Das
Album des Jahres
| John Coltrane: "A Love Supreme" (Impulse!, Feb. 1965) |
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weitere
Highlights Jahres ...
| Bob Dylan: "Bringing It All Back Home" (Columbia, März 1965) |
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"It's very complicated to play with electricity," Dylan said in the summer of 1965. "You're dealing with other people. . . . Most people who don't like rock & roll can't relate to other people." But on Side One of this pioneering album, Dylan amplifies his cryptic, confrontational songwriting with guitar lightning and galloping drums. "Subterranean Homesick Blues" and "Maggie's Farm" are loud, caustic and funny as hell. Dylan returns to solo acoustic guitar on the four superb songs on Side Two, including the scabrous "It's Alright, Ma (I'm Only Bleeding)" and the closing ballad, "It's All Over Now, Baby Blue," arguably his finest, most affectionate song of dismissal. (Rolling Stone) |
| Johnny Cash: "Orange Blossom Special" (Columbia, April 1965) |
Ein
recht interessantes Album des "Man In Black" aus der Zeit vor
dem großen Durchbruch mit den beiden Livealben aus dem Knast ("Folsom
Prison" von 1969 und "San Quentin" von 1969), da er hier gleich
drei Dylan-Songs covert: "It Ain't Me Babe", "Don't Think
Twice, It's Alright" und "Mama, You've Been On My Mind". |
| The Sergio Mendes Trio feat. Wanda de Sah: "Brasil '65" (Capitol, Mai 1965) |
Dieses
Album stellt quasi den (noch nicht ganz so erfolgreichen Prototypen für
Sergion Mendes & Brasil '66 dar. Mit dabei neben seinen beiden
Begleitern aus dem Jazztrio (Bassist Sebastiano Neto und
Schlagzeuger Chico Batera) sind die Sängerin Wanda de Sah,
die Gitarristin Rosinha de Valencia und der amerikanische
Saxofonist und Flötist Bud Shank. |
| The Byrds: "Mr. Tambourine Man" (Columbia, Juni 1965) |
Das
Debüt von Jim McGuinn (v,12-string,
nannte sich später Roger), David Crosby
(v,g), Gene Clark (v), Chris
Hillman (bg) und Michael Clarke
(dr) mit dem Titelsong von Dylan, der die #1 in den Charts wurde und nicht
zuletzt dafür sorgte, dass jeder Dylan kannte. Gesanglich dominiert
von Jim/Roger McGuinn, stammen die besten Songs allerdings von Dylan (4x!)
und vor allem von Gene Clark ("Feel A Whole Lot Better", "Here
Without You", "I Knew I'd Want You") |
| Them (Decca, Juni 1965) |
Als kleiner Bub habe ich Anfang der 70er die Gruppe im Radio gehört
(wahrscheinlich "Gloria" oder Dylans "It's All Over Now
aby Blue" vom 66er-Album "Them
Again" und habe (wahrscheinlich wie viele andere) gedacht, dass
das die Stones wären. Wenn man bedenkt, welche Karriere der damals
19/20jährige Van Morrison danach
machte, dann ist der Plagiatsvorwurf gegenüber Mick Jagger natürlich
ein Witz. Eher könnte man sagen: "Them = Rolling Stones für
Erwachsene". An der Orgel übrigenz der damals ebenfalls noch
sehr junge Peter Bardens, später
Gründer der Band Camel.(16.07.2004) |
| B.B. King: "Live At The Regal" (ABC/Paramount, Juli 1965) |
Eines
der besten Bluesalben und gleichzeitig eines der besten Livealben überhaupt.
