Das
Album des Jahres
| The Velvet Underground & Nico (Verve/MGM, März 1967) |
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weitere
Highlights ...
| The Doors (Elektra, Jan. 1967) |
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| The Byrds: "Younger Than Yesterday" (Columbia, Feb. 1967) |
Gene
Clark, bisher wichtigster Songschreiber der Band, war nicht mehr dabei
(sein Solodebüt mit den Gosdin-Brüdern
folgt weiter unten). Doch neben Jim/Roger McGuinn profilierten
sich allmählich auch Chris Hillman und David Crosby
als Songschreiber. Anspieltipps: natürlich "So You Wanna Be
A Rock'n'Roll Star" (McGuinn, Hillman) mit der Trompete von Hugh
Masakela, "Time Between" (Hillman), "Everybody's Been
Burned" (Crosby) und "My Back Pages" (Dylan). |
| Jefferson Airplane: "Surrealistic Pillow" (RCA/Grunt, Feb. 1967) |
Einer der Klassiker des San Francisco-Sounds mit den Songs "Somebody
To Love" und "White Rabbit". Markenzeichen der Band waren
das gesangliche Dreigestirn (Marty Balin, Paul Kantner und
Grace Slick) und die Gitarrenkünste von Jorma Kaukonen.
Am Schlagzeug ersetzte Spencer Dryden den als Gitarristen zu Moby
Grape wechselnden Skip Spence. |
| Love: "Da Capo" (Elektra, Feb. 1967) |
Das
zweite Album der zum Septett erweiterten Gruppe aus Los Angeles um den
Sänger Arthur Lee erschien ein paar Monate vor dem Meisterwerk
Forever Changes. Ihre berauschende Mischung
aus furiosem Garage-Punk, barockem Psychedelic Pop und leicht Latin-angehauchtem
Jazz war hier schon voll ausgebildet.Die sechs Songs der A-Seite des Albums deuten bereits an, was dann auf Forever Changes noch kommen wird, z.B. She Comes In Colours, Bryan MacLeans Orange Skies oder das trashige Seven & Seven Is. Die zweite Seite des Albums bestand komplett aus einem 19-minütigem Jam namens Revelation, der von manchen Kritikern als schwacher Abklatsch von "Goin' Home" ("Aftermath") eingeschätzt wird. Lassen wir aber mal die Kirche im Dorf bzw. die Bluesharp im Honky-Tonk: sowohl Love als auch die Rolling Stones haben sich bei John Lee Hooker bedient! |
| Aretha Franklin: "I Never Loved A Man The way I Love You" (Atlantic, März 1967) |
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| The Grateful Dead (Warner, März 1967) |
Das noch etwas unausgegorene Debütalbum meiner Helden ... |
| Gene Clark: "... With The Gosdin Brothers" (Columbia, April 1967) |
Das
Debüt des Ex-Byrd, von Brian Wilson-Buddy Gary Usher mit einer
Allstar-Besetzung in Szene gesetzt (Leon Russell, Glen Campbell
(guter Gitarrist!), Chris Hillman, Clarence White, u.a.).
