ab: abwechselnd sang einer sein Lied
und begleitete sich vornehmlich auf der Gitarre, während der andere jeweils
für Arrangement und zusätzliche Instrumente zuständig war. Gegenseitig
stachelten sich sich dabei zu Höchstleistungen an. Manchmal ließen sich
sich auch von ihren Freundinnen begleiten (und ablenken?) oder hatten
einmal sogar eine Balletttruppe dabei. Heutzutage hätte wohl kaum eine
große Plattenfirma soviel Gottvertrauen in ihre Musiker wie Elektra damals!
Produziert hatte der in London ansässige Amerikaner Joe Boyd (erste
Pink Floyd-Single "See Emily Play", Fairport
Convention, etc.) |
| Laura Nyro: "Eli And The Thirteenth Confession" (Columbia, März 1968) |
Mit
gerade mal 21 Jahren war Laura Nyro schon eine der wichtigsten Sängerinnen,
Pianistinnen und Songschreiberinnen ihrer Generation! Sie verband Jazz,
Soul, Pop und Musical zu einer einzigartigen Mischung. Dies ist ihr zweites
Album und ihr Debüt bei Columbia und enthält einige ihrer größten Songs,
die allerdings nur in Versionen anderer Künstler bekannt wurden: The
Fifth Dimension nahmen "Sweet Blindness" und "Stoned
Soul Picnic" auf, Three Dog Night den Titelsong "Eli's
Coming". Ohne Laura Nyro's Pionierarbeit sind solche Künstlerinnen
wie Ricky Lee Jones, Suzanne Vega, Tori Amos und
auch Ani DiFranco kaum vorstellbar! |
| The Pentangle (Transatlantic, März 1968) |
Pentangles Debütalbum habe ich erst relativ spät entdeckt (natürlich in
der CD-Grabbelkiste), aber es hat schon alles, was die späteren Alben
so großartig macht. Das liegt sicherlich auch daran, dass alle Beteiligten
keine Newcomer, sondern bereits etablierte und ausgereifte Musiker waren. |
| Steve Miller Band: "Children Of The Future" (Capitol, April 1968) |
Steve Miller und Boz Scaggs lieferten zusammen mit dem Produzenten
Glyn Johns eines der ersten "Psychedelic Rock"-Alben
ab. U. a. m. Boz Scaggs Klassiker "Baby's Calling Me Home". |
| The Zombies: "Odessey And Oracle" (Columbia, April 1968) |
Als
1968 die CBS ODESSEY & ORACLE veröffentlichte, erregte die Platte
erstmal kein Aufsehen. In den USA wurde sogar von einer Veröffentlichung
ganz abgesehen ... bis Al Kooper (damals bei Blood, Sweat &
Tears), begeistert von dem melodiösen Sound dieses Albums, CBS drängte
die LP unbedingt raus zubringen. (Er selbst schrieb für das Plattencover
dann die Liner Notes.) Als dann schließlich noch "Time Of The Season",
gesungen vom phantastischen Sänger Colin Blunstone und komponiert
vom Keyboarder Rod Argent, als Single herauskam und Chart-Position
3 in den USA erreichte, erkannte auch die Öffentlichkeit den wahren Geist
dieses Meisterwerkes, welches in seiner harmonischen klangvollen Kraft
und seiner akustischen Präsenz höchstens nur noch von Pet
Sounds getoppt wurde. |
| Johnny Cash: "... At Folsom Prison" (Columbia, Mai 1968) |
Cash's
kommerzieller Durchbruch war dieser Konzertmitschnitt aus dem Knast. |
| Quicksilver Messenger Service (Capitol, Mai 1968) |
Das
Debüt der einer Klasseband, die in San Francisco neben den Grateful
Dead und Jefferson Airplane damals leider etwas untergegangen
sind. Zwar nicht so gut wie ihr Meisterwerk "Happy
Trails", aber besser als viele ihrer Versuche in den 70ern. Mit
dem genialen John Cipollina an der Gitarre! |
| Scott Walker: "Scott 2" (Philips, Mai 1968) |
|
| Fairport Convention (Polydor, Juni 1968) |
|
|
| Family: "Music In A Doll's House" (Reprise, Juli 1968) |
Roger
Chapman gab's auch schon in den 60ern! Lange vor den Shorlists,
lange vor den Streetwalkers.
