| Ray Charles: "Genius + Soul = Jazz" (Impulse!, März 1961) |
Der
einzige mir bekannte Fall, bei dem man eine Schallplatte über eine
mathematische Formel erklären - und dann auch benennen - kann. Eine wenig bekannte Tatsache ist, das Ray Charles einer der ersten
Künstler auf dem damals neuen Label war. ABC als Impulse-Eigentümer hatte ihn
zuvor von Atlantic
abgeworben und ließ ihn hier an der Orgel mit einer Bigband im Rücken
jazzen, später auch sehr erfolgreich Countrysongs aufnehmen ("Modern
Sounds In Country And Western Music"). Letzteres natürlich nicht beim
Impulse-Label. Aufgenommen am 26. und 27. Dez. 1960 |
| John Coltrane: "Africa/Brass" (Impulse!, Nov. 1961) |
Neben
"A Love Supreme" von 1965 ist
das hier mein klarer Coltrane-Favorit. Zum Kernquartett (McCoy Tyner am
Piano, Elvin Jones am Schlagzeug und Reggie Workman am Bass) kam
ein hochkarätiger Bläsersatz, aus dem ich nur ein paar etwas bekanntere
Namen nennen möchte: Freddie Hubbard und Booker
Little (Trompeten), Eric Dolphy (Altsaxofon und Bassklarinette) und
Julian Priester (Posaune). |
| Miles Davis: "Someday My Prince Will Come" (Columbia, Dez. 1961) |
Ein
eher unbekanntes, aber wunderschönes Album von Miles aus einer Übergangsphase.
Zum letzten Mal ist Miles mit John Coltrane und
Philly Joe Jones aus seinem berühmten Quintett der späten 50er in Gastrollen zu hören. Als
zweiter Saxofonist ist Hank Mobley dabei. Am Piano saß Wynton
Kelly, Jimmy Cobb (dr) und Paul Chambers (b) bildeten
die Rhythmusgruppe. |
| Freddie Hubbard: "Ready For Freddie" (Blue Note, 1961) |
Kein besonders kreativer LP-Titel, aber eines der besten Alben eines der
besten Jazztrompeter. "High End Blue Note" sozusagen, Dank Freddie
Hubbard, Tonmeister Rudy van Gelder (wer sonst?) und der tollen
Band: Schlagzeuger Elvin Jones, Pianist McCoy Tyner und
Bassist Art Davis vom Coltrane Quartett (bei
Art Davis bin ich mir nicht sicher, ob er fest dort dabei oder nur "Ergänzungsspieler"
war), dazu der damals noch "junge" Tenorsaxofonist Wayne
Shorter und Euphoniumspieler Bernard McKinney (der nannte sich
später Kiane Zawadi, warum auch immer), aufgenommen am 12. August
1961. Das im Jazz eher selten eingesetzte Euphonium liegt von der Lage
her zwischen der Trompete und der Tuba und klingt für ungeübte
Ohren (also meine) wie eine Posaune.(28.05.2008) |
| Robert Johnson: "King Of The Delta Blues Singers" (Columbia, 1961) |
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| Roland Kirk with Jack McDuff: "Kirk's Work" (Prestige, 1961) |
Ein frühes Album vom Mann, der auf drei Saxofonen (ein "normales" Tenor,
dazu die zwei exotischen Gebläse "Manzello" und "Strich" ) simultan
fantastische Musik macht, ohne dass das zu einem Witz wird. Noch ohne
seinen späteren Vornamen "Rahsaan" und mit einem Klasseband:
"Brother" Jack McDuff an der Hammondorgel, Bassist Joe Benjamin
und Trommler Art Taylor.(11.05.2009) |
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| Erstellt: 17.12.2008 | Letzte Aktualisierung: 17.06.2009 07:51 | 1365 Besucher seit dem 17.12.2008 |
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