Leider weiss ich nicht, welche Rolle dabei die Gosdin-Brüder Vern
und Rex hatten (Chorsänger?). Wie alle Gene Clark-Alben eine kommerzielle
Pleite und künstlerisch eher unterhalb der Meisterwerke "No
Other" (1974) und "White
Light" (1971) anzusiedeln. Trotzdem eine schöne Platte,
nicht zuletzt wegen "Tried So Hard", eines meiner Lieblingslieder
von Gene Clark. |
| Jimi Hendrix Experience: "Are You Experienced?" (Polydor, Mai 1967) |
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| The Beatles: "Sgt.Pepper's Lonely Hearts Club Band" (EMI/Parlophone, Juni 1967) |
Ein Klassiker, no question! Das erste Rockalbum mit Texten auf dem Cover
(so weit ich weiss). Für viele Leute das beste Rockalbum aller Zeiten,
z.B. bei der Leserwahl im amerikanischen Rolling Stone: |
| Kaleidoscope: "Side Trips" (Epic, Juni 1967) |
David
Lindley und Chris Darrow sind die bekanntesten Namen dieser
Band, die als eine der ersten Rockmusik und orientalische Klänge
zusammengebracht hat. Später nannte man sowas "Weltmusik" |
| Moby Grape (Columbia, Juni 1967) |
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| The Incredible String Band: "The 5000 Spirits Of The Layers Of The Onion" (Elektra, Juli 1967) |
Zweites Album der Kultband aus den späten 60ern, die gerade wieder
von der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit dem "Freakfolk"
von Devandra Banhart und Joana Newsom stärker wahrgenommen
wird. Nach dem Ausstieg von Folkpurist und Banjospieler Clive Palmer
setzen Robin Wiliamson und Mike Heron verstärkt auf
eigenes Material und zumindest beim wunderschönen Cover wird deutlich,
dass es sich hier nicht mehr um eine puristische Folkband handelt. Dies
ist vielleicht nicht ihre beste oder bekannteste Platte, denn mit den
im nächsten Jahr folgenden drei (!) Alben "The
Hangman's Beautiful Daughter", "Wee
Tam" und "The Big Huge" wurden sie Rockstars, die es
sogar zum Auftritt in Woodstock brachten.Aber zurück zu diesem gelungenen Frühwerk: noch spärlich instrumentiert, mit schönen Beiträgen von Pentangles Kontrabassisten Danny Thompson, glasklarer Produktion von Joe Boyd und dem besten Song der Band: "First Girl I Lved", gecovert u.a. von Judy Collins und Jackson Browne. (03.12.2006) |
| Pink Floyd: "Piper At The Of Dawn" (EMI/Harvest, Aug. 1967) |
Das
Pink Floyd-Debüt klingt ein bisschen anders als die Hits aus den
70ern, was vor allem am damaligen Sänger/Gitarristen/Songschreiber
Syd Barrett liegt, der aber kurz danach
völlig abdrehte und die Band verliess. Floyd mutierten unter der
Führung von Roger Waters und David Gilmour danach zu
Rockmonstern. |
| Beach Boys: "Smiley Smile" (Capitol, Sept. 1967) |
Vor
etwa einem Jahr kam Pet Sounds
heraus, dann Ende 66 der erste Welthit "Good Vibrations". Danach
versuchte Brian Wilson im Fernduell mit den Beatles mit
"Smile" den Matchpoint zu machen - und scheiterte grandios,
denn die "Smile"-Aufnahmen wurden im Mai 67 abgebrochen, einzelne
Lieder gelangten auf dieses und weitere Nachfolgealben, neben "Good
Vibrations auch noch "Heroes And Villains", das Herzstück
von "Smile". So schlecht kann die Platte also gar nicht sein!
Die Erwartungen der Öffentlichkeit müssen aber damals dermassen
gigantisch gewesen sein, dass "Smiley Smile" eigentlich keine
Chance hatte! |
| The Beau Brummels: "Triangle" (Warner, Okt. 1967) |
Diese San Francisco-Band war bereits 1964/65 mit sehr britsch geprägter
Beatmusik dabei. In Sal Valentino hatte sie einen tollen Sänger
und in Ron Elliott einen Gitarristen und exzellenten Songschreiber.