Mit dabei als Gitarrist und Songwriting-Partner Charlie Whitney,
mit dem er nach dem Ende der Family als Chapman/Whitney-Streetwalkers
weitermachte. Bassisten wurden in der Familie so einige verschlissen,
auf diesem Album, ihrem besten so weit ich das beurteilen kann, ist es
Ric Grech, der danach als einziger "Unbekannter" in der
kurzlebigen "Allstartruppe" Blind Faith (neben Eric
Clapton, Ginger Baker und Steve Winwood) landete. Die
Musik der Family? Natürlich wegen der Stimme schon "typisch Chappo",
aber von der Musik her noch nicht so konventionell wie später bei den
Shortlists. Irgendwie war damals ja
"Progressive Rock" schwer angesagt und Family war vorne mit
dabei. |
| Nico: "Chelsea Girl" (Polydor/Verve, Juli 1968) |
Mit Unterstützung der drei Velvets Lou Reed, John Cale und
Sterling Morrison sowie Jackson
Browne entstand diese wunderbare erste Soloplatte von Christa Päffgen
aus Köln, genannt Nico. Sie nahm drei Lieder von Jackson Browne (u.a.
die erste Version von "These Days") und fünf der Velvet-Musiker
(vor allem der Titelsong und das 8minütige "It Was A Pleasure Then"
sind bemerkenswert) auf. Dazu kamen Dylans "I'll Keep
It With Mine" und Tim Hardins "Eulogy To Lenny Bruce".
Nicos "Nicht-Gesang" ist beeindruckend, ebenso das Spiel der
drei Velvets. Auch der damals 19jährige Jackson Browne macht keine schlechte
Figur. |
| The Byrds: "Sweetheart Of The Rodeo" (Columbia, Aug. 1968) |
|
|
| Fairport Convention (Polydor, Aug. 1968) |
Lost
& Found |
| The Grateful Dead: "Anthem Of The Sun" (Warner, Aug. 1968) |
Auf
diesem Album haben die Dead versucht, ihre Stärke als Live-Jam-Band in
eine Studioproduktion einzubringen. Dazu wurden Livebänder mit Studioaufnahmen
gemischt. Der von Warner angeheuerte teure Produzent David Hassinger
(er hat -glaub ich- auch mit den Stones aufgenommen) muss dabei fast verzweifelt
sein (diese unprofessionellen Hippies!). Hier ein Tipp: es gibt aus der
Videoreihe "Classic Rock Albums" (oder so ähnlich) eine Folge
der Dead mit dem Namen "From Anthem To Beauty", die sich mit
der Entstehung der Alben "Anthem Of The Sun" und "American
Beauty" beschäftigt. Total spannend zu verfolgen. Ansonsten gefallen
mir die reinen Livealben (z.B. "Live/Dead"
oder "Europe 72") und
die späteren songorientierten Studioalben ("Workingman's
Dead" und "American
Beauty") besser als das Frühwerk. Von den zum Teil kryptischen
Songs hat sich nur die Weir/Kreutzmann-Komposition "The Other One"
einen wichtigen Platz im Live-Repertoire der Band erobert. Ach ja- erstmalig
treten Robert Hunter als Texter und Mickey Hart als zweiter
Trommler in Erscheinung. |
| Jefferson Airlane: "Crown Of Creation" (RCA/Grunt, Sept. 1968) |
Zwar
ohne Hits, aber mit "Triad", David Crosbys Song über eine Dreiecksgeschichte,
den Roger McGuinn bei den Byrds gerüchteweise nicht spielen wollte. Dass
Crosby danach die Byrds verließ und mit seinen neuen Partnern Stills,
Nash und Young das Lied sehr erfolgreich spielen konnte, ist eine andere
Geschichte. Hier wird die Nummer aber von einer Frau (Grace Slick) gesungen,
was das ganze für viele puritanische Zeitgenossen sogar noch provokanter
machte. |
| David Ackles (Elektra, Okt. 1968) |
Ein eher unbekannter Singer/Songwriter aus den Spät60ern, den man - wenn
überhaupt - nur als Komponist des Julie Driscoll/Brian
Auger-Hits "Road To Cairo" kennt, der sich auf diesem
Album befindet und auch für mich der Grund war, vor einiger Zeit die CD
zu kaufen. Wie klingt das Ganze nun? Man könnte sagen: "typisch Elektra
ca. 66-69"! Das Label, welches auch heutzutage als Unterabteilung
von AOL/Time/Warner noch immer existiert und mit Bands wie Metallica
Geld scheffelt, war damals eher ein Folk/Singer/Songwriter-Label und ziemlich
hip: dabei waren, mit durchaus vergleichbarer Musik u. a.: Tim
Buckley, Fred Neil,
Mickey Newbury, Tom Rush und David
Blue. Und Rockband wie die Doors
(noch) die Ausnahme. |
| The Beau Brummels: "Bradley's Barn" (Warner, Okt. 1968) |
|
Auch Stoneground stehen im Plattenregal und machen sich dort
gut! Mehr dazu unter Lost &
Found! |
| "Caravan" (MGM, Okt. 1968) |
(25.01.2009) |
| Doug Dillard & Gene Clark: "The Fantastic Expedition Of Dillard & Clark" (A&M, Okt. 1968) |
Bei
den Byrds war Gene Clark für die besten
Songs verantwortlich ("Eight Miles High", "Feel A Whole
Lot Better"), durfte im Schatten von Roger McGuinn aber meist nur
Chorstimme singen und das Tamburine schwingen. Auf dieser Platte tat er
sich mit dem Banjospieler Doug Dillard
zusammen. Mit dabei war auch der spätere "Burrito-Brother" und
"Eagle" Bernie
Leadon. |
| The Incredible String Band: "Wee Tam & The Big Huge" (Elektra, Okt. 1968) |
Im Oktober 1968 veröffentlichte unser Duo sogar zwei Alben gleichzeitig,
die es dann teilweise auch als Doppelalbum zusammen zu kaufen gab. Sehr
verwirrend. |
| Steve Miller Band: "Sailor" (Capitol, Okt. 1968) |
Mit dem zweiten Album innerhalb eines Jahres gibt es eine weitere Steigerung.