B.B.King bringt den Regal-Club zum kochen. Hier sind bereits alle Klassiker
versammelt, die dann später immer wieder von ihm gebracht werden,
selten aber mit dieser Intensität: "Everyday I Have The Blues",
"Sweet Little Angel", "It's My Own Fault", "How
Blue Can You Get", "You Upset Me", "Help The Poor"
etc. |
| John Coltrane: "The John Coltrane Quartet Plays ..." (Impulse!, Aug. 1965) |
Das Album nach "Love Supreme" ist
vielleicht nicht so "erhaben" wie sein Vorgänger, hat nur
einen "banalen" Titel ("Das John Coltrane Quartett spielt
...) und fängt dabei sogar mit dem berühmten Lied aus dem Disney-Film
"Mary Poppins" an, aber es ist natürlich ebenfalls eine
gelungene Präsentation des Meisters und seiner drei Mitstreiter,
die im freien Titel "Nature Boy" schon ahnen lässt, wohin
sich die Musik von Coltrane innerhalb weniger Monate entwickeln wird. |
| Bob Dylan: "Highway 61 Revisted" (Columbia, Aug. 1965) |
Kaum ist ein halbes Jahr vergangen und schon wieder steht ein Meilenstein
von Dylan im Plattenladen, der locker noch mal die Messlatte vom Frühjahr
nach oben schraubt. Hier kann ich unmöglich einzelne Lieder hervorheben:
jeder Song ist ein Hit! |
| Wanda de Sah: "Softly!" (Capitol, Aug. 1965) |
Ich gebe zu, dass mich die Optik und nicht die Musik auf die brasilianische Sängerin
Wanda de Sah (später nannte sie sich nur noch
Wanda Sá), aufmerksam gemacht hat. Aber letztendlich ist es doch dieser wunderbare Bossa Nova-Klang , der mich überzeugt hat.
Dies ist ihr US-Solodebüt, nachdem sie bereits auf "Brasil
'65" vom Sergio Mendes Trio mitgewirkt hatte, meist in englisch gesungen. Fünf Lieder vom Meister
Jobim.(04.12.2008) |
| Miles Davis: "E.S.P." (Columbia, Okt. 1965) |
Auf
diesem Album war zum ersten mal das klassische Miles-Davis-Quintett der
60er Jahre zu hören: Herbie Hancock (p), Tony
Williams (dr), Ron Carter (db) und Neuzugang Wayne
Shorter, der George Coleman am Saxofon ablöst. |
| Otis Redding: "Otis Blue" (Atlantic, Okt. 1965) |
Der
erste Erfolg in den Albumcharts. Seinen allergrößten Erfolg
hatte er aber erst nach seinem Tod (10.12.67) mit Single und Album "Dock
Of The Bay" (Feb. 1968). |
| The Paul Butterfield Bluesband (Elektra, Okt. 1965) |
"...
a mixture of black and white. Both in songs and personnel. Drummer Sam
Lay and bass player Jerome Arnold were veterans of the Howlin' Wolf band.
Add to that four white punks on dope: Paul Butterfield himself on vocals
and harmonica, Elvin Bishop, guitar, Mark Naftalin, organ plus of course
the mercurial Mike Bloomfield on lead guitar. They played a harder, more
metallic version of the Chicago Blues. Mellow Down Easy."