1966 landeten sie als "Konkursmasse" ihres alten Labels bei
Warner, die dann nichts Besseres zu tun hatten, als mit ihnen eine Platte
mit aktuellen Pophits aus den Charts zu machen. Diese Platte habe ich
zwar nie gehört, kann mir aber vorstellen, daß sowas 1966,
also zu Beginn der "Flowerpower"-Zeit, niemand mehr hören
wollte. Die Band saß also zwischen allen Stühlen. Daran konnte
auch dieses tolle Nachfolgealbum nichts ändern: ein Konzeptalbum
mit Songs fast durchgängig aus der Feder von Ron Elliot, sehr komplex
und anspruchsvoll. Auf Tournee konnte man auch nicht mehr gehen, da Ron
Elliotts Gesundheitszustand das nicht zuliess. Vom ehemaligen Quintett
war ausser Valentino und Elliott auch nur noch Bassist Ron Meagher
dabei, dazu kamen zahlreiche Gastmusiker, von denen aber leider nur Van
Dyke Parks namentlich erwähnt wird. Von ihm scheinen auch die
sehr gelungenen Orchesterarrangements zu sein. Produziert hatte Lenny
Waronker. Ein dritter Name neben Newman/Waronker aus der damaligen
"Warner-Brothers-Gang" sollte auch noch erwähnt werden:
mit "Old Kentucky Home" gibt es eine der frühesten Randy
Newman-Songs auf Platte, von denen ich weiss. Auf jeden Fall durfte
Newman erst im nächsten Jahr "selber ran".(12.06.2005) |
| Miles Davis: "Nefertiti" (Columbia, Okt. 1967) |
Eine
der besten Jazzplatten aus dieser Zeit und eine der letzten Davis-Platten
mit dem alten Quintett - Herbie Hancock (p), Wayne Shorter
(sax), Ron Carter (bass) und Tony Williams (dr) - im alten
akustischen Sound. |
| Antonio Carlos Jobim: "Wave" (A&M/CTI, Okt. 1967) |
Der
Bossa Nova-Boom in den USA und anderen Gegenden ausserhalb Brasiliens
war eigentlich schon vorbei (z.B. "Getz/Gilberto"
von 1963 mit dem "Girl From Ipanema"), aber gelegentlich wurden
noch solche Klassealben wie dieses vom Komponisten der meisten Bossa-Klassiker
veröffentlicht. Den Titelsong "Vou Te Contar" (portugiesisch
für "Wave") sollte eigentlich jeder kennen, der sich ein
bischen mit Jazz bzw. "Easy Listening" beschäftigt hat.
Beim ersten Hören sind vielleicht die zuckersüssen Geigen von
Arrangeur Claus Ogermann (ein Deutscher in den USA) für die
Ohren von Rock/Pop-Hörern -vorsichtig ausgedrückt- gewöhnungsbedürftig,
waren aber damals für viele "leichte" Jazz-Produktionen,
gerade auch auf dem Label CTI des sehr dominanten Produzenten Creed
Taylor, sehr typisch. Und kriegen die tollen Songs von Tom Jobim natürlich
nicht kaputt. Ausserdem spielen solche Topjazzleute in der Band wie Ron
Carter am Kontrabass oder Dom Um Romao am Schlagzeug, die eigentlich
über jeder Kritik erhaben sind. |
| Buffalo Springfield: "Again" (Atlantic, Nov. 1967) |
Das
zweite Album der drei Sänger/Gitarristen Stephen Stills, Neil
Young und Richie Furay mit ihrer Rhythmuscrew Dewey Martin
und Bruce Palmer kann locker die Qualität des Debüts
halten. Es beinhaltet zwar keine Hitsingle vom Kaliber "For What
It's Worth", aber gleich drei starke Young-Titel: natürlich
"Mr.Soul", aber auch das beatlesque "Broken Arrow"
und die schöne Ballade "Ecpecting To Fly". Auch Richie
Furay darf drei Songs beisteuern. |
| Johnny Cash & June Carter: "Carrying On With..." (Columbia, Nov. 1967) |
Wie
sich der Geschmack doch verändert! Vor über 10 Jahren sangen
Johnny & June ihren Hit "It Ain't Me Babe" von Bob Dylan
auf dessen Jubiläumskonzert aus dem Madison Square Garden. Fand ich
irgendwie nicht so prickelnd, vor allem wegen der Stimme von June Carter-Cash.