Man kann sogar sagen, dass die Band bereits vor Pink Floyd "Pink
Floyd-Musik" gespielt hat. Außerdem werden die eigenen Blueswurzeln
gepflegt (Jimmy Reeds "You're So Fine"), Pophits gemacht
("Living In The U.S.A.") und Johnny "Guitar" Watsons
"Gangster Of Love" der Welt näher gebracht. Bestes Lied aber
ist die Hippie-Ballade "Dear Mary". |
| The Beatles: "White Album" (EMI/Parlophone, Nov. 1968) |
|
|
| Van Morrison: "Astral Weeks" (Warner, Nov. 1968) |
|
|
| Jimi Hendrix: "Electric Ladyland" (Polydor, Nov. 1968) |
|
|
| John Martyn: "The Tumbler" (Island, Dez. 1968) |
Mit
knapp 18 Jahren wurde der schottische Folksänger und -gitarrist der erste
nicht-afro-amerikanische Künstler auf Chris Blackwells Island-Label, damals
ein obskures Independent-Label für Reggaemusik aus Blackwells Heimat Jamaika.
Und mit "The Tumbler" liegt für den nunmehr 20jährigen bereits
Album #2 vor, bei dem er sich erstmals von einem zweiten Gitarristen (Paul
Wheeler), einem Bassisten (Dave Moses) und dem ebenfalls aus
Jamaika stammenden Jazzflötisten Harold
McNair begleiten lässt. Stilistisch am britischen Folk von Davey
Graham, den Pentangle Gitarristen John
Renbourn und Bert Jansch, sowie dem amerikanischen Countryblues
eines Mississippi John Hurt und Skip James orientiert, lässt
es allerdinx noch kaum erahnen, zu welchen musikalischen Höhen und zu
welcher stilistischen Vielfalt er in späteren Jahren fähig sein würde:
allein bei "Hello Train" ist schon ein kleiner Effekt mit rückwärts
laufendem Band zu hören. "Solid
Air", "Inside Out"
und "One World" sind zwar
noch nicht zu erahnen - aber trotzdem ein schönes Album. Produziert von
Al Stewart ("Year Of The Cat"). |
| The Pentangle: "Sweet Child" (Transatlantic, Dez. 1968) |
|
Bei der Miles Davis Nummer handelt es sich natürlich um "All Blues"
vom Meisterwerk "Kind Of Blue",
die noch weitere Künstler inspiriert hat: u. a. Tim Buckley mit
seinem "Strange Feeling", zu finden auf dessen Meisterwerk
"Happy Sad" |
| The Rolling Stones: "Beggars Banquet" (Decca, Dez. 1968) |
Endlich
auch mal etwas von den Stones, deren ältere Studioalben für mich als Nachgeborenen
nie so ganz überzeugend waren. Hier stimmt jetzt auch das Songwriting,
teilweise mit starkem Countryakzent (z.B. "No Expectations") |
| Dion: "Dion" (Laurie, 1968) |
Lost
And Found! |
| Duncan Browne: "Give Me Take You" (Immidiate, 1968) |
|
"A cult collector's classic, Give Me Take You is a beguiling period piece from 1968, a fragrant collection of delicate, melodic, baroque-flavored songs imbued with the rose-tinted scent of the psychedelic age." (Reissue-Liner Notes) |
| Dr. John: "Gris-Gris" (Atlantic, 1968) |
|
"When Dr. John's Gris-Gris hit the rock underground
in 1968, it wasn't certain whether its master of ceremonies had
landed from outer space, or just been dredged out of hibernation from
the Louisiana swamps. The blend of druggy deep blues, incantational
background vocals, exotic mandolin and banjo trills, ritualistic percussion,
interjections of free jazz, and Dr. John's own seductive-yet-menacing
growl was like a psychedelic voodoo ceremony invading your living room.