|
| The Beatles: "Rubber Soul" (EMI/Parlophone, Dez. 1965) |
Für mich fangen die wichtigen Beatles-Alben eigentlich erst mit "Revolver"
(1966) an. Aber auf diesem Album ist bereits einer meiner Lieblingssongs
von Lennon, den wir auch mit Waiting For Louise covern: "Nowhere
Man". |
| The Byrds: "Turn! Turn! Turn!" (Columbia, Dez. 1965) |
|
"Gene Clark wurde den Rest-Byrds damals wohl zu
übermächtig, anders ist es nicht zu erklären, daß
so großartige Clark-Kompositionen wie She Don´t Care About
Time und The Day Walk (hier als Bonus) damals nicht den Weg auf die
LP fanden. Gefrustet stieg Gene Clark damals aus. Als Hauptgrund wurde
dessen Flugangst angegeben." (Glitterhouse über die Reissue-CD)
|
| Jackson C. Frank (Columbia, Dez. 1965) |
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Die Doppel-CD ist endlich da. Hat sogar über einen renommierten
Internet-Versand recht lange gedauert! Mehr dazu unter "Lost
& Found". |
| Andy And The Bey Sisters: "'Round Midnight" (Prestige, 1965) |
Andy Bey bildete mit seinen Schwestern Salome und Geraldine
in den 60ern ein ganz ausgezeichnetes Gesangstrio im Grenzbereich von
Jazz und Gospel. Entdeckt habe ich Andy Bey vor kurzem über
seine Version von Nick Drakes "River Man" aus dem Jahre
1998, den wir gerade für Songs
To The Siren einstudieren. Dann fiel mir jetzt vor kurzem diese Wiederveröffentlichung
aus der Serie Rudy Van Gelder Remasters in die Hände und ich
habe eine grandiose Version vom besten Jazzstück aller Zeiten gefunden:
natürlich Thelonius Monks "'Round Midnight" . Dazu
eine witzige Version der Filmmusik "Tammy". Aber das werden
nur die älteren unter uns kennen. Ich sag nur: das Mädchen vom
Hausboot!(28.10.2007) |
| Richard & Mimi Farina: "Reflections In A Crystal Wind" (Vanguard, 1965) |
Zweites
Album des Paares im Schatten von Bob Dylan
und Joan Baez mit nur kurzer Karriere.
Mimi ist die jünger Schwester von Joan, spielt Gitarre und singt
genauso engelsgleich wie diese, Richard spielt vor allem auf dem Dulcimer,
schreibt starke Lieder mit Texten außerhalb der Folkclichès in
der Dylan-Spielklasse. Vor dem Beginn einer großen Karriere verunglückte
er mit dem Motorrad tödlich, sodass dies Album auch das letzte ist,
das zu Lebzeiten veröffentlicht wurde. Der Stil der Platte ist auf
angenehme Weise nicht folk-puristisch, sondern integriert auch Rock&Pop-Elemente
(am Bass ist auch der damals omnipräsente Felix
Pappalardi dabei!). Manche Autoren sprechen sogar von einer frühen
Vorwegnahme des psychedelischen Westcoastsounds á la Grateful Dead
und Jefferson Airplane. Einige der Songs von Richard Farina wurden später
von anderen Künstlern gecovert: Iain
Matthews nahm mit Fairport Convention
und später auch Solo u.a. "Bold Marauder", "Reno,
Nevada" und "Morgan The Pirate" auf. |
| Herbie Hancock: "Maiden Voyage" (Blue Note, 1965) |
In klassischer Quintettbesetzung am 17.05.1965 eingespielt, hält
Hancock hier den Standard, den er durch seine Mitwirkung im Miles
Davis Quintett mit gesetzt hat. Von seinem Arbeitgeber kamen Ron
Carter (db), Tony Williams
(dr) und George Coleman (sax), während Freddie Hubbard (tp) diesen würdig
vertrat. |
| Fred Neil: "Bleecker & MacDougal" (Elektra, 1965) |
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| Wayne Shorter: "Speak No Evil" (Blue Note, 1965) |
"This is the perfect Wayne Shorter album" sagt der Kritiker
vom All Music Guide.
Und der Mann hat natürlich Recht. Zusammen mit Herbie Hancock
am Piano, Freddie Hubbard an der Trompete, Elvin Jones am
Schlagzeug und Ron Carter am Kontrabass entstand am Heiligabend
1964 eine der schönsten und zeitlosesten Jazzplatten, die ich kenne. |
| Horace Silver Quintet plus J.J. Johnson: "The Cap Verdean Blues" (Blue Note, 1965) |
... und noch mehr vorzüglicher Jazz (und Dank Rudy van Gelder)
in perfektem Klang von einem wunderbaren Label! Der Pianist Horace
Silver war damals sehr populär und hatte einen etwas "eingängigeren
Stil" als manche seiner Kollegen: Mainstream-Jazz auf allerhöchstem
Niveau! Mit dabei drei tolle Bläser: Tenorsaxofonist Joe Henderson
war schon auf dem ebenfalls gelungenen Vorgänger "Song For My
Father" zu hören. Trompeter Woody Shaw war als "Youngster"
neu in der Band. Posaunist Jay Jay Johnson war ein alter Weggefährte
von Silver aus den 50ern und ist als Gastsolist zu hören. Und wie
immer bei Blue Note: ein sehr schönes Cover!(14.04.2006) |
| Otis Spann: "The Blues Never Die!" (Prestige, 1965) |
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| Erstellt: 11.05.2002 | Letzte Aktualisierung: 22.02.2010 21:39 | 13722 Besucher seit dem 01.12.2002 |
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Dylans
erster Wurf in 1965 war schon beeindruckend. Es entstand ein Album voller
zukünftiger Klassiker: "She Belongs To Me", "Maggie's
Farm", "Love Minus Zero/No Limit", "Mr. Tambourine
Man", "It's Alright, Ma (I'm Only Bleeding)" etc.