Dann "out of the blue" Johnny's Comeback unter der Regie von
Rick Rubin mit vier genialen Spätwerken. Dann in den letzten
Jahren allmählich meine Beschäftigung mit Johnny's Frühwerk,
aber immer noch kein Zugang zum Gesang von June Carter-Cash. In diesem
Jahr sind beide kurz hintereinander verstorben und posthum erscheint eine
der wenigen Soloplatten der Lady, sogar bei einem hippen Label (Blue Rose
- hip zumindest für "Americana"-Fans), die ich mir dann
doch kaufe und inzwischen ganz wunderbar finde. Darauf sind auch Videoaufnahmen,
die im Jahre 2002 während der Aufnahmen dieser Platte entstanden
- und ich bin von der Frau fasziniert. Jetzt endlich habe ich mir ihre
gemeinsame "Hitplatte" (mit dem Monstersong "Jackson")
zugelegt und lese im Begleittext über das Leben der beiden und kann
nur unterstützen, was da steht: eine der besten Liebesgeschichten
des 20. Jahrhunderts. Und - nebenbei bemerkt - eine wunderbare Platte
mit schön/schrägen Gesangsduetten und nicht allzuviel von diesem
"Tchickaboom"-Gitarrenrhythmus, den ich nach wie vor nicht so
besonders mag. Vielleicht machen wir ja mal mit W4L eine schöne Slo-Mo-Version
von "Jackson"? Das "Tchickaboom" überlassen wir
auf jeden Fall unseren Ex-Mitspielern Olaf und Heinz bei den "Old
Country Folks". Passt da viel besser hin.(November 2003) |
| Love: "Forever Changes" (Elektra, Nov. 1967/Feb. 1968) |
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| Captain Beefheart & His Magic Band: "Safe As Milk" (Buddah, Nov. 1967) |
Das Debüt von Don van Vliet, noch mit Ry Cooder an
der Gitarre. |
| Cream: "Disraeli Gears" (Polydor, Nov. 1967) |
in der Grabbelkiste gefunden ... |
| The Doors: "Strange Days" (Elektra, Nov. 1967) |
Knapp
10 Monate nach dem grandiosen Debüt erschien
dieser ebenfalls ausgezeichnete Nachfolger. Mit "When The Music's
Over" gibt es auch wieder ein überlange Nummer. Die Songs "Strange
Days" entstanden im wesentlichen parallel zu den Songs des Debüts.
Die Band selber bezeichnete schlicht "Days" als ihr bestes Werk.
Noch heute gilt es auch bei vielen Fans als das beste Album der Doors,
wobei ich nach wie vor das letzte Werk mit Jim Morrison, "L.A.
Woman" bevorzuge. |
| The Moody Blues: "Days Of Future Passed" (Decca/Deram, Nov. 1967) |
Klassik
und Rock (bzw. Pop) zusammen ist nicht jedermanns Sache. Und meine ganz
besonders nicht. Und "Nights In White Satin" nervt mich genauso
wie viele andere Leute. Aber dieses Album setzte im Jahte 1967 klangtechnische
Massstäbe (schreibt man das mit 3 "s"?) und war der Auftakt
einer Serie von 7 Alben, zu denen "To
Our Children's Children's Children's" (1969) als #4 gehört,
eine meiner Lieblingsplatten seit nunmehr über 30 Jahren! Diese 7
Alben gibt es inzwischen natürlich als remasterte CDs, von denen
ich auch schon wieder 5 besitze (Album #2 "In Search Of The Lost
Chord") fehlte mir noch und die #4 besitze ich (natürlich) schon
als CD seit ich einen CD-Player mein eigen nenne. Zurück zm Thema: aus der Distanz heraus gehört finde ich "Days..." deutlich besser, als damals in den frühern 70ern, als ich es mir im Anschluss an meine Initialzündung (die #4) gekauft hatte, obwohl es nie zu meinem Lieblingsplatte werden wird. Auf jeden Fall sind neben "Nights In White Satin" ein paar schöne andere Lieder zu entdecken. Und die #2 steht sicherlich auch bald in meinem CD-Regal. (06.03.2004) |
| Tim Buckley: "Goodbye And Hello" (Elektra, Dez. 1967) |
Tim
Buckley findet auf der zweiten Platte allmählich zu seinem Sound.