You could be forgiven for suspecting it of having been surreptitiously
recorded in some afterhours den of black magic, the perpetuators of
this misdeed risking life-threatening curses for having exposed these
secret soundtracks to the public at large. |
| "Earth Opera" (Elektra, 1968) |
|
|
| Mad River (Capitol, 1968) |
Obskure
Gitarren-Band aus der Bay Area-Szene der späten 60er, zwar nicht direkt
aus San Francisco, sondern ursprünglich aus Ohio stammend dann ab 1967
in Berkeley ansässig. Sie ähnelten musikalisch ein bisschen Quicksilver
Messenger Service, hatten sogar drei Gitarristen an Bord und ebenfalls
nicht den besten Sänger. Trotzdem schöne Musik. Vor allem für 1968.(Sept. 2006) |
| Albert Mangelsdorff Quintett: "Folk Mond & Flower Dream" (L+R, 1968) |
Lost & Found!(04.10.2007) |
| Thelonious Monk: "Underground" (Columbia, 1968) |
Thelonious
Monk hat sich neben John Coltrane und Miles Davis langsam
aber sicher zu meinem Favoriten im Jazzbereich entwickelt. Dies ist ein
Spätwerk und ich bin (wie viele andere!) erst durch das tolle Cover aufmerksam
geworden. |
| "Os Mutantes" (Polydor, 1968) |
Lost And Found!(12.06.2004) |
| Pearls Before Swine: "Balaklava" (ESP, 1968) |
Tom Rapp und seine Band sind eine der bestgehütetsten Geheimnisse
der Musik aus den 60ern. Dieses zweite Album gilt gemeinhin als ihr bestes.
Mitte der 70er hat sich Rapp aus dem Musikgeschäft zurückgezogen und wurde
Anwalt. |
| Rhinoceros (Elektra, 1968) |
Lost And Found! (22.10.2002) |
| Tom Rush: "Circle Game" (Elektra, 1968) |
|
|
| Dusty Springfield: "Dusty In Memphis" (Philips, 1968) |
|
|
| "Tropicália - Ou Panis Et Circensis" (Philips, 1968) |
Die Album gilt als der Beginn des brasilianischen Musikstils "Tropicalia",
der brasilianische (Bossa Nova, Samba) und anglo-amerikanische Popmusik
zusammenbrachte. Alles war erlaubt. Entsprechend bunt diese Mischung,
angerührt von Caetano Veloso, Gilberto Gil, Gal Costa, Os
Mutantes und anderen.(04.02.2009) |
| << 1967 | Oben | 1969 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 05.07.2010 08:55 | 20326 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Mahals
Debütalbum. In seiner Band hatte er damals gleich zwei herausragende Gitarristen:
Jesse Ed Davis und Ry Cooder.
Cohen
war vor diesem musikalischen Debüt schon als Dichter in Erscheinung getreten
und auch bereits in seinen Dreißigern. Die Platte war sehr erfolgreich
und enthält einige seiner größten Hits: "Suzanne", "Sisters
Of Mercy" und "So Long Marianne".
Definitiv
eines meines Lieblinxalben aus den 60ern!
Posthum
hatte Otis mit dem Titelsong seinen größten Hit!
Mit
gerade mal 21 Jahren war Laura Nyro schon eine der wichtigsten Sängerinnen,
Pianistinnen und Songschreiberinnen ihrer Generation! Sie verband Jazz,
Soul, Pop und Musical zu einer einzigartigen Mischung. Dies ist ihr zweites
Album und ihr Debüt bei Columbia und enthält einige ihrer größten Songs,
die allerdings nur in Versionen anderer Künstler bekannt wurden: The
Fifth Dimension nahmen "Sweet Blindness" und "Stoned
Soul Picnic" auf, Three Dog Night den Titelsong "Eli's
Coming". Ohne Laura Nyro's Pionierarbeit sind solche Künstlerinnen
wie Ricky Lee Jones, Suzanne Vega, Tori Amos und
auch Ani DiFranco kaum vorstellbar!