Ein
recht interessantes Album des "Man In Black" aus der Zeit vor
dem großen Durchbruch mit den beiden Livealben aus dem Knast ("
Dieses
Album stellt quasi den (noch nicht ganz so erfolgreichen Prototypen für
Sergion Mendes & Brasil '66 dar. Mit dabei neben seinen beiden
Begleitern aus dem Jazztrio (Bassist Sebastiano Neto und
Schlagzeuger Chico Batera) sind die Sängerin Wanda de Sah,
die Gitarristin Rosinha de Valencia und der amerikanische
Saxofonist und Flötist Bud Shank.
Das
Debüt von Jim McGuinn (v,12-string,
nannte sich später Roger), David Crosby
(v,g), Gene Clark (v), Chris
Hillman (bg) und Michael Clarke
(dr) mit dem Titelsong von Dylan, der die #1 in den Charts wurde und nicht
zuletzt dafür sorgte, dass jeder Dylan kannte. Gesanglich dominiert
von Jim/Roger McGuinn, stammen die besten Songs allerdings von Dylan (4x!)
und vor allem von Gene Clark ("Feel A Whole Lot Better", "Here
Without You", "I Knew I'd Want You")
Eines
der besten Bluesalben und gleichzeitig eines der besten Livealben überhaupt.
B.B.King bringt den Regal-Club zum kochen. Hier sind bereits alle Klassiker
versammelt, die dann später immer wieder von ihm gebracht werden,
selten aber mit dieser Intensität: "Everyday I Have The Blues",
"Sweet Little Angel", "It's My Own Fault", "How
Blue Can You Get", "You Upset Me", "Help The Poor"
etc.
Auf
diesem Album war zum ersten mal das klassische Miles-Davis-Quintett der
60er Jahre zu hören:
Der
erste Erfolg in den Albumcharts. Seinen allergrößten Erfolg
hatte er aber erst nach seinem Tod (10.12.67) mit Single und Album "
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Zweites
Album des Paares im Schatten von Bob Dylan
und Joan Baez mit nur kurzer Karriere.
Mimi ist die jünger Schwester von Joan, spielt Gitarre und singt
genauso engelsgleich wie diese, Richard spielt vor allem auf dem Dulcimer,
schreibt starke Lieder mit Texten außerhalb der Folkclichès in
der Dylan-Spielklasse. Vor dem Beginn einer großen Karriere verunglückte
er mit dem Motorrad tödlich, sodass dies Album auch das letzte ist,
das zu Lebzeiten veröffentlicht wurde. Der Stil der Platte ist auf
angenehme Weise nicht folk-puristisch, sondern integriert auch Rock&Pop-Elemente
(am Bass ist auch der damals omnipräsente Felix
Pappalardi dabei!). Manche Autoren sprechen sogar von einer frühen
Vorwegnahme des psychedelischen Westcoastsounds á la Grateful Dead
und Jefferson Airplane. Einige der Songs von Richard Farina wurden später
von anderen Künstlern gecovert: Iain
Matthews nahm mit Fairport Convention
und später auch Solo u.a. "Bold Marauder", "Reno,
Nevada" und "Morgan The Pirate" auf.