"Pleasant Street" und "Morning Glory" sind unter den
Songs besonders erwähnenswert. |
| Jimi Hendrix Experience: "Axis: Bold As Love" (Polydor, Dez. 1967) |
Von den drei von Jimi Hendrix zu dessen Lebzeiten erschienen Alben ist
dies das unbekannteste - und unterbewertetste. Sicherlich nicht mehr so
überraschend wie das nur wenige Monate alte Debüt "Are
You Experienced?", und nicht so gewaltig wie das Doppelabum "Electric
Ladyland", wurde es auch von mir - wie von vielen anderen - lange
übersehen. Es fehlen zwar Hitsingles wie "Hey Joe", "Purple
Haze" und "All Along The Watchtower", aber es ist mein
definitives Lieblinxlied von Jimi drauf: natürlich "Little Wing".
Und mit "Up from The Skies" und "Castles Made Of Sand"
kann man weitere Beispiele dafür finden, dass Jimi nicht nur ein
toller Gitarrist und Sänger, sondern eben auch ein genialer Songschreiber
war!(19.04.2006) |
| Jefferson Airplane: "After Bathing At Baxter's" (RCA/Grunt, Dez. 1967) |
Einer der frühen Airplane-Klassiker. Hat mir wegen des wunderschönen
Covers schon immer besonders gut gefallen. |
| Traffic: "Mr Fantasy" (Island, Dez. 1967) |
Das
Debüt von Steve Winwood (Ex-Spencer Davis Group), Saxofonist
Chris Wood, Drummer Jim Capaldi und Gitarrist Dave Mason.
Ein gutes Beispiel für das "Erwachsenwerden" von Rock'n'Roll
in den späten 60ern: während die Spencer Davis Group als
Singleband zwar aus der R&B-Ecke kam, aber trotzdem für "Pop"
und "Beat" stand war Traffic ganz klar "Rock". |
| Cannonball Adderley Quintet: "Mercy, Mercy, Mercy! Live At 'The Club'" (Capitol, 1967) |
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| Donald Byrd: "Slow Drag" (Blue Note, 1967) |
|
Der erste Anreiz, mich mit "Slow Drag" zu beschäftigen,
abgesehen davon, dass Donald Byrd und Blue Note natürlich
immer für Qualität bürgen, zugegebenermaßen ein
rein optischer - aber es ist auch ein wirklich gutes Album. Wahrscheinlich
kein Meilenstein der Jazzgeschichte, aber einfach nur gut zu hören. |
| Johnny Griffin: "You Leave Me Breathless" (Black Lion, 1967) |
Eine
meiner ersten Nicht-ECM-Jazzplatten, die ich mir
gekauft habe: gefunden in den späten 70ern bei Harry Bohlen, einem
Plattenladen in Wesel am Bahnhof , für schlappe 7 Mark und 95 Pfennige.
Live mitgeschnitten in einem Club in Kopenhagen mit Lokalmatador Nils-Henning
Orsted-Pedersen, A.K.A. "NHOP", am Bass, Kenny
Drew am Piano und Albert Heath am Schlagzeug. Schöner, wenn
auch unspektakulärer Hard Bob. Ich habe keine Ahnung, ob das jetzt eine
"wichtige" Griffin-Platte ist, aber aus nostalgischen Gründen
wenigstens für mich wichtig. |
| Tim Hardin: "Tim Hardin 2" (Verve, 1967) |
|
| Thelonious Monk: "Straight, No Chaser" (Columbia, 1967) |
Späte Quartettaufnahmen des besten Jazzkomponisten. Sperrig, aber
nicht verschreckend. |
| "Quarteto Novo" (EMI/Odeon, 1967) |
Dieses Album, das einzige der Band, kann man als eines der wichtigsten
brasilianischen Jazzalben bezeichnen - auch wenn es nicht purer Jazz ist,
sondern eine damals völlig neue oder zumindest eigenständige
Mischung aus typischen brasilianischer Musik (Bossa Nova, Samba, etc.)
und nordamerikanischem Jazz. Zwei der beteiligten Musiker erlangten danach
Weltruhm: zu Perkussionist Airto Moreira muss man nicht
mehr viel sagen. Multiinstrumentalist Hermeto Pascoal
begeistert hier "nur" auf der Querflöte und mit gelegentlichem
Pianospiel. Dazu kommen die beiden Gitarristen Theo de Barros
(auch am Kontrabass) und Heraldo do Monte, über
die ich aber weiter nichts weiß.