Als
1968 die CBS ODESSEY & ORACLE veröffentlichte, erregte die Platte
erstmal kein Aufsehen. In den USA wurde sogar von einer Veröffentlichung
ganz abgesehen ... bis Al Kooper (damals bei Blood, Sweat &
Tears), begeistert von dem melodiösen Sound dieses Albums, CBS drängte
die LP unbedingt raus zubringen. (Er selbst schrieb für das Plattencover
dann die Liner Notes.) Als dann schließlich noch "Time Of The Season",
gesungen vom phantastischen Sänger Colin Blunstone und komponiert
vom Keyboarder Rod Argent, als Single herauskam und Chart-Position
3 in den USA erreichte, erkannte auch die Öffentlichkeit den wahren Geist
dieses Meisterwerkes, welches in seiner harmonischen klangvollen Kraft
und seiner akustischen Präsenz höchstens nur noch von
Cash's
kommerzieller Durchbruch war dieser Konzertmitschnitt aus dem Knast.
Das
Debüt der einer Klasseband, die in San Francisco neben den Grateful
Dead und Jefferson Airplane damals leider etwas untergegangen
sind. Zwar nicht so gut wie ihr Meisterwerk "

Roger
Chapman gab's auch schon in den 60ern! Lange vor den
Auf
diesem Album haben die Dead versucht, ihre Stärke als Live-Jam-Band in
eine Studioproduktion einzubringen. Dazu wurden Livebänder mit Studioaufnahmen
gemischt. Der von Warner angeheuerte teure Produzent David Hassinger
(er hat -glaub ich- auch mit den Stones aufgenommen) muss dabei fast verzweifelt
sein (diese unprofessionellen Hippies!). Hier ein Tipp: es gibt aus der
Videoreihe "Classic Rock Albums" (oder so ähnlich) eine Folge
der Dead mit dem Namen "From Anthem To Beauty", die sich mit
der Entstehung der Alben "Anthem Of The Sun" und "
Zwar
ohne Hits, aber mit "Triad", David Crosbys Song über eine Dreiecksgeschichte,
den Roger McGuinn bei den Byrds gerüchteweise nicht spielen wollte. Dass
Crosby danach die Byrds verließ und mit seinen neuen Partnern Stills,
Nash und Young das Lied sehr erfolgreich spielen konnte, ist eine andere
Geschichte. Hier wird die Nummer aber von einer Frau (Grace Slick) gesungen,
was das ganze für viele puritanische Zeitgenossen sogar noch provokanter
machte.
Bei
den Byrds war
Mit
knapp 18 Jahren wurde der schottische Folksänger und -gitarrist der erste
nicht-afro-amerikanische Künstler auf Chris Blackwells Island-Label, damals
ein obskures Independent-Label für Reggaemusik aus Blackwells Heimat Jamaika.
Und mit "The Tumbler" liegt für den nunmehr 20jährigen bereits
Album #2 vor, bei dem er sich erstmals von einem zweiten Gitarristen (Paul
Wheeler), einem Bassisten (Dave Moses) und dem ebenfalls aus
Jamaika stammenden Jazzflötisten
Endlich
auch mal etwas von den Stones, deren ältere Studioalben für mich als Nachgeborenen
nie so ganz überzeugend waren. Hier stimmt jetzt auch das Songwriting,
teilweise mit starkem Countryakzent (z.B. "No Expectations")
Hier
noch eine obskure Wühltischentdeckung: Duncan Browne war Engländer,
eigentlich klassischer Gitarrist, nicht mit Jackson Browne verwandt,
in den 70ern in einem blöden Synthi-Duo (sein einziger Top30-Hit, den
ich aber nicht kenne) und verstarb leider schon 1993 an einem Krebsleiden.
Dies ist sein Solodebüt als 20jähriger, produziert von
Statt
eigener Worte hier ein Zitat aus dem Klappentext der Wiederveröffentlichung:
Obskure
Gitarren-Band aus der Bay Area-Szene der späten 60er, zwar nicht direkt
aus San Francisco, sondern ursprünglich aus Ohio stammend dann ab 1967
in Berkeley ansässig. Sie ähnelten musikalisch ein bisschen
Thelonious
Monk hat sich neben John Coltrane und Miles Davis langsam
aber sicher zu meinem Favoriten im Jazzbereich entwickelt. Dies ist ein
Spätwerk und ich bin (wie viele andere!) erst durch das tolle Cover aufmerksam
geworden.
Tom Rapp und seine Band sind eine der bestgehütetsten Geheimnisse
der Musik aus den 60ern. Dieses zweite Album gilt gemeinhin als ihr bestes.
Mitte der 70er hat sich Rapp aus dem Musikgeschäft zurückgezogen und wurde
Anwalt.