(04.11.2008)
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| Tim Rose: "Tim Rose (Morning Dew)" (Columbia, 1967) |
Kleiner Quiz: Ein amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songschreiber
aus den späten 60ern, angesiedelt im Grenzbereich zwischen Rock,
Folk und Jazz, ohne den ganz großen komerziellen Erfolg,
mit dem Vornamen Tim: da fällt Kennern generell als
dritter nach Tim Buckley und Tim
Hardin (deren Rangfolge ist sicherlich Geschmackssache!) Tim Rose
ein, dem ehemaligen Gesangspartner von Cass Elliott, bevor diese
mit den Mamas & Papas bekannt wurde. Obwohl ich ihn in allen
drei Kategorien (also Gesang, Gitarre, Songwriting) schwächer als
die anderen beiden Tims finde, finde ich sein Debütalbum durchaus
gelungen, was aber hauptsächlich an drei Coversongs liegt: da wäre
zuerst "Morning Dew" von der obskuren kanadischen
Folksängerin Bonnie Dobson zu nennen. Leider wird immer wieder
behauptet, das Tim Rose Co-Autor des Liedes wäre, aber er
hält sich im Prinzip an die erste veröffentlichte Version des
Liedes von Fred Neil aus dem Jahre 1964 (von dessen Debütabum
"Tear Down The Walls"), hatte aber wohl als erster einen kleineren
Erfolg mit der Nummer und viele Bands zu weiteren Versionen inspiriert
(u.a. Jeff Beck und die Grateful Dead!) . Im
Jahr 1966, also noch vor Jimi Hendrix, aber ebenfalls
anscheinend nicht als erster (diese Ehre gehört gebührt einer
Garagenband, dere Name mir gerade nicht einfällt), brachte er "Hey
Joe" als Single heraus. Immerhin soll aber seine sehr schöne
Version Chas Chandler darauf gebracht haben, von diesem Lied mit
Jimi die ultimative Version aufzunehmen. Gut
gefällt mir dann noch das Anti-Kriegslied "Come Away Melinda",
das ich bisher nur von Uriah Heep kannte, deren Musik mich aber
ansonsten recht wenig interessiert, weshalb ich auch gar keinen Ehrgeiz
habe herauszubekommen, ob seine Version denn nun wenigstens besser ist
als die der Heeps. Trotz dieses ganzen Gemeckeres bleibt "Tim Rose" (oder "Morning Dew", wie das Album ab 1968, nach jenem Minihit, hiess) ein gutes Album. (15.04.2010) |
| Frank Albert Sinatra & Antonio Carlos Jobim (Reprise, 1967) |
Meine erste Sinatra-Platte - und sehr wahrscheinlich nicht meine letzte!
Die Stimme von Frankieboy und die Songs von Jobim (der auch ein bisschen
singt) - zusammen unschlagbar. |
| The Youngbloods: "Earth Music" (RCA/Racoon, 1967) |
Ein weiteres feines Album von Jesse
Colin Young ... |
| << 1966 | Oben | 1968 >> |
| Erstellt: | Letzte Aktualisierung: 22.06.2010 08:37 | 19662 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Gene
Clark, bisher wichtigster Songschreiber der Band, war nicht mehr dabei
(sein
Das
zweite Album der zum Septett erweiterten Gruppe aus Los Angeles um den
Sänger Arthur Lee erschien ein paar Monate vor dem Meisterwerk
Das
Debüt des Ex-Byrd, von Brian Wilson-Buddy Gary Usher mit einer
Allstar-Besetzung in Szene gesetzt (Leon Russell, Glen Campbell
(guter Gitarrist!), Chris Hillman, Clarence White, u.a.).
Leider weiss ich nicht, welche Rolle dabei die Gosdin-Brüder Vern
und Rex hatten (Chorsänger?). Wie alle Gene Clark-Alben eine kommerzielle
Pleite und künstlerisch eher unterhalb der Meisterwerke "

Das
Pink Floyd-Debüt klingt ein bisschen anders als die Hits aus den
70ern, was vor allem am damaligen Sänger/Gitarristen/Songschreiber
Vor
etwa einem Jahr kam
Eine
der besten Jazzplatten aus dieser Zeit und eine der letzten Davis-Platten
mit dem alten Quintett - Herbie Hancock (p), Wayne Shorter
(sax), Ron Carter (bass) und Tony Williams (dr) - im alten
akustischen Sound.
Der
Bossa Nova-Boom in den USA und anderen Gegenden ausserhalb Brasiliens
war eigentlich schon vorbei (z.B. "
Das
zweite Album der drei Sänger/Gitarristen Stephen Stills, Neil
Young und Richie Furay mit ihrer Rhythmuscrew Dewey Martin
und Bruce Palmer kann locker die Qualität des Debüts
halten. Es beinhaltet zwar keine Hitsingle vom Kaliber "For What
It's Worth", aber gleich drei starke Young-Titel: natürlich
"Mr.Soul", aber auch das beatlesque "Broken Arrow"
und die schöne Ballade "Ecpecting To Fly". Auch Richie
Furay darf drei Songs beisteuern.
Wie
sich der Geschmack doch verändert! Vor über 10 Jahren sangen
Johnny & June ihren Hit "It Ain't Me Babe" von Bob Dylan
auf dessen Jubiläumskonzert aus dem Madison Square Garden. Fand ich
irgendwie nicht so prickelnd, vor allem wegen der Stimme von June Carter-Cash.
Dann "out of the blue" Johnny's Comeback unter der Regie von
Rick Rubin mit vier genialen Spätwerken. Dann in den letzten
Jahren allmählich meine Beschäftigung mit Johnny's Frühwerk,
aber immer noch kein Zugang zum Gesang von June Carter-Cash. In diesem
Jahr sind beide kurz hintereinander verstorben und posthum erscheint eine
der wenigen Soloplatten der Lady, sogar bei einem hippen Label (Blue Rose
- hip zumindest für "Americana"-Fans), die ich mir dann
doch kaufe und inzwischen ganz wunderbar finde. Darauf sind auch Videoaufnahmen,
die im Jahre 2002 während der Aufnahmen dieser Platte entstanden
- und ich bin von der Frau fasziniert. Jetzt endlich habe ich mir ihre
gemeinsame "Hitplatte" (mit dem Monstersong "Jackson")
zugelegt und lese im Begleittext über das Leben der beiden und kann
nur unterstützen, was da steht: eine der besten Liebesgeschichten
des 20. Jahrhunderts. Und - nebenbei bemerkt - eine wunderbare Platte
mit schön/schrägen Gesangsduetten und nicht allzuviel von diesem
"Tchickaboom"-Gitarrenrhythmus, den ich nach wie vor nicht so
besonders mag. Vielleicht machen wir ja mal mit W4L eine schöne Slo-Mo-Version
von "Jackson"? Das "Tchickaboom" überlassen wir
auf jeden Fall unseren Ex-Mitspielern Olaf und Heinz bei den "Old
Country Folks". Passt da viel besser hin.
Knapp
10 Monate nach dem grandiosen
Klassik
und Rock (bzw. Pop) zusammen ist nicht jedermanns Sache. Und meine ganz
besonders nicht. Und "Nights In White Satin" nervt mich genauso
wie viele andere Leute. Aber dieses Album setzte im Jahte 1967 klangtechnische
Massstäbe (schreibt man das mit 3 "s"?) und war der Auftakt
einer Serie von 7 Alben, zu denen "
Tim
Buckley findet auf der zweiten Platte allmählich zu seinem Sound.
"Pleasant Street" und "Morning Glory" sind unter den
Songs besonders erwähnenswert.
Das
Debüt von Steve Winwood (Ex-Spencer Davis Group), Saxofonist
Chris Wood, Drummer Jim Capaldi und Gitarrist Dave Mason.
Ein gutes Beispiel für das "Erwachsenwerden" von Rock'n'Roll
in den späten 60ern: während die Spencer Davis Group als
Singleband zwar aus der R&B-Ecke kam, aber trotzdem für "Pop"
und "Beat" stand war Traffic ganz klar "Rock".
Eine
meiner ersten Nicht-